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So. 19.04.
Doku
Weltspiegel
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Auslandsreportage
Auslandskorrespondenten berichten
Themen
Oman: die Fischer und die Seeblockade an der Straße von Hormus: Im Hafen von Maskat beobachten die Fischer genau, was vor der Küste geschieht. Bisher können sie mit ihren kleinen Booten rausfahren, weil sie sich nicht so weit in den Golf von Oman hinaus trauen. Dort sind inzwischen viele Kriegsschiffe unterwegs, vor allem die der US-Marine. Die verkündete Blockade der iranischen Ölhäfen macht den Alltag für die Fischer gefährlicher. Sie fürchten weitere Eskalationen und dann zum Ziel von Angriffen iranischer Drohnen zu werden. Mit dem Iran-Krieg der USA und Israels hat sich die Situation für die Fischer dramatisch verändert. Der "Weltspiegel"berichtet über den aktuellen Alltag im Oman.
Schweiz/Libanon: UN-Organisationen vor der Pleite: Ein "Wettlauf mit dem Bankrott", so beschreibt UN-Generalsekretär António Guterres die aktuelle Situation der Vereinten Nationen. Ein nie dagewesener Kahlschlag dünnt die UNO-Struktur aus und schwächt sie langfristig, Tausende Mitarbeitende werden entlassen. Stefanie Khan gehört zu denen, die schon raus aus dem System sind. Die dreifache Mutter aus einem kleinen Dorf in Thüringen will eigentlich die Menschenrechte in der Welt verteidigen. Doch der Vertrag im Büro des UN-Menschenrechtskommissars wurde nicht verlängert. Auch ihr Mann hat aufgrund der Sparmaßnahmen seinen Job beim Flüchtlingshilfswerk UNHCR verloren. Wer raus aus dem System ist, hat kein soziales Netz, kein Recht auf Arbeitslosengeld, verliert seine Aufenthaltsgenehmigung. Die Situation erinnert sie an die Zeit nach dem Mauerfall, auch jetzt ändere sich die Welt, wie man sie kennt. Aber viel schlimmer wiegt für sie, den Menschen am anderen Ende der Kette nicht mehr helfen zu können. Zum Beispiel in den UN-Flüchtlingslagern im Libanon. Dort trifft das Filmteam die Mitarbeitenden, die noch (!) im System sind, aber jeden Tag im Einsatz die Konsequenzen des fehlenden Budgets zu spüren bekommen. Die Reportage zeigt sowohl wie stark das internationale Genf derzeit unter Druck steht als auch wie die Vereinten Nationen mit den Folgen von Trumps Entscheidungen zu kämpfen haben.
Ukraine: Deserteure in der Armee: 200.000 Fahnenflüchtige sollen sich dem Dienst in der ukrainischen Armee inzwischen entzogen haben. Vor allem im vergangenen Jahr ist die Zahl der Deserteure rapide angestiegen. Schlechte Ausrüstung, schlechte Führung, Angst vor Gefangennahme durch russische Truppen und die Sorge um das eigene Leben lassen viele Soldaten fliehen. Vor allem schlechte Offiziere sorgen für Unmut bei vielen Soldaten, die an der Front eingesetzt sind: "Das waren einfach nur junge, unqualifizierte, unerfahrene Feiglinge", berichtet ein Deserteur über die Offiziere seiner Einheit. "Wenn man Leute losschickt und 70 bis 80 Prozent von ihnen nicht zurückkommen, ist das nichts, was ich mitmachen werde." Der ukrainische Verteidigungsminister hat bisher keine Idee, wie mehr Soldaten für den Einsatz verpflichtet werden können. Und für die ukrainische Armee werden die fehlenden Soldaten an der Front immer mehr zu einem gravierenden Problem im Abnutzungskrieg gegen Russland.
China: seltene Erden-giftiger Rohstoffabbau für die Hightechindustrie: China hat bei der Verarbeitung von seltenen Erden, wichtigen Rohstoffen für die Hightechindustrie, nahezu ein Monopol und setzt mit Exportkontrollen die USA und Europa in Handelskonflikten unter Druck. Doch weil beim Abbau viele Giftstoffe in die Umwelt gelangen, hat die chinesische Führung bereits zahlreiche Minen im Land geschlossen. Dafür eröffnen nun chinesische Unternehmer Abbaugebiete im Bürgerkriegsland Myanmar und transportieren den Rohstoff zurück nach China. Wer sich auf die Suche nach den Spuren der seltenen Erden macht, bekommt schnell Probleme.
Usbekistan: Kampf um die Rohstoffe: Der weltweite Kampf um wertvolle Rohstoffe hat inzwischen auch Usbekistan erreicht. Die ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien verfügt über große Kupfervorkommen. Vor allem in der Region Olmaliq, 70 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Taschkent, soll in den nächsten fünf Jahren der größte Kupfer-Tagebau der Welt entstehen. "Die Nachfrage nach Kupfer wird weltweit um 40 Prozent steigen", sagt einer der Direktoren. Kupfer ist wichtig für "grüne Energie" und für die Digitalisierung. Für viele Menschen in der Region bedeutet es, dass sie ihr Zuhause verlieren werden. Wer beim Wettlauf um die Rohstoffe aus Usbekistan die größten Profite einstreichen wird, ist derzeit noch unklar. Immerhin wurde der usbekische Präsident von Donald Trump im Weißen Haus empfangen. Aber auch die Europäer hoffen auf den Zugriff auf das Kupfer aus Zentralasien.
Singapur: Hausmädchen werden Unternehmerinnen: Sie verlassen ihre Heimat und gehen im Ausland harter, oft nicht gut bezahlter Arbeit nach. Ein Schritt, den niemand leichtfertig geht. Und doch schätzt die Internationale Arbeitsorganisation, dass über 160 Millionen Menschen weltweit genau das tun, um sich und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Land, das von Arbeitsmigranten abhängig ist, ist Singapur. Rund 15 Prozent der Bevölkerung gelten als Arbeitsmigranten. Oft bleiben sie Jahrzehnte, arbeiten auf dem Bau oder als Hausangestellte, weil sie keine andere Perspektive haben. Jetzt will eine Organisation genau das aber ändern. Mit praxisnahen Kursen sollen vor allem Frauen die Chance bekommen, nach Hause zurückzukehren und sich dort etwas aufzubauen. Als Kleinunternehmerinnen sollen sie sich nach einer Rückkehr in ihre Heimat Wohlstand erarbeiten und diesen dann auch nachhaltig ausbauen.
Oman: die Fischer und die Seeblockade an der Straße von Hormus: Im Hafen von Maskat beobachten die Fischer genau, was vor der Küste geschieht. Bisher können sie mit ihren kleinen Booten rausfahren, weil sie sich nicht so weit in den Golf von Oman hinaus trauen. Dort sind inzwischen viele Kriegsschiffe unterwegs, vor allem die der US-Marine. Die verkündete Blockade der iranischen Ölhäfen macht den Alltag für die Fischer gefährlicher. Sie fürchten weitere Eskalationen und dann zum Ziel von Angriffen iranischer Drohnen zu werden. Mit dem Iran-Krieg der USA und Israels hat sich die Situation für die Fischer dramatisch verändert. Der "Weltspiegel"berichtet über den aktuellen Alltag im Oman.
Schweiz/Libanon: UN-Organisationen vor der Pleite: Ein "Wettlauf mit dem Bankrott", so beschreibt UN-Generalsekretär António Guterres die aktuelle Situation der Vereinten Nationen. Ein nie dagewesener Kahlschlag dünnt die UNO-Struktur aus und schwächt sie langfristig, Tausende Mitarbeitende werden entlassen. Stefanie Khan gehört zu denen, die schon raus aus dem System sind. Die dreifache Mutter aus einem kleinen Dorf in Thüringen will eigentlich die Menschenrechte in der Welt verteidigen. Doch der Vertrag im Büro des UN-Menschenrechtskommissars wurde nicht verlängert. Auch ihr Mann hat aufgrund der Sparmaßnahmen seinen Job beim Flüchtlingshilfswerk UNHCR verloren. Wer raus aus dem System ist, hat kein soziales Netz, kein Recht auf Arbeitslosengeld, verliert seine Aufenthaltsgenehmigung. Die Situation erinnert sie an die Zeit nach dem Mauerfall, auch jetzt ändere sich die Welt, wie man sie kennt. Aber viel schlimmer wiegt für sie, den Menschen am anderen Ende der Kette nicht mehr helfen zu können. Zum Beispiel in den UN-Flüchtlingslagern im Libanon. Dort trifft das Filmteam die Mitarbeitenden, die noch (!) im System sind, aber jeden Tag im Einsatz die Konsequenzen des fehlenden Budgets zu spüren bekommen. Die Reportage zeigt sowohl wie stark das internationale Genf derzeit unter Druck steht als auch wie die Vereinten Nationen mit den Folgen von Trumps Entscheidungen zu kämpfen haben.
Ukraine: Deserteure in der Armee: 200.000 Fahnenflüchtige sollen sich dem Dienst in der ukrainischen Armee inzwischen entzogen haben. Vor allem im vergangenen Jahr ist die Zahl der Deserteure rapide angestiegen. Schlechte Ausrüstung, schlechte Führung, Angst vor Gefangennahme durch russische Truppen und die Sorge um das eigene Leben lassen viele Soldaten fliehen. Vor allem schlechte Offiziere sorgen für Unmut bei vielen Soldaten, die an der Front eingesetzt sind: "Das waren einfach nur junge, unqualifizierte, unerfahrene Feiglinge", berichtet ein Deserteur über die Offiziere seiner Einheit. "Wenn man Leute losschickt und 70 bis 80 Prozent von ihnen nicht zurückkommen, ist das nichts, was ich mitmachen werde." Der ukrainische Verteidigungsminister hat bisher keine Idee, wie mehr Soldaten für den Einsatz verpflichtet werden können. Und für die ukrainische Armee werden die fehlenden Soldaten an der Front immer mehr zu einem gravierenden Problem im Abnutzungskrieg gegen Russland.
China: seltene Erden-giftiger Rohstoffabbau für die Hightechindustrie: China hat bei der Verarbeitung von seltenen Erden, wichtigen Rohstoffen für die Hightechindustrie, nahezu ein Monopol und setzt mit Exportkontrollen die USA und Europa in Handelskonflikten unter Druck. Doch weil beim Abbau viele Giftstoffe in die Umwelt gelangen, hat die chinesische Führung bereits zahlreiche Minen im Land geschlossen. Dafür eröffnen nun chinesische Unternehmer Abbaugebiete im Bürgerkriegsland Myanmar und transportieren den Rohstoff zurück nach China. Wer sich auf die Suche nach den Spuren der seltenen Erden macht, bekommt schnell Probleme.
Usbekistan: Kampf um die Rohstoffe: Der weltweite Kampf um wertvolle Rohstoffe hat inzwischen auch Usbekistan erreicht. Die ehemalige Sowjetrepublik in Zentralasien verfügt über große Kupfervorkommen. Vor allem in der Region Olmaliq, 70 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Taschkent, soll in den nächsten fünf Jahren der größte Kupfer-Tagebau der Welt entstehen. "Die Nachfrage nach Kupfer wird weltweit um 40 Prozent steigen", sagt einer der Direktoren. Kupfer ist wichtig für "grüne Energie" und für die Digitalisierung. Für viele Menschen in der Region bedeutet es, dass sie ihr Zuhause verlieren werden. Wer beim Wettlauf um die Rohstoffe aus Usbekistan die größten Profite einstreichen wird, ist derzeit noch unklar. Immerhin wurde der usbekische Präsident von Donald Trump im Weißen Haus empfangen. Aber auch die Europäer hoffen auf den Zugriff auf das Kupfer aus Zentralasien.
Singapur: Hausmädchen werden Unternehmerinnen: Sie verlassen ihre Heimat und gehen im Ausland harter, oft nicht gut bezahlter Arbeit nach. Ein Schritt, den niemand leichtfertig geht. Und doch schätzt die Internationale Arbeitsorganisation, dass über 160 Millionen Menschen weltweit genau das tun, um sich und ihren Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Ein Land, das von Arbeitsmigranten abhängig ist, ist Singapur. Rund 15 Prozent der Bevölkerung gelten als Arbeitsmigranten. Oft bleiben sie Jahrzehnte, arbeiten auf dem Bau oder als Hausangestellte, weil sie keine andere Perspektive haben. Jetzt will eine Organisation genau das aber ändern. Mit praxisnahen Kursen sollen vor allem Frauen die Chance bekommen, nach Hause zurückzukehren und sich dort etwas aufzubauen. Als Kleinunternehmerinnen sollen sie sich nach einer Rückkehr in ihre Heimat Wohlstand erarbeiten und diesen dann auch nachhaltig ausbauen.
Sendungsinfos
Moderator: Tessniem Kadiri
Untertitel, Stereo