ARTE
ARTE Sa. 02.05.
Doku
Asteroiden könnten nicht nur die Oberfläche unseres Planeten geformt, sondern auch die notwendigen Zutaten für die Entstehung erster Zellen geliefert haben. So enthalten sie beispielsweise Aminosäuren, die als Grundbausteine des Lebens gelten. ARTE F
Im Hadaikum formten starke Vulkaneruptionen und gewaltige Kollisionen mit anderen Himmelskörpern unseren Planeten. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass in dieser unwirtlichen Welt kein Leben hätte entstehen können. ARTE F
Wie entstand Leben auf der Erde? In den Laboren der NASA werden Proben des Asteroiden Bennu analysiert, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. ARTE F
Vor rund 66 Millionen Jahren löschte ein Asteroid die Dinosaurier fast vollständig aus. Bis heute ist unsere Vorstellung von diesen Himmelskörpern von jener zerstörerischen Kraft geprägt. ARTE F

Asteroideneinschläge - Der Ursprung des Lebens?

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2024
  • 52'
Dokumentation Wie entstand Leben auf der Erde? Lange galt die Annahme, dass Asteroideneinschläge vor über vier Milliarden Jahren Leben unmöglich machten. Doch was, wenn das Gegenteil der Fall war? Die Dokumentation begleitet Forschende von Südafrika bis in NASA-Labore: Ihre Theorie besagt, dass die Einschläge selbst die Grundlagen für Leben schufen. Eine radikal neue Lesart unserer Ursprünge.

Inhalt

Im sogenannten Hadaikum prägten gewaltige Kollisionen mit anderen Himmelskörpern unseren Planeten. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass in dieser unwirtlichen, von gewaltigen Einschlägen geprägten Welt kein Leben hätte entstehen können. Doch was, wenn genau diese Einschläge nicht das Ende, sondern den Anfang allen Lebens markierten? Ein internationales Forschungsteam geht dieser Frage nach - von den Gebirgen Südafrikas, wo die ältesten Gesteine der Erde aus dem Archaikum erhalten sind, bis zu den Laboren der NASA, in denen Proben des Asteroiden Bennu analysiert werden. Die ältesten Mikrofossilien, die auf der Erde gefunden wurden, belegen, dass es bereits vor 3,5 Milliarden Jahren Leben gab. Geochemische Spuren deuten sogar darauf hin, dass erste Lebensformen noch früher entstanden sein könnten - zu einer Zeit, als Asteroideneinschläge noch in vollem Gange waren. Um dieses scheinbare Paradox zu erklären, untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Spuren: die seit Milliarden Jahren unveränderten Einschlagkrater auf dem Mond, die großen Impaktkrater der Erde wie den Chicxulub-Krater in Mexiko oder das Nördlinger Ries in Deutschland. Doch nicht nur die Energie der Einschläge könnte eine Rolle bei der Entwicklung des Lebens gespielt haben. Meteoriten enthalten organische Moleküle wie Aminosäuren, die als Grundbausteine des Lebens gelten. Mithilfe modernster digitaler Modellierungsmethoden, die die Bedingungen auf der Urerde simulieren, und der Analyse außerirdischer Gesteinsproben entwickeln die Forschenden eine neue Theorie: Die Einschläge könnten nicht nur die Oberfläche unseres Planeten geformt, sondern auch die notwendigen Zutaten für die Entstehung erster Zellen geliefert haben. Doch die Bedeutung dieser Erkenntnisse reicht noch weiter. Wenn Asteroideneinschläge tatsächlich Leben ermöglicht haben - könnte dann derselbe Mechanismus auch auf anderen Planeten im Universum wirken?

Sendungsinfos

Regie: Ruth Berry Stereo
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