ARTE
ARTE Mi. 06.05.
Doku
Soziale Bewegung in Santiago de Chile im Jahr 2019 ARTE F
Salvador Allendes Rede über die Verstaatlichung der Kupferminen in Rancagua 1971 ARTE F
Parade der Unidad Popular vor dem Präsidentenpalast La Moneda im Jahr 1971 ARTE F
Alltag in einem chilenischen Slum im Jahr 1973 ARTE F
Soziale Bewegung in Santiago de Chile im Jahr 2019: Diese gesellschaftliche Strömung bringt die herrschende Ordnung ins Wanken. ARTE F
2019 bringt eine soziale Bewegung die herrschende Ordnung ins Wanken ? die Regierung lenkt ein und stimmt der Erarbeitung einer neuen chilenischen Verfassung zu, die mit der Vergangenheit aufräumen soll. ARTE F
Verhaftung politischer Gegner im Jahr 1973: Am 11. September 1973 nimmt das sozialistische Experiment durch einen blutigen Staatsstreich ein jähes Ende und weicht einer Militärdiktatur. ARTE F

Chile: Träume, Terror, Neuanfang

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2023
  • 90'
Dokumentarfilm Was als Vision einer besseren Gesellschaft begann, fand ein blutiges Ende: Am 11. September 1973 putschte das Militär in Chile. Mehr als 50 Jahre danach erinnert ARTE an den Sturz des demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende. Der Dokumentarfilm lässt prominente Zeitzeugen zu Wort kommen und blickt auf die Entwicklung des Landes.

Inhalt

Am 4. September 1970 schöpft Chile große Hoffnung. Salvador Allende wird zum Präsidenten gewählt. Das Land ist von sozialer Ungleichheit geprägt, es herrscht Stillstand. Allendes Plan ist es, eine legale Revolution ohne Waffengewalt durchzuführen. Rasch leitet er eine Reihe von sozialen Maßnahmen ein. Doch das sozialistische Experiment nimmt am 11. September 1973 durch einen blutigen Staatsstreich ein jähes Ende und weicht einer Militärdiktatur, die so lange Bestand haben wird wie kaum eine andere auf lateinamerikanischem Boden. Unter der Führung von General Augusto Pinochet wird Chile zu einer Spielwiese des Neoliberalismus. Die Gesellschaft verfällt in Passivität, die Hoffnung auf ein gerechtes Miteinander aller Schichten gerät in Vergessenheit. 2019 bringt eine neue soziale Bewegung die herrschende Ordnung ins Wanken. Der Traum Salvador Allendes lebt. Die Regierung lenkt ein und stimmt der Erarbeitung einer neuen Verfassung zu, die mit der Vergangenheit aufräumen soll. Doch vor die Wahl gestellt zwischen der immer noch gültigen Verfassung der Pinochet-Jahre, die den freien Markt ungehindert gewähren lässt, und dem neuen Verfassungstext, der sich auf die Erfahrungen der Regierung Allende stützt und auf eine Politik der Umverteilung abzielt, lehnen die Wählerinnen und Wähler eine Umgestaltung der Wirtschaft ab.

Sendungsinfos

Regie: Paul Le Grouyer Stereo
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