ARTE
ARTE Mi. 24.06.
Doku
Die 20-jährige Naledi Malungane nach der Morgenpatrouille: Sie ist vor einem Jahr zu den Black Mambas gekommen. ZDF
Die 30-jährige Rangerin Nkateko Mzimba ist seit sieben Jahren bei den Black Mambas. Sie ist die Alleinernährerin ihrer sechsköpfigen Familie und möchte sich zum Tourguide weiterqualifizieren. ZDF
Nkateko Mzimba (2.v.l.) und ihr Supervisor, Johan Grobler (re.), während einer Morgenpatrouille: Johan sieht die Black-Mamba-Frauen als Bindeglied zu den Wilderern, da sie aus denselben Dörfern stammen. ZDF
Black Mamba Naledi (Mi.) mit ihren Kolleginnen in der Pause zwischen ihren Patrouillen an der Grenze zum Kruger-Nationalpark ZDF
Militärischer Drill: Black-Mambas-Gründer Craig Spencer und die Black Mambas am Exerzierplatz. Sechs Wochen dauert die Ausbildung, bevor die jungen Frauen auf Patrouille gehen dürfen. ZDF
Morgenpatrouille entlang des Greater-Kruger-Zauns: Die Black Mambas sind unbewaffnet, sie sollen allein durch ihre Anwesenheit Wilderer abhalten. ZDF

Die Frauen der Black Mambas

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Südafrikas Kampf gegen Wilderer

  • D, F 2021
  • 53'
Dokumentation Im Kruger Nationalpark in Südafrika trifft weiße Safari-Romantik auf die Realität der vorwiegend schwarzen Bevölkerung vor Ort. Die Dokumentation begleitet die Frauenbrigade "Black Mambas" bei ihrem Kampf gegen Wilderei und offenbart gleichzeitig die prekären Lebensverhältnisse der Frauen und ihrer Familien.

Inhalt

Im Kruger Nationalpark in Südafrika trifft weiße Safari-Romantik auf die Realität der vorwiegend schwarzen Bevölkerung vor Ort. Die Dokumentation begleitet die Frauenbrigade "Black Mambas" bei ihrer täglichen Arbeit im Kampf gegen Wilderei und offenbart gleichzeitig die prekären Lebensverhältnisse der Frauen und ihrer Familien und Dorf-Gemeinschaften. Nkateko (30), Qolile (29) und Naledi (20) sind Rangerinnen bei den Black Mambas, der ersten rein weiblichen Antiwilderei-Einheit. Die militärisch organisierte Frauenbrigade wurde 2013 gegründet, auf dem Höhepunkt der Nashorn-Wilderei in Südafrika. Für viele der jungen Frauen ist es der erste Job. Gleichzeitig sind sie meist die Alleinverdienerinnen in ihren Familien und müssen Eltern, Geschwister und Kinder unterstützen. Die Arbeitslosenquote in Südafrika liegt seit Jahren bei über 30 Prozent. Gleichzeitig ist der Kruger Nationalpark mit seinen vornehmlich weißen Touristinnen, Touristen und Guides Sinnbild der Spaltung, die die südafrikanische Bevölkerung auch knapp 30 Jahre nach Ende der Apartheid prägt. So bewachen die Frauen der Black Mambas Tiere vor Wilderern, die aus den gleichen armen Dörfern kommen wie sie selbst. Was ist wichtiger - die Selbstbestimmung der einzelnen Frauen, die Solidarität der Underdogs in der südafrikanischen Gesellschaft oder der kompromisslose Schutz von Wildtieren, die hauptsächlich für eine privilegierte weiße Schicht da sind?

Sendungsinfos

Regie: Lena Karbe Untertitel, Stereo
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