ARTE
ARTE Do. 14.05.
Doku
Im Masai-Mara-Reservat in Kenia leben die meisten Leoparden in den Galeriewäldern entlang der kleinen Flüsse und Bäche. NDR
Ein rund ein Monat altes Leopardenjunges: Die Jungen werden in den ersten Wochen gut versteckt und manchmal tagelang allein gelassen, wenn die Mutter auf Jagd ist. NDR
Die Großkatzen suchen oft Zuflucht auf Bäumen und sind in Baumkronen manchmal kaum zu erkennen. NDR
Eine Leopardenmutter mit ihrem drei Monate alten Jungen: Leoparden bringen sich vor Konkurrenten oft auf Bäumen in Sicherheit, da Löwen und Hyänen schlechte Kletterer sind. NDR
Das Samburu-Reservat ist von Trockenbusch und Halbwüsten bedeckt. Leoparden sind hier häufig anzutreffen. NDR
Leoparden sind hervorragend getarnt. Im Busch- und Grasland können sie innerhalb von Sekunden verschwinden. NDR

Die Leopardin

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2020
  • 90'
Dokumentation Wenige Tiere können es mit der Eleganz von Leoparden aufnehmen. Selten sieht man die vorsichtigen und extrem scheuen Raubkatzen länger als ein paar Sekunden. In der Serengeti gelangen dennoch erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktiken dieser Lauerjäger. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms stehen eine Leopardin und ihr Kampf, ihre Jungen großzuziehen.

Inhalt

Sie sind vorsichtig, extrem scheu und von beeindruckender Eleganz: Leoparden bekommt man in der freien Wildbahn meist nur für wenige Sekunden zu Gesicht. Ausgiebiger lassen sie sich höchstens beobachten, wenn sie schlafend auf einem Baum rasten und sich von der nächtlichen Jagd erholen. In der nördlichen Serengeti gelangen erstaunliche Einblicke in das Sozialleben und die Jagdtaktiken dieser Lauerjäger. Eine Leopardin hat begonnen, am helllichten Tag zu jagen. Ihre Heimat entlang des Bachbetts des Olare Orok bietet alles, was eine Mutter braucht, um sich und ihren Nachwuchs zu versorgen: pittoreske Felsen und dichte Vegetation, eine Landschaft, in der die Raubkatze in Sekunden verschwinden kann, um sich an potenzielle Beute heranzuschleichen. Am Bach sind das vor allem Warzenschweine. Wenn die Leopardin ein Ferkel gepackt hat, muss sie sich schnellstmöglich auf einen Baum retten, um den Angriffen der wütenden Warzenschweinmütter zu entkommen, die mit ihren scharfen Hauern gefährlich werden können. Daneben versucht das Weibchen auch, Thomson-Gazellen und Impalas am Buschrand zu fangen - beides keine leichte Aufgabe, vor allem mit einem halbwüchsigen Sohn im Schlepptau. Konkurrenten wie Hyänen und Löwen machen ihr zusätzlich das Leben schwer. Wenn das Weibchen nach eineinhalb Jahren wieder paarungsbereit ist, bedeutet das für ihren Sohn, dass seine Zeit an der Seite der Mutter endet. Der Halbwüchsige wird dann auf sich allein gestellt sein - und muss sich in der Savanne Afrikas behaupten.

Hintergrund

Tierfilmer Reinhard Radke kennt Afrika wie kaum ein anderer und hat während seiner Dreharbeiten faszinierende und teils unbekannte Verhaltensweisen in eindrucksvolle Geschichten gefasst. Sein Dokumentarfilm ist das intime Porträt einer außergewöhnlichen Leopardin, deren Schicksal er über zwei Jahre mit der Kamera begleitet hat.

Sendungsinfos

Regie: Reinhard Radke Untertitel, Stereo
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