ARTE
ARTE So. 26.07.
Szene aus dem Storyboard von "Dirty Dancing" ARTE F
Die berühmte Hebefigur aus "Dirty Dancing", die zu einer der ikonischsten Szene des Films avancierte ARTE F

Dirty Dancing: Romantik, Drama, Tanz!

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2026
  • 52'
Film/Kino/TV Der Kultfilm "Dirty Dancing" (1987) wurde mit seinem ikonischen Soundtrack, seinen unvergesslichen Tanzszenen und seiner Liebesgeschichte zum Klassiker. Doch hinter der scheinbar leichten Erzählung verbirgt sich eine politische Dimension: Der Film thematisiert zentrale Aspekte weiblicher Emanzipation und setzt sich mit dem Kampf für das Recht auf Abtreibung auseinander.

Inhalt

"Dirty Dancing" - nur eine seichte Musik-RomCom der 80er Jahre? Keineswegs. Hinter der Liebesgeschichte steckt eine politische Erzählung mit klarer feministischer Dimension. Baby trainiert nur deshalb so intensiv mit Johnny für den Wettbewerb, weil sie kurzfristig dessen eigentliche Tanzpartnerin ersetzt. Diese lässt in der Zwischenzeit einen illegalen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Die Handlung spielt 1963, als Abtreibung in den USA noch strafbar war. Bis zum Grundsatzurteil "Roe gegen Wade", das das Recht auf Abtreibung landesweit absicherte, vergingen noch zehn Jahre. Drehbuchautorin Eleonor Bergstein verknüpfte, auch auf Grundlage eigener Erfahrungen, Romanze und das Thema Abtreibung bewusst miteinander. Sie war überzeugt, dass politische Botschaften in einem populären, glamourös inszenierten Film ein größeres Publikum erreichen würden. "Ein Musikfilm mit einer Prinzessin, die keine andere Wahl hat, als sich unters Messer eines Quacksalbers zu legen, um sich nicht ihre Zukunft zu verbauen, ist der beste Weg, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren", sagte sie. Als "Dirty Dancing" 1987 in die Kinos kam, war Abtreibung in den USA zwar legal, doch die Pro-Life-Bewegung gewann unter Präsident Ronald Reagan an Einfluss. Indem Bergstein die Geschichte in eine Zeit vor der Legalisierung verlegte, erinnerte sie an die Bedeutung dieser hart erkämpften Errungenschaft. "Dirty Dancing" heute wiederzusehen heißt deshalb auch, einen Film neu zu entdecken, der weit über die Konventionen der RomCom hinausgeht und überraschend deutlich für Feminismus und sexuelle Selbstbestimmung eintritt. Lange nach "Roe gegen Wade" stehen das Recht auf Abtreibung und andere Freiheiten in den Vereinigten Staaten erneut massiv unter Druck. Vor diesem Hintergrund wirkt "Dirty Dancing" aktueller denn je.

Sendungsinfos

Regie: Leni Merat, Joséphine Petit Stereo
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN