ARTE
ARTE Mo. 27.07.
Doku
Im Südwesten Spaniens stehen Millionen von Eichen in lichten Hutewäldern: Diese ausgedehnten Waldweideflächen werden in Spanien als Dehesa bezeichnet. ARTE F
Lange Zeit wurde der Luchs bejagt und wäre fast ausgestorben. In den Regionen der Dehesa ist die gezielte Wiederansiedelung gelungen. ARTE F
Bedrohte Tierarten wie der Mönchsgeier finden Zuflucht in der savannenartigen Landschaft der Dehesa. ARTE F
Die Eicheln bieten das ideale Futter für die iberischen Schweine und sind das eigentliche Geheimnis des renommierten Ibérico-Schinkens. ARTE F
Die Kultivierung der Dehesa reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie diese archäologischen Funde bestätigen. ARTE F

Europa, von wegen wild!

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Die spanische Dehesa

  • F 2024
  • 43'
Dokumentation Schottische Highlands, französische Brenne, ungarische Puszta und spanische Dehesa: Was macht den biologischen Reichtum dieser vier Regionen aus? Die spanische Dehesa erinnert an die afrikanische Savanne und beherbergt eine außergewöhnliche Vielzahl von Greifvögeln und gefährdeten Arten. Können diese trotz eines dort angelegten Agroforstsystems bewahrt werden?

Inhalt

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Die Dehesa im spanischen Südwesten lässt die Herzen von Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern weltweit höherschlagen. Wegen ihrer Ähnlichkeit zu afrikanischen Landschaften trägt sie den Spitznamen "europäische Savanne". In keiner anderen Region des alten Kontinents finden sich mehr gefährdete Arten oder eine größere Dichte an Greifvögeln. Bäume, Nahrung, Wasser, Schatten - die idealen Bedingungen in der Dehesa sorgten für die Herausbildung dieser außergewöhnlichen Artenvielfalt. Und ausgerechnet hier gelang es den Menschen, das weitläufigste Agroforstsystem Europas zu schaffen. Es umfasst drei Landschaftsarten: Wiesen mit vereinzelten Eichenhainen, Weideflächen für die Viehzucht und bewirtschaftete Gebiete, in denen Gras gesät wird, damit die Tiere trotz des ungünstigen mediterranen Klimas und der nährstoffarmen Böden genügend Futter finden. Wie wirkt sich das auf die Vielfalt aus?

Sendungsinfos

Regie: Stéphane Jacques Stereo
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