ARTE
ARTE So. 26.07.
Doku
Der Waldrapp, eine Ibisart, war außerhalb der Zoos schon ausgestorben. BR
Menschliche Ziehmütter weisen jungen Waldrappen mit Hilfe eines Leichtflugzeugs den Weg in ihr Winterquartier in der Toskana. BR
Junge verwaiste Seeotter werden im Monterey Bay Aquarium großgezogen. BR
Goldene Löwenäffchen waren in freier Wildbahn fast ausgestorben, weil ihr Lebensraum ? tropische Regenwälder ? zerstört wurde. BR
In Südengland nutzen Forscher des Devon Wildlife Trust eine Drohne, um Veränderungen zu vermessen, die durch Biber entstehen. BR
Seit den 1990er Jahren stehen Wölfe unter Schutz und breiten sich in Deutschland aus. BR

Gute Nachrichten vom Planeten

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Wie wir Arten schützen

  • D 2023
  • 43'
Natur und Umwelt Jeden Tag sterben etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Doch es gibt engagierte Menschen, die bedrohte Tiere schützen und sogar fast ausgestorbenen Arten zu einem Comeback verhelfen. Naturschützer helfen dem Goldenen Löwenäffchen in Brasilien wieder mehr Lebensraum zu bekommen, Ziehmütter zeigen in Gefangenschaft geborenen Waldrappen ihre Flugroute über die Alpen und Meeresbiologen retten den kalifornischen Seeotter.

Inhalt

Die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten ist weltweit in Gefahr. Jeden Tag verschwinden allein etwa 150 Arten von der Erde. Doch es gibt Menschen, die bedrohte Spezies schützen und zeigen, dass Artenschutz Erfolg haben kann. In Brasilien kooperieren Farmer mit Naturschützern und stellen Viehweiden für eine Wiederaufforstung des Atlantischen Regenwaldes zur Verfügung. So bekommt das beinahe ausgestorbene Goldene Löwenäffchen mehr Lebensraum und eine Zukunft. Forscher in Großbritannien haben herausgefunden, dass Biber mit ihren Dämmen nicht nur neue, artenreiche Biotope schaffen, sondern sogar ganze Ortschaften vor Überschwemmungen schützen. Dort, wo Biber ihre Dämme bauen, halten sie zum Beispiel bei Starkregen große Wassermengen zurück. Das Land Sachsen nimmt Geld in die Hand, um die Konflikte zwischen Nutztierhaltern und Wölfen zu entschärfen. Es zahlt Schutzmaßnahmen für die Nutztierherden und reduziert so Wolfsrisse. Engagierte Vogelschützer in Bayern zeigen Zugvögeln, die in Gefangenschaft geboren wurden, ihre Route in den Süden. Sie fliegen mit einem Leichtflugzeug vor den Waldrappen her bis in die Toskana. Jetzt zeigt sich, dass die Vögel sich tatsächlich den Weg eingeprägt haben und ihn nun selbst finden. Das berühmte Monterey Bay Aquarium in Kalifornien rettet seit Jahrzehnten gefährdete Seeotter. Die große Überraschung: Es hat sich herausgestellt, dass der Artenschutz auch zum Klimaschutz beiträgt. Denn die Tiere sind wichtig für den Erhalt der ausgedehnten Seetangwälder vor der Küste Kaliforniens - und die binden große Mengen CO2 und halten es am Meeresboden fest. Es zeigt sich überall auf der Welt: Es ist möglich, sogar fast ausgestorbene Tierarten zurückzubringen und ihnen einen Platz in der Natur zu sichern - wenn man nur will.

Sendungsinfos

Regie: Frank Nischk Stereo
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