ARTE
ARTE Mo. 06.07.
Doku
Wenn der Mistral richtig pustet, werden die Windmühlen in einem provenzalischen Dorf nur halb besegelt. ARTE F
Ende Juli, wenn die Temperaturen in der Camargue am höchsten sind und der Wind weht, lagern sich in den Salzpfannen Millionen von Kristallen ab. ARTE F
Auf dem Gipfel des Mont Ventoux bereitet sich die Fotografin Rachel Cobb erneut darauf vor, den "Herr der Winde" mit der Kamera einzufangen. ARTE F
Einer Legende nach wurde der Mistral einst von Bauern gefangen und in eine Höhle gesperrt. Doch ohne ihn zerstören Insekten die Ernte und Krankheiten breiten sich aus, sodass die Dorfbewohner den Wind schließlich wieder freiließen. ARTE F
Es besteht eindeutig ein starker Zusammenhang zwischen marinen Hitzeperioden, wie wir sie heutzutage in der Provence beobachten, und dem Ausbleiben des Mistrals. ARTE F
Im Dorf Crillon-le-Brave schützen sich die Bewohner seit dem Mittelalter vor den zornigen Ausbrüchen des Mistrals. Auch der Glockenturm der Dorfkirche trotzt dem "Mistrau" - "Meister" auf Provenzalisch. ARTE F

Mächtige Winde

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Mistral, der Wind des Meisters

  • F 2023
  • 43'
Natur und Umwelt Der Mistral weht durch das südliche Rhônetal und bahnt sich seinen Weg durch atemberaubende Landschaften, vom Mont Ventoux bis zu den Salzmarschen der Camargue. Wer ihm folgt, entdeckt die Geschichte einer wunderschönen Region und erfährt, wie sich Mensch und Natur im Laufe der Jahrhunderte an den kalten und stürmischen Fallwind angepasst haben.

Inhalt

Früher hieß es, der Mistral könne Stieren die Hörner abreißen und junge Frauen schwängern. Diese alten Sprüche sind Geschichte, aber der "Herr der Winde" ist auch heute noch gefürchtet. Der Mistral ist aus der provenzalischen Kultur nicht wegzudenken: Er formt die Landschaft, bestimmt die Anbaupraktiken, kristallisiert das Salz, inspiriert Künstlerinnen und Künstler. Und im Sommer verstärkt er die Waldbrände im Südosten Frankreichs. Der kalte und stürmische Fallwind weht durch das südliche Rhônetal und bahnt sich seinen Weg durch atemberaubende Landschaften, vom Mont Ventoux bis zu den Salzmarschen von Aigues-Mortes. Segensreich und zerstörerisch zugleich, zwingt der Mistral Mensch und Natur, sich anzupassen. Er ist ein nützlicher Helfer: Die Winzer verlassen sich auf ihn, die Müller versorgt er mit der nötigen Energie für ihre Mühlen und in den Salzgärten der Camargue trocknet er die Marschen aus und lässt die Salzkristalle wachsen. Sein dämonisches Gesicht zeigt er, wenn er im Sommer die Brände in den trockenen Wäldern der Alpilles antreibt oder das Meer vor den Frioul-Inseln gefährlich aufwühlt. Der Mistral weht über Weinberge und Dörfer, über Schluchten und Sümpfe, über Klippen und Meer. Wer ihm folgt, entdeckt die Geschichte einer wunderschönen Region und erfährt, wie sich Mensch und Natur im Laufe der Jahrhunderte an den kalten und stürmischen Fallwind aus dem Norden und Nordwesten angepasst haben.

Hintergrund

Unsichtbar, doch allgegenwärtig - Winde spielen eine wichtige Rolle auf unserem Planeten. Ob sie über ganze Ozeane oder nur wenige Kilometer Festland hinwegfegen: Sie haben Einfluss auf das Leben und formen Landschaften. Ihre Kraft, mal schöpferisch, mal zerstörerisch, prägt Kulturen und ist legendenumwoben. In dieser fünfteiligen Dokumentationsreihe werden wissenschaftliche, geografische, geschichtliche und kulturelle Aspekte im Zusammenhang mit legendären Winden beleuchtet.

Sendungsinfos

Regie: Herlé Jouon Stereo
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