ARTE
ARTE Di. 07.07.
Doku
Von den Küsten Keralas im Südwesten Indiens über die Ebenen Tamil Nadus bis hin zu den Ausläufern des Himalayas im Norden spannen Fischer ihre Netze - auch ihre Arbeit wird vom Monsun beeinflusst. ARTE F
Der Monsunwind wird auf seinem mehrere Tausend Kilometer langen Weg nicht nur die Landschaften, sondern auch das Leben von Millionen von Menschen verändern. ARTE F
Obwohl die intensiven Monsunregenfälle manchmal tödliche Naturkatastrophen auslösen, werden sie dennoch jedes Jahr vom gesamten indischen Subkontinent herbeigesehnt. ARTE F
Der Monsunwind wird auf seinem mehrere Tausend Kilometer langen Weg nicht nur die Landschaften, sondern auch das Leben von Millionen von Menschen verändern. ARTE F
Auch die Artenvielfalt ist auf die Ankunft des jahreszeitlich bedingten Monsunwindes angewiesen. ARTE F
Gläubige in Südindien verehren die Regengöttin Mariamman, die auf einem Löwen thront und über den Monsun herrscht. ARTE F
Im Kaziranga-Nationalpark werden Tiere wie diese Hinduracke durch den Monsun gezwungen, zu fliehen und in andere Gebiete zu fliegen. ARTE F

Mächtige Winde

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Monsun, der Wind des Schicksals

  • F 2023
  • 43'
Natur und Umwelt Der Monsun legt Tausende Kilometer zurück und verändert auf seinem Weg Landschaften und das Leben von Millionen Menschen. Die sintflutartigen Regenfälle, die er mit sich bringt, führen zwar immer wieder zu tödlichen Naturkatastrophen, werden aber jedes Jahr vom gesamten indischen Subkontinent herbeigesehnt. Für die Artenvielfalt ist der Monsun unverzichtbar. Von den Küsten Keralas und den Ebenen Tamil Nadus im Süden bis zu den Ausläufern des Himalaya im Norden warten alle auf den Wind des Schicksals.

Inhalt

Im Sommer bringt der Monsun von Südindien bis zum Himalaya spektakuläre Wolkenbrüche, die von den Menschen sehnsüchtig erwartet werden. Mit Gebeten und Prozessionen beschwören sie den Schicksalswind, denn das Leben von Millionen Menschen hängt von ihm ab. So ist zum Beispiel die Landwirtschaft ganz auf den Monsun angewiesen. Boden und Saat werden nach uralter Tradition auf ihn vorbereitet. Doch wie lange noch? Der Klimawandel hat den natürlichen Kreislauf durcheinandergebracht. Der Monsun weht aus Südwest und bringt Libellen aus Afrika über den Indischen Ozean an die Küste Keralas. Hier pflanzen sie sich in den Reisfeldern fort und werden von Biologen untersucht. Der Wind zieht weiter, trifft auf die Berghänge der Westghats und lässt ergiebige Regenfälle auf die dichten Wälder niedergehen. Hat der Wind die Berge hinter sich gelassen, nimmt er in den Ebenen von Tamil Nadu Fahrt auf und versorgt riesige Windparks mit Energie. Der Monsun wird auch für die traditionellen Drachenwettbewerbe genutzt, die schon zu Zeiten der Maharadschas beliebt waren. An der Ostküste Indiens wartet man sehnsüchtig auf den Wind. Die Fischer halten ihre Netze bereit, denn der Monsun bedeutet zwar stürmische See, aber auch reichlich Fang. Auf seinem Weg über den Golf von Bengalen lädt sich der Wind mit Feuchtigkeit auf, bevor er auf die Ausläufer des Himalayas trifft - eine unüberwindbare Mauer. Der Regen überschwemmt den Kaziranga-Nationalpark, das weltweit wichtigste Schutzgebiet für das Indische Panzernashorn. Die Tiere haben dann weniger Platz und Wilderer leichtes Spiel. Doch mutige Tierschützer wachen über die Nashörner, bis der Wasserspiegel wieder sinkt.

Sendungsinfos

Regie: Elena Sender, Alexis Barbier-Bouvet Stereo
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