ARTE
ARTE Di. 22.09.
Doku
Eine ungewöhnlich intime Koexistenz, von der beide profitieren: Ein Makake macht es sich auf einem Sikahirsch bequem. ARTE
Der Kigensugi ist ein besonders alter Vertreter der Japanischen Zeder auf der Insel Yakushima ? er wird auf etwa 3.000 Jahre geschätzt. ARTE
Auf Yakushima kommt eine eigene, einzigartige Unterart der Japanmakaken vor: die Yakushima-Makaken. ARTE
Im südlichen Japan liegt Yakushima. Die Insel mit ihren bis zu 2.000 Meter hohen Berggipfeln bildete sich vor 15 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. ARTE

Phänomenale Natur

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Yakushima - Insel des mystischen Waldes

  • F 2025
  • 43'
Natur und Umwelt Vor 15 Millionen Jahren entstand die japanische Insel Yakushima im Ostchinesischen Meer durch vulkanische Aktivität. Ihre Abgelegenheit und das Fehlen großer Raubtiere schufen ein einzigartiges Ökosystem: Hier leben endemische Unterarten japanischer Makaken und Sikahirsche, die Hochlagen sind von uralten japanischen Zedern geprägt. Heute steht der Schutz des Naturjuwels im Fokus.

Inhalt

Die japanische Insel Yakushima liegt im Ostchinesischen Meer und ist ein Ort der Extreme: Während die Küsten von subtropischem Klima geprägt sind, herrscht in den bis zu 2.000 Meter hohen Bergen ein gemäßigtes Klima. Vor etwa 15 Millionen Jahren entstand die Insel durch vulkanische Aktivität - ihr Granitgestein wurde durch seismische Kräfte aus der Tiefe an die Oberfläche gedrückt. Ihre abgelegene Lage und das Fehlen großer Raubtiere ermöglichten eine einzigartige Tierwelt: Hier leben endemische Unterarten japanischer Makaken und Sikahirsche in enger Wechselbeziehung. Doch Yakushimas wahre Schätze sind die Wälder der Insel. In den Hochlagen findet sich das wahrscheinlich letzte Ökosystem der Welt, das von japanischen Zedern dominiert wird. Einige dieser uralten Bäume - sogenannte Yakusugi - wachsen bereits seit der Jomon-Zeit, der Vorgeschichte Japans, und überstanden jahrhundertelange Abholzung. Ihre mystische Erscheinung inspirierte Hayao Miyazaki zu seinem Animationsfilm "Prinzessin Mononoke". 1993 wurde Yakushima als erste japanische Naturstätte in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen - ein Zeichen für ihre herausragende Artenvielfalt. Über 1.900 Pflanzenarten, darunter zahlreiche Endemiten, prägen die Insel. Doch der Massentourismus stellt eine wachsende Bedrohung dar: Jährlich besuchen mehr als 250.000 Menschen die nur 13.000 Einwohner zählende Insel. Besonders gefährdet sind empfindliche Ökosysteme wie der Strand von Nagata, das größte Brutgebiet der Unechten Karettschildkröte im nördlichen Pazifik. Doch nicht nur der Tourismus, sondern auch der steigende Meeresspiegel und die Verschmutzung durch Plastikmüll setzen der Insel zu. Lange Zeit prägten menschliche Eingriffe das Gesicht Yakushimas. Heute steht der Schutz und die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts im Vordergrund, um dieses einzigartige Naturjuwel zu bewahren.

Sendungsinfos

Regie: Olivier Marin Stereo
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