ARTE
ARTE Di. 12.05.
Doku
Überwachungskameras in Belgrad neben einem Gebäude mit serbischer Flagge ZDF
Luftaufnahme der von der chinesischen Firma Zijin Mining betriebenen Kupfermine in Bor, Serbien ZDF
Ein Mitarbeiter der Organisation SHARE beim Befestigen von Aufklebern, die auf die Videoüberwachung in Belgrad aufmerksam machen sollen ZDF
Mahnmal an der chinesischen Botschaft in Belgrad zur Erinnerung an die beim NATO-Angriff auf Belgrad 1999 getöteten Chinesen ZDF
Luftaufnahme der vom chinesischen Staatsunternehmen CRBC (China Road and Bridge Corporation) in Montenegro gebauten Autobahn ZDF
Durchgestrichenes EU- und NATO-Symbol auf einer Wand in Belgrad ZDF

Stille Invasion: Chinas Balkan-Strategie

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2023
  • 52'
Dokumentation In keiner anderen Region Europas vertritt China seine geostrategischen Interessen so selbstbewusst wie auf dem Balkan. Die Dokumentation analysiert, wie China in diesen Ländern den autoritären Kurs einiger Regierungen verstärkt, Abhängigkeiten schafft und dadurch die EU herausfordert, die mit den Ländern des Westbalkans seit Jahren Beitrittsverhandlungen führt.

Inhalt

China verfolgt auf dem Balkan eine besondere Geostrategie. Anhand von Investitionen und Infrastrukturprojekten in Serbien und Montenegro analysiert die Dokumentation, wie China diese Länder an sich bindet. Eine Abhängigkeit zu einem hohen Preis - für sein Engagement erwartet China im Gegenzug politische Solidarität. Wenn es etwa bei den UN um Menschenrechtsfragen geht, steht Serbien stets auf Chinas Seite. "Stille Invasion" zeigt, wie geheime Verträge chinesischer Staatsunternehmen mit den Westbalkan-Ländern die lokale Zivilgesellschaft von der Teilhabe ausschließen. Doch die Bürger werden aktiv: Beim Bau der größten Reifenfabrik Europas durch den chinesischen Linglong-Konzern sind es journalistische Recherchen, die die Ausbeutung von Arbeitern aufdecken. Bei der Übernahme der Kupfermine in Bor durch den chinesischen Zijin-Konzern machen Journalisten und Experten die entstandene Luftverschmutzung öffentlich. Kritiker der zuständigen staatlichen Behörde werden daraufhin von der Regierung zum Schweigen gebracht. Als in Belgrad - trotz einer der niedrigsten Kriminalitätsraten Europas - flächendeckend Überwachungskameras von Huawei installiert werden, machen Belgrader Aktivisten auf den stillen Pakt zwischen ihrer Regierung und China aufmerksam. Die Dokumentation untersucht, wie rücksichtslos durchgeführte Großprojekte die Umwelt gnadenlos zerstören und wie Chinas "Stille Invasion" den autoritären Charakter der Westbalkanstaaten festigt, indem sie bewusst die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit verletzt.

Sendungsinfos

Regie: Michael Wech Untertitel, Stereo
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