Noch nie war der Einblick in Andreas Kielings "wilde Welt" so persönlich wie in dieser Trilogie. In dieser Folge blickt er zurück auf Bärengeschichten aus 30 Jahren als Tierfilmer.
Für drei Jubiläumsfolgen ist der Tierfilmer mit seinem Tiny House in seiner Wahlheimat Eifel unterwegs. In "Terra X: Kielings wilde Welt - Der Bärenmann" berichtet er im Hier und Jetzt von seinen eindrücklichsten Erlebnissen mit Bären.
Im Lake-Clark-Nationalpark in Alaska leben besonders große Küstenbraunbären. Ihre Lieblingsspeise nach der Winterruhe sind Muscheln. Wie finden die Bären die Delikatessen, und wie nähert man sich als Tierfilmer einem Bären?
Auch andere Väter gehen mit ihren Söhnen angeln - doch nicht so wie Andreas mit dem neunjährigen Erik. Vier Monate lang leben sie auf den Aleuten und teilen sich mit Bären die Nahrung der Saison: Lachs. Doch was passiert, wenn großer Bär und kleiner Junge aufeinandertreffen?
Kaum irgendwo ist der Indian Summer schöner als im Denali-Nationalpark Zentralalaskas. Dort leben die Vegetarier unter den Grizzlys. Immer wieder hat Andreas im Denali gefilmt. Der Vergleich mit früheren Reisen zeigt schwindende Gletscher und Permafrostboden, der taut.
Der Eisbär ist gefürchtet. Doch die wahre Herausforderung für Tierfilmer im Norden Kanadas ist die brutale Kälte. Tagelanges Warten im Schneesturm bezahlt Andreas mit Erfrierungen, die er bis heute spürt. Der Lohn sind einmalige Aufnahmen.
Dass Misserfolg auch zum Tierfilmerleben gehört, erfährt Andreas bei der Suche nach dem Großen Panda in China. Im Bambuswald an der Grenze zu Tibet findet er Spuren, jedoch kein einziges Tier. Warum ist Fortpflanzung bei Pandas so schwer - und welche Wege gehen die Chinesen?
In Slowenien kommen 1000 Bären auf zwei Millionen Einwohner. Doch die Slowenen haben Wege gefunden, Siedlungen und Vieh zu schützen. Andreas lernt tierische Bewacher kennen und geht der Frage nach, ob man Bären im Wald füttern darf, um sie von Dörfern fernzuhalten.
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
In der Schweizer Gesprächssendung "Sternstunde Philosophie" diskutieren Philosophen, Wissenschaftler und Künstler Themen einer immer komplexer werdenden Welt.
"Sternstunde Philosophie" schlägt den großen Bogen von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den Grundfragen der Philosophie: Wer ist wofür verantwortlich, worin besteht die menschliche Freiheit, was bestimmt unseren Lebenssinn?
In der literarischen Reihe dreht sich alles um das Thema Lesen. Neben regen Diskussionen über Bücher werden auch die Neuheiten aus allen Literaturbereichen vorgestellt.
mit Miriam Neumaier
John Williams:
- "Star Wars"
- "Schindlers Liste"
- "Harry Potter"
Hans Zimmer:
- "König der Löwen"
- "Fluch der Karibik"
- "Inception"
Unter dem Motto "Giganten der Filmmusik" gab es im Juli 2025 eine musikalische Hommage an die beiden wohl berühmtesten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten: Hans Zimmer und John Williams.
Hans Zimmer hat mit Kompositionen wie "Der König der Löwen" und "Fluch der Karibik" Generationen von Filmfans begeistert. John Williams hat das "Große Kino" mit den unvergesslichen Klängen von "Star Wars" bis "Harry Potter" wie kein anderer geprägt.
Beide Komponisten haben Hunderte von Preisen gewonnen, darunter zahlreiche Emmys und Oscars. Sie liefern der Traumfabrik Hollywood seit Jahrzehnten den emotionalen Stoff, ohne den kein Film zum echten Blockbuster wird.
Die "Giganten der Filmmusik" sorgten im Sommer 2025 auch vor der gigantischen Kulisse des Losheimer Stausees für musikalische Highlights der internationalen Extraklasse.
Als Solistin war die Münchner Musicalsängerin und -darstellerin Miriam Neumaier dabei. Sie ist Preisträgern zahlreicher Wettbewerbe, spielte in Kinofilmen wie "Der Schuh des Manitu" mit und wurde 2021 und 2022 auch im Saarland bekannt als Hauptdarstellerin von "Jekyll & Hyde" im Zeltpalast Merzig.
So richtig frei war Österreich 1955 erst, als am 5. November 1955 die Oper wieder ihren Spielbetrieb im Haus am Ring aufnahm.
Doch warum konnte ausgerechnet die Staatsoper für die Bildung der österreichischen Identität - über verschiedene politische Systeme hinweg - so prägend werden?
Im Moment ihrer Eröffnung 1869 schien niemand mit dem neuen Gebäude glücklich, hatte Österreich doch seine politische Stellung eingebüßt. Dennoch wusste sich Österreich über den Betrieb dieser neuen Oper als Kulturgroßmacht zu positionieren. Über alle Zeitbrüche hinweg, 1918 und auch 1945, diente die Oper als Rückgriff, die Idee von Österreich wiederzufinden - und ebenso, von eigenen Mitverantwortungen abzulenken.
Erich Boltensterns Innenraum der Oper wurde zum Ausdruck eines ewig gültigen Österreich-Verständnisses, hätte aber auch anders aussehen können, wie die Dokumentation verdeutlicht. Sie wirft einen Blick ins Getriebe der Staatsoper, in der sich heute internationale Stars die Klinke in die Hand geben - und selbst oft verwundert sind, dass sich ein ganzes Land mit dieser Institution identifiziert.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
(aus der ORF-Reihe "Universum")
Kuba ist ein grünes Juwel im azurblauen Wasser der Karibik - und für die Natur ein Grund zur Hoffnung. Dieser Naturfilm eröffnet spektakuläre Einblicke in die Wildnis Kubas.
In stockdunklen Höhlen lauern Boas Fledermäusen auf, über Havannas legendärer Altstadt kreisen Geier im Aufwind. Bienenkolibris legen Eier, nicht größer als Kaffeebohnen, und Myriaden Landkrabben wandern jedes Jahr in Richtung Schweinebucht zur Eiablage.
Kubas einzigartige Tierwelt - mit 50 Prozent endemischen Arten - hat von Fidel Castros Revolution profitiert, weil die Insel 50 Jahre lang praktisch unverändert geblieben ist. Noch graben dort Meeresschildkröten unbehelligt ihre Gelege in den Sandstrand, noch sind die Korallenbänke voller Leben, und im Brackwasser der Dolinen atmen Knochenhechte Luft, ohne zu ahnen, wie bemerkenswert das ist.
Mit der Bahn durch die Algarve: Abseits der bekannten Traumstrände liegt das größte natürliche Riff Portugals. Aus dem traditionellen Rohstoff Kork werden dort Taschen und Schuhe produziert.
Und überall spielt Wind eine Rolle, als Freund oder Feind. Von Vila Real de Santo António an der spanischen Grenze geht es über Faro und Tunes bis nach Lagos im Westen.
In der Algarve fahren 60 Jahre alte Dieseltriebwagen der portugiesischen Staatsbahn CP, die andernorts längst ausrangiert worden sind. Verbreiten sie einerseits eine gute Portion Nostalgie, stellen sie andererseits eine ordentliche Herausforderung für die Lokführer dar, die die Fahrzeuge unterwegs schon mal notdürftig reparieren müssen.
Mindestens drei Stunden brauchen die betagten Züge für die 140 Kilometer lange Strecke - genügend Zeit, um ein Gefühl für die Landschaft der Algarve, der südlichsten Region Portugals, zu entwickeln. Der flache Osten ist geprägt durch Sonne, Sand und Salz, der felsige Westen durch Wald, Wind und Wellen.
Die Einheimischen nutzen, was sie haben. Castro Marim ist bekannt für vorzügliches Meersalz und Santa Luzia für köstliche Kraken. Herzmuscheln gedeihen in der Laguna Formosa, einem 60 Kilometer langen Naturpark vor der Sandküste östlich von Faro.
Sandstein kommt in unterschiedlichen Ausprägungen vor, von weich an der spektakulären Felsküste westlich von Faro bis vergleichsweise hart, verbaut in der Burg von Silves. Städte wie Silves, Tavira, Faro und Lagos erzählen von Blütezeiten im Mittelalter, sowohl als in der Algarve Muslime herrschten, als auch später, als portugiesische Seefahrer von dort zu Entdeckungsreisen aufbrachen.
Schon die Seefahrer damals schätzten den unermüdlichen Algarve-Wind, so wie heute noch Segler und Kiter. Salzbauern dagegen lieben Wind nur aus bestimmten Richtungen, und Waldbauern fürchten ihn sogar, weil er verheerende Brände entfachen kann. Mit Zugwind geht es auf eine abwechslungsreiche Reise.
Der Naturpark "Douro Internacional" in Portugal beeindruckt mit spektakulären Schluchten und Ausblicken auf den Fluss Douro.
Die steilen Klippen bieten bedrohten Greifvögeln wie Schmutzgeiern, Steinadlern und Gänsegeiern Zuflucht. Im Park befinden sich auch die älteste Weinbauregion der Welt sowie der Archäologische Park "Vale do Côa", der für prähistorischen Felsgravuren bekannt ist.
Mit über 170 Vogelarten, darunter Schwarzstörche und Rotmilane, ist der Park außerdem ein Paradies für Ornithologen.
Das UNESCO-Weltkulturerbe Douro-Tal beeindruckt mit der ältesten Weinbauregion der Welt und dem majestätischen Fluss Douro, der sich durch die steilen, terrassenförmig angelegten Weinberge schlängelt. Die Einheimischen nennen es liebevoll "Tal der Verzauberung" - eine Landschaft aus Geschichte und Tradition.
Biologen, Umweltingenieure und Naturschützer arbeiten daran, die Natur für kommende Generationen zu bewahren. Außerdem engagieren sich Organisationen wie APEGA und Faia Brava für den Schutz bedrohter Arten: Faia Brava erwirbt Land, um es vor Industrialisierung zu bewahren, und schafft Futterplätze für Geier. Joana Braga da Conceição setzt sich für den Mirandese-Esel ein - ein Symbol regionaler Kultur und nachhaltigen Tourismus. Der Naturschützer und Ranger José Jambas dokumentiert die beeindruckende Vogelwelt und kämpft für ihren Fortbestand.
Der Naturpark "Vale do Guadiana" ist einer der letzten unberührten Lebensräume Südeuropas. Dort schützen Naturschützer bedrohte Arten und erhalten die ursprüngliche Landschaft.
Die Region ist geprägt von Flüssen, Steilhängen und Wäldern. Besonders der Iberische Luchs steht im Mittelpunkt: Einst fast ausgestorben, kehrt er dank gezielter Schutzmaßnahmen in seinen Lebensraum zurück.
Der Naturpark "Vale do Guadiana" ist eine der letzten wilden Landschaften Portugals. Abseits der Touristenströme bietet er unberührte Natur und eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Dort leben Tiere, die anderswo längst verschwunden sind - darunter der Iberische Luchs, eine der seltensten Katzenarten der Welt.
Sein Überleben hängt maßgeblich vom Wildkaninchen ab. Als Hauptnahrung vieler Raubtiere ist es eine Schlüsselspezies im Ökosystem des Parks. Um seinen Bestand zu sichern, wurden gezielt Maßnahmen entwickelt: Schutzgebiete, in denen die Tiere ungestört leben und sich vermehren können.
Biologe Carlos Carrapato setzt sich mit seinem Team für den Erhalt dieses fragilen Gleichgewichts ein. Durch gezielte Habitat-Pflege und spezielle Schutzstrukturen sorgt er dafür, dass sowohl Beute- als auch Raubtiere optimale Bedingungen vorfinden. Er ist überzeugt: Ohne das Wildkaninchen gäbe es weder Luchse noch viele andere Tiere des mediterranen Ökosystems.
Die Landschaft des "Vale do Guadiana" ist geprägt von Flüssen, Steilhängen und mediterranen Wäldern. Biologen und Naturschützer arbeiten dort mit lokalen Gemeinden zusammen, um das Gleichgewicht zwischen Natur und menschlicher Nutzung zu erhalten. Dank dieser Bemühungen kehrt der Iberische Luchs langsam in seinen ursprünglichen Lebensraum zurück.
England in den frühen 2000er-Jahren: Profifußball ist Männersache und David Beckham das nationale Idol. Die 18-jährige Jesminder "Jess" Bhamra möchte genauso gut spielen wie Beckham.
Die jüngste Tochter einer aus Indien stammenden Arbeiterfamilie himmelt Beckham nicht nur an wie ein Groupie - sie behauptet sich beim Kicken im Park auch lässig gegen angeberische Jungs - und wird von einer Vereinsspielerin entdeckt.
Die selbstbewusste Juliette "Jules" Paxton lädt sie zum Probetraining ein. Selbst der kritische Nachwuchscoach Joe erkennt ihr Talent und nimmt Jess sofort ins Team auf. Sie weiß jedoch, dass sie eine noch höhere Hürde nehmen muss: Dass ein Mädchen lieber Fußball spielt, als ans Heiraten zu denken, ist für ihre traditionsbewussten Eltern inakzeptabel.
Um Zeit fürs Training und die Matches zu bekommen, erfindet Jess einen Aushilfsjob. Nur ihre ältere Schwester Pinky, die zum Stolz der Familie bald eine traditionelle Hochzeit feiert, weiß um das heimliche Doppelleben. Als die Lüge herauskommt, steht Jess vor Entscheidungen, die ihr Leben verändern.
"Kick It Like Beckham" feierte im Jahr 2002 nicht nur einen Überraschungserfolg, sondern wirkte auch wie eine Initialzündung für den Frauenfußball. Endlich fanden Spielerinnen in der ganzen Welt weibliche Idole für ihren Wunsch nach Gleichstellung und Anerkennung: Hauptdarstellerin Parminder Nagra begeistert als mutige Teenagerin, die sich über Traditionen und Geschlechterrollen hinwegsetzt, um ihren Traum zu leben. In der Nebenrolle einer androgyn-selbstbewussten Fußballerin rückte die damals weitgehend unbekannte Keira Knightley ins Rampenlicht. Der titelgebende Starkicker David Beckham unterstützte die britische Komödie mit einem Cameo-Auftritt.
Mit Parminder Nagra, Keira Knightley, Jonathan Rhys Meyers, Anupam Kher, Archie Panjabi
"kinokino extra" zeigt das Beste von Deutschlands größtem Sommerfestival - dem 43. Filmfest München 2026.
"kinokino extra" stellt die Höhepunkte vor, trifft nationale sowie internationale Stars und blickt auf die neuesten Trends der Filmszene.
Was zeichnet die Schweiz aus? Charakteristische Züge, aktuelle Ereignisse sowie Land und Leute werden vorgestellt. Außerdem finden regelmäßig Gespräche mit Studiogästen statt.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Kenia ist eine Laufnation. Doch für viele Athletinnen entscheidet der Sport über weit mehr als einen Sieg: Er wird zur Frage von Sicherheit, Selbstbestimmung und Existenz.
Kenia ist weltweit bekannt für seine Langstreckenläuferinnen. Doch hinter Medaillen, Rekorden und internationalem Ruhm verbirgt sich eine Realität, die selten thematisiert wird: Armut, Abhängigkeit und Gewalt.
"NZZ Format" begleitet die Marathonläuferin Daizy Jemutai Rutto, die aus extrem armen Verhältnissen stammt und in Iten, dem berühmten "Home of Champions", trainiert. Für sie ist Laufen nicht nur Leidenschaft, sondern eine Überlebensstrategie - die einzige Chance, ihrer Tochter eine Zukunft zu ermöglichen und ihrer Familie ein Leben in Würde zu sichern.
Parallel dazu folgt die Dokumentation Joan Chelimo, international erfolgreiche Athletin und Mitbegründerin der NGO "Tirop's Angels". Nach dem Mord an ihrer Freundin Agnes Tirop bricht sie das Schweigen über geschlechtsspezifische Gewalt im kenianischen Laufsport und kämpft für Schutz und Selbstbestimmung der Athletinnen.
Zwischen dem Trainingsalltag in Kenia und dem internationalen Marathon in Venedig zeigt "NZZ Format" Athletinnen, die in einem System bestehen müssen, das sie feiert und zugleich im Stich lässt.
"Crespi d'Adda" war einst eine Fabrik, die sich ihre eigene kleine Welt leistete. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Familie Crespi diese Fabrik und Wohnhäuser am Fluss Adda bauen lassen.
Heute stehen die Turbinen des bankrotten Unternehmens still, und keiner hat mehr Zugang zu den Räumen. Doch die Fabrik mit ihren Fliesen, ihrem Parkett und ihren Wandmalereien, die in jedem Detail ästhetisch anspruchsvoll sind,
hat ihre Faszination bewahrt.
Am Ufer des Flusses Adda wurde die Fabrik einst errichtet, und entlang der Hallen entstand der Ort Crespi mit Wohnhäusern, einer Kirche, einem Kinderhort und einer Schule. Am Ende des Weges steht ein Monument, wie Pharaonen es sich bauen ließen, nur im Geschmack der Zeit um die Jahrhundertwende: Das Denkmal über der Familiengruft ist fast so hoch wie die Fabrikschornsteine.
Davor befindet sich ein Feld, reihenweise bestellt mit kleinen Kreuzen. Auf dem Friedhof der Crespi durfte jeder aus ihrer Arbeiterschar seine letzte Ruhestätte finden. Eine reiche Saat zu Füßen des Fabrikanten, des Wohltäters und Nutznießers seiner Wohltaten. Das Haus, das er und seine Nachkommen zu Lebzeiten bewohnten, ist ein Schloss mit Turm und Zinnen, direkt neben der Fabrik. Aber auch die Häuser seiner Arbeiter waren großzügig geplant und eingerichtet, die der höheren Angestellten noch großzügiger - zufriedene Arbeiter arbeiten besser.
Das Werk blieb nicht im Familienbesitz. Mehrfach wechselte die Leitung im Laufe des 20. Jahrhunderts. 1995 wurden die Fabrik und der ganze Ort als Beispiel einer Industriekultur, die schmuckvolle Architektur mit Funktionalität in Einklang brachte, in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen. Damals allerdings war die heute sinnlose Weitläufigkeit der riesigen Hallen vom Maschinenlärm gefüllt. 2003 musste die Fabrik Insolvenz anmelden. Heute haben Verfall und Zerstörung ihre eigene Schönheit entwickelt.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Mit Anastasia Kobekina
Programm:
- Antonín Dvorák: Cellokonzert h-Moll op. 104
- Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur "Titan"
Seit Anastasia Kobekina im Rahmen des "Schleswig-Holstein Musik Festival 2024" den "Leonard Bernstein Award" erhielt, kennt ihre Karriere weiterhin nur eine Richtung: nach oben.
2024 wählte Kobekina für ihr Debüt bei den "BBC Proms" Dvoráks Cellokonzert. Mit dieser Perle wird die Ausnahmemusikerin bei der Eröffnung des SHMF zu hören sein und sowohl ihre technische Reife als auch ihre große "lyrische Begabung" unter Beweis stellen.
In der zweiten Konzerthälfte präsentiert das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Karina Canellakis Gustav Mahlers erste Sinfonie, die in ihrer bunten und kontrastreichen Verquickung von zitierten volkstümlichen Liedern, ironischen Brechungen, mystischen Naturtönen und strahlender Klangpracht fasziniert.
Die New Yorkerin Karina Canellakis sorgt seit einigen Jahren nicht nur als Chefdirigentin des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra für Furore, sondern dirigierte beispielsweise auch die Nobelpreis-Konzerte sowie die legendäre "First Night of the Proms".
Witwe Clara und Witwer Ulf verbindet eine ungewöhnliche Gemeinsamkeit: Beide trauern um ihre Ehepartner, die sie aber nicht für tot erklären lassen können.
Zwar besteht weder am mutmaßlichen Freitod von Ulfs Frau Anke noch an dem tödlichen Gletscherabsturz von Claras Gatten Enno irgendein behördlicher Zweifel, doch für die Beurkundung besteht der Beamte auf eine Leiche - und die gibt es in beiden Fällen nicht.
Um sich wenigstens beim emotionalen Loslassen zu unterstützen, gründen Clara und Ulf nach dem zufälligen Kennenlernen eine informelle Zweier-Selbsthilfegruppe. Schon bald erwachen bei der selbstbewussten Parfümeurin und dem erfolgreichen Romanautor überraschende Gefühle, die über die gängige Trauerarbeit weit hinausgehen. Noch mehr erstaunt die beiden jedoch die Entdeckung, dass offenbar auch gewisse Gemeinsamkeiten ihre Ehepartner verbinden.
Ein verräterisches Foto von Anke mit Enno, ihr fast zeitgleiches Verschwinden und die Komplizenschaft bei einem millionenschweren Betrug lassen den Verdacht aufkommen, dass sich die Dahingeschiedenen zusammen aus dem Staub gemacht haben. Auch wenn es noch mehr wehtut: Jetzt wollen Clara und Ulf die ganze Wahrheit herausfinden.
Niemals geht man so ganz - vor allem, wenn den trauernden Ehepartnern die letzte Gewissheit fehlt und plötzlich Zweifel an dem Dahinscheiden aufkommen. Diesen makabren Stoff nimmt "Wer einmal stirbt dem glaubt man nicht" zum Ausgangspunkt für eine mit bittersüßer Ironie erzählte Komödie. Zur schauspielerischen Höchstform laufen Julia Koschitz und Heino Ferch als Hinterbliebenen-Duo auf, das einander näher und einem perfiden Schwindel auf die Schliche kommt. Roman Knižka und Sabine Waibel spielen ein untotes Ganovenpaar, dessen perfekter Plan zu scheitern droht. Grimme-Preisträger Dirk Kummer inszenierte die unterhaltsame Geschichte nach einem Drehbuch von Uli Brée.
Mit Julia Koschitz, Heino Ferch, Roman Knizka, Sabine Waibel, Arnd Klawitter
Eine junge Frau wird in Paris ermordet. Es gibt keinen Hinweis auf ihre Identität. Kommissar Maigret übernimmt die Ermittlungen.
Zunächst muss er die Identität des Opfers klären. Maigret stößt auf die Spur einer einsamen jungen Frau, die mit großen Hoffnungen nach Paris kam. - Gérard Depardieu ist ein leiser Kommissar, dem sein Fall auch persönlich nahegeht.
Paris 1953: Die Stadt ist Anziehungspunkt für viele junge Menschen, die auf ein neues, ein besseres Leben hoffen. Zu ihnen gehörte vermutlich auch die namenlose junge Tote, die erstochen auf einem Platz der Stadt liegt. Kommissar Maigret ermittelt. Arbeitete die Frau, die maximal 20 Jahre alt war - und damit minderjährig - als Animiermädchen?
Die einzige Spur, die der stille Kommissar hat, ist die Kleidung, die die Tote trug. Fast alles war preiswert oder abgenutzt, nur das Kleid nicht. Es wurde zwar vor einigen Jahre genäht, ist jedoch aus dem Sortiment einer Luxusmarke, sodass sich seine Spur nachverfolgen lässt. Doch noch immer kennt der Kommissar nicht den Namen des Opfers.
Erst als er die Unterkunft findet, in der die Tote anonym lebte, und die Vormieterin des kleinen Zimmers ermitteln kann, erfährt er, dass sie Louise Louviere hieß. Louise war befreundet mit Jeanine, auch bekannt als Natalie. Jeanine will als Schauspielerin Karriere im Filmgeschäft machen und steht kurz davor, in die feinen Kreise von Paris einzuheiraten. Ihr Verlobter ist Laurent Clermont-Valois. Laurent lebt noch im Haus seiner dominanten Mutter. Maigret findet heraus, dass Louise am Abend ihres Todes auf der Verlobungsfeier von Jeanine und Laurent war, obwohl Jeanine dies dem Kommissar gegenüber zunächst bestritten hatte.
Maigret hat einen Verdacht. Die langwierige Obduktion der toten Louise ergibt final, dass der Mord vorgetäuscht wurde. Nicht die Messerstiche töteten Louise, sondern ein durch einen Sturz verursachtes Schleudertrauma. Maigret baut eine Falle. Eine junge Frau namens Betty hilft ihm dabei. Maigret hat Betty in Louise' altem Zimmer untergebracht. Für ihren großen Auftritt wird sie als Louise gestylt. Aussehend wie ein Spiegelbild der Toten schickt Maigret Betty auf die Hochzeitsfeier von Jeanine und Laurent.
Verfilmung des Romans "Maigret und die junge Tote" von Georges Simenon, der erstmals 1954 erschien.
Mit Gérard Depardieu, Jade Labeste, Mélanie Bernier, Aurore Clément, André Wilms
Die Alp lockt: Einen Bergsommer lang dem Alltagstrott entfliehen und im Einklang mit der Natur leben - genau das wollen jährlich rund hundert junge Frauen und Männer.
In einem fünftägigen Crashkurs der Landwirtschaftsschule Hondrich im Kanton Bern lernen die "Time-out-Sennen" die allernötigsten Grundlagen des Sennen-Handwerks. Dann heißt es für drei Monate: Ab auf die Alp! Harte Arbeit und lange Tage erwarten sie.
Wenn das Käsen misslingt oder der Hüttensegen schiefhängt, werden die Aussteiger-Sennen auf die Probe gestellt. Die fünfteilige Reihe "Ab auf die Alp!" zeigt ein unbekanntes Stück Schweiz zwischen Mythos und Moderne.
Für die Sennen aus der Stadt wird es ernst. Als Erste beginnen Anna und Dänu mit dem Käsen. Anna macht sich Sorgen, weil sie vom Melken starke Schmerzen im Handgelenk hat.
Anna käst zum ersten Mal in ihrer primitiv eingerichteten Hütte auf der kleinen Alp Gugglen-Geissrück. Dort ist alles anders als in der hochmodernen Schulkäserei in Hondrich. Sie ist froh, dass ihr der Alpbauer Hans-Peter Schmid noch über die Schulter schaut.
Res, der Pöstler aus Bern, und Katharina, die Hebamme aus Stuttgart, haben es auf der Rinderalp noch ruhig. Bei den vier jungen Studenten aus Deutschland endet der Alpaufzug in einer wilden Rinderjagd. Auch Miriam muss käsen - jetzt stellt sich heraus, ob sie in der Sennenschule alles verstanden hat.
Es sieht nicht schlecht aus für die Sennen aus der Stadt. Aber der Sommer ist noch lang, und die Schwielen an den Händen tun jetzt schon weh.
Die Sennen aus der Stadt werden langsam, aber sicher zu richtigen Alp-Profis. Das ist auch nötig, denn jetzt kommen harte Zeiten auf sie zu.
In der dritten Folge gibt es einen unerwarteten Wintereinbruch auf der Rinderalp. Auf der Alp Gugglen-Geissrück leidet Anna: Ihr Handgelenk ist noch immer entzündet. Und ein ausgebüxtes Schweinchen hält die deutschen Studenten auf Trab.
Der Wintereinbruch hat die steilen Weiden glitschig gemacht. Res und Katharina bringen das Vieh sicherheitshalber in den Stall. Ein Rind lahmt. Pöstler Res muss ihm eine Spritze setzen.
Die Sennen haben sich auf ihren drei Alpen im Berner Oberland gut eingelebt. Aber zur Ruhe kommen sie nicht. Dänu muss nach Bern, Katharina kehrt nach Stuttgart zurück.
Das Vieh auf Gugglen-Geissrück wird auf eine höhere Weide getrieben. Die Hühner bringen das deutsche Studentenquartett auf der Alp Oberer Kaltenbrunnen ins Schwitzen. Denn kaum sind sie da, büxt eines aus, und es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd.
Eine Kuh sorgt auf der Alp der Studenten für noch mehr Aufregung: Sie will kalben, doch es wird eine Geburt mit großen Komplikationen. Der Bauer ist im Tal. Ob die Studenten es ohne ihn schaffen? Nur Res hat es ruhiger: Er pflegt im Keller der Rinderalp den Käse.
Bereits einen ganzen Sommer lang leben die Stadt-Sennen auf drei Alpen des Berner Oberlandes. Jetzt kommt die Zeit der Bewährung.
Bringen die deutschen Studenten das Kalb trotz der Komplikationen auf die Welt? Wie wird der Käse von Anna und Dänu vom Fachmann taxiert? Der Alpabzug bringt das Ende des Alpsommers.
Die deutschen Studenten sind fröhlich und kuscheln ein letztes Mal mit den Kälbern. Bald werden sie wieder in der Uni sitzen. Als Res hilft, die Kuhglocken abzuhängen, kann er plötzlich seine Tränen nicht mehr zurückhalten: Alpabzug heißt für ihn Abschiednehmen vom geliebten Sennenleben. Und Pöstler wird er bald auch nicht mehr sein: Er hat sich für eine berufliche Veränderung entschieden.
Im Tierspital Bern ist der Hund Loxias in Todesgefahr, während seine Besitzer im Urlaub sind. Alix unternimmt alles, um ihn zu retten.
In Corcelles-près-Payerne verarztet Florence die Boarder-Colli-Hündin Laica, die vom Hund des Nachbarn angegriffen wurde. In Delley hat die Kuh Sania eine Matrixverdrehung, und so kann sie ihr kleines Kalb nicht zur Welt bringen: ein Fall für Eléonore.
Wegen der Liebe zu Tieren haben sie den Beruf gewählt: Die zweite Staffel von "Tierärztin 24/7" begleitet vier Tierärztinnen und einen Tierarzt bei ihren ersten Schritten im Berufsleben. Frisch von der Uni sind sie nun mit realen Fällen konfrontiert.
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Naturparadiesen dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder.
Die Reihe "Wunderwelt Schweiz" porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz. Diese Folge führt in eine vergleichsweise unbekannte Ecke des Landes: in die Jura-Region. Eine Entdeckungsreise in eine fast unberührte Natur im Wechsel der Jahreszeiten.