Das Almtal im Traunviertel zählt zu den imposantesten Landschaften Österreichs. Erich Pröll trifft zu Beginn "Märchen-Erzähler" Helmut Wittmann und entführt in die Mystik rund um den Almsee.
Kühl, sauber und glasklar steigt Wasser aus unzähligen Quellen des Seebodens auf und nährt damit den Almsee. Forellen und Saiblinge entwickeln sich hier prächtig - zur Freude der Fischer. Mit der Unterwasserkamera gelingt ein Blick in den Fischkalter.
Er ist unter der Fischerhütte am See in ein paar Metern Tiefe verankert. Bei Grünau liegen die Fischteiche mit den Jungfischen des Forellenhofes. In der Küche werden die ausgewachsenen Forellen zu kulinarischen Leckerbissen veredelt.
Der Almfluss durchschneidet zu Beginn mächtige Waldlandschaften, die das obere Almtal prägen. Die Waldarbeit ist hier wegen der steilen Berghänge beschwerlich. Fritz Wolf bezeichnet sich selbst als "Waldpädagoge" und erläutert, wie er nachhaltige Bewirtschaftung oder natürlichen Aufwuchs versteht - seiner Meinung nach eine wesentliche Voraussetzung für beste Grundwasserqualität.
Zu den Urgesteinen des Almtals zählt ohne Zweifel Tourismus-Pionier Hermann Hüthmayr. Der einstige Waldbauernbub wurde schon mit 24 Jahren zum jüngsten Tourismuschef Österreichs gekürt. 40 Jahre lang prägte er als Hüttenwirt das Hochberghaus auf dem Kasberg, bis er es 2014 seinem Nachfolger übergeben hat. Heute setzt er auf Tourismus-Trends aus dem Fernen Osten wie das Waldbaden. Damit will er die Sehnsucht gestresster Urlauber nach intensivem Naturerleben stillen, was sich positiv auf Körper und Geist der Gäste auswirken soll.
Die Energie des Almflusses wird besonders intensiv genutzt. Neben zahlreichen Sägewerken treibt das Wasser auf einer Fließstrecke von 45 Kilometern bis zur Einmündung in die Traun 48 Kleinkraftwerke an. Es ist damit die vergleichsweise dichteste Kraftwerksstrecke unter Österreichs Flüssen. Hunderte Haushalte werden so mit Strom versorgt. Helmut Neubacher hat sich seine kleine Säge mit einem eigenen Kraftwerk selbst gebaut. Acht Meter ist sein hölzernes Wasserrad groß - und damit das größte Österreichs.
Neben der Pyhrn-Eisenwurzen spielte zur Zeit der Donaumonarchie auch an der Alm die Sensenerzeugung eine entscheidende Rolle: Noch können die schweren Hämmer im Sensenmuseum Geyerhammer bewundert werden.
Auch für Naturbeobachter gilt der Fluss mit seiner Landschaft als Refugium für Wasservögel wie Stockenten, Haubentaucher, Schwäne und Graugänse, die durch den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz Bekanntheit erlangten. Seine Forschungsstelle wird heute von Dr. Kurt Kotrschal geleitet. Gemeinsam mit anderen Verhaltensforschern beobachtet er Raben, Dohlen, Waldrappe - und auch heute noch Graugänse.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete "Cumberland Wildtierpark". Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappe hautnah erleben.
Redaktionshinweis: Anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags am 26. Oktober zeigt 3sat am Samstag, 24. Oktober, den 3satThementag "Filmdynastie Hörbiger" sowie am Sonntag, 25. Oktober, den 3satThementag "Österreich wild & schön".
Der Neusiedler See ist Österreichs größter See und der westlichste Steppensee Europas. Der Film stellt die "Naturwunder" und die charakteristischen Tiere an seinen Ufern vor.
Der "Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel" ist eine Schnittstelle ohnegleichen: Dort treffen die Alpen auf Steppe, dort kann man den Hauch des Nordens ebenso fühlen wie die Wärme des Mittelmeers - und das alles auf nur 115 Höhenmetern.
Dazu kommt die Bedeutung der Region als Rastplatz für Zugvögel: Im Frühling, wenn sie nach Norden ziehen, und im Herbst, wenn es nach Süden geht, werden der See und seine Umgebung von Hunderttausenden Vögeln besucht - Ereignisse, die Jahr für Jahr Birdwatcher aus aller Welt nach Österreich führen.
Das Gebiet, das zu vier Fünfteln auf österreichischem und zu einem Fünftel auf ungarischem Territorium liegt, ist so außergewöhnlich, dass es 2001 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde.
Die Donau begründet Wiens Aufstieg zur Residenzstadt. Bis zu den Ufern des Flusses verlief einst das Römische Reich mit seinen Thermen, Tempeln und Palästen.
2021 hat das Welterbekomitee den an der Donau gelegenen Abschnitt des Limes zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Neusiedler See ist ein Naturparadies und Schmelzpunkt verschiedener Kulturen. Klöster und terrassierte Weinberge bestimmen hingegen die Wachau.
Der Handelsplatz Wien profitierte vom Warentransport auf der Donau. Seit der Antike war Wien aber auch Heereslager und Vorposten des Römischen Reichs. Einer der bekanntesten Statthalter war Marc Aurel. Weltbekannte Sakralbauten wie der Stephansdom zeugen von der Bedeutung Wiens als mittelalterliche Residenzstadt.
Nach dem Sieg über die Osmanen verwandelte sich die Metropole in eine barocke Hauptstadt. Innerhalb der Stadtmauern ließen die wichtigen Adelsdynastien ihre prächtigen Stadtpalais errichten. Vor den Stadtmauern entstanden eindrucksvolle Schloss- und Palastanlagen wie das Schloss Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen mit seinen Gartenanlagen. In der Gründerzeit entstand die Ringstraße. Als historistisches Gesamtkunstwerk sollte der Prachtboulevard der Bedeutung Wiens als eines der wichtigsten Zentren an der Schwelle zur Moderne gerecht werden.
Die Grenzen des Römischen Kaiserreichs verliefen von Britannien über Mitteleuropa durch den Nahen Osten und ganz Nordafrika. Ein Teil davon, der "Donaulimes", ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. In Österreich erstreckt sich diese Kette aus Wachtu¨rmen, Kastellen, Straßen und Heerlagern von den Überresten des Quadriburgus in Oberranna bis zu den beeindruckenden Bauten der Römerstadt Carnuntum. Die Donau bot Schutz vor den "barbarischen" Germanen, diente aber auch als wichtiger Verkehrs- und Transportweg.
Rund um größere militärische Einrichtungen entstanden zivile Siedlungen. Auch am äußersten Rand des Reichs konnte das Römische Leben mit den zivilisatorischen Errungenschaften des Imperiums aufwarten: Amphitheater und Thermen, Tempel und Paläste boten Unterhaltung und Komfort abseits der militärischen Disziplin in der Peripherie.
Der Neusiedler See, ungarisch "Fertö", zählt zu den grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätten. Bis zum Ende der habsburgischen Doppelmonarchie gehörte das Burgenland zur ungarischen Reichshälfte. Auch sprachlich, kulturell und wirtschaftlich bildet die Region bis heute eine Einheit aus Vielfalt. Am westlichsten Steppensee Eurasiens sind 320 verschiedene Vogelarten heimisch. Zum Welterbe zählt der See aber auch als Kulturlandschaft. Dort verliefen vorgeschichtliche Handelswege wie die Bernsteinstraße, lebten Kelten und Illyrer von Viehzucht und Ackerbau. Die Region um den See bildet seit mehr als acht Jahrtausenden einen Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen.
Der ungarische Landadel, allen voran die Familie Esterházy, bestimmt über Jahrhunderte die Geschichte dieses Raums. Die Adelsfamilien sind es auch, die rund um den See ihre Schlösser errichten, oft im Kontrast zur Einfachheit der landwirtschaftlich geprägten Siedlungen.
Die Wachau ist seit der Steinzeit besiedelt. Klöster aus dem bayrischen Raum begannen, den Donauabschnitt zwischen Melk und Krems zu bewirtschaften. Noch heute prägen die von ihnen angelegten Weinterrassen die Landschaft. Hoch über der Donau wurden Burgen errichtet, die wie einst über die Landschaft wachen. An den Ufern des Flusses entstanden Dörfer und Ortschaften. In der eindrucksvollen Formensprache des Barocks bekrönen die Stifte Melk und Göttweig die Wachau. "Malerisch" ist der Landstrich im doppelten Sinne: Im 19. Jahrhundert entdecken bildende Künstler die Wachau als Inbegriff der Naturromantik.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
Kein Platz! Die UNESCO-geschützte Pracht der barocken Palais in Wien konzentriert sich auf Wiens Innenstadt, weil Bauflächen rar waren.
Kunst und Kultur des Fin de Siècle zogen aufs Land entlang der Südbahn. Die Thermen der Römer existieren bis heute in der Kurstadt Baden. Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn bilden ein Gesamtkunstwerk.
Bis heute ist Österreich bestimmt von den architektonischen Signaturen der Habsburger. Mit prunkvollen Schlössern, aristokratisch geprägten Stadtlandschaften und markanten Bauwerken. Graz war eine der wichtigsten Residenzen der Habsburger, bevor sie ihr Machtzentrum nach Wien verlegten. Dort lebte und baute man mit südlichem Charme.
Der Weg von der Kaiserstadt Graz zur Kaiserstadt Wien führt über den Semmering mit der Südbahn. Sie wurde zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Die Strecke ist eine technische Meisterleistung ihres Erbauers Carl Ritter von Ghega aus dem 19. Jahrhundert. Sie verbindet die Adriaküste mit Wien und sorgte für zahlreiche Grandhotels, in denen sich Adel und Bürgertum im Fin de Siècle erstmals mischten. Zahlreiche Kur- und Küstenorte entlang der Südbahn wurden zu Sommerresidenzen der Künstlerinnen und Künstler des Fin de Siècle.
Der Kurort Baden bei Wien ist seit 2021 die jüngste Welterbestätte von Österreich. Bereits in der Antike wurde der Ort von den Römern für die Kraft des heilenden Thermalwassers geschätzt, seinen größten Aufschwung erreichte er jedoch erst in der Monarchie. Die Kurorte übten einen starken künstlerischen, politischen und sozialen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Ludwig von Beethoven soll dort große Teile seiner Kompositionen angefertigt haben, und auch für Franz Schubert und Walzerkönig Johann Strauß wurden die Schwefelbäder zu Inspirationsquellen. Die bis heute erhaltenen historischen Trink- und Wandelhallen, Parks, Lustgärten und Kurhotels sind Zeugen einer beeindruckenden Welt von gestern.
Die innerstädtischen Palais von Wien künden von der Hochblüte barocker Gestaltungskunst der Habsburger. Bemerkenswert ist der große Anteil an hohen Militärs unter den Bauherren wie die Prinzen Eugen, Mansfeld, Caprara, Daun und Starhemberg. Sie erhielten für ihre Verdienste in den Türkenkriegen vom Kaiser große Summen oder Güter, wodurch sie sich ihre neuen Palais leisten konnten. Für den Bau eines jeden neuen Palais mussten mehrere Bürgerhäuser gekauft und abgerissen werden, weil es auf dem Gebiet des damaligen Wien - der heutigen Innenstadt - kaum mehr Bauplätze gab.
So gab es 1730 in Wien etwa 1000 Bürgerhäuser, aber bereits 248 adelige Paläste, also fast ein Viertel des gesamten Baubestands. Von der außergewöhnlichen Konzentration an Prachtbauten profitiert die Stadt bis heute. Vorbild für die Wiener Barockpaläste waren ursprünglich jene in Rom. Daher beschäftigte man vorerst vorwiegend italienische Architekten. Für heutige Verhältnisse geradezu erstaunlich ist die oft sehr kurze Bauzeit: Zwei Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung waren keine Seltenheit.
Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn sind ein besonders gut erhaltenes Beispiel einer barocken Herrscherresidenz. Gemeinsam bilden sie ein Gesamtkunstwerk und eine meisterliche Verbindung zahlreicher Kunstgattungen. Im Jahr 1752 gründete der wissenschaftsaffine Ehemann von Maria Theresia, Kaiser Stephan, eine Menagerie, die bis heute als Tiergarten weitergeführt wird und als ältester, kontinuierlich betriebener Zoo der Welt gilt. Auch er ist Weltkulturerbe.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
Diese Reiseetappe beginnt in der Altstadt von Salzburg, wo sich mittelalterliche und barocke Baudenkmäler zu einem einzigartigen Ensemble fügen. Es ist Österreichs älteste Welterbestätte.
Das barocke Ensemble wurde 1996/1997 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Seinen Namen verdankt Salzburg den großen Steinsalz-Vorkommen, die die Geschicke der Stadt und die Geschichte des Salzkammerguts jahrhundertelang wesentlich geprägt haben.
Salzburg erlebte seine Blüte als eine Art barocker Stadtstaat und fürsterzbischöfliche Residenz vor einer spektakulären Naturkulisse. Die einstige Bedeutung als religiöses Zentrum ist immer noch spürbar - ein Meer aus Kirchtürmen prägt den Blick. Im Zentrum der Dom. Mehrere Klöster existieren bis heute mitten in der Stadt.
Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612) ließ Salzburg mithilfe italienischer Baumeister zu einem "Rom des Nordens" bauen. Der für seinen beißenden Spott berüchtigte österreichische Schriftsteller Karl Kraus kommentierte diesen klugen Schachzug so: "Gut, dass die Italiener Salzburg gebaut haben. Sonst wäre es nur Linz geworden."
Basis für die religiöse, politische und kulturelle Bedeutung Salzburgs war der Wohlstand der Stadt, der besonders eine Grundlage hatte: das namensgebende "weiße Gold". Salz, der bedeutende Rohstoff, prägte eine ganze Landschaft, das Salzkammergut. Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut wurde 1997 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Seit prähistorischer Zeit wird in Hallstadt Salz gewonnen - und gehandelt. Die Region bildete lang das wirtschaftliche Rückgrat des Kaiserhauses Habsburg.
In der Bronzezeit vernetzte sich die Region über wichtige Handelswege mit ganz Europa. Durch die konservierende Wirkung des Salzes im Berg wurden archäologische Zeugnisse bewahrt, die anderswo längst verschwunden sind: Textilien, hölzerne Werkzeuge, sogar die älteste Holztreppe der Welt geben Auskunft über das Leben der prähistorischen Bergleute.
Im 19. Jahrhundert wird die Region von Literaten und anderen Künstlern entdeckt und zum idealtypischen Zentrum der Naturromantik im Alpenraum verklärt.
Noch älter als die Funde aus Hallstadt sind jene Zeugnisse der Menschheitsgeschichte, die in den Wassern des Attersees, Mondsees und Keutschacher Sees verborgen liegen - Pfahlbauten. Dieses transnationale Welterbe mit 111 Fundstätten bietet unvergleichliche Einblicke in den Alltag von Siedlern 5000 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung. Vor allem Holz, Stroh, Tierhäute und Haare haben sich dort erhalten - im Wasser "eingelegt" oder luftdicht im Moor "verpackt".
Bevor die Menschen dort sesshaft wurden, waren vier Fünftel Europas mit Wald bedeckt. Ein geschütztes UNESCO-Weltnaturerbe in Österreich sind alte Buchenwälder und Buchenurwälder. Ihr Ursprung geht bis auf die vormenschliche Dominanz in Europa zurück. Im Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich hat sich ein etwa vier Quadratkilometer großer Urwald erhalten. Weil die Klöster Gaming und Admont jahrhundertelang über Besitz- und Nutzungsrechte im Streit lagen, blieb der Wald unberührt. Nachdem das Waldstück auch noch das 20. Jahrhundert überdauert hat, genießt es nun den höchsten Status im international geregelten Naturschutz: Kategorie Ia.
Der Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich hat sechs Buchenwaldgesellschaften. Einzelne Bäume sind über 500 Jahre alt. In den Buchenwäldern herrscht eine hohe Biodiversität. Der seltene Weißrückenspecht gilt als ein verlässlicher Indikator für eine intakte Umwelt. Derzeit leben dort auch sechs Luchse.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise "Österreichs Welterbe" führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu Österreichs Welterbestätten.
Maria findet im Briefkasten ihres Sohnes, der beruflich in China ist, eine Postkarte aus Rust, die ankündigt, dass er bald Vater wird. Kurz entschlossen reist sie an den Neusiedlersee.
Sie will nicht nur die Angelegenheiten ihres abwesenden Sohnes klären, sondern auch die ihres ersten Enkelkinds. Nina, die werdende Mutter, ist schnell genervt von der übergriffigen "Schwiegermutter". Wenn sie jemanden erwartet hätte, dann doch Paul selbst.
Und nun schickt er seine Mama, die nicht aufhört, Nina zu nahe zu treten. Maria will die Aussicht auf Familienzuwachs, unabhängig davon, ob Nina und Paul ein Paar sind oder werden, nicht aufgeben. Gleichzeitig erlebt sie eine seltsame Verzauberung durch die wunderschöne Umgebung, die in ihr unbekannte Heimatgefühle auslösen: Der See, der Sternenhimmel und Harald, Ninas Onkel, scheinen ihr vertraut.
Und tatsächlich kehren Erinnerungen zurück an die Flucht mit ihren Eltern aus Ungarn. Sie findet heraus, dass sie als Kind im Sommer 1956 hier in einem Übergangsheim gelebt hat. Die Eltern haben ihr die Erinnerung an einen großen See und viele Störche immer als "geträumt" verkauft. Tatsächlich haben sie Marias wirkliche Herkunft damit verschleiert. Was die Eltern aus Liebe zu ihrer Tochter verschwiegen haben, hilft Maria nun endlich, zu sich selbst zu finden, offen zu sein für ihre Jugendliebe und eine ungewöhnliche Familie.
Mit Hannelore Elsner, Oliver Karbus, Erni Mangold, Fanny Krausz, Fanny Stavjanik, Hubertus Grimm
Nach vielen Jahren im Ausland kehrt Georg Bachler in sein Heimatdorf zurück. Dort leben rasch die alten Rivalitäten mit seinem Bruder Otto wieder auf.
Moderne Version des Heimatfilms.
Otto hat ehrgeizige Pläne und beabsichtigt, Georgs alte Liebe Lisa Kofler - keineswegs nur aus Zuneigung - zu heiraten. Als sich Georg und Lisa wiedersehen, steht für Georg fest, dass er bei Ottos Vorhaben nicht tatenlos zusehen will.
Lisa bewirtschaftet mit ihren drei Kindern den Sterntalerhof, und Otto schwebt für das Sterntal eine gigantische Freizeitanlage vor, die Touristen sowohl Winter- als auch Sommersportmöglichkeiten bieten soll. Das Modell dazu steht bereits in seinem Büro. Otto möchte es Lisa als Hochzeitsgeschenk präsentieren.
Mit Christine Mayn, Harald Krassnitzer, Jochen Horst, Susanna Knechtl, Barbara Lanz
Österreich von oben: Filmemacher Georg Riha präsentiert die Natur- und Kulturlandschaften der Alpenrepublik aus der Vogelperspektive und entdeckt dabei die "Juwele des Landes".
Im Film werden auch historische Bauten und unbekanntere Gegenden umkreist und in verschiedenen Jahreszeiten und Wetter- sowie Lichtstimmungen in Szene gesetzt: von der Wachau bis zum Großglockner, von Hallstatt bis Schönbrunn.
Eine Hommage an sein Heimatland wollte der preisgekrönte österreichische Filmemacher Georg Riha mit "Über Österreich - Juwele des Landes" erschaffen - eine filmische Vermessung Österreichs aus der Vogelperspektive. Der studierte Kameramann, Jahrgang 1951, gründete noch während des Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien eine Foto- und Werbeagentur.
Bereits Anfang der 1980er-Jahre spezialisierte er sich auf Flugfotografie und war maßgeblich an technischen Innovationen wie der CAMCAT, einer Seilkamera, die Kamerafahrten in unwegsamem Gelände ermöglicht, beteiligt. Mithilfe eines Helium-Zeppelins, ebenfalls eine eigene Entwicklung, gelangen ihm absolut ruhige Filmaufnahmen von Berggipfeln oder Kirchtürmen - zu einer Zeit, als Drohnen noch eine abstrakte Zukunftsvision waren.
In der Dokumentation lädt Georg Riha das Publikum zu einem Perspektivwechsel ein, zu einer im wahrsten Sinn des Wortes "überirdischen" Reise vom Neusiedler See zum Bodensee und vom Weinviertel in die Kärntner Bergwelt. So kann aus Altbekanntem plötzlich spannend Neues werden, und aus großer Höhe offenbart sich so manches bislang unentdeckte Detail.
Rihas Kamera umkreist Natur- und Kulturlandschaften wie ein Adler, historische Bauwerke und unbekanntere Gegenden werden in verschiedenen Jahreszeiten und Wetter- sowie Lichtstimmungen in Szene gesetzt. Aus Hunderten Einzelszenen - Miniaturen von kaum zwei Minuten Länge - mit Motiven aus ganz Österreich ist ein beeindruckendes Panorama entstanden, so vielfältig wie das Land Österreich.
Formal folgt der Film einem Tag: Der Großglockner, mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs, erstrahlt im sanften, rosa Morgenlicht, die barocke Schlossanlage Schönbrunn, UNESCO-Weltkulturerbe, präsentiert sich im hochsommerlichen Sonnenschein, auf dem "großen Ahornboden" auf 1200 Meter Seehöhe wachsen rund 2000 Bergahornbäume, umringt von den schroffen Felswänden des Karwendelgebirges. Im Tiroler Außerfern besitzt der Lech noch den Charakter eines Wildflusses mit ausgedehnten Schotterbänken, Dürnstein in der Wachau und die Mozartstadt Salzburg präsentieren sich in magischer Winterstimmung. Die hereinbrechende Nacht über der Donaumetropole Wien beschließt die filmische Reise quer durch Österreich.
In einer seiner letzten Arbeiten interpretiert der österreichische Kammerschauspieler Peter Simonischek (1946-2023) als Erzähler die Texte von Schriftstellerin Felicitas Freise, die Hintergrundwissen zu den einzelnen Schauplätzen bieten.
Zeitgenössische österreichische Komponistinnen und Komponisten - von arrivierten wie Johanna Doderer, Karlheinz Essl junior und Roland Guggenbichler bis hin zu jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern - geben den Szenen ihren musikalischen Rahmen, der von moderner Musik bis Hardrock reicht.
Mit der einzigartigen Dokumentarreihe "Über Österreich" mit insgesamt 29 Sendungen, entstanden über einen Zeitraum von acht Jahren, hat Georg Riha, einer der bedeutendsten österreichischen Filmemacher, über all die Jahre einem begeisterten Publikum die Alpenrepublik aus der Vogelperspektive gezeigt. Nun findet diese Reise des Adlers in einem großartigen "Best of" ihr vorläufiges Ende.
Aus Hunderten Einzelszenen - Miniaturen von kaum zwei Minuten Länge - mit Motiven aus ganz Österreich entstand eine der spektakulärsten Dokumentationen der österreichischen Fernsehgeschichte. In einem "Best of" verschmelzen die eindrucksvollsten Szenen aus fünf Staffeln "Über Österreich" zu einem faszinierenden Panorama. Historische Bauwerke und unbekannte Pretiosen, Kultur- und Naturlandschaften, Spektakuläres und Poetisches - "Best of Über Österreich" präsentiert optische Schmankerl für jeden Geschmack. So vielfältig wie das Land selbst.
Der österreichische Dorfkaiser Joseph Pirnegger ist ein wahrer Meister der Intrige. Welten prallen aufeinander, als er in Schwiegertochter Svea auf eine ebenbürtige Gegnerin trifft.
Die selbstbewusste Hanseatin fordert Joseph zu regelrechten Höhenflügen heraus und treibt den Generationenkonflikt schnell auf die Spitze.
Durch die Hochzeit mit ihrem Verlobten Peter verschlägt es Nordlicht Svea ins schöne Salzburger Land. Im Alpendorf St. Josef wollen die zwei heiraten. Kaum eingetroffen, sorgt Peters gewiefter Vater Joseph dafür, dass sein Sohn rasch Wurzeln schlägt: mit einem maßgeschneiderten Job als Chefveterinär im künftigen Nationalpark. Svea bringt er in der Nachbargemeinde Klamm unter. Dort soll sie den störrischen Bürgermeister Mingner für die Nationalpark-Idee begeistern. Doch Svea hat ihren ganz eigenen Kopf.
Mit Harald Krassnitzer, Sebastian Wendelin, Paula Kalenberg, Petra Morzé, Branko Samarovski
Seit Kurzem sind Svea und Peter stolze Eltern eines süßen Mädchens. Auch beruflich läuft es rund für die gewissenhafte junge Deutsche. Sie wird zur neuen Bürgermeisterin von Klamm gekürt.
Das geliebte Projekt ihres Schwiegervaters, den Nationalpark, will sie erst nach intensiven Nachverhandlungen absegnen. Joseph schäumt vor Wut! Als er Svea das Leben so schwer wie möglich zu machen versucht, gerät der Konflikt bald komplett aus den Fugen.
Mit Harald Krassnitzer, Sebastian Wendelin, Paula Kalenberg, Petra Morzé, Branko Samarovski
Die zweiteilige Dokumentation führt dorthin, wo Österreich noch wild und ursprünglich ist: tief hinein in die Nationalparks. Teil eins veranschaulicht die Einzigartigkeit der Parks.
In den Nationalparks versucht man, die Natur und Tierwelt, allen Bedrohungen zum Trotz, auch für kommende Generationen zu bewahren. Der Großglockner befindet sich im größten und ältesten Nationalpark, dem Nationalpark Hohe Tauern im Westen des Landes.
Die Auenlandschaft im Nationalpark Donau-Auen ist die größte, weitgehend intakte Auenlandschaft Mitteleuropas. Der Nationalpark Gesäuse sticht aufgrund seiner imposanten Felsformationen hervor, wohingegen tiefe Wälder die Besonderheit des Nationalparks Kalkalpen darstellen. Dieser lüftet sein Geheimnis um die älteste Buche, die schon vor Christoph Kolumbus' Entdeckung Amerikas keimte.
So unterschiedlich die österreichischen Nationalparks in ihrer Entstehung und in ihrem Wesen auch sind, so haben sie doch alle mit denselben Herausforderungen zu kämpfen.
Bildgewaltig und eindringlich erzählt der zweite Teil von den Errungenschaften der Nationalparks und den Herausforderungen, die sie angesichts klimatischer Veränderungen bewältigen müssen, um Wildnis und Natur auch für künftige Generationen zu bewahren.
Wie geht man in den Nationalparks mit eingeschleppten invasiven Arten um? Welche Erfolgsgeschichten gibt es zu berichten? Auf dem Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern gelang es beispielsweise, die zuvor ausgerotteten Steinböcke und Bartgeier wieder anzusiedeln. Im Nationalpark Gesäuse ist zu beobachten, dass Lawinen einen der artenreichsten Lebensräume schaffen. Wie man mit dem so gefürchteten Borkenkäfer in einem Schutzgebiet umgehen kann, zeigt sich im Nationalpark Kalkalpen.
Der Arlberg: weltbekanntes Skigebiet und Treffpunkt für den Jetset. Es sind die weitläufigen Kiefernwälder, die der Region den Namen gaben. Im Vorarlberger Volksmund heißen Kiefern nämlich Arlen.
Schnee und Eis prägen die raue Landschaft, in der sich eine speziell angepasste Tierwelt entfaltet. Gämsen, Rehe, Hirsche, Murmeltiere, Schneehühner, Steinadler und viele mehr haben sich einen Lebensraum zwischen den Wäldern, Felsen und Gipfeln des Bergs erobert.
Ein Mikrokosmos, der jedoch langsam ins Wanken gerät. Die Winter beginnen später und enden früher. Die Hitze kriecht immer weiter hoch Richtung Gipfel. Für die Tierwelt, die auf die Kälte spezialisiert ist, eine völlig neue Situation. Wie reagiert sie darauf? Wer kommt mit dem Wandel der Wildnis zurecht und wer nicht?
Der bildgewaltige Film erschließt eine der berühmtesten Natur- und Skiregionen der Welt.
Lehrerin Senta sucht nach einer gescheiterten Beziehung für die Ferien Einsamkeit in einem romantischen Winzerhaus in der Südsteiermark. Doch die Ruhe wird von Unerwartetem gestört.
Xaver Schwarzenberger und Autor Gerhard Roth haben schwarzen Humor, Haute Cuisine und Elemente des klassischen Thrillers zu einem raffinierten Sittenbild verknüpft. Tobias Moretti brilliert als kreativer Haubenkoch, Andrea Eckert als seine kongeniale Partnerin.
Senta will ein mathematisches Lehrbuch schreiben. Doch zuerst erscheint der alkoholselige Wolkenbetrachter Ludwig, der sich schon bald als der pensionsreife Gendarmerieinspektor des Dorfes entpuppt. Und dann taucht entgegen jeder Vereinbarung auch noch der Vermieter des Winzerhauses, Koch Stefan, auf, der ein Haubenrestaurant in Salzburg führt. Sentas Missbilligung seiner Anwesenheit schwindet angesichts seines beträchtlichen Charmes rasch dahin. Auch der einsilbige Nachbarbauer und dessen schwarzer Hund suchen die Bekanntschaft der Mieterin aus der Stadt. Von Senta unbemerkt, hält Inspektor Ludwig das Winzerhaus unter Beobachtung.
Stefans nächster Besuch ist Senta nicht mehr unwillkommen. Die Erzählung seiner beiden tragisch gescheiterten Ehen führt über ein von Stefan perfekt zubereitetes Haubenmenü in eine leidenschaftliche Liebesnacht. Zwischen Lehrerin und Koch entwickelt sich sehr bald eine vertraute Nähe. Doch eines Tages entdeckt Senta durch Zufall in einem Kochbuch versteckte Zeitungsausschnitte, die Stefan als möglichen Frauenmörder ausweisen. Senta bekommt es mit der Angst zu tun. Aus der unverhofften romantischen Beziehung einer Mathematiklehrerin mit einem unter Mordverdacht stehenden Koch entwickelt sich ein lebensgefährliches Spiel der Verdächtigungen und Wahrscheinlichkeiten.
In "Ein Hund kam in die Küche" zeigen Regisseur und Kameramann Xaver Schwarzenberger sowie Autor Gerhard Roth ein Sittenbild aus tot geglaubter Vergangenheit und schrecklicher Gegenwart. Dies war nach 19 Jahren die erste Zusammenarbeit seit ihrem gemeinsamen Erfolgsfilm "Der Stille Ozean" - Schwarzenbergers Regiedebüt -, der 1983 bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
Mit Andrea Eckert, Tobias Moretti, Karl Merkatz, Nicole Marischka, Nino Kratzer
In der Wachau gedrehtes, herzergreifendes Filmjuwel mit starkem österreichischen Cast - allen voran Hilde Dalik, Doris Schretzmayer, Philipp Hochmair und Hary Prinz.
Nur eine Nacht trennt Chirurg Clemens von einer geplanten Weltumsegelung, da macht ihm ein Schicksalsschlag einen Strich durch die Rechnung.
Um sich vom stressigen Klinikalltag zu erholen, will Topchirurg Clemens ein Jahr lang die Welt umsegeln. Die Nachfolge ist geregelt, die Koffer sind gepackt. Da muss er erfahren, dass seine Schwester Doro tödlich verunglückt ist. Die Alleinerzieherin hinterlässt einen Berg voll Schulden, drei Kinder und einen letzten Wunsch: Clemens soll sich um seine Nichten und seinen Neffen kümmern.
Mit einem Schlag steht der freiheitsliebende Egomane vor der wohl größten Herausforderung seines Lebens. Auch wenn die Angst, zu versagen, groß ist, gibt Clemens sein Bestes, um den drei Kindern ein liebevolles Zuhause zu geben.
Mit Oliver Mommsen, Hilde Dalik, Philipp Hochmair, Doris Schretzmayer, Eva Herzig, Hary Prinz
Am Fuße der mächtigen Krimmler Wasserfälle im Salzburger Land liegt ein totes Mädchen: Lena Striegler, Gewinnerin der Vorausscheidung zum groß inszenierten "Austrian Marketenderinnen Award".
Alles deutet auf einen Selbstmord hin, wenn da nicht der herzförmige Stein wäre, den jemand in die Hand der toten Lena gelegt haben muss. Kommissar Martin Merana soll sich, sozusagen auf dem Weg in den Urlaub, die Sache ansehen. Dem Workaholic ist das nicht unrecht.
Denn Merana blickt den Ferien mit seiner Freundin mit gemischten Gefühlen entgegen. Bindungen sind seine Sache nicht - Urlaube noch viel weniger.
Die Rückkehr nach Krimml, an den Wohnort seiner spirituell begabten Großmutter, birgt Überraschungen. Eine davon ist Meranas wachsendes Interesse an der rustikalen Postenkommandantin Heilmayr, die eigentlich so gar nicht seinem sonstigen Frauentyp entspricht. Die andere ist die Rätselhaftigkeit des Falls, der auf die mystischen Geheimnisse der Sage von der Drachenjungfrau Bezug zu nehmen scheint. Zwei Dinge werden für Martin Merana rasch klar: Es muss Mord gewesen sein. Und: Aus dem Urlaub wird wohl nichts.
Am Fuße der Krimmler Wasserfälle geht Manuel Rubey erstmals unter die TV-Kommissare, wenn mit dem Landkrimi "Drachenjungfrau" der mörderische Streifzug durch Österreich seinen Lauf nimmt. Gemeinsam mit Stefanie Reinsperger soll Rubey in Salzburg den mysteriösen Tod einer Jugendlichen untersuchen.
In weiteren Rollen spielen unter anderen Gerhard Greiner, Harald Krassnitzer, Christine Ostermayer, Patricia Aulitzky, Sabrina Reiter und Verena Altenberger. Das Drehbuch stammt von Nikolaus Leytner, Stefan Hafner und Thomas Weingartner nach Manfred Baumanns gleichnamigem Roman. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2015 in Salzburg statt - unter anderem in Neukirchen am Großvenediger, in Krimml und in Mühlbach.
Mit Manuel Rubey, Stefanie Reinsperger, Gerhard Greiner, Patricia Aulitzky, Eva Lanz, Harald Krassnitzer
"Rotzbub" erzählt, wie aus einem kaum beachteten Schankbuben ein ganzer Kerl und zudem ein scharfsinniger und legendärer "Triebzeichner" und "satirischer Scharfschütze" wird.
Art Direktor dieses Animationsfilms ist Manfred Deix.
Lehrerin Senta sucht nach einer gescheiterten Beziehung für die Ferien Einsamkeit in einem romantischen Winzerhaus in der Südsteiermark. Doch die Ruhe wird von Unerwartetem gestört.
Xaver Schwarzenberger und Autor Gerhard Roth haben schwarzen Humor, Haute Cuisine und Elemente des klassischen Thrillers zu einem raffinierten Sittenbild verknüpft. Tobias Moretti brilliert als kreativer Haubenkoch, Andrea Eckert als seine kongeniale Partnerin.
Senta will ein mathematisches Lehrbuch schreiben. Doch zuerst erscheint der alkoholselige Wolkenbetrachter Ludwig, der sich schon bald als der pensionsreife Gendarmerieinspektor des Dorfes entpuppt. Und dann taucht entgegen jeder Vereinbarung auch noch der Vermieter des Winzerhauses, Koch Stefan, auf, der ein Haubenrestaurant in Salzburg führt. Sentas Missbilligung seiner Anwesenheit schwindet angesichts seines beträchtlichen Charmes rasch dahin. Auch der einsilbige Nachbarbauer und dessen schwarzer Hund suchen die Bekanntschaft der Mieterin aus der Stadt. Von Senta unbemerkt, hält Inspektor Ludwig das Winzerhaus unter Beobachtung.
Stefans nächster Besuch ist Senta nicht mehr unwillkommen. Die Erzählung seiner beiden tragisch gescheiterten Ehen führt über ein von Stefan perfekt zubereitetes Haubenmenü in eine leidenschaftliche Liebesnacht. Zwischen Lehrerin und Koch entwickelt sich sehr bald eine vertraute Nähe. Doch eines Tages entdeckt Senta durch Zufall in einem Kochbuch versteckte Zeitungsausschnitte, die Stefan als möglichen Frauenmörder ausweisen. Senta bekommt es mit der Angst zu tun. Aus der unverhofften romantischen Beziehung einer Mathematiklehrerin mit einem unter Mordverdacht stehenden Koch entwickelt sich ein lebensgefährliches Spiel der Verdächtigungen und Wahrscheinlichkeiten.
In "Ein Hund kam in die Küche" zeigen Regisseur und Kameramann Xaver Schwarzenberger sowie Autor Gerhard Roth ein Sittenbild aus tot geglaubter Vergangenheit und schrecklicher Gegenwart. Dies war nach 19 Jahren die erste Zusammenarbeit seit ihrem gemeinsamen Erfolgsfilm "Der Stille Ozean" - Schwarzenbergers Regiedebüt -, der 1983 bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
Mit Andrea Eckert, Tobias Moretti, Karl Merkatz, Nicole Marischka, Nino Kratzer
So unterschiedlich die österreichischen Nationalparks in ihrer Entstehung und in ihrem Wesen auch sind, so haben sie doch alle mit denselben Herausforderungen zu kämpfen.
Bildgewaltig und eindringlich erzählt der zweite Teil von den Errungenschaften der Nationalparks und den Herausforderungen, die sie angesichts klimatischer Veränderungen bewältigen müssen, um Wildnis und Natur auch für künftige Generationen zu bewahren.
Wie geht man in den Nationalparks mit eingeschleppten invasiven Arten um? Welche Erfolgsgeschichten gibt es zu berichten? Auf dem Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern gelang es beispielsweise, die zuvor ausgerotteten Steinböcke und Bartgeier wieder anzusiedeln. Im Nationalpark Gesäuse ist zu beobachten, dass Lawinen einen der artenreichsten Lebensräume schaffen. Wie man mit dem so gefürchteten Borkenkäfer in einem Schutzgebiet umgehen kann, zeigt sich im Nationalpark Kalkalpen.
Die Steiermark ist ein Land der Seen. Im Unterschied zu den großen Seen im Salzkammergut wurden die kleinen Gebirgsseen häufig von eiszeitlichen Gletschern ausgehobelt.
Das zweitgrößte österreichische Bundesland überrascht mit vielfältigen Landschaftstypen: von den Nördlichen Kalkalpen bis zu den fruchtbaren Hügeln, die bis zur slowenischen Grenze reichen.
Der Neusiedler See ist Österreichs größter See und der westlichste Steppensee Europas. Der Film stellt die "Naturwunder" und die charakteristischen Tiere an seinen Ufern vor.
Der "Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel" ist eine Schnittstelle ohnegleichen: Dort treffen die Alpen auf Steppe, dort kann man den Hauch des Nordens ebenso fühlen wie die Wärme des Mittelmeers - und das alles auf nur 115 Höhenmetern.
Dazu kommt die Bedeutung der Region als Rastplatz für Zugvögel: Im Frühling, wenn sie nach Norden ziehen, und im Herbst, wenn es nach Süden geht, werden der See und seine Umgebung von Hunderttausenden Vögeln besucht - Ereignisse, die Jahr für Jahr Birdwatcher aus aller Welt nach Österreich führen.
Das Gebiet, das zu vier Fünfteln auf österreichischem und zu einem Fünftel auf ungarischem Territorium liegt, ist so außergewöhnlich, dass es 2001 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde.
Die Donau begründet Wiens Aufstieg zur Residenzstadt. Bis zu den Ufern des Flusses verlief einst das Römische Reich mit seinen Thermen, Tempeln und Palästen.
2021 hat das Welterbekomitee den an der Donau gelegenen Abschnitt des Limes zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Neusiedler See ist ein Naturparadies und Schmelzpunkt verschiedener Kulturen. Klöster und terrassierte Weinberge bestimmen hingegen die Wachau.
Der Handelsplatz Wien profitierte vom Warentransport auf der Donau. Seit der Antike war Wien aber auch Heereslager und Vorposten des Römischen Reichs. Einer der bekanntesten Statthalter war Marc Aurel. Weltbekannte Sakralbauten wie der Stephansdom zeugen von der Bedeutung Wiens als mittelalterliche Residenzstadt.
Nach dem Sieg über die Osmanen verwandelte sich die Metropole in eine barocke Hauptstadt. Innerhalb der Stadtmauern ließen die wichtigen Adelsdynastien ihre prächtigen Stadtpalais errichten. Vor den Stadtmauern entstanden eindrucksvolle Schloss- und Palastanlagen wie das Schloss Belvedere des Prinzen Eugen von Savoyen mit seinen Gartenanlagen. In der Gründerzeit entstand die Ringstraße. Als historistisches Gesamtkunstwerk sollte der Prachtboulevard der Bedeutung Wiens als eines der wichtigsten Zentren an der Schwelle zur Moderne gerecht werden.
Die Grenzen des Römischen Kaiserreichs verliefen von Britannien über Mitteleuropa durch den Nahen Osten und ganz Nordafrika. Ein Teil davon, der "Donaulimes", ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. In Österreich erstreckt sich diese Kette aus Wachtu¨rmen, Kastellen, Straßen und Heerlagern von den Überresten des Quadriburgus in Oberranna bis zu den beeindruckenden Bauten der Römerstadt Carnuntum. Die Donau bot Schutz vor den "barbarischen" Germanen, diente aber auch als wichtiger Verkehrs- und Transportweg.
Rund um größere militärische Einrichtungen entstanden zivile Siedlungen. Auch am äußersten Rand des Reichs konnte das Römische Leben mit den zivilisatorischen Errungenschaften des Imperiums aufwarten: Amphitheater und Thermen, Tempel und Paläste boten Unterhaltung und Komfort abseits der militärischen Disziplin in der Peripherie.
Der Neusiedler See, ungarisch "Fertö", zählt zu den grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätten. Bis zum Ende der habsburgischen Doppelmonarchie gehörte das Burgenland zur ungarischen Reichshälfte. Auch sprachlich, kulturell und wirtschaftlich bildet die Region bis heute eine Einheit aus Vielfalt. Am westlichsten Steppensee Eurasiens sind 320 verschiedene Vogelarten heimisch. Zum Welterbe zählt der See aber auch als Kulturlandschaft. Dort verliefen vorgeschichtliche Handelswege wie die Bernsteinstraße, lebten Kelten und Illyrer von Viehzucht und Ackerbau. Die Region um den See bildet seit mehr als acht Jahrtausenden einen Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen.
Der ungarische Landadel, allen voran die Familie Esterházy, bestimmt über Jahrhunderte die Geschichte dieses Raums. Die Adelsfamilien sind es auch, die rund um den See ihre Schlösser errichten, oft im Kontrast zur Einfachheit der landwirtschaftlich geprägten Siedlungen.
Die Wachau ist seit der Steinzeit besiedelt. Klöster aus dem bayrischen Raum begannen, den Donauabschnitt zwischen Melk und Krems zu bewirtschaften. Noch heute prägen die von ihnen angelegten Weinterrassen die Landschaft. Hoch über der Donau wurden Burgen errichtet, die wie einst über die Landschaft wachen. An den Ufern des Flusses entstanden Dörfer und Ortschaften. In der eindrucksvollen Formensprache des Barocks bekrönen die Stifte Melk und Göttweig die Wachau. "Malerisch" ist der Landstrich im doppelten Sinne: Im 19. Jahrhundert entdecken bildende Künstler die Wachau als Inbegriff der Naturromantik.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".
Kein Platz! Die UNESCO-geschützte Pracht der barocken Palais in Wien konzentriert sich auf Wiens Innenstadt, weil Bauflächen rar waren.
Kunst und Kultur des Fin de Siècle zogen aufs Land entlang der Südbahn. Die Thermen der Römer existieren bis heute in der Kurstadt Baden. Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn bilden ein Gesamtkunstwerk.
Bis heute ist Österreich bestimmt von den architektonischen Signaturen der Habsburger. Mit prunkvollen Schlössern, aristokratisch geprägten Stadtlandschaften und markanten Bauwerken. Graz war eine der wichtigsten Residenzen der Habsburger, bevor sie ihr Machtzentrum nach Wien verlegten. Dort lebte und baute man mit südlichem Charme.
Der Weg von der Kaiserstadt Graz zur Kaiserstadt Wien führt über den Semmering mit der Südbahn. Sie wurde zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Die Strecke ist eine technische Meisterleistung ihres Erbauers Carl Ritter von Ghega aus dem 19. Jahrhundert. Sie verbindet die Adriaküste mit Wien und sorgte für zahlreiche Grandhotels, in denen sich Adel und Bürgertum im Fin de Siècle erstmals mischten. Zahlreiche Kur- und Küstenorte entlang der Südbahn wurden zu Sommerresidenzen der Künstlerinnen und Künstler des Fin de Siècle.
Der Kurort Baden bei Wien ist seit 2021 die jüngste Welterbestätte von Österreich. Bereits in der Antike wurde der Ort von den Römern für die Kraft des heilenden Thermalwassers geschätzt, seinen größten Aufschwung erreichte er jedoch erst in der Monarchie. Die Kurorte übten einen starken künstlerischen, politischen und sozialen Einfluss auf die Gesellschaft aus. Ludwig von Beethoven soll dort große Teile seiner Kompositionen angefertigt haben, und auch für Franz Schubert und Walzerkönig Johann Strauß wurden die Schwefelbäder zu Inspirationsquellen. Die bis heute erhaltenen historischen Trink- und Wandelhallen, Parks, Lustgärten und Kurhotels sind Zeugen einer beeindruckenden Welt von gestern.
Die innerstädtischen Palais von Wien künden von der Hochblüte barocker Gestaltungskunst der Habsburger. Bemerkenswert ist der große Anteil an hohen Militärs unter den Bauherren wie die Prinzen Eugen, Mansfeld, Caprara, Daun und Starhemberg. Sie erhielten für ihre Verdienste in den Türkenkriegen vom Kaiser große Summen oder Güter, wodurch sie sich ihre neuen Palais leisten konnten. Für den Bau eines jeden neuen Palais mussten mehrere Bürgerhäuser gekauft und abgerissen werden, weil es auf dem Gebiet des damaligen Wien - der heutigen Innenstadt - kaum mehr Bauplätze gab.
So gab es 1730 in Wien etwa 1000 Bürgerhäuser, aber bereits 248 adelige Paläste, also fast ein Viertel des gesamten Baubestands. Von der außergewöhnlichen Konzentration an Prachtbauten profitiert die Stadt bis heute. Vorbild für die Wiener Barockpaläste waren ursprünglich jene in Rom. Daher beschäftigte man vorerst vorwiegend italienische Architekten. Für heutige Verhältnisse geradezu erstaunlich ist die oft sehr kurze Bauzeit: Zwei Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung waren keine Seltenheit.
Das Schloss und die Gärten von Schönbrunn sind ein besonders gut erhaltenes Beispiel einer barocken Herrscherresidenz. Gemeinsam bilden sie ein Gesamtkunstwerk und eine meisterliche Verbindung zahlreicher Kunstgattungen. Im Jahr 1752 gründete der wissenschaftsaffine Ehemann von Maria Theresia, Kaiser Stephan, eine Menagerie, die bis heute als Tiergarten weitergeführt wird und als ältester, kontinuierlich betriebener Zoo der Welt gilt. Auch er ist Weltkulturerbe.
Spektakuläre Bauwerke, versunkene Kulturen, beeindruckende Natur: Die dreiteilige Entdeckungsreise führt aus der Luft, über Dächer, Seen, Flüsse, Berge und Täler, zu "Österreichs Welterbe".