(1): MC Solaar, der französische Rap-Poet
(2): Tai Shan: Der Berg, der China vereint
(3): Spanien: Rosalias winterlicher Salat
(4): Pennsylvania: Ein erbitterter Kampf
Der junge Louis Mazzini, ein Enkel des Herzogs von Chalfont aus dem Geschlecht der D'Ascoynes, ist zwar von vornehmer Gesinnung, aber von Bitternis geplagt: Seine Mutter, die Tochter des Herzogs, wurde einst von der hochnäsigen Adelsfamilie verstoßen, weil sie nicht standesgemäß heiratete - einen italienischen Tenor.
Louis, Sohn aus dieser Ehe, hat daher keine Aussichten, Titel und Vermögen zu erben, und muss sich als kleiner Ladengehilfe verdingen. Grund genug, alle acht verbleibenden D'Ascoynes zu beseitigen, um so den Weg zu Titel und Reichtum frei zu machen - natürlich standesgemäß, denn "Adel verpflichtet": Jagdunfall, Feuer, Schiffsuntergang und andere Katastrophen lichten die Reihen derer von D'Ascoyne, bis Louis schließlich seine Erbschaft antreten kann.
Aus strategischen Gründen macht Louis der kühlen, vernünftigen Witwe Edith D'Ascoyne den Hof, um seine Stellung zu verbessern. Wenn da nur nicht seine freche Jugendfreundin und Geliebte Sibella wäre, die sich mit zunehmend hohem Rang in der Erbfolge immer mehr für Louis interessiert.
Mit Alec Guinness, Dennis Price, Audrey Fildes, Valerie Hobson, Joan Greenwood, John Penrose
Nördlich von Barcelonas Altstadt, im Stadtteil Eixample, ragen die organisch geformten Türme der Sagrada Família in den Himmel. Im Inneren taucht man in eine floral-botanische, wie in Stein gemeißelte Pflanzenwelt ein. Im Februar 2026 wurde das Kreuz auf den zuletzt fertiggestellten Hauptturm gesetzt - seitdem ist die Sagrada Família die höchste Kirche der Welt.
Warum braucht es über ein Jahrhundert, um Gaudís Lebenswerk zu vollenden? Was inspirierte ihn bei der Entwurfsanfertigung und vor allem: Wie beendet man ein Werk ohne seinen Schöpfer?
Um diesen Fragen nachzugehen, taucht der Film in die älteste aktive Baustelle der Welt ein und zeichnet ihre Entstehungsgeschichte sowie die jüngsten architektonischen Entscheidungen nach. Fachleute aus Geschichtswissenschaft und Architektur gehen auf Gaudí und sein Schaffen ein. Beleuchtet werden zudem die Herausforderungen, die mit dem Weiterbau einhergingen, und wie die die Nachfolger des katalanischen Meisters das visionäre Projekt auslegten und umsetzten.
Als Gaudí 1926 verstarb, war lediglich die Geburtsfassade fertiggestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass Gaudís Atelier 1936 niederbrannte und zahlreiche Entwürfe zerstört wurden. Der Weiterbau forderte daher aufwändige Deutungsarbeit, die auf den wenigen Überresten der Bauhütte beruhte, sowie auf privaten Schriften Gaudís, in denen er seine Ideen, Obsessionen und Leiden festhielt.
In den Tiefen des Atlantiks türmten vor Millionen von Jahren Unterwasservulkane eine Insel auf: Teneriffa. Der Kegel des Vulkans Teide ist mit seinen 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens und Teneriffas Wahrzeichen. Noch heute zeugen auf der ganzen Insel vulkanische Relikte von erdgeschichtlichen Dramen. Das Feuer prägte die Insel, und aus dem Feuer wuchs das Leben.
Tiefseevulkane ließen vor Millionen von Jahren El Hierro und La Gomera über die Meeresoberfläche wachsen. Damals waren die beiden kleinsten Inseln der Kanaren unbewohnt und ohne Leben. Sie wurden von Tieren und Pflanzen besiedelt, die zufällig über das Meer gelangten. Auf den Inseln leben Arten, die seit Millionen von Jahren überdauert haben und dem Aussterben scheinbar wie durch ein Wunder entgangen sind.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Frei inspiriert vom Leben der französischen Wirtin und "bärtigen Frau" Clémentine Delait, zeichnet Regisseurin Stéphanie Di Giusto ("Die Tänzerin") in ihrem historischen Drama "Rosalie" das Bild einer jungen Frau, die sich über Ausgrenzung und Vorurteile hinwegsetzt und emanzipiert.
Mit Nadia Tereszkiewicz, Benoît Magimel, Benjamin Biolay, Guillaume Gouix, Gustave Kervern, Anna Biolay, Lucas Englander, Serge Bozon, Eugène Marcuse, Juliette Armanet
"Hairy Tales - Das Haar in der Kunst" erkundet Haar als Ausdruck von Macht, Identität und Rebellion. Von der Antike bis heute zeigt die Dokumentation klassische Meisterwerke, zeitgenössische Positionen und ungewöhnliche Protagonistinnen und Protagonisten und wirft einen Blick auf die Verflechtung von Körper, Schönheit und Politik über die Jahrhunderte.
Am 25. Juni 2026 feiert die Welt den 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann. Die Dokumentation erzählt, wie aus Bachmann eine Diva der Dichtkunst wurde, deren "zündende Kraft" es wiederzuentdecken gilt. Zu Wort kommen unter anderem Literatur-Nobelpreisträger Peter Handke, Literaturwissenschaftlerin Françoise Rétif, Zeitzeuge Moshe Kahn und Bachmanns Bruder Heinz Bachmann.
Im Garten Eden trifft der zurückgezogen lebende Adam auf Eva, ein neugieriges "neues Wesen", das allem Namen geben will und ihn unablässig beobachtet. Während beide in Tagebucheinträgen ihre Missverständnisse und Annäherungen festhalten, spiegeln in Berlin spielende Szenen heutige Beziehungsmodelle. Franz Müller inszeniert ein skurriles Drama zu Mark Twains Originaltext.
Mit Anca Androne, Alex Brendemühl, Belina Mohamed-Ali, Jakob D'Aprile, Eurydice El-Etr, Andrea Dolente, Laura Tonke, Eva Löbau, Florian Mischa Böder
April 1915: Das Osmanische Reich beginnt mit dem Genozid an der armenischen Bevölkerung. Die 14-jährige Aurora wird verschleppt, verkauft und verliert ihre Familie. Nachdem ihr die Flucht in die USA gelingt, wird ihre Geschichte in Hollywood als Stummfilm verfilmt mit Aurora in der Hauptrolle - eine Tortur, in der ihre schlimmsten Erinnerungen wieder wachgerufen werden. Doch Aurora will das Schicksal Armeniens öffentlich machen. Der Film ist ein Kassenschlager - doch irgendwann verschwinden alle Filmrollen. Nach ihrem Tod werden einige Ausschnitte wiedergefunden. Durch Filmfragmente, ihre eigenen Berichte und die Kunst der Animation wird Auroras bewegende und inspirierende Geschichte zu neuem Leben erweckt.
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.