Diesmal ist Harry Prünster in seiner Heimatstadt Schwaz und der Region Karwendel unterwegs. Die Weidener Hütte ist die erste Station, hier Ist Thomas Hussl Hüttenwirt. Bei der Speisekarte setzt er auf Nudelgerichte, im Sommer gibt es außerdem viele Schwammerlspeisen und im Herbst Wildgerichte. Harry macht einen Rundgang und stellt Orte seiner Kindheit vor, wie das Rathaus und den Stadtpark.
Danach geht es nochmals in die Berge, und zwar auf die Loashütte auf 1645 Meter Seehöhe. Hier ist Koch und Hüttenwirt Werner Wimpassinger vor allem für seine Riesenschnitzel bekannt. Die Kellerjochhütte ist Harrys letzte Station in dieser Sendung, und damit schließt auch die aktuelle Sommerstaffel.
In dieser "Land der Berge"-Produktion wird das Leben der Menschen in den Gemeinden Kreuth in Bayern und Mauthen in Kärnten beleuchtet. Beide Dörfer sind Teil der Bergsteigerdörfer-Initiative des Alpenvereins und haben sich dazu verpflichtet, deren strenge Kriterien einzuhalten. Die Entscheidung der Dorfbewohner für sanften Tourismus und schonenden Umgang mit der Natur, legt das Leben für Generationen fest. Es ist eine Abkehr von großen Hotelanlagen zugunsten einheimischer Unterkünfte. Die Bewohner von Kreuth und Mauthen setzen alles daran, ihre einzigartige Landschaft und Natur zu bewahren. Almpächter Alexander Mehringer aus Kreuth bringt es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: "Der Sommer ist - neben Herbst, Winter und Frühling - definitiv die schönste Jahreszeit!" Und fügt hinzu: "Es ist bei uns einfach immer schön." Die Lage der Orte inmitten der alpinen Landschaft zieht das ganze Jahr über Urlauber an und stärkt die lokale Wirtschaft nachhaltig. "Für Mauthen ist es immens wichtig, ein Bergsteigerdorf zu sein. Es gibt sehr viele schöne Flecken auf der Welt, noch mehr schöne Flecken in Österreich, aber Mauthen ist schon ein besonderes Plätzchen," stellt Barbara Holzapfel stolz fest. "Weniger, aber dafür besser!" - spiegelt die Überzeugungen und Werte der Menschen in Mauthen und Kreuth wider.
Diese "Land der Berge"-Neuproduktion begleitet die Menschen in der Südoststeiermark durch den Wandel der Jahreszeiten und verwebt Mundart, Handwerk und gelebtes Brauchtum. Im Frühling erwacht die Region bei der "Steirischen Roas": In Gnas pflegt die Familie Hütter in ihrer Fassbinderei eine seltene Handwerkskunst, während beim Maibaumaufstellen oder im Khünegger Bauerntheater von Fred Strohmeier die Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Regionale Originale wie der Drehorgelspieler Franz Gomboz, Dichter Karl Pivec oder Museumsleiterin Beatrix Vreca bewahren dabei das sprachliche und kulturelle Erbe der Grenzregion.
Mit dem Herbst bricht die intensivste Zeit an: Bei der Weinlese packen Winzer wie Daniel Tegel, Familie Frühwirth oder die Geschwister des Weinguts Primus an, während beim Klöcher Pressfest gekeltert wird wie anno dazumal. Handwerker wie Karl Lenz beim Sensendengeln oder Ewald und Gerlinde Tappler an der Schiffsmühle halten alte Traditionen lebendig. Wenn im Winter Schnee fällt, duftet es in Straden nach dem frischen Bauernbrot von Maria Zafosnik, ehe die Neujahrsgeher in Bad Gleichenberg das Jahr stimmungsvoll ausklingen lassen.
Land der Berge erzählt auch dieses Mal von Bergen, Menschen und ihren Geschichten. In der 3teiligen Dokumentation dreht sich alles um die "Schönheit der Alpen" im Lauf der Jahreszeiten. Folge 1 startet mit dem König der Ostalpen, dem Großglockner. Mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft geht es weiter in die Bergwelt der Hohen Tauern, dann über Oberösterreich ins Ausseer Land und schließlich durch Osttirol hinauf in das Reich des Großvenedigers. Dabei wird in die faszinierende Hochgebirgswelt eingetaucht, welche bis heute eine Arche Noah für eine eigene Tierwelt ist. Nachtsichtaufnahmen von Dachs und Fuchs zeugen davon. In Kals am Großglockner nehmen wir an einer prächtigen Fronleichnamsprozession teil, lassen uns auf der Gorgasser Alm die traditionelle Herstellung von Butter und Graukäse zeigen, bewundern beim Narzissenfest am Grundlsee das Defilée der Blumenwagen und lernen beim Imster Schemenlauf, einem traditionsreichen alten Fastnachtsbrauch und Weltkulturerbe, das traditionelle Tiroler Winteraustreiben kennen. Wir besuchen Dörfer, Bauernhöfe und Almen der uralten alpinen Kulturlandschaft. (2017)
Land der Berge erzählt auch dieses Mal vom Bergen, Menschen und Geschichten. Und vom Leben in der Natur. In der 3-teiligen Dokumentation dreht sich alles um die "Schönheit der Alpen" im Lauf der Jahreszeiten. Folge 2 startet auf dem Staller Sattel in Osttirol zwischen dem Antholzer und dem Defreggental. Umgeben von hohen Bergen ist die Gegend eine alpine Bilderbuchlandschaft und bekannt für seine reiche Pflanzenpracht, allen voran den Almrosen. Im Defereggental geht es zur Jagdhausalm, der wohl ältesten Sommerweide der Alpen.Dort oben erhalten wir Einblicke in das Sozialleben der Murmeltiere und wie sich vor ihrem gefährlichsten Feind, dem Steinadler schützen. Einmalige Adleraufnahmen zeigen den König der Lüfte dann bei seinen Flug- und Jagdkünsten und vor allem in seinem Horst bei der Aufzucht der Jungen. Vom Blüten- und Schmetterlingsparadies Innergschlöß geht es hinauf ins eisige Reich des Großvenedigers, dessen Gipfel wir in spektakulären Flugaufnahmen ganz nahe kommen. Vom Zugspitzmassiv aus geht es dann über die Lechtaler Alpen zum Mieminger Gebirge ins Tiroler Oberland. Im Pitztal kann man noch das traditionelle Heumachen beobachten, ebenso dabei wie dem alljährlichen Schafabtrieb. Die nächste Station ist die wilde Tiroler Ache, auf der Mutige dem alpinen Funsport frönen: Kajakfahren, Rafting und Canyoning, dem jüngsten alpinen Nervenkitzel. Einmaliger Höhe- und Schlusspunkt sind einzigartige Aufnahmen der Hirschbrunft - vom Röhren über den Balztanz bis zur Paarung. (Doku 2017)
Land der Berge erzählt auch dieses Mal vom Bergen, Menschen und Geschichten. Und vom Leben in der Natur. In der 3teiligen Dokumentation dreht sich alles um die "Schönheit der Alpen" im Lauf der Jahreszeiten. Folge 3 startet am Almsee im Salzkammergut. Nach einem Abstecher ins Schloss Herrenchiemsee in Bayern landen wir im Salzburger Land, im Gebiet von Zell am See und seiner eindrucksvollen Bergwelt. Hoch hinauf geht es dann nach Kaprun zu seinen mächtigen Stauseen und dem markanten Kitzsteinhorn. Auf der wohl spektakulärsten Straße der Hochalpen fahren wird durch eine höchst abwechslungsreiche Berglandschaft Richtung Großglocknermassiv. Am Glocknergletscher, der Pasterze, erfahren wir eindrucksvoll, wie der Klimawandel zum Sterben des ewigen Eises führt. Bei Heiligenblut widmen wir uns den Schätzen des Berginneren mit einer eindrucksvollen Sammlung funkelnder Bergkristalle und dem Tauerngold, das selbst gewaschen wird. Letzte Station ist das wilde Verzasca-Tal im Tessin nahe des Lago Maggiore. Berühmtheit erlangte es durch einen spektakulären Bungee-Sprung im James-Bond- Film "Golden Eye" - an einer 220 Meter hohen Staumauer des Lago di Vogorno. (Doku 2017)
Philipp und Rebecca haben sich am Donauufer kennen und lieben gelernt. Als das Mädchen eines Tages ihren Rucksack an der Donau vergisst, bringt ihn Philipp zu ihr nach Hause. Dort erwartet ihn bereits Moosberg, der jähzornige Stiefvater von Rebecca, der sofort auf ihn losgeht. Aus Notwehr sticht der Angegriffene mit einem Messer zu und flüchtet. Als Moosberg nach einiger Zeit tot aufgefunden wird, bezweifelt Sophie allerdings, dass Philipp die Schuld an seinem Tod trägt.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Sophie ist gerade zufällig in der Nähe, als Reiter am Moor die Leiche einer hübschen blonden Frau finden. Merkwürdig ist an dem Fund vor allem, dass der Leiche ein Stück von ihrem kleinen Finger fehlt. Schon bald findet Kriminalrat Ludwig Mayerhofer heraus, dass es ähnliche Morde in Berlin, Hannover, Düsseldorf und München gab. Offenbar läuft ein Serientäter frei herum, der blonde Frauen vergiftet und anschließend ein Stück von einem Finger abschneidet.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Sophie lernt in der Vorweihnachtszeit das Obdachlosenpärchen Adam und Eva kennen. Da ihr die beiden auf Anhieb sympathisch sind, lädt sie sie zum Essen ein. Eva kann kommen, ihr Freund nicht - Adam fühlt sich nicht gut. Noch am selben Tag verschwindet der Kranke spurlos. Als Sophie zu recherchieren beginnt, findet sie schon bald heraus, dass Adam Opfer einer Privatklinik wurde, in der bereits mehrere Leute aus dem Obdachlosenmilieu verschwunden sind.
Mit: Carola Aichner, Monika Baumgartner, Martin Benrath, Barbara de Koy, Enzi Fuchs, Frank Giering, Christoph Hofrichter, Jörg Hube, Maximilian Krückl, Sabina Luft, Johannes Silberschneider. Deutschland, 1997.
Für Simon Polt, Gendarmerieinspektor im frei gewählten Ruhestand, hat sich viel geändert: Beruflich geht er neue Wege, und die gemeinsame Zukunft mit seiner Langzeitfreundin Karin Walter erscheint unvermutet in einem völlig neuen Licht. Zur Polizei, die nunmehr über die kleinen Dörfer im Wiesbachtal wacht, hat Polt kaum noch Kontakt - nur mit Norbert Sailer ist er befreundet, einem Ordnungshüter ganz nach seinem Geschmack. Doch die Leiche eines Fremden bringt Simon Polts ruhig gewordene Welt gründlich durcheinander: Niemand will den Toten gekannt haben, aber einige scheinen doch mehr von ihm zu wissen, als sie der Polizei gegenüber zugeben wollen.
Mit Erwin Steinhauer, Fritz Karl, Tatjana Alexander, Simon Schwarz, Elisabeth Orth, Karin Kienzer, Michou Friesz, Cornelius Obonya, Hans-Michael Rehberg, Franz Friedrich, Johannes Thanheiser, Hannes Flaschberger
Seit mehr als 40 Jahren sind Hartmut und Erika ein Paar, doch Erika hat Alzheimer - und die gemeinsamen Erinnerungen verblassen immer mehr. Hartmut ist überzeugt: Wenn er es schaffen würde, die Zeit zurückzudrehen, könnte er Erika, die Liebe seines Lebens, wieder zurückholen. So lässt er die 70er Jahre wiederaufleben und gestaltet ihre gemeinsame Wohnung um. Doch bei ihrer Reise in die Vergangenheit kommen Familiengeheimnisse ans Licht, die besser in Vergessenheit geblieben wären.
Mit Erwin Steinhauer, Gisela Schneeberger, Simon Schwarz, Ella Rumpf, Nikolai Klinkosch, Miriam Fussenegger, Andrea Eckert, Wolfgang Böck, Doris Hindinger, Margarethe Tiesel, Susanne Michel, Angelika Strahser, Monica Anna Cammerlander
Am 1. Oktober 1946 ging der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes zu Ende. Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich) klagten in dem Hauptkriegsverbrecherprozess 24 Personen und sechs Organisationen vor dem "International Military Tribunal" an. Der Prozess dauerte ein knappes Jahr und begann im November 1945.
Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei , ist nach Kriegsende zu mehr als 90 Prozent zerstört. Und doch beginnt inmitten dieser trostlosen Kulisse "der Prozess des Jahrhunderts". Erstmals werden führende Vertreter des NS-Regimes für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Journalisten aus aller Welt berichten: Über 300 Reporter, Schriftsteller und Fotografen kommen nach Nürnberg. Die US-Armee bringt sie am Stadtrand im Schloss Faber-Castell unter. Mit dabei: die US-Journalistin Martha Gellhorn, aber auch Zeitzeugen wie Elsa Triolet, John dos Passos, Erika Mann, Ilya Ehrenburg und Joseph Kessel.Ihre Berichte geben sensible Einblicke in einen der bedeutendsten Gerichtsprozesse und stellen die Weichen für eine neue Weltordnung. Die Dokumentation greift auf reiches Archivmaterial zurück. Die Schilderungen aus so unterschiedlichen Blickwinkeln stellen ein eindrucksvolles Dokument dieses "Jahrhundertprozesses" dar. Erstmals wurden Politiker und Militärs persönlich zur Verantwortung gezogen und mit ihrer individuellen Schuld konfrontiert. Die Verhandlung vor dem Internationalen Militärgerichtshof war Wegbereiter für den heutigen Internationalen Strafgerichtshof im niederländischen Den Haag.
Die ersten Nürnberger Prozesse gestalten sich langwierig und ziehen sich bis ins Frühjahr 1946. Die Beweisaufnahme im Verfahren gegen die verantwortlichen Militärs und Politiker des NS-Regimes bringt die monströsen Gräueltaten der Nationalsozialisten ans Licht. Die im Schloss Faber-Castell untergebrachten Journalisten werden langsam ungeduldig: Wie lange soll es noch dauern, bis endlich Recht gesprochen wird? Zur gleichen Zeit wächst die Rivalität zwischen den Westmächten und der Sowjetunion. Die Kriegsverbrecher müssen verurteilt werden, doch die Spannungen zwischen den einstigen Verbündeten sind erste Anzeichen des Kalten Krieges und machen die Verhandlung zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Berichte und Analysen der Journalistinnen und Journalisten sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller dokumentieren einen Wendepunkt der Weltgeschichte. Neben diesem Prozess gegen die "Hauptkriegsverbrecher" in Nürnberg gab es zwölf weitere Prozesse, die sogenannten "Nachfolgeprozesse". Im Hauptkriegsverbrecherprozess klagten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich) 24 Personen und sechs Organisationen vor dem "International Military Tribunal" in Nürnberg an.
Er dauerte vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 und endete mit zahlreichen Todesurteilen. Kriegsverbrecher wie Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Hermann Göring oder Heinrich Himmler hatten sich ihrer Bestrafung jedoch zuvor durch Selbstmord entzogen, andere konnten untertauchen und flüchten.
Die Produktion von ORF III porträtiert mit Ernst Kaltenbrunner einen, lange Zeit übersehenen und bisher wenig bekannten, österreichischen Nationalsozialisten der ersten Reihe. Ernst Kaltenbrunner ist einer von zwei Österreichern, die sich ab Ende 1945 auf der Anklagebank des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses verantworten mussten. Als Chef des Reichssicherheitshauptamtes war er für jene Einsatzgruppen verantwortlich, die im Rücken der Ostfront rund eine Million Menschen ermordeten. Ernst Kaltenbrunner war ein zentraler Akteur der sogenannten "Endlösung der Judenfrage".
Die Dokumentation geht der Frage nach, wie aus dem oberösterreichischen Juristen eine der relevantesten Figuren der nationalsozialistischen Gewalt- und Terrorherrschaft werden konnte. Sie skizziert Ernst Kaltenbrunner als einen skrupellosen Antreiber und Organisator des millionenfachen Mordes während des Zweiten Weltkrieges. Der Film ist gleichzeitig ein Psychogramm eines ideologisch gefestigten Mannes, der Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus bis zum Schluss treu ergeben blieb. Und der in Nürnberg von sich behauptete, "lediglich seine Pflicht getan zu haben".
Adolf Eichmann gilt als einer der Hauptorganisatoren des Holocaust. Als SS-Obersturmbannführer koordinierte er die Deportation von Millionen Jüdinnen und Juden in die nationalsozialistischen Vernichtungslager und trug maßgeblich zur Ermordung von rund sechs Millionen Menschen bei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelingt ihm die Flucht nach Argentinien, wo er unter falscher Identität ein unauffälliges Leben führt und sich jahrelang dem Zugriff der Justiz entzieht.
Doch Hinweise von Überlebenden und aufmerksamen Zeuginnen und Zeugen bringen den israelischen Geheimdienst Mossad auf seine Spur. Es beginnt eine der spektakulärsten Geheimdienstoperationen des 20. Jahrhunderts: Unter höchster Geheimhaltung observieren Agenten Eichmann über Wochen, bestätigen seine Identität und entführen ihn schließlich nach Israel - ein Einsatz voller Risiken, der internationales Aufsehen erregt. Die Dokumentation rekonstruiert die Jagd auf einen der meistgesuchten NS-Verbrecher der Nachkriegszeit.
Schillernd und zugleich bis heute umstritten: Josip Broz "Tito". Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien erinnern sich an seine Präsidentschaft. Und damit an ein Land, das es nicht mehr gibt. Die erste Episode erzählt den Aufstieg des jungen Tito, der 1892 als Bauernsohn im heutigen Kroatien zur Welt gekommen ist. In jungen Jahren schließt er sich der Kommunistischen Partei Jugoslawiens an. Als der Zweite Weltkrieg Jugoslawien erreicht, organisiert Tito einen bewaffneten Widerstand gegen die faschistische Besatzung. Seine Partisanenbewegung ist anfangs klein, aber findet bald großen Anklang unter den Menschen in Jugoslawien.
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wird Tito zum Symbol des antifaschistischen Widerstands. Seiner Partisanenbewegung gelingt es, weite Gebiete des besetzten Landes zurückzuerobern und große Teile des multiethnischen Volkes zu vereinen. Auch Frauen schließen sich der Bewegung an und kämpfen mit. Mithilfe von sowjetischen Soldaten gelingt Tito 1944 schließlich die Rückeroberung Belgrads. Die Menschen in Jugoslawien feiern ihre Befreiung und Tito wird zum Volkshelden. Die Vertreibung und Verfolgung von Kollaborateuren, darunter auch Zivilpersonen, bleibt hingegen lange ein Tabu.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt der Aufbau eines neuen Staates nach Vorbild der Sowjetunion. Unter Titos Führung entsteht die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien. Das Land ist vom Krieg gezeichnet, doch die Stimmung im Land ist zuversichtlich. Bereits wenige Jahre nach Kriegsende gerät Tito in einen Konflikt mit Josef Stalin, der sich immer weiter zuspitzt und mit der Resolution des kommunistischen Informationsbüros im Sommer 1948 zum Ausschluss Jugoslawiens aus dem Ostblock führt. Tito muss einen Weg finden, um seine Absetzung oder gar einen Einmarsch der Sowjetunion zu verhindern.
Der Bruch mit Stalin ist ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der noch jungen föderativen Volksrepublik Jugoslawien. Das Volk, das sich auch ideologisch eng an die Sowjetunion gebunden hatte - soll sich nun davon lösen. Tito greift zu brutalen Methoden, um das Land zu "entstalinisieren". Das Internierungslager auf der Insel Goli Otok gilt als jugoslawischer "Gulag". Die persönliche Schilderung von Rajko Grlic, dessen Mutter dort inhaftiert war, zeichnet ein dunkles Bild des Regimes. Nach dem Bruch mit Stalin baut Tito Beziehungen zum Westen auf und erhält Kredite für Jugoslawien. Das Land wird zu einem politischen Sonderfall zwischen Ost und West inklusive eines eigenen Wirtschaftssystems: der Arbeiterselbstverwaltung.
Die "goldenen" 1960er Jahre verheißen zunächst Aufschwung und einen Anstieg der Lebensqualität: Für viele Menschen entstehen neue Chancen auf Bildung, Arbeit und Mobilität.?Gleichzeitig gelingt es Tito mit seiner "Bewegung der Blockfreien", Jugoslawien innerhalb eines "Dritten Blocks" zwischen Ost, hauptsächlich mit Staaten des globalen Südens, als ein Land mit internationaler Relevanz zu etablieren. Tito verkörpert für viele Menschen Stabilität und gilt als Symbolfigur für die Idee des vereinten Jugoslawiens. Hinter diesem Bild beginnt der Vielvölkerstaat jedoch bereits in den 60ern auseinanderzudriften.
Jugoslawien hat mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Die Unterschiede in der Wirtschaftskraft der Teilrepubliken sind ein Keim der Unzufriedenheit - und der Wunsch nach Dezentralisierung des zentralistischen Systems wird lauter. Tito, nun Präsident auf Lebenszeit, ist nicht in der Lage, die Spannungen zu lösen. Erstmals erlebt das Land Proteste - von Studierenden, später auch von Reformbewegungen innerhalb der Partei - aber sie erzielen keine nachhaltigen Veränderungen. Immer mehr Menschen gehen als Gastarbeiter und Gastarbeiterinnen ins Ausland. Titos Tod im Jahr 1980 versetzt das Land in einen Schockzustand.
Die Doyenne der heimischen Kabarettszene zeigt sowohl Wandlungsfähigkeit als auch Sangeskunst und liefert wieder ein Pointenfeuerwerk. Höhepunkt: die verbotene Weinbauernmafia begehrt gegen die legalisierte Hanfstaude auf! Schmidinger at her best!
Sie war eine der ersten Frauen auf der heimischen Kabarettbühnen und auch als Schauspielerin hat sie Legendenstatus - und jetzt feiert Dolores Schmidinger ihren 80. Geburtstag. Grund genug, dass die "Dolly" ihr Leben in der ORF-III-Neuproduktion Revue passieren lässt. Nach ihren ersten Engagements in Gerhard Bronners "Neues Theater am Kärntnertor" trat sie bereits in zahlreichen Kabarettsendungen im Fernsehen auf. 1965 wurde sie ans Volkstheater engagiert. Mit ihrem Liedprogramm "Gurken haben keine Tränen" feierte sie 1977 ihre ersten großen Erfolge. Das erste eigenen Kabarettprogramm "Immer bins i!" folgte 1988. Ein breites Publikum erreichte sie durch ihre zahlreichen Auftritte in Film und Fernsehen, u.a. in "Kaisermühlen Blues" oder "Ein echter Wiener geht nicht unter".