Supervulkan Yellowstone - Amerikas tickende Zeitbombe
F 2024
45'
Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch des Supervulkans Yellowstone in den USA? Unter der Erdkruste schlummert eine riesige Magmakammer. Eine Eruption hätte katastrophale Folgen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Mithilfe moderner Messtechniken wollen Forschende die Frühwarnzeichen des Vulkans deuten, Vorgänge im Erdinneren verstehen und einen Ausbruch vorhersagen. So könnten betroffene Gebiete rechtzeitig evakuiert werden. Der Yellowstone Nationalpark bietet seinen Besuchern eine atemberaubende Landschaft. Besonders beeindruckend: die Geysire und die heißen Quellen. Oberirdische Zeichen dessen, was sich unterhalb des Parks abspielt. Denn das bei Touristen und Abenteuerurlaubern beliebte Reiseziel sitzt auf einer gigantischen Magmakammer. Der Yellowstone wird daher auch als Supervulkan bezeichnet. In den vergangenen 2,1 Millionen Jahren ist er dreimal ausgebrochen, das letzte Mal vor rund 600.000 Jahren, und es könnte - gemessen an den Zeiträumen - bald wieder so weit sein. Geologinnen und Geologen fragen sich, ob, wann und vor allem wie dieser Supervulkan ausbrechen wird - und welche Konsequenzen eine Eruption für die Menschheit hätte.
Ein Supervulkan rumort bei Neapel. Ein Ausbruch hätte katastrophale Folgen für ganz Europa. Einige Forschende warnen bereits. Wie kurz stehen wir vor dem Inferno? Harald Lesch reist zu den Phlegräischen Feldern, einem unterirdischen Vulkansystem, um sich ein Bild zu machen: Wie verlässlich sind die Vorhersagen der Wissenschaftler, und welche Vorbereitungen werden bereits getroffen, um gegen die Katastrophe gewappnet zu sein? Lavaströme, die alles unter sich vernichten, riesige Explosionswolken aus Asche, Gas und Gesteinspartikeln verdunkeln den Himmel und breiten sich in rasender Geschwindigkeit aus - so könnte ein Szenario im Falle eines Ausbruchs des Supervulkans aussehen. Die Konsequenzen für Europa wären verheerend. Nach den größten Eruptionen in der Geschichte der Phlegräischen Felder vor 40.000 Jahren zogen Aschewolken bis nach Mitteleuropa und beeinflussten über Jahre das Klima und die Vegetation. Spätestens seit dem berühmten Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus und dem Untergang von Pompeji sind die Gefahren durch Vulkanausbrüche tief in der Psyche der dort lebenden Menschen verankert. In der Bucht von Neapel wurde schon vor über 200 Jahren das erste Vulkanforschungsobservatorium der Welt gegründet. Heute werden der Vesuv und die in direkter Nachbarschaft gelegenen Phlegräischen Felder vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie ganzjährig rund um die Uhr überwacht. Für den Ernstfall steht ein rotes Telefon bereit, mit dem das Signal zur Evakuierung gegeben wird. Allein im Kernbereich direkt über dem Supervulkan leben mehr als 300.000 Menschen. Harald Lesch fragt Forschende, warum es so schwierig ist, genaue Vorhersagen über den Ausbruch des Supervulkans zu treffen, und spricht mit Menschen, die ein Leben auf dem Vulkan führen. Wie groß ist die Gefahr wirklich?
Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1767 bis 1769 als erster Franzose die Welt. Sein Bericht über die Inseln des Pazifik begründen den "Mythos Tahiti". Wie entstand diese Idee vom Paradies auf Erden, von freier Liebe und einem Leben im Einklang mit der Natur? Die Dokumentation folgt den Stationen der Expedition und ihren schillernden Akteuren: Denn ihre Reise sollte auch Europa für immer verändern. An Originalschauplätzen in Paris, Brasilien und auf Tahiti hat das "Terra X"-Team diese Dokumentation gedreht. Der Anlass dazu war das 250. Jubiläum der Seereise von Louis Antoine de Bougainville. Das Personal war interessant und temperamentvoll: Neben dem Kapitän reisten der wohlhabende Lebemann Prinz von Nassau sowie Jeanne Baret mit. In Männerkleidung stellte sie an der Seite des Botanikers Philibert Commerson pflanzenkundliche Forschungen an. Ihre Mitbringsel von der anderen Seite der Erde zieren heute nahezu jeden Garten: Hortensie und Bougainvillea. Wie gelang es ihr, unerkannt als erste Frau um die Welt zu segeln? Warum war die Erkundung der Natur- und Pflanzenwelt den Leitern dieser Expedition so wichtig? Bougainvilles Schiffe drangen an Orte vor, die kein Europäer zuvor gesehen hatte. Tahiti war kurz vorher von den Engländern "entdeckt" worden - doch da gab es auf beiden Seiten nur Unverständnis und Aggression. Bougainville dagegen sah die Menschen und die Kultur Tahitis mit den interessierten Augen eines Forschers. Er erkundete die Sitten und Lebensgewohnheiten der Menschen, erzählte in seinem Bericht von erotischer Freizügigkeit und bewunderte das harmonische Zusammenleben der Gastgeber. Sein Su?dsee-Report inspirierte Philosophen und Künstler zu Abhandlungen über sexuelle Freiheiten, den "Edlen Wilden" und die menschliche Gesellschaft im Naturzustand. Und es beflügelte Maler wie Paul Gauguin zur Flucht ins vermeintliche Paradies und zu ikonischen Meisterwerken. Der "Mythos Südsee" war geboren - und hält bis heute an. Aber was steckt wirklich dahinter? Die Dokumentation folgt den Stationen dieser Expedition, die am Vorabend der Französischen Revolution Europa für immer verändern sollte.
Zeit ist die einzige physikalische Größe, die nur eine Richtung kennt. Aber anders als Uhren, die immer gleiche Einheiten anzeigen, empfinden Menschen das Vergehen der Zeit unterschiedlich. Jahrtausendelang lebten die Menschen nach den Zyklen der Natur. Das änderte sich erst im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung mit dem Beginn der bis heute üblichen Datierung. Harald Lesch beleuchtet Wendepunkte der Zeit. Für unsere Vorfahren waren es vor allem durch Jahreszeiten hervorgerufene Veränderungen, die das Maß der Zeit bestimmten. Frühe Hochkulturen wie Ägypten, Sumer und Babylon unterteilten das Jahr bereits in Monate, die sich nach dem Mond richteten. Da das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, hängten die Ägypter fünf Extratage an, sodass ihr Jahr 365 Tage hatte - immer noch einen Vierteltag zu kurz im Vergleich zum Sonnenjahr. Im 3. Jahrhundert vor Christus führten die Ägypter deshalb Schaltjahre ein, die Julius Cäsar bei seiner großen Kalenderreform im Jahr 45 vor Christus für das Römische Reich übernahm. In China, im Observatorium von Taosi in der chinesischen Provinz Shanxi, bestimmte man den bestmöglichen Zeitpunkt der Aussaat schon vor 4100 Jahren durch Beobachtung des Sonnenaufgangs zwischen fächerförmigen Stelen. Die langsame Loslösung der Zeit von natürlichen Zyklen begann in Europa im 6. Jahrhundert. Um das Jahr 525 rechnete der Mönch Dionysius Exiguus das Geburtsjahr Christi aus und leitete damit die bis heute gültige lineare Zeitrechnung ein. Damit begann aber auch - zunächst unbewusst - die Säkularisierung der Zeit. Sie wurde zunehmend als "Wirtschaftsgut" wahrgenommen und entsprechend verrechnet. Aber es sollte noch mehr als ein halbes Jahrtausend vergehen, bis mechanische Uhren das Regiment über die Zeit übernahmen. Seitdem hat sich unser Verhältnis zur Zeit radikal geändert. Und das gilt auch für unser Verständnis der planetaren Vergangenheit. Bis weit ins 17. Jahrhundert hinein ging man davon aus, dass die Welt nur wenige Jahrtausende alt ist. Im Jahr 1650 errechnete der irische Theologe James Ussher anhand der Bibel den genauen Schöpfungstag auf den 23. Oktober 4004 vor Christus. Doch bereits zeitgenössische Wissenschaftler zweifelten daran und stellten neue Theorien auf. Mit ihren Berechnungen blieben sie aber alle weit hinter dem tatsächlichen Alter unseres Planeten zurück, das erst durch die Mondlandung im 20. Jahrhundert sicher festgelegt werden konnte.
Uhren bestimmen unseren Alltag. Sie unterteilen Tage in immer gleiche Abschnitte, unabhängig davon, wie wir die Zeit individuell wahrnehmen. Das hat Auswirkungen auf uns und die Umwelt. Im Laufe der Jahrtausende haben wir immer bessere Methoden der Zeitmessung entwickelt. Dabei sollten wir eher darauf achten, wie wir unsere Zeit am besten nutzen. Denn Zeit und Glück hängen miteinander zusammen, wie eine Studie der Universität Harvard beweist. Jeder Mensch verfügt über eine innere Uhr. Sie bestimmt, wann wir einschlafen und wann wir aufwachen. Doch mit der fortschreitenden Technisierung der Welt und den immer genaueren Zeitmessern, die unseren Lebensrhythmus bestimmen, schenken wir unseren inneren Uhren immer weniger Aufmerksamkeit. Schon die frühen Hochkulturen erfanden Zeitmesser. Diese waren sogenannte Elementaruhren, die sich der natürlichen Elemente bedienten. Sonnenuhren teilten den Tag in zwölf Einheiten, sogenannte Wasseruhren die Nacht. Jahrtausendelang richtete sich das Leben nach dem Auf- und Untergang der Sonne. Auch der menschliche Körper ist darauf eingestellt. Der sogenannte zirkadiane Rhythmus bestimmt, wann wir müde oder hungrig sind, steuert unsere Herzfrequenz, den Stoffwechsel, den Hormonspiegel, die Körpertemperatur und sogar unsere geistige Leistungsfähigkeit. Störungen dieses Rhythmus haben weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesundheit, wie wissenschaftliche Studien zeigen. Mit der Einführung von festen Gebetszeiten im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung durch den Mönch Benedikt von Nursia erhielten Tag und Nacht eine neue Einteilung. Später hielt die klösterliche Ordnung, dank Erfindung mechanischer Uhren, auch in den Städten Einzug. Zeit wurde nun nicht mehr nach Tagen, sondern nach Stunden berechnet, was Auswirkungen auf die Arbeitswelt hatte. Die immer präzisere Zeitmessung - ausgehend von Klöstern - führte zu einem immer stärker reglementierten Arbeitstag, um das Funktionieren unseres Wirtschaftssystems zu gewährleisten. Eine einheitlich für die ganze Welt geregelte Zeit wurde aber erst 1884 festgelegt, nachdem es zu unzähligen schweren Unfällen bei Eisenbahnen gekommen war, weil Uhren bis dahin jeweils durch lokale Sonnenuhren justiert wurden und auf Strecken, die Ost und West miteinander verbanden, entsprechend unterschiedlich gingen. Noch wichtiger aber ist der Zusammenhang zwischen Zeit und Glück, den eine seit mehr als acht Jahrzehnten laufende wissenschaftliche Studie der Harvard-Universität zeigt. Sie belegt eindrucksvoll, dass nicht Geld, sondern Beziehungen uns glücklicher machen.
Warum glauben Menschen? Welche Götter schufen die frühen Weltbewohner? Auf den Spuren der großen Religionen sucht Christopher Clark Antworten auf diese elementaren Fragen des Menschseins. Der Historiker will verstehen, warum die Menschen der Frühzeit schon Sinnsucher waren. Über die Steinzeit, das frühe Ägypten, den Hinduismus und den Buddhismus mündet die Reise mit dem Judentum und Christentum im Glauben an den einen Gott. Auf Reisen nach Afrika, Nahost und Asien besucht Christopher Clark Gläubige, Religionsgelehrte und Kultstätten. Er gewinnt tiefe Einblicke in die Religion der Pharaonen, der Hindus und Buddhisten. Fachleute wie der Archäologe Hermann Parzinger unterstützen seine Suche. Und er ahnt, dass die Konzentration auf einen einzigen Gott auch mit weltlicher Macht zu tun hat. Mit dem Homo sapiens, dem modernen Menschen, kommt plötzlich die Kunst in die Welt - wunderbare Höhlenmalereien, später auch geschnitzte weibliche Figuren oder der Löwenmensch, ein Mischwesen, halb Mensch halb Tier. Es finden sich auch erste Spuren von Bestattungen. Dies weist auf erste Glaubenssysteme der Menschheit hin. Beides, das Kunstschaffen und die Rituale, waren für die frühen Menschengruppen und ihren Erfolg grundlegend. Christopher Clark entdeckt erste Kultstätten wie Göbekli Tepe in der Türkei, wo rauschende Feste gefeiert wurden, und das englische Stonehenge, ein Ort geheimer Rituale. Noch bei den frühen Ägyptern findet sich die magische Beziehung zu Tieren in ihrem "Götterhimmel". Viele Götter tragen Tierköpfe und verkörpern so besondere Eigenschaften. Doch auch die Pharaonen werden als Götter verehrt. Am Grab eines ägyptischen Gottkönigs und im Tempel von Karnak findet Christopher Clark viele Hinweise auf das Glaubenssystem. In den Induskulturen Asiens entstanden hoch entwickelte Städte und Kulte, die sich mit den Vorstellungen halbnomadischer Einwanderer mischten. In dieser Zeit erschienen die Veden, eine Sammlung religiöser Texte und Gesänge, die die Grundlage des Hinduismus bilden. So ist der Hinduismus eine religiöse Mischform. Im farbenfrohen Holi-Fest zeigt sich das sinnbildlich. Es steht exemplarisch für die Konkurrenz unter den vielen hinduistischen Göttern und für Fruchtbarkeitsriten. Ein heiliger Mann zeigt dem Moderator in Rishikesh und in der indischen Bergwelt, wie er sein einfaches Leben bestreitet. Im Buddhismus, der im engen Austausch mit dem Hinduismus entstand, geht es allerdings ganz ohne Gott. Nach dem buddhistischen Glauben kann der Einzelne nur durch Selbsterkenntnis zur Erlösung gelangen - eine rationale Religion ohne Dogmen. Christopher Clark besucht buddhistische Stätten in Kambodscha, Laos und Japan. In Deutschland unterhält er sich mit europäischen Buddhisten. Mit dem Judentum kommt die erste "Buchreligion" in die Welt. Zwar sind die Schriften grundlegend für das Judentum, aber ihre ewigen Wahrheiten können von der Vernunft jedes Menschen erkannt werden. Es gibt keine Offenbarungen, die als verpflichtend geglaubt werden müssen, wie dies im Christentum der Fall ist. Christopher Clark spürt in Jerusalem und am Sinai den Wurzeln der beiden Religionen nach. In Äthiopien findet er in der dortigen orthodoxen Kirche unverfälschtes Frühchristentum und lebendige Glaubensgemeinschaften.
Ein Gott für alle? - Warum d. Glaube an einen einzigen Gott?
D 2024
60'
Warum war das Christentum so erfolgreich? Sah sich der Islam schon immer als Konkurrenz? Christopher Clark spürt den Anfängen der großen Religionen und ihrem Drang nach Eroberung nach. Er sucht die Verknüpfung von Religion und Macht. Dem Christentum gelang diese Verbindung zum Zweck der Expansion, auch der Islam setzte früh auf Eroberung. Clark bereist Südamerika und Afrika, wo der christliche Kolonialismus ein Nachleben hat. Sowohl im Christentum als auch im Islam gibt es wichtige Parallelen. Nach Kaiser Konstantin entwickelt sich das Gottesgnadentum weltlicher Herrscher im Westen. Im Islam führen die wichtigen Herrscherfamilien ihre Verwandtschaft mit dem Propheten Mohammed ins Feld, die Kalifate entstehen. Dem Propheten Mohammed wurde der Koran von Allah im frühen 7. Jahrhundert offenbart - die heilige Schrift des Islam ist widersprüchlich, wie die Schriften des Christentums und des Judentums auch. Es gibt Textstellen, die Gewalt bejahen, und andere, die zum Frieden aufrufen. Es ist auffällig, dass die Texte der monotheistischen Religionen Themen wie Gewalt, Hass und Sünde eine besondere Bedeutung geben. Auch dies haben Judentum, Christentum und Islam gemeinsam: Große Nähe erzeugt oft großen Hass. Das christliche Mittelalter ist geprägt von sieben Kreuzzügen ins Heilige Land. Zankapfel war immer Jerusalem - jede der beteiligten Religionen wollte Zugang zu dieser Stadt. Das ist auch heute noch so. Im frühen 8. Jahrhundert hatte der Islam seinen Machtbereich ausgebreitet. In Jerusalem, Kairo, Córdoba, Fès und Istanbul finden sich Spuren dafür. In Westeuropa auf der Iberischen Halbinsel bricht das Zeitalter von "Al-Andalus" an. Die Bevölkerung muss nicht zwingend zum Islam übertreten, doch die Anzahl der Muslime und assimilierten Christen wächst über die Zeit stark an. Die kulturelle Blüte dieser Phase ermöglicht auch ein Florieren der Wissenschaften - doch eigentlich herrscht ständig Krieg. Für die Juden ist die Lage in dieser Zeit besonders schwierig, wie Christopher Clark in Córdoba erfährt. Kaum haben die Christen die Muslime aus Spanien wieder verdrängt, starten die ersten Eroberungsfahrten der christlichen Seefahrt auf der Suche nach Gold und Gewürzen in Asien. Zwar landet Kolumbus statt in Indien in Mittelamerika, doch der Ausbeutung sind nun Tür und Tor geöffnet. Auch Missionare bereisen die neu entdeckten Länder. Für die Ureinwohner Südamerikas beginnt eine unglaubliche Leidenszeit. Doch es gibt auch Versuche, die Indigenen zu schützen - vorausgesetzt, sie werden Christen. Christopher Clark erkundet Missionsstationen in Argentinien und Brasilien. In Afrika verbreitet sich das Christentum noch heute weiter. In Uganda wachsen die evangelikalen Bewegungen besonders stark. Auf den Straßen predigen Kinder, selbst ernannte Apostel verkünden in riesigen Open-Air-Gottesdiensten die frohe Botschaft. Das Bedürfnis nach Spiritualität erscheint ungebrochen.
Gott und die Mächtigen - Wie verändern Religionen die Welt?
D 2024
60'
Warum eignet sich Religion immer noch als Legitimation für Kriege? Christopher Clark untersucht die politische Rolle der Religionen, aber auch die immerwährende Suche nach Spiritualität. Er studiert die Geschichte der Reformatoren, Religionskritiker und des religiösen Fundamentalismus. Das Spirituelle bietet auch immer wieder Antworten auf die Fragen der Menschen. Im Dialog der Religionen liegt die Hoffnung auf Frieden. Durch die Reformation zerbricht die Einheit der Christen in Europa. Eine Folge ist der Dreißigjährige Krieg, der bis zu sechs Millionen Menschen das Leben kostet. Dann kommt der große Angriff auf die Autoritäten des absoluten Staates in Frankreich - auch auf die Kirche. Philosophen und Schriftsteller formieren sich, die Aufklärung beginnt. Während der Französischen Revolution werden auch Geistliche hingerichtet. Christopher Clark begibt sich in Paris auf die Spuren der Grande Nation und ihrer Haltung zur Religion. Aber der Glaube lässt sich nicht ausrotten. Er bleibt sinnstiftende Quelle des Trostes im Alltag. Später, für Karl Marx, wird er zum "Opium fürs Volk". Lenin und Stalin bekämpfen die Religion, ersetzen sie aber durch profane Feste und durch eine Art Heiligenverehrung von Helden des Kommunismus. Heute nutzt der russische Staat die Kirche als Bühne für Nationalismus und lässt Soldaten segnen, die in den Ukrainekrieg ziehen. Auch in den USA ist der Fundamentalismus der Evangelikalen eine Triebfeder des radikalen Nationalismus wie Donald Trump ihn propagiert. Beim Sturm auf das Kapitol 2021 spielten christliche Symbole eine wichtige Rolle. Was der religiöse Fundamentalismus, ganz gleich in welcher Religion, anrichten kann, zeigt sich auch im Islam. Das Ziel des Islamismus ist die Errichtung eines islamischen "Gottesstaates". Dabei sind die Islamisten oft kaum interessiert an den reichen und vielfältigen Traditionen der islamischen Lehre. Sie wenden sich sogar vom Wissensstand der alten Religionsschulen der islamischen Welt ab und hin zu einer medial höchst wirksamen Propaganda, in der die Theologie auf Kampfbegriffe reduziert wird, um Gewalt und Terror zu rechtfertigen. Aber hat die Gewaltbereitschaft mancher Islamisten den Ursprung in der Religion? Die wahre Ursache liegt eher in politischen Konflikten, die weit zurückreichen. Dem Spannungsgeflecht zwischen Politik und Religion begegnet Christopher Clark in der Geschichte der Religionen immer wieder. Bei all der Gewalt, die bis heute durch sie ausgelöst wird, könnte man zu dem Schluss kommen, die Religionen seien ein ewiges Hindernis auf dem Weg zum Frieden. Aber jede Religion birgt in sich eine Vision des Friedens. Es hat in der Geschichte der Menschheit ganze Epochen gegeben, in denen die Anhänger verschiedener Religionen als gute Nachbarn zusammenlebten. Und heute gibt es wieder entsprechende Initiativen, wie das "House of One"-Projekt in Berlin. Das Spirituelle in der Welt, gleich welcher Spielart, bietet immer wieder Antworten auf die Orientierungslosigkeit der Menschen, die sich in einer fragmentierten und zunehmend bedrohten Welt immer mehr verunsichert fühlen. Christopher Clark spricht mit den Initiatoren des Projekts, einem Imam, einem Rabbi und einem Pfarrer.
Die Kapverden westlich von Afrika sind dünn besiedelte Vulkaninseln, unter denen ein Hotspot brodelt. Ihre Bewohner trotzen den Steilhängen kleine Felder ab und bauen Häuser aus Vulkangestein. Der Film unternimmt eine Schiffsreise zu den abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten der Inselgruppe und führt von landschaftlichen Highlights wie dem aktiven Vulkan Pico do Fogo bis in Städte wie Mindelo - kulturelles Zentrum des Landes mit vielen jungen Musikern. Die Reihe "Im Land der Feuerberge" zeigt vier vulkanisch besonders aktive Regionen unseres Planeten. Neben ursprünglichen Landschaften und faszinierenden Feuerbergen steht auch das Leben der Menschen im Fokus. Atemberaubende Naturschönheit findet sich an allen Schauplätzen der Reihe - Island, Zentralamerika, Indonesien und die Kapverdischen Inseln. Trotz des Risikos von Erbeben und Eruptionen prägen die Vulkane Kultur und Lebensart ganzer Völker auf sehr unterschiedliche Weise.
Kein Land Europas ist vulkanisch so aktiv wie Island, das auf der Nahtstelle zweier Kontinentalplatten liegt. Aber die Isländer lieben ihre Vulkane und nutzen die Energie aus dem Erdinneren. Wissenschaftler beobachten Islands 32 aktive Vulkane sehr genau, etwa alle fünf Jahre kommt es zu einem größeren Ausbruch. Doch es ist gerade der Vulkanismus, der Islands Schönheit schuf - von Geysiren und heißen Quellen bis zu den schroffen Felsklippen der Ufer. Die Reihe "Im Land der Feuerberge" zeigt vier vulkanisch besonders aktive Regionen unseres Planeten. Neben ursprünglichen Landschaften und faszinierenden Feuerbergen steht auch das Leben der Menschen im Fokus. Atemberaubende Naturschönheit findet sich an allen Schauplätzen der Reihe - Island, Zentralamerika, Indonesien und die Kapverdischen Inseln. Trotz des Risikos von Erbeben und Eruptionen prägen die Vulkane Kultur und Lebensart ganzer Völker auf sehr unterschiedliche Weise.
Der Film stellt die indonesischen Inseln Bali, Java und Lombok mit ihren berühmten und berüchtigten Vulkanen vor und zeigt, wie die Einwohner mit der ständigen Gefahr leben. Wegen seiner 127 aktiven Vulkane, von denen viele besonders explosiv sind, zählen Eruptionen in Indonesien fast zum Alltag. Dennoch ist das Land dicht besiedelt. Viele Menschen pflegen eine religiöse Beziehung zu den Feuerbergen, die sie mit Opfergaben "besänftigen". Die Reihe "Im Land der Feuerberge" zeigt vier vulkanisch besonders aktive Regionen unseres Planeten. Neben ursprünglichen Landschaften und faszinierenden Feuerbergen steht auch das Leben der Menschen im Fokus. Atemberaubende Naturschönheit findet sich an allen Schauplätzen der Reihe - Island, Zentralamerika, Indonesien und die Kapverdischen Inseln. Trotz des Risikos von Erbeben und Eruptionen prägen die Vulkane Kultur und Lebensart ganzer Völker auf sehr unterschiedliche Weise.
Die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika liegt auf dem Pazifischen Feuerring und wimmelt von aktiven Vulkanen. Oft verwüsten Ausbrüche das Land, doch es wird schnell wieder fruchtbar. Die Reise führt entlang Mittelamerikas Westküste. Von Guatemala nach Panama bis zur unbewohnten Kokos-Insel. Der Film zeigt die großartige Naturschönheit der Region, erklärt ihre Ursprünge und besucht Menschen, die buchstäblich auf dem Vulkan leben. Die Reihe "Im Land der Feuerberge" zeigt vier vulkanisch besonders aktive Regionen unseres Planeten. Neben ursprünglichen Landschaften und faszinierenden Feuerbergen steht auch das Leben der Menschen im Fokus. Atemberaubende Naturschönheit findet sich an allen Schauplätzen der Reihe - Island, Zentralamerika, Indonesien und die Kapverdischen Inseln. Trotz des Risikos von Erbeben und Eruptionen prägen die Vulkane Kultur und Lebensart ganzer Völker auf sehr unterschiedliche Weise.
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In "Terra X: Rätselhafte Phänomene" begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Da tun sich Erdlöcher plötzlich auf, Schiffe versinken auf ruhiger See, und ein Vulkan scheint blaue Lava zu speien. Im Internet kursieren Bilder von unheimlichen Naturschauspielen. Sie werfen die Frage auf: Was ist echt, und was ist Fake? In dieser Folge ist Dirk Steffens sowohl in den USA als auch in Schottland und in Indonesien unterwegs. In Nordamerika stößt er dabei auf die sogenannten Sinkholes, Erdlöcher. Vor allem im Urlaubsparadies Florida reißt immer wieder vollkommen unerwartet die Erde auf, und metertiefe Löcher und Krater entstehen. Es gibt dort eine regelrechte "Sinkhole Alley" - die "Erdloch-Allee". Allerdings sind auch andere Länder nicht vor solchen Überraschungen gefeit. In Thüringen etwa gibt es 10.000 solcher Sinkholes. Zusammen mit Wissenschaftlern erklärt Dirk Steffens das Georisiko "Karstboden" und zeigt an anderen Orten der Welt, wie schön manche Erdfälle sein können. Manchmal spielt bei der Entstehung von Erdlöchern und Kratern auch das facettenreiche Gas Methan eine Rolle. Methan ist für viele geheimnisvolle Phänomene auf der Welt verantwortlich. Dirk Steffens zeigt auf, wie das Gas entsteht, und erklärt manche rätselhafte Methan-Erscheinung wie etwa die sagenumwobenen Irrlichter. In Indonesien erlebt Dirk Steffens am Ende seiner Expedition sein blaues Wunder. Auf Java, einer der Hauptinseln, reiht sich ein Vulkan an den anderen. Einer der 38 Feuerberge birgt ein leuchtendes Geheimnis. Erst bei Dunkelheit wird es sichtbar. Für "Terra X" verbringt Dirk Steffens die Nacht auf dem Vulkan und zeigt, wie auch hier die Gesetze der Natur faszinierende Phänomene entstehen lassen.
Die Natur steckt voller seltsamer und faszinierender Erscheinungen. In "Terra X: Rätselhafte Phänomene" begibt sich Dirk Steffens auf die Suche nach Erklärungen. Alte Landkarten verzeichnen vor der Küste Siziliens eine Insel, von der heute nichts mehr zu sehen ist. Vor der Küste Japans scheinen Relikte einer uralten Zivilisation zu liegen, und in der Wüste Nevadas wandern Steine. Die Erde wird seit Jahrmillionen von den Kräften der Natur geformt. Dabei entstehen fantastische Landschaften und rätselhafte Phänomene: Canyons, die von unglaublicher Schönheit, aber auch voller Gefahren sind, Berge, die urplötzlich mitten im Meer entstehen, oder geschmolzenes Gestein, das erstaunlich regelmäßige Strukturen annimmt. Für "Terra X" erkundet Dirk Steffens weltweit Phänomene, die auf den ersten Blick kaum zu erklären sind. Was hat Basalt zum Beispiel mit Schneeflocken und Bienenwaben zu tun, oder wie entsteht das geheimnisvolle Leuchtfeuer des Nordlichts?
Monsterwellen sind gefürchtet. Manche entstehen wie aus dem Nichts, andere schlagen regelmäßig auf den Strand. Dirk Steffens begibt sich wieder auf die Spur der "Rätselhaften Phänomene". Wie ein Motor halten Naturgesetze das Leben auf der Erde am Laufen. Sie bestimmen, wann und wo der Wind weht, statten zarte Pflanzen und Tiere mit scheinbar übernatürlichen Kräften aus, sodass sie Steine sprengen und scheinbar mühelos weite Strecken überwinden. Ein kleiner Streifen Küste in Portugal bei der Stadt Nazaré hat sich zum Hotspot der internationalen Surfer-Szene entwickelt. Warum schlägt "das Biest", wie die Monsterwellen von den Einheimischen genannt werden, gerade hier auf den Strand, und welches Naturphänomen verbirgt sich hinter den Wellen, die auf hoher See schon so manchem Schiff zum Verhängnis wurden? Ohne Winde, die sich erstaunlich regelmäßig rund um den Erdball bilden, wären viele rätselhafte Phänomene kaum möglich. Dank ihrer Hilfe können sich zum Beispiel einige Pflanzensamen in die Luft erheben und verbreiten. Für manche Menschen eher erschreckend ist dagegen die Vorstellung, dass vielleicht auch Spinnen fliegen können. Erwünscht dagegen ist das Wissen darüber, warum manche Tiere scheinbar endlos leben. Diesen und anderen rätselhaften Phänomenen ist Dirk Steffens auf der Spur.
Auch in der zweiten Staffel "Terra X - Rätselhafte Phänomene" stellt Dirk Steffens wieder weltweit ungewöhnliche Naturphänomene und die dahinter wirkenden Naturgesetze vor. Lange waren Diamanten kostbare Zufallsfunde. In Afrika soll ein Baum wachsen, der Diamantenvorkommen verrät. Aber auch untereinander geben Pflanzen geheimnisvolle Botschaften weiter. Dirk Steffens versucht, sie wissenschaftlich zu ergründen. In der Folge "Diamantenfieber und sprechende Pflanzen" ist Dirk Steffens in den Niederlanden, Afrika, Deutschland, Norwegen und Ägypten auf der Spur ungewöhnlicher Naturphänomene. In Afrika wächst ein Baum, der angeblich verraten soll, wo sich Diamantenvorkommen befinden. Bevor sich Dirk Steffens vor Ort auf die Suche macht, begibt er sich in die aufregende Welt der Diamanten. Die Dokumentation zeigt die Entstehungsgeschichte der edlen Steine, die zwar nur aus kristallisiertem Kohlenstoff bestehen, aber seit Jahrhunderten ein Millionengeschäft bedeuten. Pflanzen, wie der geheimnisvolle Diamantenbaum, können uns Menschen Botschaften über ihren Zustand und ihre Umgebung übermitteln, sie kommunizieren aber auch untereinander. Wie sie das tun, erforschen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts in Jena. Auch das Element Wasser bringt in der Atmosphäre beeindruckende Phänomene hervor: An einem See im Norden von Venezuela gewittert es an bis zu 240 Tagen im Jahr - teilweise zehn Stunden lang mit durchschnittlich 50 Blitzen pro Minute. Ein anderes Gewitterphänomen gibt ebenfalls Rätsel auf: der sagenumwobene Kugelblitz. Bis heute versuchen Forscher, die viel beschriebene Erscheinung wissenschaftlich zu erfassen. In Norwegen und Ägypten zieht es Dirk Steffens auf und ins Wasser. Während er sich in Norwegen im Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströmungen der Welt, durch die spannende Physik hochgefährlicher Strudel kämpft, locken Dirk Steffens am Roten Meer frei lebende Delfine in ihre Welt. Zusammen mit der Delfin-Forscherin Angela Ziltener untersucht Dirk Steffens die Frage, ob Delfine tatsächlich bewusst Menschen retten - und kommt zu neuen Erkenntnissen. Das faszinierende Netzwerk der Natur wird mit beeindruckenden Landschafts- und Tieraufnahmen sowie aufwendigen Animationen in Szene gesetzt und von Dirk Steffens anschaulich erklärt.
Ein abgelegenes Tal im Süden Chiles: Dort macht ein Forscherteam eine erstaunliche Entdeckung - die Fossilien eines Dinosauriers. Sein ungewöhnliches Aussehen erstaunt die Paläontologen. Die feinen Sedimente des ehemaligen Flussdeltas haben das Skelett hervorragend erhalten. Fast alle Knochen können geborgen werden. Besonders auffällig ist der versteifte Schwanz mit keulenartiger Spitze - ein Merkmal von Panzersauriern. Das Gebiet des heutigen Südchile löste sich in der Kreidezeit vom Großkontinent Gondwana ab. Bisher wurden dort kaum Spuren gepanzerter Saurier gefunden. Fossilien von Sauriern mit Schwanzwaffen, wie dem Stegosaurus mit Stachelpaaren an der Schwanzspitze oder dem Ankylosaurus mit seiner Schwanzkeule, stammen meist aus der nördlichen Hemisphäre. Angesichts des keulenförmigen Schwanzendes glauben die Wissenschaftler, einen bisher unbekannten Ankylosaurier vor sich zu haben. Die Waffe des kleinen Sauriers gleicht eher einem Paddel oder einem Macuahuitl der Azteken, einem flachen Holzschwert, das mit Obsidianklingen versehen ist. Doch dann fällt den Wissenschaftlern an dem über 70 Millionen Jahre alten Skelett etwas Verblüffendes auf: Es weist auch Merkmale des Stegosauriers auf, einer weit älteren Dinosaurierart, die bereits gegen Ende der Kreidezeit ausgestorben ist. Könnte dieses Fossil aus Chile eine Übergangsform zwischen Stegosauriern und Ankylosauriern gewesen sein? In der Dokumentation von ZDFinfo geben Paläontologinnen und Paläontologen spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichten über die neuesten Forschungsergebnisse. Vor Millionen Jahren bevölkern Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschen, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Das Wollnashorn - ein Gigant der Eiszeit. In einer Höhle im südenglischen Somerset findet ein Team von Paläontologen Hinweise darauf, warum dieses eindrucksvolle Tier ausgestorben ist. Einst bevölkern sie die Kältesteppen ganz Nordeuropas. Als die Nahrung knapp wird, ziehen sich die Wollnashörner nach Sibirien zurück. Doch vor 11.500 Jahren sind die riesigen Tiere auch in ihrem letzten Rückzugsbereich dem Untergang geweiht. Experten aus aller Welt sind auf der Suche nach Antworten, warum das Wollnashorn ausgestorben ist. Den riesigen Pflanzenfressern, denen Kälte und natürliche Feinde kaum etwas anhaben können, setzen letztlich verschiedene Umstände zu - insbesondere jedoch der Klimawandel und die Ausbreitung des Menschen. Dies betrifft auch zahlreiche andere Vertreter der Megafauna in der Eiszeit, allen voran das Mammut und die Säbelzahnkatze. Neueste Forschungen werfen ein neues Licht auf diese Phase der Erdgeschichte und widerlegen etliche Mythen über das Leben der Tiere während der letzten Kaltzeit auf der Erde. In der Dokumentation von ZDFinfo geben Paläontologinnen und Paläontologen spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichten über die neuesten Forschungsergebnisse. Vor Millionen Jahren bevölkern Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschen, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Vor Millionen von Jahren dominieren Dinosaurier die Erde. Ihre große Artenvielfalt zeugt von erfolgreicher Evolution. An der Spitze der Nahrungskette stehen lange Zeit die Spinosaurier. Gigantische Raubsaurier, die bis zu 18 Meter lang und neun Tonnen schwer sind. Sie beeindrucken aber nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch bis dahin einzigartige anatomische Merkmale: einen krokodilartigen Schädel und ein markantes Rückensegel. Als Paläontologen 1912 in Ägypten die Knochen einer bislang unbekannten Dinosaurierart entdecken, fällt ihnen der ungewöhnliche Körperbau auf. Am Rücken des etwa 110 Millionen Jahre alten Tieres befinden sich lange Dornfortsätze, die das für diese Sauriergattung typische Hautsegel stützen. Weitere anatomische Merkmale wie der schmale Schädel, die spitzen, kegelförmigen Zähne und der lange, abgeflachte Schwanz legen in Fachkreisen die Vermutung nahe, dass der historische Koloss an ein Leben an oder im Wasser angepasst war. 2005 stoßen Forschende in der spanischen Region La Rioja auf Fossilien eines Dinosauriers mit ähnlicher Anatomie. Dieser ist jedoch mit einer Länge von nur etwa sieben Metern kleiner und etwa zehn Millionen Jahre älter als der Spinosaurus-Fund aus Nordafrika, auch das Rückensegel ist nicht so stark ausgeprägt. Ist diese kleinere Version eines Spinosaurus vielleicht ein Urahn des in Nordafrika gefundenen Riesensauriers? Stammen die Spinosaurier ursprünglich aus Europa? Vor Millionen Jahren bevölkerten Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschten, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Am Ende der Kreidezeit, vor etwa 66 Millionen Jahren, wandern die größten Landtiere in der Geschichte der Erde über den Planeten - die gigantischen Titanosaurier. Fossile Knochenfunde sind selten. Mithilfe moderner Technik finden Paläontologen immer mehr über diese Sauriergruppe heraus. Neben kleinen Arten gehören ihr auch Vertreter wie der Patagotitan an. Er konnte länger und schwerer werden als ein Passagierflugzeug. Der Patagotitan war - wie alle Titanosaurier - ein Pflanzenfresser. Er gehörte zur Gruppe der Sauropoden. In der Kurzfassung einer Paläontologin: "Die großen, vierbeinigen Saurier mit den langen Hälsen." Doch warum waren die Titanosaurier so groß? Und wie konnten sie trotz ihres gewaltigen Körpers nicht nur überleben, sondern waren evolutionär sogar so erfolgreich, dass sie alle Kontinente eroberten? Forschungsergebnisse aus aller Welt zeigen, dass sie ideale Nahrungsverwerter waren. Dank ihrer langen Hälse konnten sie alles um sich herum abgrasen, ohne einen einzigen Schritt zu tun. Und auch ihr Skelett, ihre Organe und ihr Stoffwechsel waren perfekt an ihre Proportionen angepasst. All das ermöglichte die heute unvorstellbaren Größendimensionen. Vor Millionen Jahren bevölkerten Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschten, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Im Zeitalter der Dinosaurier verbreiten Mosasaurier Angst und Schrecken in den Weltmeeren. Dabei täuscht ihr Name, denn die riesigen Prädatoren sind keine Saurier, sondern Echsen. Sie bewegen sich, wie ihre Verwandten an Land, mit seitlich-schlängelnden Bewegungen durchs Wasser. Versteinerte Überreste beweisen - die Mosasaurier jagen alles, was in den Ozeanen der späten Kreidezeit lebt. Doch wie genau gelingt es ihnen, ihre Beute zu fangen? Ein Team von Paläontologen hat an einer abgelegenen und geheimen Fundstätte in den Weiten Wyomings Teile eines Mosasaurier-Unterkiefers mit Zähnen entdeckt. Er zeigt, wie sich die Zähne perfekt an die Unterwasserjagd angepasst haben. Die Forschenden hoffen, in der aktuellen Grabungssaison weitere versteinerte Knochen des Tieres zu finden - und ihre Mühen werden belohnt. Doch warum sind die Mosasaurier, deren Vorfahren erst mühsam das Land für sich erobert haben, wieder ins Meer zurückgekehrt? Wie haben die auf Luft zum Atmen angewiesenen Tiere gelebt? Und warum sind sie am Ende der Kreidezeit ausgestorben? Mithilfe moderner Technik und immer neuen Knochenfunden finden Paläontologen zunehmend mehr darüber heraus, warum die Mosasaurier zu den Spitzenprädatoren in den urzeitlichen Meeren der Erde gehörten. Vor Millionen Jahren bevölkerten Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschten, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Die Badlands in Wyoming sind eine Fundgrube für Paläontologen. Urzeitgiganten haben in dem einstigen Küstengebiet so viele Knochen hinterlassen, dass Forscher förmlich darüber stolpern. Dort finden sie auch Überreste des martialisch aussehenden Triceratops. Der tonnenschwere Koloss mit drei Hörnern auf dem Kopf und einer gewaltigen Halskrause hat die Statur eines Nashorns, die Größe eines Elefanten und zählt zu den faszinierendsten Urzeitwesen. Als Ikone der Populärkultur hat der Triceratops unsere Vorstellung von der Welt der Dinosaurier maßgeblich geprägt. In Filmen und Büchern wird er oft im Kampf gegen den berüchtigten Tyrannosaurus dargestellt. Doch hatten die beiden prähistorischen Giganten tatsächlich tödliche Auseinandersetzungen? An verschiedenen Fundorten in Wyoming wollen Forscher dieser Frage auf den Grund gehen. Wieso hat der Saurier so markante Merkmale wie die Stirnhörner und den riesigen, knöchernen Schild im Nacken entwickelt? Dienten sie allein dem Kampf? Wer waren die Vorfahren des Triceratops? Und lebte er doch sozialer als angenommen? Fest steht nur eines: Dieses außergewöhnliche Tier war einer der erfolgreichsten Überlebenskünstler seiner Zeit. In der Dokumentation von ZDFinfo geben Paläontologinnen und Paläontologen spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichten über die neuesten Forschungsergebnisse. Vor Millionen Jahren bevölkern Dinosaurier die Erde. Die Urzeitgiganten, die mit ihrer Größe und ihren tödlichen Waffen sowohl Land als auch Ozeane beherrschen, geben Forschern bis heute Rätsel auf.
Dinosaurier, jahrmillionenlang unangefochtene Herrscher der Erde, heimgesucht von einer kosmischen Katastrophe, üben seit ihrer Entdeckung eine ungebrochene Faszination aus. Jahrtausendelang dienten die Funde versteinerter Knochen als Beweise für uralte Mythen, Erzählungen über Drachen oder der Sintflut. Erst im 19. Jahrhundert begann die wissenschaftliche Untersuchung der Vorzeitgiganten und liefert noch immer neue Erkenntnisse. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die Geschichte von Menschen und ihrer Faszination für ungewöhnlich große, versteinerte Knochen. Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren waren ihr erlegen und stellten aus Dino-Eiern Schmuck her. Auch in den Schriften antiker und mittelalterlicher Gelehrter ist die Auseinandersetzung mit Saurier-Fossilien bezeugt, ebenso wie im alten China, wo ein Gelehrter ein Dino-Fossil als Skelett eines Drachen identifizierte. Zu allen Zeiten dienten die ungewöhnlichen Knochen, die an schierer Größe alle bekannten Tiere übertreffen, als Belege für die Wahrheit von Mythen, die sich Menschen erzählen. Erst vor rund 200 Jahren begann die Wissenschaft, sich ein realistisches Bild von den Urzeitgiganten zu machen. An die Stelle von Drachen traten Dinosaurier, ein Name, den der britische Paläontologe Richard Owen einführte. Er fügte die beiden griechischen Worte "deinos" für "ungeheuer" oder "schrecklich" mit dem Wort "Sauros" für "Echse" zusammen und schaffte damit die bis auf den heutigen Tag nachwirkende Atmosphäre der Monstrosität, die die Dinosaurier umweht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen hat nicht zuletzt dazu beigetragen, dass sich die religiös geprägten Vorstellungen vom Alter der Erde und der Entstehung des Lebens nicht länger halten ließen. Die Begeisterung eines breiten Publikums für die Urzeitgiganten trieb auch merkwürdige Blüten. So führte der Konkurrenzkampf zwischen den amerikanischen Paläontologen Othniel Charles Marsh und Edward Drinker Cope in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem regelrechten "Bone War", bei dem die ehrgeizigen Kontrahenten versuchten, sich gegenseitig die spektakulärsten Funde abzujagen. Auch deutsche Forscher machten von sich reden und gruben zwischen 1909 und 1913 in Tansania das Skelett eines "Giraffatitan brancai" aus, das bis heute zu den größten montierten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Auf den Spuren der damaligen Entdecker sind auch heute immer wieder Mitarbeiter des Berliner Museums für Naturkunde im tansanischen Tendaguru unterwegs. Denn die alte Ausgrabungsstätte ist bei Weitem noch nicht erschöpft und verspricht noch viele interessante Funde, die unser Bild der Urzeitgiganten weiter präzisieren. Denn wie sahen die Tiere tatsächlich aus? Wie haben sie sich bewegt, wie klangen ihre Stimmen? Tatsache ist, dass sich das Bild, das sich die Forschung während der vergangenen Jahrzehnte von den "unheimlichen Echsen" gemacht hat, immer wieder wandelt. So werden nicht nur die gewaltigen Skelette, die der Stolz naturgeschichtlicher Museen weltweit sind, neu aufgestellt, weil jüngere Erkenntnisse über Muskulatur und Gewicht eine andere Körperhaltung suggerieren. Neue Untersuchungsmethoden erlauben etwa Rückschlüsse auf die Laute, die die gewaltigen Tiere ausstoßen konnten. Und bereits seit einiger Zeit hat man sich an den ursprünglich ungewöhnlichen Gedanken gewöhnt, dass viele Saurier gefiedert waren. So wird durch den Fortschritt der Wissenschaft jede Generation mit einem modifizierten Bild der "unheimlichen Echsen" konfrontiert, was aber dem Interesse an ihnen keinen Abbruch tut.
Ein Team junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler reist ins Herz der Antarktis, um ausgerechnet an einem der lebensfeindlichsten Orte der Welt nach Fossilien zu graben. Angetrieben vor allem von der Frage, wie all die geheimnisvollen prähistorischen Kreaturen so nah am Südpol überleben konnten, trotzen die Forschenden Wind und Kälte. Die Welten, deren Spuren sie im Eis entdecken, sind atemberaubend: Herden der gewaltigen Titanosaurier durchstreiften im Sommer die Ebenen Antarktikas, kleine Proto-Reptilien passten sich mit ungewöhnlichen Organen an die monatelange Dunkelheit der Polarnacht an. Der südliche Kontinent war sogar Jagdgebiet eines großen Fleischfressers. Lange vor dem T-Rex stellte der gefiederte Cryolophosaurus seinen Beutetieren nach. Um Hinweise auf diese außergewöhnlichen Welten der Vergangenheit zu finden, müssen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst in McMurdo, der größten permanenten Basis Antarktikas, auf das Überleben in der Eiswüste vorbereiten. Erst dann fliegen sie weiter in Richtung Südpol zu ihrem Camp am Fuß des Shackleton-Gletschers, von wo aus sie ihre Grabungsziele täglich mit dem Helikopter erreichen. Die sechswöchige Expedition ist ein Knochenjob, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zum ersten Mal ergibt sich ein Bild von bisher völlig unbekannten Ökosystemen. Die Funde legen sogar nahe, dass Antarktika während mehrerer, weltweiter Massensterben ein letztes Refugium für das Leben gewesen sein könnte.
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Das Zentrum der Milchstraße - Eine Reise durch Raum und Zeit
USA 2019
45'
Riesige Gasströme und radioaktive Ausbrüche: Das Zentrum der Milchstraße ist ein gefährlicher Ort. Aber dort liegt der Schlüssel, um die tiefsten Geheimnisse des Universums zu erschließen. Im Zentrum der Milchstraße sind mächtige Kräfte am Werk, die die Erde und die Galaxie prägen. Mittendrin befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch, aus dem gewaltige Leuchtfeuer ausbrechen. Sind dort Antworten zu den Geheimnissen des Universums zu finden? Was am Himmel so hell erstrahlt, birgt einen düsteren Kern: Im tiefsten Zentrum der Milchstraße, in rund 8200 Parsec Entfernung - das entspricht 27.000 Lichtjahren -, befindet sich ein superschweres Schwarzes Loch, genannt Sagittarius A* oder kurz Sgr A*. Dort konzentrieren sich gewaltige Kräfte. Dieses galaktische Zentrum ist benannt nach seiner Position innerhalb des Sternbildes Schütze. Die Kräfte, die dort herrschen, haben die Galaxie und den Planeten Erde maßgeblich geformt und geprägt. Mächtige Ströme von Millionen Grad heißen Gasen und gewaltige Leuchtfeuer schießen aus diesem supermassenreichen Schwarzen Loch heraus. Forscher gehen davon aus, dass ganze Schwärme von Schwarzen Löchern dort lauern. Seit Jahrzehnten beobachten Forscher diesen Punkt in der Milchstraße, denn er könnte Antworten auf viele ungelöste Fragen des Universums geben. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Hält doppelt besser? Die Hälfte der Solarsysteme in unserer Galaxie haben statt einem Stern zwei. Doppelsterne entwickeln große Kräfte, die Lebensraum schaffen, aber unberechenbar sind. Mit ungeheurer Wucht können Doppelsternsysteme ganze Welten mit Hypergeschwindigkeit ins All schleudern und regelrechte stellare Massaker anrichten. Aber bieten sie auch einen besseren Lebensraum als unser Sonnensystem mit nur einem Stern? Als Doppelstern bezeichnet man zwei Sterne, die am Himmel so nahe beisammenstehen, dass sie von der Erde aus gesehen auch mit der besten Technik als ein einziger Stern erscheinen und gravitativ gebunden sind. In diesem Fall bilden die Sterne eine physische Einheit, kreisen also um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Das Phänomen der Doppelsterne ist nicht selten: Die Hälfte der Sternsysteme in unserer Galaxie hat zwei oder sogar noch mehr Sterne. Wir auf der Erde werden immer nur eine Sonne über unseren Köpfen auf- und untergehen sehen. Der für uns normale Tag-Nacht-Rhythmus ist an anderen Orten der Galaxie mit zwei oder mehr Sternen unmöglich. Wie funktionieren derartige Doppelsternsysteme? Warum entwickeln sie solch zerstörerische Kräfte? Und was bedeuten zwei Sonnen für mögliches Leben auf den Planeten? Sternenforscher suchen nach Antworten auf diese Fragen. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Raumzeit und Gravitation - Eine Reise durch Raum und Zeit
USA 2017
45'
Eines der größten Rätsel der Weltraumforschung ist die Rolle der Raumzeit bei der Entstehung des Weltalls. Astronomen vermuten, dass diese unsichtbare Kraft alles miteinander verbindet. Die sogenannte Raumzeit könnte die Grundlage der Evolution aller Dinge sein - eine vierdimensionale Substanz, die sich biegt und dehnt, verformt und verdreht. Sie ist beim Urknall entstanden, hält Raum und Zeit zusammen und ist die Essenz des Universums. Der Weltraum verbirgt eine unsichtbare Struktur namens Raumzeit oder auch Raum-Zeit-Kontinuum. Raumzeit ist unsichtbar, aber kein Hirngespinst - davon sind Kosmologen überzeugt. Sie ist ein unsichtbares Feld, das ebenso Materie zu Sternen und Planeten leitet wie Licht- und Energieströme durch das All - und sogar den Lauf der Zeit kontrolliert. Sie wurde beim Urknall geschaffen und dehnt sich seit dem Anfang immer weiter aus. Letztendlich wird sie maßgeblich bestimmen, wie und wann unser Universum endet. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Nur ein Sechstel des Universums besteht aus sichtbarer Materie, während sich der Großteil des Weltalls aus einer unbestimmten Substanz zusammensetzt, die Astronomen "Dunkle Materie" nennen. Dunkle Materie ist eines der größten Rätsel der Kosmologie. Sie soll der entscheidende Baustein des Universums sein. Doch Forscher wissen noch immer nicht, worum es sich genau dabei handelt oder wie man sie zuverlässig messen könnte. Obwohl sie unsichtbar ist, sind sich Wissenschaftler ihrer Existenz sicher. Doch bis heute gibt es eigentlich keinen fassbaren Beweis. Die Astronomin Vera Rubin trug in den 1960er-Jahren mit einer bahnbrechenden Entdeckung dazu bei, dass die Forschung auf Spuren aufmerksam wurde, die in Zusammenhang mit Dunkler Materie stehen könnten. Sie beschäftigte sich mit der Bewegung von Galaxien und erkannte, dass sie sich anders bewegen, als nach der Anziehungskraft der sichtbaren Materie zu erwarten ist. Daraus schloss sie, dass etwas mit einer großen Masse vorhanden sein musste, das aber weder gesehen noch gemessen werden konnte und das die Geschwindigkeit der Himmelskörper noch zusätzlich beeinflusste: die Dunkle Masse. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Die Sonde "New Horizons" fotografiert 2015 zum ersten Mal den Zwergplaneten Pluto. Wissenschaftler erwarteten einen grauen und wüstenähnlichen Planeten - doch die Aufnahmen überraschen sie. Die Sonde enthüllt ein völlig unerwartetes Gesicht des Zwergplaneten: Statt einer flachen, toten Welt zeigt sich ein geologisch interessantes Terrain. Auf Pluto gibt es hohe Gebirgszüge, riesige Gletscher und sogar eine komplexe Atmosphäre. Auf seiner Oberfläche befindet sich eine fast herzförmige Ebene. Das "Herz" ist die entscheidende Triebkraft für die Winde, die auf Pluto wehen. Aus dieser sogenannten Tombaugh-Region, dieser auffälligsten Struktur auf Pluto, entweicht Stickstoff, der die Windströmungen speist. Diese herzförmige Ebene besteht zu einer Hälfte aus Stickstoffeis, zur anderen aus Stickstoffgletschern und Hochland. Tagsüber erwärmt sich das Herz und gibt Stickstoffgas an die Atmosphäre ab; nachts gefriert das Gas teilweise wieder. So pulsiert diese Ebene regelrecht und bestimmt das Klima auf Pluto mit. Vor den ersten Aufnahmen von Pluto 2015 ahnten Astronomen noch nichts von der vielseitigen Beschaffenheit des Zwergplaneten. Und die Bilder offenbarten noch mehr über Plutos geheimnisvolle geologische Besonderheiten: Unter seinem kalten Herzen ist ein Ozean mit warmem Wasser verborgen. Wie werden Sterne geboren, welche Gefahren gehen von Schwarzen Löchern aus, und wie funktioniert das Universum wirklich? Diese Wissenschaftsreihe nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise in die Tiefen des Kosmos. Jede Folge befasst sich mit einem spannenden Themengebiet der Astronomie und zeigt Errungenschaften der modernen Weltraumforschung. Von fernen Sonnensystemen über Dunkle Materie bis zu den Elementen, die vor vielen Milliarden Jahren entstanden sind. Die Geschichte des Universums liegt oft unter Alltäglichem verborgen.
Unsere Galaxie in einer Milliarde Jahren. Ein Planet, verdeckt von einer dichten Wolkendecke. Tief darunter eine fremdartige Landschaft. Die Oberfläche: sengend heiß. Der Druck: unerträglich. Dieses Bild zeichnen Wissenschaftler in ferner Zukunft von der Erde, denn unser Planet hat einen Zwilling: die Venus. Auch dort gab es einst Wasser - doch die Nähe zur Sonne und Vulkanismus zerstörten das Klima. Wissenschaftler erklären, welches Schicksal unseren Planeten erwartet und warum wir den kosmischen Klimawandel wohl kaum aufhalten können. Dutzende Sonden haben in den vergangenen Jahrzehnten aufschlussreiche Daten über den Schwesterplaneten der Erde gesammelt. Sie liefern uns erste Aufnahmen und ergründen die einstige Existenz von Wasser auf dem Höllenplaneten. Irdisches Leben kann auf der über 400 Grad Celsius heißen Oberfläche der Venus kaum existieren. Doch Astrobiologe Prof. Lewis Dartnell glaubt, dass einige Lebensformen selbst unter den extremen Bedingungen auf der Venus überstehen können.
Astronomen suchen seit Jahrzehnten in der Galaxie nach Planeten, die der Erde ähnlich sind. Bisher bietet kein anderes Sonnensystem die passenden Bedingungen dafür. Ist die Erde einzigartig? Vieles spricht dafür - das Leben auf der Erde ist das Ergebnis einer Verkettung glücklicher Zufälle. Die Wissenschaft hat felsige, flüssige, gasförmige, eisige und glühend heiße Planeten in anderen Sonnensystemen entdeckt. Aber keiner davon ähnelt unserer Erde. Die Ursprünge des Lebens auf der Erde sind nach wie vor ein Mysterium. Aber wir wissen, unser Sonnensystem bietet die Voraussetzungen für das fein austarierte Ökosystem der Erde. Nur so konnte sich hier Leben in all seinen komplexen und vielfältigen Formen entwickeln. Sind wir also die Gewinner einer Art kosmischer Lotterie?