Niemand ist frei von Vorurteilen. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt, warum. Der Mensch war immer auf Hilfe der eigenen Bezugsgruppe angewiesen. Außenstehende werden ausgegrenzt. Psychologin Mina Cikara forscht, wie sich aus Einzelpersonen Gruppen formieren. Wenn zwei Gruppen konkurrieren, wird der Einzelne immer das Wohl der Gruppe über sein eigenes stellen - selbst bei Gruppen, die durch eine zufällige Auswahl gebildet wurden.
Vor rund 252 Millionen Jahren ereignet sich das schlimmste Massenaussterben in der Erdgeschichte. Es vernichtet fast alles Leben auf dem Planeten und verursacht Verwüstung und Zerstörung. Ein Vulkanausbruch führt in der Folge zu einer weltweiten Klimaveränderung und zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme. Bis zu 90 Prozent aller Arten sterben aus. Doch das Leben auf der Erde findet einen Weg, sich zu erholen. Die Ära der Dinosaurier beginnt. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?
Vor Hunderten Millionen Jahren gefriert fast die gesamte Erde wie ein glitzernder Schneeball im All. Das Eis reicht von den Polen bis in Äquatornähe. Eine Bedrohung für das Leben auf der Erde. Die Vereisung startet durch Feuer. Gewaltige tektonische Kräfte lösen Prozesse aus, die zu einem Temperatursturz führen. Erste Formen komplexen Lebens stehen vor dem Aussterben. Doch dann lassen Vulkanausbrüche das Eis schmelzen. Das Leben entwickelt sich weiter. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?
Wie wird die Erde von einem unwirtlichen kargen Felsen zum grünen Paradies? Nicht nur Eis und Feuer formen die Erde. Auch eine andere Kraft ist wichtig für ihre Entwicklung: Pflanzen. Das Leben verlässt das schützende Wasser. Es ernährt sich von der Struktur der Erde selbst, erschafft Boden, erzeugt eine lebensfreundliche Atmosphäre und lässt neue Landschaften entstehen. Mit unerwarteten Verbündeten verwandelt es die Erde in einen grünen Planeten. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?
Wie wird unsere Erde von einem kargen Felsen mit endlosem schwarzem Himmel zu unserem Blauen Planeten - eingehüllt in eine schmale Schicht aus schützender, lebenserhaltender Atmosphäre? Als die Erde vor 4,6 Milliarden Jahren aus Staub- und Gaswolken entsteht, ähnelt sie anderen unbelebten Welten im Universum. Dann wird der junge Planet von Asteroiden getroffen. Eine Zeit großer Umwälzungen beginnt, und Voraussetzungen für Leben werden geschaffen. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?
Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Mehr als acht Milliarden bevölkern den Planeten. Der Mensch beeinflusst heute die Gestalt der Erde stärker als viele natürliche Prozesse. Spektakuläre Ereignisse in der Erdgeschichte führen zum Untergang der Dinosaurier und zum Aufstieg der Säugetiere und bringen schließlich den Menschen hervor. Von einem Teil der Natur wird er zur kontrollierenden Macht. Was können wir aus der Geschichte lernen? Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?
Reise ins Innere der Erde - Auf den Spuren von Jules Verne
F 2024
45'
Jules Verne schickt seine Helden 1864 auf eine sagenhafte "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Heute folgen Forscher diesem Weg und zeigen, was uns im Inneren der Erde wirklich erwarten würde. Die Experten machen den Realitätscheck: Gibt es Jules Vernes fantastische Unterwelten wirklich? Bizarre Kristalle, unbekannte Lebensformen und seismische Erschütterungen aus der Tiefe: Die echte Reise ins Erdinnere ha?lt viele Überraschungen parat. Nicht nur Entdeckergeist und wissenschaftliche Neugier, sondern vor allem lukrative Geschäfte lassen die Menschen immer tiefer Richtung Erdkern graben. Dort locken wertvolle Rohstoffe und Edelsteine. In einem Erzbergwerk nahe der mexikanischen Stadt Naica entdecken Bergarbeiter im Jahr 2000 eine Höhle mit gewaltigen Kristallen. Die Strukturen sind über zehn Meter lang und bis zu 50 Tonnen schwer. Ihre Untersuchung hilft der Wissenschaft, Informationen über die Geologie unseres Planeten zu gewinnen. Dennoch ist vieles von dem, was sich unter unseren Fu?ßen befindet, trotz hochmoderner Technik immer noch unerforscht. Harte Gesteinsschichten, enorme Hitze und extremer Druck sind für das Vordringen des Menschen ins Innere des Planeten scheinbar unüberwindliche Hürden. Selbst das bisher tiefste Loch der Welt erreicht nicht einmal die Ha?lfte der Strecke durch die Erdkruste zum Erdmantel. Ein Team um Geochemiker Kai-Uwe Hinrichs versucht daher, an einer dünneren Stelle von einem Forschungsschiff aus in den Meeresgrund zu bohren. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Hinweise u?ber die Beschaffenheit unserer Erde in Tiefen, die bisher nur Jules Vernes Romanhelden zu Gesicht bekommen haben.
Supervulkan Yellowstone - Amerikas tickende Zeitbombe
F 2024
45'
Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch des Supervulkans Yellowstone in den USA? Unter der Erdkruste schlummert eine riesige Magmakammer. Eine Eruption hätte katastrophale Folgen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Mithilfe moderner Messtechniken wollen Forschende die Frühwarnzeichen des Vulkans deuten, Vorgänge im Erdinneren verstehen und einen Ausbruch vorhersagen. So könnten betroffene Gebiete rechtzeitig evakuiert werden. Der Yellowstone Nationalpark bietet seinen Besuchern eine atemberaubende Landschaft. Besonders beeindruckend: die Geysire und die heißen Quellen. Oberirdische Zeichen dessen, was sich unterhalb des Parks abspielt. Denn das bei Touristen und Abenteuerurlaubern beliebte Reiseziel sitzt auf einer gigantischen Magmakammer. Der Yellowstone wird daher auch als Supervulkan bezeichnet. In den vergangenen 2,1 Millionen Jahren ist er dreimal ausgebrochen, das letzte Mal vor rund 600.000 Jahren, und es könnte - gemessen an den Zeiträumen - bald wieder so weit sein. Geologinnen und Geologen fragen sich, ob, wann und vor allem wie dieser Supervulkan ausbrechen wird - und welche Konsequenzen eine Eruption für die Menschheit hätte.
Ein Supervulkan rumort bei Neapel. Ein Ausbruch hätte katastrophale Folgen für ganz Europa. Einige Forschende warnen bereits. Wie kurz stehen wir vor dem Inferno? Harald Lesch reist zu den Phlegräischen Feldern, einem unterirdischen Vulkansystem, um sich ein Bild zu machen: Wie verlässlich sind die Vorhersagen der Wissenschaftler, und welche Vorbereitungen werden bereits getroffen, um gegen die Katastrophe gewappnet zu sein? Lavaströme, die alles unter sich vernichten, riesige Explosionswolken aus Asche, Gas und Gesteinspartikeln verdunkeln den Himmel und breiten sich in rasender Geschwindigkeit aus - so könnte ein Szenario im Falle eines Ausbruchs des Supervulkans aussehen. Die Konsequenzen für Europa wären verheerend. Nach den größten Eruptionen in der Geschichte der Phlegräischen Felder vor 40.000 Jahren zogen Aschewolken bis nach Mitteleuropa und beeinflussten über Jahre das Klima und die Vegetation. Spätestens seit dem berühmten Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus und dem Untergang von Pompeji sind die Gefahren durch Vulkanausbrüche tief in der Psyche der dort lebenden Menschen verankert. In der Bucht von Neapel wurde schon vor über 200 Jahren das erste Vulkanforschungsobservatorium der Welt gegründet. Heute werden der Vesuv und die in direkter Nachbarschaft gelegenen Phlegräischen Felder vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie ganzjährig rund um die Uhr überwacht. Für den Ernstfall steht ein rotes Telefon bereit, mit dem das Signal zur Evakuierung gegeben wird. Allein im Kernbereich direkt über dem Supervulkan leben mehr als 300.000 Menschen. Harald Lesch fragt Forschende, warum es so schwierig ist, genaue Vorhersagen über den Ausbruch des Supervulkans zu treffen, und spricht mit Menschen, die ein Leben auf dem Vulkan führen. Wie groß ist die Gefahr wirklich?
Noch immer bergen Archäologen Überreste aus dem Ersten Weltkrieg. Waffen, aber auch Champagnerflaschen, erzählen vom Alltag an der Front - manchmal im Widerspruch zu historischen Dokumenten. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise, eine wissenschaftliche Untersuchung mit Laboranalysen, Experteninterviews und 3-D-Rekonstruktionen zu unerwarteten Schätzen, die immer noch unter der Erde liegen. Ein Jahrhundert lang erzählten die Überlebenden ihre Geschichten. Heute werfen nur noch wissenschaftliche Ausgrabungen an den Kriegsschauplätzen und Untersuchungen der ausgedehnten Tunnelsysteme ein neues Licht auf den bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte.
Archäologische Entdeckungen stellen alle bisherigen historischen Thesen über die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 infrage. Der Film verbindet auf spannende Weise persönliche Geschichten mit Experteninterviews und aufwendigem 3-D-Reenactment und lässt die Landung in der Normandie sowie den Zweiten Weltkrieg in völlig neuem Licht erscheinen. Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie Helme, Abzeichen, Kugeln, Waffen oder Konservendosen, die Soldaten und Zivilisten zurückließen, sowie Blockhütten und unterirdische Gänge, die lange geheim gehalten wurden, scheinen mit allen bisherigen historischen Thesen im Widerspruch zu stehen.
Am 6. August 1945 wirft der amerikanische Bomber "Enola Gay" eine Atombombe über Hiroshima ab. Innerhalb weniger Sekunden ist die Stadt vernichtet, und über 70.000 Menschen sind sofort tot. Drei Tage später fällt eine noch stärkere Bombe auf Nagasaki. Weitere 75.000 Menschen sterben. 70 Jahre danach erinnern die Arbeiten der Archäologen und unzählige Augenzeugenberichte an den Preis, den das Land dafür zahlte.
52 vor Christus: Die gallischen Stämme erheben sich unter Führung von Vercingetorix gegen die Römer. Die blutige Schlacht bei Gergovia nimmt eine überraschende Wendung. Gergovia, die Hauptstadt der Arverner, thront strategisch auf einem Hügel. Dort verschanzt sich Vercingetorix, der Anführer des gallischen Widerstandes. Nach wochenlanger Belagerung startet Cäsar den entscheidenden Angriff - doch erwartet ihn eine Falle? Cäsars Truppen sollen eigentlich von den Haeduern unterstützt werden. Sie sind langjährige Verbündete Roms und geschätzt wegen ihrer kämpferischen Reiter. Doch die Haeduer sind uneins, entschließen sich erst spät, doch auf Seiten Roms zu kämpfen. 10.000 Mann greifen von Osten in die Schlacht ein. Doch im Getümmel erkennen die Römer ihre Alliierten nicht und kämpfen auch gegen sie. Gefangen zwischen den Truppen der Haeduer und der Streitkräfte des Vercingetorix, bleibt Cäsar nur der Rückzug. Die Belagerung von Gergovia endet für ihn mit einem Debakel: Vercingetorix hat ihn besiegt und in die Knie gezwungen. Historiker halten Vercingetorix für einen der bedeutendsten Gegner Cäsars in Gallien. Das macht ihn im 19. Jahrhundert zu einem nationalen Mythos in Frankreich, der bis heute populär ist. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.
Nahe einer unscheinbaren Brücke in Nordfrankreich prallen 1214 mächtige Rivalen aufeinander: Die Schlacht von Bouvines am 27. Juni wird zum Wendepunkt mittelalterlicher Machtpolitik. Der französische König Philipp II. sieht sich einer ungewöhnlich breiten Allianz gegenüber: angeführt vom römisch-deutschen Kaiser Otto IV. und getragen von den Interessen des englischen Königs Johann Ohneland. Kann Philipp dieser Koalition standhalten? Der Konflikt zwischen Frankreich und England besteht schon seit Langem. Als Johann Ohneland den englischen Thron besteigt, erbt er auch große Gebiete in Frankreich. Doch innerhalb von rund zehn Jahren nimmt Philipp II. ihm den Großteil davon wieder ab. Um sein verlorenes Erbe zurückzuerobern, schmiedet Johann Ohneland eine Koalition. Sie vereint Philipps größte Feinde: den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und zwei seiner Vasallen, den Grafen von Flandern und den Grafen von Boulogne. Sie greifen das französische Heer an, als es die Brücke von Bouvines überquert. Als die Schlacht schon verloren scheint, geht der König von Frankreich zum Gegenangriff über und erringt einen überzeugenden Sieg. Für den deutsch-römischen Kaiser Otto IV. hat die Niederlage dramatische Folgen. Er verliert seine politische Basis in Deutschland. Der König von England ist stark geschwächt. Vor allem aber behauptet sich Philipp II. als unangefochtener Herrscher über das Königreich Frankreich. Die Machtverhältnisse in Europa sind für lange Zeit entschieden. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
Die Kreuzfahrer verfolgen ein klares Ziel: den Weg nach Jerusalem zu öffnen. Dafür müssen sie zunächst Antiochia einnehmen - eine strategisch wichtige Stadt. Sie verfolgen damit ein Vorhaben, das religiöse Motivation und europäische Machtinteressen miteinander verbindet. Doch kaum ist Antiochia erobert, stehen die Kreuzfahrer einem neuen, mächtigen Gegner gegenüber: dem Herrscher von Mossul. Ein Jahr nach diesem Sieg nehmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein. Gottfried von Bouillon wird der erste Herrscher des christlichen Königreichs von Jerusalem. Der Sieg in Antiochia hat erhebliche politische Bedeutung. Er legitimiert die europäische Präsenz im Heiligen Land. Darüber hinaus zeigen die Belagerung und der Kampf um die Stadt die Komplexität der Beziehungen zwischen den Kreuzrittern, den Byzantinern und den muslimischen Herrschern. Der Sieg beflügelt die mittelalterliche Fantasie und inspiriert Lieder, Epen und Legenden. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
333 vor Christus führt Alexander der Große seine Truppen gegen das mächtigste Reich seiner Zeit: die Perser. Er will den Orient erobern und den Titel "König der Könige" für sich erringen. Die Perser sind zahlenmäßig überlegen, doch Alexander setzt auf die Taktik der Phalanx: Mit seiner Kavallerie stürmt er direkt auf die feindlichen Linien zu. Als der Perserkönig Dareios III. die Flucht ergreift, ist die Schlacht bei Issos entschieden. Bereits im Herbst des Jahres 335 vor Christus sichert sich Alexander die Herrschaft über Griechenland. Nach der Zerstörung Thebens unterwerfen sich alle griechischen Städte, und Alexander bekommt den Oberbefehl über den geplanten Perserfeldzug. Im Frühjahr 334 vor Christus setzt Alexander mit über 30.000 Mann über den Hellespont nach Kleinasien. In der Schlacht am Granikos fügt er den persischen Streitkräften von Dareios III. eine erste Niederlage zu. In den folgenden 18 Monaten erobert er die Küstenstädte Kleinasiens und sichert sich Nachschubwege für einen weiteren Vormarsch. Die makedonische Armee ist berüchtigt für ihre neuartige Taktik, die Phalanx. Ein entscheidender Moment ist der Angriff zu Pferd - angeführt von Alexander selbst an der Spitze seiner Elitekavallerie. Zum ersten Mal greifen seine mit langen Lanzen bewaffneten Reiter in kompakter Formation an und durchbrechen die gegnerischen Linien. Die Schnelligkeit und Wucht dieser Angriffe sind von zentraler Bedeutung. Der Sieg in der Schlacht bei Issos ist der eigentliche Beginn von Alexanders Feldzug gegen das Perserreich. Er legt den Grundstein für seinen legendären Ruf als einer der bedeutendsten Feldherren und Begründer eines Weltreichs. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
Roms flexible Kriegsführung gegen makedonische Phalanx: 168 vor Christus treffen zwei Mächte aufeinander. Kann römische Disziplin und taktische Finesse die Wucht der Sarissen brechen? Die makedonische Phalanx gilt seit Jahrhunderten als nahezu unbezwingbar, während Rom erst zur aufstrebenden Macht wird. Bei Pydna prallen ihre unterschiedlichen Kampfweisen aufeinander: ein Wendepunkt in der Machtbalance des Mittelmeerraums. Seit Jahrzehnten hatte Rom seinen Einfluss in Griechenland und Makedonien ausgedehnt. Nach zwei Konflikten mit den makedonischen Königen bricht 171 vor Christus der Dritte Makedonische Krieg aus. Trotz einiger anfänglicher Erfolge müssen sich die Makedonier bald der militärischen Macht Roms stellen. Perseus, Erbe Alexanders des Großen und König von Makedonien, trifft auf den römischen Feldherrn Lucius Aemilius Paullus. Geschickte Taktik, die Nutzung des unebenen Geländes und das Aufbrechen der makedonischen Formationen geben den Römern entscheidende Vorteile. Die Niederlage der Makedonier fällt verheerend aus. Die römischen Verluste bleiben vergleichsweise gering. König Perseus wird gefangen genommen und in Rom im Triumphzug vorgeführt. Später stirbt er in Haft. Mit ihm endet die Dynastie der Antigoniden, die auf Alexander den Großen zurückgeht. Die Schlacht von Pydna besiegelt das Ende Makedoniens und macht Rom zur unangefochtenen Macht im östlichen Mittelmeerraum. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.
Am Anfang seiner Karriere ist Gaius Julius Cäsar ein junger, talentierter Politiker ohne Skrupel. Wie schafft er den Aufstieg zum mächtigsten Mann des Römischen Reiches? Im 1. Jahrhundert vor Christus ist die Römische Republik zu einem Großreich herangewachsen. Doch im Inneren herrschen Krisen. Das politische Rom ringt um seine Ordnung. Der junge Cäsar erkennt seine Chance und steigt in das riskante Spiel um die Macht ein. Cäsar stammt aus adligem Haus und gehört zur römischen Elite. Größer als seine politische Begabung ist nur sein Ehrgeiz: Im Jahr 63 vor Christus bewirbt er sich um ein Amt, das eigentlich nur verdiente Staatsmänner bekleiden. Er will Pontifex Maximus, der oberste Priester Roms, werden. Im Wahlkampf sucht er sich mächtige Verbündete und stürzt sich in hohe Schulden, um das Volk auf seine Seite zu ziehen. Es ist ein Spiel mit großem Risiko: Wahlsieg oder Ruin. Geht Cäsars Taktik auf? Zu Cäsars Zeiten ist das Römische Reich eine Republik. Die Ämter werden durch Wahl vergeben - und das nur für eine begrenzte Zeit. Das politische System hat seinen Sitz im Senat. Dort kämpft die römische Elite um Posten, Einfluss und Macht. Cäsar weiß genau, wie er in diesem System vorankommt. Virtuos schmiedet er Allianzen, bricht mit Konventionen und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück. Dies ist ein Weg, der die Römische Republik an den Abgrund führen wird. Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.
Cäsar verbündet sich mit Crassus und Pompeius - gemeinsam bilden sie das sogenannte Triumvirat. Zu dritt bestimmen sie die Geschicke des Römischen Reiches und setzen die Politik unter Druck. Doch das Bündnis gerät ins Wanken und damit auch die Stabilität der Republik. Diese ist auf Machtverteilung ausgelegt. Kein Einzelner soll die Kontrolle übernehmen können. Doch Cäsar feiert in Gallien einen Sieg nach dem anderen. Er gewinnt immer mehr an Einfluss. Im Jahr 59 vor Christus wird Cäsar Konsul. Er geht mit Marcus Licinius Crassus, dem reichsten Mann Roms, und Gnaeus Pompeius Magnus, dem größten Feldherrn des Reiches, ein Bündnis ein. Gemeinsam sichern sich die drei Privilegien. Cäsars Ziel ist ein schlagkräftiges Heer unter seinem Kommando und Ruhm auf dem Schlachtfeld. Beides wird er bekommen. Cäsar lässt sich für fünf Jahre zum Statthalter Illyriens und der beiden gallischen Provinzen ernennen. Von dort aus nimmt er ein weiteres Land ins Visier: das freie Gallien. Ab 58 vor Christus unterwirft er die dort lebenden Stämme in einem jahrelangen Krieg, der ihn bis nach Britannien und Germanien führt. Der Krieg füllt Cäsars Kassen - und die seiner Unterstützer in Rom. Doch seine Macht stört das Gleichgewicht im Römischen Reich. Noch hält das Triumvirat zusammen. Die drei Männer sind aufeinander angewiesen. Aber Machthunger und Schicksalsschläge bringen das Bündnis und die Republik ins Wanken. Kann die Rivalität nur mit Gewalt gelöst werden? Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.
Cäsar triumphiert im Römischen Bürgerkrieg. Nie zuvor hatte ein Römer so viel Macht. Er nutzt sie, um weitreichende Reformen durchzusetzen. Doch sein Aufstieg weckt Widerstand. Im Krieg hat Cäsar hart gekämpft, aber vielen seiner Gegner Gnade gewährt. Er will sie auf seine Seite ziehen und den Staat wieder aufrichten. Doch ist er bereit, seine Macht wieder abzugeben? Wird Cäsar zum Gewaltherrscher? Oder richtet sich die Gewalt gegen ihn? Anfang 49 vor Christus versinkt Rom im Bürgerkrieg. Cäsars Heer kämpft gegen die Truppen des Senats unter Pompeius. Die Kämpfe dauern vier Jahre, doch schon früh feiert Cäsar entscheidende Siege. Im Triumph kehrt er nach Rom zurück und lässt sich 46 vor Christus auf zehn Jahre zum Diktator ernennen. Nun kann er durchregieren und nimmt den Umbau des römischen Staatswesens in Angriff. Er plant große Bauprojekte und führt einen neuen Kalender ein, der der Vorläufer des heute gebräuchlichen Kalenders ist. Im Senat erkennt man die Notwendigkeit, das zerrüttete Land mit starker Hand zu reformieren. Doch Cäsar geht immer weiter. Im Februar 44 vor Christus lässt er sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen und tritt in der alten Tracht der römischen Könige auf, die Jahrhunderte zuvor vom Thron gestürzt wurden. Den Senatoren steht vor Augen, dass sie ihre alten Rechte unter Cäsar nicht mehr zurückerlangen werden. Einige sehen nur einen radikalen Ausweg: Cäsar muss sterben. Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.
War Kleopatra eine eiskalte Verführerin? Gab es das Trojanische Pferd wirklich? Und warum stürzten sich 300 Spartaner in eine ausweglose Schlacht? Viele Mythen der Antike werfen Fragen auf. Forscherinnen und Forscher versuchen, die Wahrheit hinter den schillernden Erzählungen der Antike zu finden. Wie sind die Mythen entstanden und aus welchen Motiven? Eine Spurensuche nach den Ursprüngen der Legendenbildungen in und nach der Antike. War Alexander der Große ein Superheld der Antike - oder nur ein brutaler Eroberer? Die Frage nach dem Ursprung des Mythos führt vor allem zu römischen Quellen. Aus dem Umfeld des berühmten Makedoniers sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. Die Dokumentation geht außerdem dem Mythos um die antiken griechischen und römischen Bauwerke auf den Grund: Waren die Bauwerke tatsächlich weiß? Und woher rührt das Ritual des olympischen Fackellaufs - haben die alten Griechen ihn gemeinsam mit den Spielen erfunden? Fragen wirft auch der Mythos um den legendären Gladiator Spartacus auf. Im Jahr 73 vor Christus führte er einen Sklavenaufstand an und wird bis heute als beispielhafter Kämpfer für die Rechte der Unterdrückten gefeiert. Aber war Spartacus tatsächlich ein antiker Revolutionär? Wie viel Wahrheit steckt in den Erzählungen der Antike und wie viel Mythos?
336 vor Christus wird Alexander mit nur 20 Jahren König von Makedonien. Kaum an der Macht, fordert er das mächtige Perserreich und seinen Herrscher Dareios III. heraus und zieht in den Krieg. Auf dem Weg nach Osten erreicht Alexander Gordion in Phrygien. Dort zerschlägt er den sagenumwobenen Gordischen Knoten. Wer ihn löst, soll über Asien herrschen. Für Alexander wird die Tat zum Zeichen: Sein Weg zur Macht hat begonnen. Für Alexander und seine Truppen wird die Tat zum Omen. Sie sind überzeugt, dass der junge König zu Größerem bestimmt ist und den persischen König Dareios III. besiegen kann. Nach ersten Erfolgen treffen die beiden Herrscher 333 vor Christus in der Schlacht bei Issos erstmals direkt aufeinander. Obwohl Alexanders Heer vermutlich kleiner ist, gelingt ihm dank taktischer Vorteile und günstiger Geländeaufstellung ein entscheidender Sieg. Geprägt ist Alexanders militärisches Können auch vom Einfluss seines Vaters, Philipp II. Unter dessen Herrschaft steigt Makedonien im 4. Jahrhundert vor Christus zur dominierenden Macht im antiken Griechenland auf. Alexanders Ausbildung ist bemerkenswert: Neben intensivem militärischem Training erhält er Unterricht beim Philosophen Aristoteles. Die Verbindung aus strategischem Denken und umfassender Bildung prägt seine späteren Feldzüge maßgeblich. Archäologische Funde - etwa im makedonischen Palast von Aigai oder im antiken Gordion - ermöglichen heute neue Einblicke in Alexanders frühe Jahre und seinen Aufstieg zur Macht. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.
Nach seinem Sieg bei Issos 333 vor Christus zieht Alexander weiter nach Ägypten, einer strategisch wichtigen Satrapie des Perserreichs. Dort trifft er kaum auf Widerstand. Viele Ägypter empfangen Alexander als Befreier von der persischen Herrschaft. Er lässt sich als Pharao einsetzen und gründet 331 vor Christus die Stadt Alexandria, die zum politischen und kulturellen Zentrum wird. Kurz darauf reist er zum Orakel von Siwa. Die Reise zum Orakel von Siwa ist beschwerlich. Antiken Berichten zufolge wird er dort als Sohn des Gottes Zeus-Amun anerkannt. Für Alexander ist das mehr als ein religiöses Zeichen: Es stärkt seinen Anspruch auf Herrschaft. Währenddessen bereitet Persiens König Dareios III. eine letzte Entscheidungsschlacht vor, um sich Alexander erneut entgegenzustellen. Bei Gaugamela im Norden des heutigen Irak wählt er bewusst offenes Gelände und lässt es ebnen, um seine Kavallerie und die Sichelwagen - Streitwagen mit scharfen Klingen an den Rädern - optimal einsetzen zu können. Trotz zahlenmäßiger Unterzahl gelingt Alexander erneut ein Sieg, vor allem durch flexible Taktik, disziplinierte Truppen und den Einsatz seiner makedonischen Phalanx mit ihren langen Sarissen. Der Sieg öffnet Alexander den Weg ins Zentrum des Persischen Reiches. Babylon und Susa ergeben sich kampflos, während Persepolis wenig später in seine Hände fällt. Die gewaltigen Schätze der Städte sichern die Finanzierung des weiteren Feldzugs und festigen Alexanders Machtstellung. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.
Nach dem Sieg bei Gaugamela flieht Dareios III. Richtung Osten. Alexander verfolgt ihn, doch als er den persischen König einholt, ist er bereits tot. Ermordet von seinen Gefolgsleuten. Alexander bestraft die Verantwortlichen und erhebt selbst Anspruch auf das Erbe der persischen Großkönige. Aus dem Eroberer wird der König von Asien. Doch je weiter er nach Osten zieht, desto brüchiger wird seine Herrschaft. Eine Verschwörung um Philotas, einem seiner engsten Vertrauten, wird aufgedeckt. Philotas wird gefoltert, verhört und schließlich hingerichtet. Auch dessen Vater Parmenion, ein erfahrener makedonischer General, wird zum Tode verurteilt. Diese Ereignisse markieren eine Wende. Alexander handelt zunehmend misstrauisch und brutal. Seine Motive werden in historischen Quellen unterschiedlich bewertet. Gleichzeitig versucht er, seine Macht politisch zu festigen - etwa durch die Heirat mit Roxane, einer baktrischen Prinzessin. Die Verbindung nutzt er strategisch, um neue Verbündete an der Nordostgrenze seines Reiches zu gewinnen. Von dort setzt er seinen Feldzug in Richtung Punjab fort. Nach dem Sieg am Hydaspes im Jahr 326 vor Christus verweigern ihm seine erschöpften Truppen jedoch die Gefolgschaft. Sie verlangen die Rückkehr nach Makedonien und erzwingen die Umkehr. Im Jahr 323 vor Christus stirbt Alexander schließlich in Babylon. Die genaue Todesursache ist bis heute umstritten. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.
"Terra X" forscht nach den Wurzeln des modernen Europa. "Große Völker - Die Karthager" schildert die Geschichte der einflussreichsten Handelsmacht in der Antike. Die meisten Berichte über die Karthager stammen von ihren Konkurrenten - den Griechen und Römern - und sind wenig objektiv. Die Karthager gelten als verschlagene Händler und grausame Kindsmörder. Doch Forscher haben herausgefunden: Sie waren besser als ihr Ruf. Die Geschichte der Karthager setzt vor rund 3000 Jahren ein, als phönizische Siedler ihre Mutterstädte im heutigen Libanon verlassen, um im Mittelmeerraum neue Kolonien zu gründen. Sie entstehen an den Küsten Nordafrikas, auf Sizilien, Sardinien, Korsika, den Balearen und im Süden Spaniens. Die prächtigste und mächtigste aber wird Karthago - eine blühende Metropole mit einem Hafen, den damals die ganze Welt bestaunt. Dort bauen die Karthager wendige Kriegsschiffe, aber auch schnelle Segler, die sie als Expeditionsschiffe einsetzen. Auf der Suche nach weiteren Handelsplätzen - und vor allem nach wertvollen Metallen - gelangen sie über die Grenzen der damals bekannten Welt hinaus: durch die Straße von Gibraltar bis nach Westafrika und vielleicht sogar bis nach England. Wo immer sie auftauchen, werden sie berühmt und berüchtigt - mal als kunstfertig gepriesen, dann wieder als geldgierig beschimpft. Voller Neid schaut man auf die Kaufleute, die "wie Fürsten auftreten", wie es heißt. Auch sollen sie grausame religiöse Rituale pflegen, ihre Erstgeborenen töten und an speziellen Orten - den sogenannten Tophets - den Göttern opfern, um von ihrem Volk Krieg und Hungersnot abzuwenden. Davon berichten zumindest die Griechen und Römer. Lange hat man ihnen geglaubt, auch weil Funde von Kinderknochen ihre Überlieferungen gestützt haben. Aber inzwischen betrachten Forscher die Texte mit äußerster Vorsicht, denn die Karthager waren die größten Rivalen im Mittelmeerraum und womöglich Opfer von Verleumdungen. Heute tendiert man dazu, die Tophets als Begräbnisorte für tot geborene oder früh verstorbene Kinder zu sehen. 1000 Jahre lang beherrschen die Karthager als Händler die antike Welt. Dann übernimmt der Erzfeind Rom die Macht und zerstört Karthago - das Herz des phönizischen Kulturkreises. Doch da sind die Samen dieses großen Seefahrervolkes längst aufgegangen. Denn durch ihren Fernhandelsverkehr haben sie die Länder rund ums Mittelmeer zu einem Kulturraum geformt, in dem nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Know-how frei hin- und herströmen. Sie haben die ersten Städte auf europäischem Boden gegründet - Keimzellen einer urbanen Kultur, die bis heute unser Leben prägt. Von ihnen stammt der Entdeckergeist, der Generationen nach ihnen beflügelt hat, wie Forscher erklären. Und sie liefern das nötige technische Wissen, um Schiffe für weite Fahrten über die Meere zu konstruieren. Ein Wissen, das sie zunächst an Griechen und Römer weitergeben und das sich dann in die ganze Welt verbreitet. Das Wichtigste aber, was von ihnen bleibt, ist die phönizische Schrift, die in wenigen Jahrhunderten die Welt erobert und Ursprung aller westlichen Alphabete ist.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Bestattung, Tod, Jenseits. Welche Rolle spielten sie im Leben antiker Völker? Wie pompös waren römische Bestattungen? Wie gelangten Ägypter ins Jenseits? Wie nah waren Tote in Nepal dem Himmel? Ob die Pyramiden Ägyptens oder die Mausoleen Roms - ein Grabmal ist mehr als eine Ruhestätte. Es erzählt die Geschichte derer, die darin bestattet sind und an die man sich erinnern sollte. Antike Völker wussten genau, was sie taten. Heute versucht die Wissenschaft immer noch, ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Mithilfe moderner Technik und neuer Erkenntnisse erwecken Archäologen und Historiker die Totenkulte dieser längst vergangenen Zivilisationen wieder zum Leben. Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Ein mysteriöser Schacht voller Knochen, ein turmhohes Büfett für Aasgeier und hängende Särge: Auf der Reise ins Reich der Toten stoßen Forschende auf schaurige Funde, die viele Fragen aufwerfen. Nicht alle Kulturen vergraben ihre Toten oder übergeben sie dem Feuer. Welche alternativen Bestattungsmethoden wählten alte, längst vergangene Zivilisationen? Und was geben sie darüber preis, was die Menschen damals über den Tod und das Jenseits glaubten? In der Guizhou-Provinz im Südwesten Chinas pflegten Stammesangehörige - vermutlich die der sogenannten Bo - vor Tausenden von Jahren eine ungewöhnliche Totentradition: Sie platzierten Särge auf Baumstämmen, die dann an Felswänden befestigt wurden. Ein Bestattungsritual, dessen Hintergrund bis heute nicht vollständig geklärt ist. Es wird angenommen, dass man dadurch die Bestatteten vor Tieren und Plünderern schützen wollte und der Boden durch die Anbringung der Särge zudem noch frei für Ackerbau blieb. Überdies ist nicht klar, wie die Särge bis zu 100 Meter hoch transportiert und gehängt werden konnten. Von den Bo gibt es keine Aufzeichnungen, da sie Opfer eines Genozids wurden, der von den Herrschern der Ming-Dynastie ausging. Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Ein riesiges, vergrabenes Wikingerschiff auf einem Friedhof, verstorbene Urahnen als Ehrengäste bei den Inka und zwei uralte, geheimnisvolle Grabhügel: Was hat es damit auf sich? Der ruhmreiche Tod versprach Wikingern ein Leben in Walhalla. Doch was genau erwartete die Krieger dort? Warum verabreichten die Inka-Priester ihren Menschenopfern halluzinogene Drogen? Und weshalb wurden im heutigen Syrien Tote massenhaft ausgegraben und umgebettet? Die Spur führt die Forschenden unter anderem nach Norwegen, wo sie mithilfe von Radarscans im Untergrund die Umrisse eines etwa 20 Meter langen Wikingerschiffes entdecken. Es wurde vor rund 1000 Jahren vergraben und ist erstaunlich gut erhalten. Doch warum war es unter der Erde, und welche Geschichte erzählt es über die Menschen, die es dort vergruben? Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Geheimnisvolle Wächter-Sarkophage in Peru, unheimliche Hybride aus Menschen- und Tierknochen und ein rätselhafter Friedhof voller Kinderleichen. Wirklich nur ein Friedhof oder eine Opferstätte? Moderne Technik liefert Forscherinnen und Forschern Hinweise auf uralte Totenrituale. Ob im Kampf gefallen oder geopfert - die Verstorbenen dieser antiken Reiche wurden in Ehren gehalten. Heute geben uns ihre Gräber Aufschluss über den Glauben dieser alten Kulturen. Was lässt sich anhand ihrer Bestattungsriten heute über die Chachapoya herausfinden? Sie sind auch bekannt als "Krieger der Wolken", angestammt im heutigen Peru. Diese indigene Zivilisation lebte in den Anden. Archäologinnen versuchen zu verstehen, wer genau die Chachapoya waren - und stoßen in den Ruinen ihrer Zivilisation, besonders in den Grabstätten, auf einige Antworten. Offenbar waren die Chachapoya ein spirituelles Volk, das an Schamanen und die Heilkraft der Kräuter glaubte. Sie verehrten bestimmte Tiere, da sie glaubten, dass diese Seelen hatten und über bestimmte Kräfte verfügten. Vor allem scheinen sie ihre Vorfahren sehr verehrt zu haben: Sie mumifizierten sie, um ihre Körper für das Leben nach dem Tod zu erhalten. Die bedeutendsten Relikte dieses alten Volkes sind wohl die massiven Sarkophage, die an den Berghängen stehen und über die Region blicken. Sie wurden aus Lehm und Stroh um die Verstorbenen herum gebaut, einige waren mit menschlichen Schädeln verziert. Doch nur ein kleiner Teil der Chachapoya-Bevölkerung bekam einen solchen Sarkophag. Wer waren diese Menschen? Handelt es sich bei ihnen um besonders angesehene Stammesmitglieder? Und was verraten ihre Mumien noch über die alten Krieger der Wolken? Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Die Welt der Toten birgt erstaunliche Funde: das größte Grab der Geschichte und seine tödlichen Fallen, das Elixier des ewigen Lebens und das tragische Geheimnis der ältesten Mumien der Welt. Das Grab des chinesischen Herrschers Qin Shihuangdi ist bekannt für seine Wächterarmee aus Ton, doch es birgt gefährliche Hindernisse. Was haben der Ganges und ein verschollener Lebenstrank gemein? Und warum finden Forscher bei den Chinchorro Kinderleichen? Forschende fanden eine Vielzahl an über Jahrtausende präservierten Kinderleichen in der Atacama-Wüste in Chile. Viele tragen Perücken und Masken aus rotem oder schwarzem Ton und sind mit Stöcken und Schilf gefüllt. Es sind die ältesten Mumien der Welt - etliche von ihnen sind sterbliche Überreste von Kindern und Babys, aber auch Föten. An einigen Kadavern wurden Verletzungen festgestellt, die ihnen nach dem Tod zugefügt wurden. Hat sich dort ein grausames Verbrechen abgespielt? Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Ein Tempel des Todes oder der Durchgang zum Jenseits? Warum befinden sich unter der Maya-Pyramide "El Castillo" so viele Menschenopfer, und welche weiteren blutigen Geheimnisse birgt die Stätte? Die Forscher gehen auf Spurensuche: von den Cenoten, in denen die Maya den Göttern Menschen opferten, über eine geheimnisvolle Stätte in den Anden, wo Reliquien konserviert wurden, bis hin zu den aufwendigen Gräbern von Kriegern und Nomaden in der Steppe Asiens. Unweit des Titicacasees, an der Khonkho-Wankane-Stätte, finden Archäologenteams unzählige Knochenfragmente: ein kleines Stück Fuß, ein Teil eines Kiefers, kleine Knochen von Fingern und Kniescheiben. Sie stammen von mindestens 25 verschiedenen Personen. Bei der chemischen Analyse entdecken die Forscher einen mysteriösen weißen Belag. Um was für eine Substanz könnte es sich handeln, welchen Zweck hat sie, und wer hat die Knochen dieser Menschen zerstückelt und dort hinterlassen? Was passiert nach unserem Tod? Eine Frage, die uns Menschen seit Jahrtausenden umtreibt. Forschende gehen heute der Frage nach, wie alte Zivilisationen mit dem Jenseits umgegangen sind. Welche Hinweise geben Gräber, sterbliche Überreste und Grabbeigaben? Fest steht: Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod hat einige bizarre Rituale angeregt.
Im Tal der Könige liegt das prächtige Grabmal des Obersten Vorlesepriesters Petamenophis. Seine Wände sind vollständig mit Bildern und Texten aus dem Totenbuch des alten Ägypten verziert. Forschende wollen die letzten Rätsel der Hieroglyphen entschlüsseln. Sie untersuchen die "Bibliothek aus Stein" und erfassen das gigantische Bauwerk mit moderner Technik. Petamenophis lebte in der Spätzeit des alten Ägypten um 650 vor Christus. Er nahm eine bedeutende Stellung im Staat ein, war Prophet und Oberster Vorlesepriester. Sein Grab liegt im Tal der Könige, das nur den Pharaonen, Vertrauten der Herrschenden und hohen Staatsbeamten als Ruhestätte vorbehalten war. Das Grabmal des Pedamenophis ist eine der größten bisher entdeckten Anlagen der Nekropole: Sie erstreckt sich unterirdisch bis in eine Tiefe von fast 20 Metern auf drei Ebenen mit unzähligen Gängen und mehr als 20 Räumen. Insgesamt sind mehr als 2600 Quadratmeter Wände vollständig mit Hieroglyphen verziert. Wegen der schier unendlichen Vielfalt an Schriften und Bildern nennen die einen das Bauwerk "Bibliothek der Schriften". Für andere ist das Grabmal ein "Grabpalast". Die Anlage trägt heute offiziell die Bezeichnung TT33. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen seit Langem den aufwendig gestalteten Grabkomplex. Mithilfe moderner Untersuchungsmethoden und 3-D-Technologie erweitern sie ihre Erkenntnisse und ihren Blick auf das Leben im alten Ägypten. Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo bietet exklusive Einblicke in die Forschungen der Archäologinnen und Archäologen. Sie zeigt, welche zentrale Bedeutung der Tod im Leben der Menschen hatte und welche Rolle das "Ägyptische Totenbuch" dabei spielte.