Frankfurt 2012: Ein 76-jähriger Rentner wird Opfer eines brutalen Mordes. 18 Jahre zuvor werden ein Betreiber-Ehepaar eines Bordells und vier Prostituierte ermordet. Was steckt dahinter? Kommissar Bernd Juchems muss den Mord an dem getöteten 76-jährigen Rentner lösen, der Fall wird vom Frankfurter Staatsanwalt Peter Köhler bearbeitet. Er bekommt Hilfe aus dem Hessischen Landeskriminalamt, von dem DNA-Experten Harald Schneider. August 1994 in Frankfurt am Main: In einer Villa im Frankfurter Westend liegen sechs Tote. Alle Opfer wurden erdrosselt. Ein solcher Fund gehört auch für erfahrene Polizisten nicht zum Tagesgeschäft. Brisant: Der Tatort ist ein stadtbekanntes Bordell. Die Opfer: vier Prostituierte und das Betreiber-Ehepaar. Einige lagen zugedeckt im Bett, es sah aus, als ob sie schliefen. Die Nachricht von dem rätselhaften Sechsfachmord verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Über Organisierte Kriminalität, ein Killerkommando und die Russen-Mafia wird spekuliert. Die ermordeten Prostituierten waren Russinnen, die Strangulation mit Elektrokabeln wurde als "osteuropäische Handschrift" gesehen. Oder steckt hinter der Tat doch nur die Verdeckung eines gewöhnlichen Einbruchs?
Hier werden die Nachrichten mit viel bissigem Witz beleuchtet. Aufs Korn genommen wird dabei das aktuelle Tagesgeschehen aus Nachrichtensendungen und Politik.
Im Januar 2014 wird im ägyptischen Abydos eine durchwühlte Krypta mit einer zerlegten Mumie entdeckt. Den kostbaren Wandmalereien zufolge muss es sich um das Grab eines Pharao handeln. Der Name des Bestatteten ist Senebkai - doch weder er noch seine Dynastie oder überhaupt irgendein Pharao sind für den Zeitraum seines Begräbnisses überliefert. Wurde dieser altägyptische Herrscher aus der offiziellen Geschichte des alten Ägypten getilgt? Wer war Senebkai, und warum taucht er in keinem historischen Dokument auf? Auch auf der "Turiner Königsliste", einem altägyptischen Papyrus mit den Namen von Pharaonen, steht der Name nicht. Aber ein anderer Name wird genannt - ein Herrscher einer unbekannten Dynastie mit Sitz in Abydos. Könnte es sich dabei um Senebkai handeln? Die Entdeckung des Pharaonengrabs bestätigt diese Theorie. Forscher und Forscherinnen finden heraus: Senebkai regierte in einer chaotischen Zeit. Ägypten war tief gespalten, und der Pharao hatte viele Feinde. Der forensischen Untersuchung zufolge starb der König an einer schweren Schädelverletzung. Die Art der Wunde und die vom Feind vermutlich benutzte Waffe deuten darauf hin, dass Senebkai auf eine besondere Weise hingerichtet wurde, die Herrschern vorbehalten war. Möglicherweise führte der König einen Bürgerkrieg an. Ein rivalisierender Pharao aus Theben versetzte ihm möglicherweise den tödlichen Schlag. Doch warum wurde Senebkai aus der Geschichtsschreibung gelöscht, und wie konnte seine gesamte Dynastie in Vergessenheit geraten? Ein Team aus internationalen Ägyptologen und Forensikern begibt sich auf die Suche nach Antworten. Was hat es mit der sagenhaften versunkenen Stadt Kanopus auf sich - ist sie nur eine Legende, oder gab es sie einst wirklich? Was trug sich wirklich beim Kampf um Burnswark Hill zu, den die Römer mit vermeintlichen Geheimwaffen für sich entschieden? Und was ist der Grund für die unnatürlich deformierten Totenköpfe, die Archäologen auf einem alten römischen Friedhof in Ungarn entdecken? In der siebten Staffel der Reihe "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" gehen Forscherteams diesen und anderen Rätseln der Weltgeschichte auf den Grund.
Pharao Echnaton: Unter seiner Herrschaft wird eine neue Staatsreligion eingeführt, eine neue Hauptstadt gebaut und die Kunst revolutioniert. Als Echnaton unter dem Namen Amenophis IV. den Thron besteigt, ist Ägypten das mächtigste und wohlhabendste Reich der Region. Doch der neue Pharao hadert mit den alten Eliten und Glaubensvorstellungen. Er ernennt den Sonnengott Aton zum alleinigen Gott. In nur wenigen Jahren lässt er im Wüstensand eine neue Hauptstadt errichten und revolutioniert dafür die Bautechnik. Alles in der neuen Stadt, die beim heutigen Tell el-Amarna liegt, wird auf Aton ausgerichtet. Im Zentrum des Kults stehen der Pharao, der sich ab nun "Echnaton - der Aton nützlich ist" nennt, und seine Große Königliche Gemahlin Nofretete. Auch in der Kunst kommt es zu extremen Veränderungen, die Bildnisse des Pharaos tragen beinahe verzerrt androgyne Züge. Darstellungen der Königsfamilie mit ihren Kindern sind allgegenwärtig. Doch nach nur 17 Jahren auf dem Thron stirbt Echnaton. Und seine Nachfolger unternehmen alles, damit er und sein Wirken möglichst schnell vergessen werden. Der Hof kehrt nach Theben zurück, und die alten Götter werden wieder verehrt. Echnatons Name wird aus Inschriften getilgt, seine Bildnisse werden zerstört und seine Bauwerke als Steinbruch verwendet. Der Pharao wird so gründlich aus der Geschichte gestrichen, dass erst im 18. Jahrhundert Spuren von ihm in den damals wiederentdeckten Überresten seiner Stadt "Achet-Aton" aufgefunden werden. Doch bis heute bleibt Echnaton, der "Revolutionär auf dem Thron", geheimnisumwittert. War er ein Visionär oder ein Wahnsinniger? Handelte er strategisch oder aus Glaubenseifer? Noch umgeben viele Rätsel seine Herrschaft und die kurze Epoche in der Geschichte des alten Ägypten, als zum ersten Mal ein Gott allein am Himmel stand. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Hatschepsut kommt als Tochter von Thutmosis I. und Königin Ahmose zur Welt. Die legendäre Pharaonin führt das Land in eine Zeit des Wohlstandes und des Friedens. Da sie als Frau von der Erbfolge ausgeschlossen ist, wird ihr Halbbruder Thutmosis II. zum Pharao gekrönt. Um seinen Thronanspruch zu festigen, heiratet er Hatschepsut. Nach dessen Tod setzt sie sich als Regentin und Vormund ihres Stiefsohnes Thutmosis III. ein. Experten versuchen an unterschiedlichen Orten Ägyptens herauszufinden, wie die junge Frau es schaffte, in einer von Männern dominierten Welt die Traditionen zu umgehen und sich selbst zum Pharao zu krönen. Selbst als ihr Stiefsohn alt genug war, um zu regieren, zog sie sich nicht zurück. Die beiden teilten sich die Macht in einer Ko-Regentschaft. Thutmosis III. sicherte als erfolgreicher Feldherr die Grenze zu Nubien, während Hatschepsut eine Expedition ins sagenumwobene Punt organisierte. Unter der Herrschaft der Pharaonin erlebte das Land eine Zeit des Reichtums, in der Kunst und Kultur aufblühten. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Der Kindkönig Tutanchamun ist heute der mit bekannteste Pharao Ägyptens. Die Entdeckung seines Grabes durch Howard Carter im Jahr 1922 und dessen kostbare Beigaben machen ihn weltberühmt. Tutanchamun tritt ein schwieriges Erbe an: Unter seiner Herrschaft werden die traditionellen Götterkulte wiederhergestellt, Tempel erneuert. So soll Ägyptens traditionelle religiöse und politische Ordnung wieder gefestigt werden. Waren Tutanchamuns mächtige Berater Eje und Haremhab loyale Vertraute, oder verfolgten sie eigene Pläne für den Thron? Welche Rolle spielte die rätselhafte Pharaonin Neferneferuaten vor der Herrschaft des jungen Königs? Starb Tutanchamun mit etwa 18 oder 19 Jahren an einer Krankheit, an den Folgen einer Verletzung, oder wurde er möglicherweise ermordet? Und warum vermuten manche Fachleute, dass Teile seiner Grabausstattung ursprünglich für andere Mitglieder der Königsfamilie angefertigt wurden und selbst sein Grab zunächst für jemand anderen vorgesehen war? Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land erreicht im Neuen Reich einen Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums.
In der Zweiten Zwischenzeit ist Ägypten politisch zersplittert. Die Pharaonen der 17. Dynastie regieren von Theben aus, und die Hyksos etablieren ihre Herrschaft im Nildelta. Der Konflikt mit den Hyksos eskaliert unter Seqenenre Tao II. Sein Nachfolger Kamose greift die Hyksos im Norden an. Doch erst Ahmose I. vollendet mit seinem Sieg über die Hyksos, was seine Vorgänger begonnen haben - die Rückeroberung Ägyptens. Die Hyksos kontrollieren das Nildelta und dehnen ihren Einfluss bis in den Raum Memphis aus, während Kerma im Süden an Einfluss gewinnt und ehemalige ägyptische Grenzfestungen in Unternubien übernimmt. Der thebanische Herrscher Seqenenre Tao II. und der spätere thebanische König Kamose setzen alles daran, ihr Land zurückzuerobern. Doch erst Seqenenres Sohn Ahmose I. beendet die Hyksos-Herrschaft, unter anderem? durch die Einnahme von Avaris, und vereinigt Ägypten wieder unter thebanischer Führung. Seinen Erfolg verdankt er unter anderem militärischen Innovationen und der tatkräftigen Unterstützung der weiblichen Mitglieder des Königshauses: seiner Großmutter Tetischeri, seiner Mutter Ahhotep und seiner Gemahlin Ahmose Nefertari. Wer war dieser Pharao, der Ägypten befreit und der mit dem Beginn des Neuen Reiches als Gründer der 18. Dynastie gilt, die grob rund 250 Jahre dauerte? Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land erreicht im Neuen Reich einen Höhepunkt seiner Macht und seines Reichtums.
Amenophis III. treibt den Wohlstand Ägyptens weiter an. Als größter Bauherr seiner Zeit errichtet der neunte Pharao der 18. Dynastie zahlreiche Prachtbauten. Sein großer Erfolg ist zunächst nicht abzusehen. Als Amenophis III. im Alter von etwa zwölf Jahren seinem verstorbenen Vater Thutmosis IV. auf den Thron folgt, sehen die mächtigen Nachbarn des ägyptischen Reichs endlich die Chance, dessen Vormachtstellung zu brechen. Doch dem jungen, noch unerfahrenen König gelingt es, dies zu verhindern, ohne Gewalt anzuwenden. Amenophis III. entwickelt sich zu einem versierten Diplomaten, der durch Eheschließungen mit Prinzessinnen aus den Nachbarreichen Allianzen mit den jeweiligen Herrschern schmiedet. Dabei kann er sich auf die Unterstützung und den Rat einer mächtigen Frau verlassen: seiner Großen Königlichen Gemahlin Teje. Sein Erfolg beruht außerdem auf geschickter PR: Mithilfe von Gedenkskarabäen, die bis nach Kleinasien gelangen, stellt er sich im In- und Ausland als starker und einflussreicher Herrscher dar. Seine Beliebtheit beim Volk sichert er sich mit großzügig ausgestatteten religiösen Festen, während er die Gunst der Götter durch den Bau zahlreicher Tempel und Statuen zu gewinnen sucht. Amenophis III. erweitert die Kultstätten von Luxor und Karnak, lässt ein neues Heiligtum an der Grenze zu Nubien errichten und erbaut einen gewaltigen Totentempel, von dem heute nur noch die kolossalen Wächterfiguren stehen. Der "strahlende Aton", wie er sich selbst nennt, gerät in Vergessenheit, nachdem Naturgewalten und plündernde Nachfolger zahlreiche seiner prächtigen Bauten zerstören. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Nofretete gilt als Inbegriff zeitloser Schönheit. Doch die ägyptische Königin gibt der Fachwelt bis heute Rätsel auf. Als der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt 1912 bei Grabungen in der antiken Stadt Amarna auf die Büste der Nofretete stößt, kann er sein Glück kaum fassen. Denn spätere Herrscher hatten versucht, alle Spuren dieser Königin aus der Geschichte zu tilgen. Im 14. Jahrhundert vor Christus wendet sich Pharao Echnaton von den alten Göttern ab und führt mit dem Aton-Kult eine neue Staatsreligion ein. Seine Große Königliche Gemahlin Nofretete spielt dabei eine bedeutende Rolle. Als der Hofstaat in die neu erbaute Residenzstadt Achet-Aton umzieht, sind Echnaton und Nofretete auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Doch gegen Ende von Echnatons Regierungszeit verlässt das Königspaar das Glück: Eine Epidemie breitet sich in Ägypten aus. Zugleich muss das bisher erfolgsverwöhnte Reich eine herbe militärische Niederlage einstecken. Nach Echnatons Tod werden Bildnisse von ihm und seiner Gemahlin Nofretete zerstört, um sie aus dem kollektiven Gedächtnis zu verbannen. Die Fachwelt ist bis heute uneins, was mit Nofretete geschehen ist. Selbst umfangreiche DNA-Analysen an Mumien der 18. Dynastie bringen kein Licht ins Dunkel. Und so ist bis heute unklar, ob Nofretete für eine Weile das von einer schweren Krise gebeutelte Reich allein regierte, bis der junge Prinz Tutanchamun den Thron bestieg. Die Herrscher der 18. Dynastie sind die Begründer des Neuen Reichs, der dritten Blütezeit der ägyptischen Hochkultur. Das Land wird zu einem der reichsten und mächtigsten Königreiche des Altertums.
Kurz vor dem Vulkanausbruch 79 nach Christus ist Pompeji eine Stadt sozialer Ungleichheit: Reichtum und Armut liegen dicht beieinander. Wie wirken sich die Gegensätze im Alltag aus? Neue archäologische Forschungen offenbaren die harte Realität hinter der glänzenden Fassade des antiken Pompeji. Funde belegen, dass einige wenige auf Kosten vieler Sklaven leben. Sie zeigen einen tiefen sozialen Riss in der Gesellschaft der römischen Stadt. Pompeji ist weit mehr als ein Ferienort der römischen Elite. Neue archäologische Funde und moderne Analyseverfahren zeichnen ein differenziertes Bild der antiken Stadt. Sichtbar wird dies in der städtischen Infrastruktur, der Wasserversorgung, der Verteilung von Wohnraum und den wirtschaftlichen Netzwerken Pompejis. Die Archäologie zeigt: Der Wohlstand der Oberschicht beruht auf Gewalt, Ausbeutung und sozialer Ungleichheit. Der Alltag der Menschen in Pompeji spielt sich zwischen extremen Gegensätzen ab - zwischen aristokratischem Luxus und großzügigen Wohnhäusern auf der einen Seite und engen Werkstätten und dem harten, fremdbestimmten Leben der Versklavten auf der anderen. Neue Ausgrabungen machen diese soziale Realität greifbar. Ein prunkvolles Marmorgrab offenbart das Selbstverständnis der städtischen Elite und ihre engen Verbindungen zur kaiserlichen Macht in Rom. Kinder-Graffitis mit Gladiatorenszenen zeigen, wie fest Gewalt im kulturellen Alltag der römischen Gesellschaft verankert ist. Funde aus einer Großbäckerei dokumentieren zudem die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen versklavter Menschen, die einen zentralen Teil der Wirtschaft Pompejis tragen. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt das antike Pompeji als eine Stadt großer sozialer Gegensätze. Die Ungleichheit schürt Spannungen und Gewalt - und der äußere Glanz kann diese Konflikte kaum verbergen.
Neue archäologische Funde in Pompeji zeichnen ein differenziertes Bild der antiken Stadt: Gewalt, soziale Spannungen und tiefgreifende Ungleichheit prägen den Alltag im Römischen Reich. Die Dokumentation beleuchtet die Schattenseiten Pompejis und verbindet aktuelle archäologische Erkenntnisse mit historischen Quellen. Im Zentrum stehen Aufstände, Unruhen und soziale Konflikte, die tief in der Stadtgesellschaft verankert sind. Archäologen und Historiker analysieren die verborgenen sozialen Strukturen Pompejis und zeigen, wie sich Kriminalität, Gewalt und Machtverschiebungen unter der scheinbar geordneten Oberfläche des römischen Alltags auswirken. Von den Nachwirkungen des Sklavenaufstandes unter Spartacus bis zu den Massenunruhen im Amphitheater von Pompeji im Jahr 59? nach Christus untersucht die Dokumentation, wie eine stark fragmentierte Gesellschaft versucht, Stabilität zu bewahren - und warum dieses Gleichgewicht dauerhaft gefährdet bleibt. Ein besonderer Fokus liegt auf neuen archäologischen Entdeckungen, die bislang wenig beachtete Lebensrealitäten sichtbar machen. Mit exklusivem Zugang zu zuvor gesperrten Arealen präsentieren Expertinnen und Experten spektakuläre Funde, darunter neu freigelegte Sklavenunterkünfte in einer Villa außerhalb der Stadtmauern. Ergänzt werden diese Befunde durch DNA-Analysen eines verstorbenen Freigelassenen, der sozialen Aufstieg bis in die Oberschicht erlangte - ein seltener, aber aufschlussreicher Ausnahmefall im sozialen Gefüge des antiken Pompeji. Die archäologischen Funde deuten darauf hin, dass Pompeji bereits lange vor dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79? nach Christus unter erheblichem gesellschaftlichem Druck steht. Wirtschaftliche Belastungen, tiefgreifende soziale Umbrüche und die schweren Erdbeben des 1. Jahrhunderts destabilisieren das urbane Gefüge nachhaltig. Archäologische Spuren von Unruhen, Alltagskriminalität und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Privathäusern verdeutlichen, wie brüchig die soziale Ordnung ist - und wie wenig es braucht, um sie ins Wanken zu bringen. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt das antike Pompeji als eine Stadt großer sozialer Gegensätze. Die Ungleichheit schürt Spannungen und Gewalt - und der äußere Glanz kann diese Konflikte kaum verbergen.
Ägyptens Bestattungsrituale geben bis heute Rätsel auf. Besonders die Mumien. Wer waren die Verstorbenen? Warum wurden sie mumifiziert - und mit welchen Rezepturen? Modernste Technologie soll Antworten liefern: CT-Scans, Analysen und Detektivarbeit im Labor. Interdisziplinäre Teams aus Radiologen, Archäologen und Ägyptologen begeben sich gemeinsam auf Spurensuche. Im Jahr 2019 wird in der Nekropole Sakkara das über 4000 Jahre alte Grab des hohen Würdenträgers Chuwi aus der fünften Dynastie entdeckt. Ein Fund von historischer Tragweite. In der Grabkammer findet ein Team von Archäologen leuchtend farbige Wandmalereien, die die Jahrtausende nahezu unversehrt überdauert haben. Von der Mumie selbst sind nur noch wenige Überreste erhalten, denn das Grab wurde schon vor langer Zeit geplündert. Die Entdeckung liefert einen entscheidenden Beweis: Die Kunst der Mumifizierung war nicht allein den Pharaonen vorbehalten. Doch wie gingen die Priester und Balsamierer vor? Jüngste Analysen enthüllen eine hoch entwickelte Technik: Kostbare Leinentücher, seltene Harze und wertvolle Salben wurden verwendet. Mithilfe modernster medizinischer Scanner und experimenteller Archäologie rekonstruieren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die einzelnen Schritte des 70 Tage dauernden Einbalsamierungsprozesses. Mit jedem neuen Mumienfund wächst das Wissen um die geheimnisvollen Rituale der alten Ägypter. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
2016 sorgt ein Sensationsfund in Sakkara für Aufsehen: In 13 Metern Tiefe entdecken Archäologen eine Mumifizierungswerkstatt. Kann der Fund mehr über die Praxis der Balsamierung verraten? Die Mumifizierung mit Salben und Tinkturen sollte den Verstorbenen das Weiterleben im Jenseits sichern. Grabbeigaben und kunstvolle Malereien auf Sarkophagen und in den Grabkammern sollten sie schützen auf der Reise ins Reich des Gottes Osiris. Für die alten Ägypter war die Mumifizierung mehr als ein technischer Vorgang - sie war ein spirituelles Ritual. Heute ermöglicht modernste Technik einen nie da gewesenen Blick hinter die Kulissen der jahrtausendealten Praxis. In der freigelegten Balsamierungswerkstatt finden Archäologen zahlreiche Tongefäße - die meisten leer. Doch mithilfe chromatographischer Analysen können winzige Rückstände der Substanzen identifiziert werden. Die Ergebnisse sind verblüffend: Viele der verwendeten Mittel mussten von weither nach Ägypten importiert werden. Es muss ein weit verzweigtes Handelsnetz gegeben haben, das nicht nur den gesamten Mittelmeerraum umfasste, sondern sogar bis nach Südostasien reichte. Ein weiterer Meilenstein: Ein CT-Scanner mit photonenzählenden Detektoren erlaubt erstmals, Objekte im Inneren einer Mumie sichtbar zu machen - und sogar Hieroglyphen darauf zu entziffern. Die Mumie selbst bleibt dabei unversehrt. Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Die Faszination für das alte Ägypten lebt weiter. Bahnbrechende Entdeckungen und modernste Technik eröffnen der Forschung neue Perspektiven und liefern überraschende Erkenntnisse. Als Forscher in Kairo die Mumien der Pharaonen per CT-Scan durchleuchten, stoßen sie auf eine sensationelle Entdeckung: Die Bilder verraten die Todesursache von König Ramses III. Damit lösen sie ein jahrtausendealtes Rätsel um den Tod des mächtigen Herrschers. Der Wunsch nach Unsterblichkeit und nach Leben jenseits des Todes prägt die Kultur des alten Ägypten. Um den vertrauten Lebensstandard auch im Jenseits zu bewahren, halten die Ägypter ihren Besitz und ihre Gewohnheiten detailreich auf Wandmalereien ihrer Grabkammern fest - begleitet vom Namen des Verstorbenen, der so oft wie möglich verewigt wird. Für Ägyptologen und Ägyptologinnen bedeutet die Entzifferung dieser Hieroglyphen bis heute eine gewaltige Herausforderung. Doch nicht nur Menschen wurden mumifiziert. In der Totenstadt Sakkara fanden Forschende zahllose Tiermumien. Haustiere, die ihre Besitzer ins Totenreich begleiten sollten. Und heilige Tiere, die als Symbole göttlicher Macht galten. Ein exotisches Exemplar bewahrt das Kunstmuseum im französischen Aix-en-Provence auf: einen mumifizierten Waran. Die Faszination für das alte Ägypten erfasste in vergangenen Jahrhunderten auch Europa. Immer wieder kam es zu Wellen der "Ägyptomanie", die Raubplünderungen und den skrupellosen Handel mit Artefakten nach sich zogen. Reisende nahmen Souvenirs mit - auch Mumienteile. Heute steht eine Frage im Vordergrund: Wie lässt sich die Vergangenheit erforschen und zugleich ein ethisch verantwortungsvoller Umgang mit menschlichen Überresten in Museen gewährleisten? Mumien faszinieren bis heute: Sie eröffnen der Wissenschaft wertvolle Einblicke in Leben, Alltag und Glauben der Menschen im alten Ägypten. Moderne Technik lässt jahrtausendealte Geschichte lebendig werden.
Alexander der Große gilt als eine der schillerndsten Figuren der Geschichte. Seit mehr als 2000 Jahren fasziniert der Königssohn aus Makedonien die Menschen. Was macht ihn zum Mythos? Was trieb Alexander an, der nicht nur Eroberer und Entdecker fremder Länder war, sondern auch Gründer und Zerstörer namhafter Städte, der als Kriegstreiber in die Geschichte einging, aber auch als Vermittler zwischen den Kulturen? Er schuf in nur wenigen Jahren ein Reich, das einen großen Teil der damals bekannten Welt umfasste. Dabei hatte er eine große Vision. Sein Ziel war nichts Geringeres als die Unsterblichkeit. Auf dem Schlachtfeld galt er als Genie und Revolutionär. Wie gelang es dem jungen König, mit oft weit unterlegenen Armeen die Massenheere seiner Gegner zu schlagen? Warum sind Tausende Griechen ihrem Herrscher bis ans Ende der damaligen Welt gefolgt?
Juni 1904 - Hilbrand Gringhuis geht im Weerdinger Moor seiner Arbeit als Torfstecher nach, als er zwei dicht nebeneinanderliegende Leichen entdeckt. Opfer eines Doppelmordes? Der herbeigerufene Dorfpolizist stellt fest: Die Toten sind ihrem Zustand nach vor langer Zeit gestorben. Ihre Haut ist ledrig und die Knochen fast ganz aufgelöst. Die Neuigkeit vom Fund macht im niederländischen Weerdinge schnell die Runde. Da die kleinere Mumie auf dem rechten Arm der größeren Mumie liegt, hält man die beiden lange für ein Ehepaar und nennt sie fortan Herr und Frau Veenstra. Die mumifizierten Toten werden schließlich dem Drents Museum in Assen übergeben, wo sie sich noch heute befinden. Dort versucht man seit mehr als 120 Jahren, den Geheimnissen des etwa 2000 Jahre alten Mumienpaares auf die Spur zu kommen. Wer waren die beiden, und warum wurden sie im Moor versenkt? Ein großer Schnitt in der Brust der größeren Mumie deutet darauf hin, dass sie einen gewaltsamen Tod fand. Auf die kleinere Mumie trifft das vermutlich auch zu. Aber was war der Grund dafür? War es kaltblütiger Mord? Wurden die beiden für ein Verbrechen bestraft? Für eine verbotene Liebe? Oder wurden sie im Rahmen eines Rituals geopfert? Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.
Als Arbeiter 1835 in Dänemark auf die Leiche einer Frau stoßen, gehen sie zunächst von einem Verbrechen oder einem Vermisstenfall aus. Doch dann nimmt alles eine unerwartete Wendung. Nach der Untersuchung im Krankenhaus von Vejle steht fest: Die Tote ist vor langer Zeit gestorben. Daraufhin macht eine faszinierende Geschichte über ihre Identität die Runde. Wurde im Moor nahe des Gutshofs Haraldskär eine Wikinger-Königin geborgen? Der dänische Historiker Niels Matthias Petersen ist überzeugt, dass es sich bei der Frau um Königin Gunhild aus dem 10. Jahrhundert handelt, die der Legende nach vom dänischen König Harald I. "Blauzahn" nach Dänemark gelockt, getötet und im Moor versenkt wurde. Diese Deutung ist so populär, dass König Friedrich VI. sie bald nach ihrem Auffinden in einem Kiefernholzsarg in der Kirche von Vejle beisetzen lässt. Doch es gibt auch Gegenstimmen. Nach Auffassung des jungen Archäologen Jens Jacob Asmussen Worsaae stammt die Tote aus der Eisenzeit und könnte Opfer einer rituellen Tötung gewesen sein. Aus welcher Epoche sie stammt, kann lange Zeit nur spekuliert werden. 1977 soll eine Altersbestimmung mittels Radiokohlenstoffdatierung Gewissheit bringen. Laut dieser Untersuchung stammt die Tote aus der vorrömischen Eisenzeit. Eine neuere Messung datiert eine Probe mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Zeitraum 409 bis 263 vor Christus; eine weitere Probe ergab 200 bis 50 vor Christus. Eines belegen die Untersuchungen allerdings eindeutig: Die Frau fand einen gewaltsamen Tod. Kann die Wissenschaft das Rätsel um die mysteriöse Tote von Haraldskär lösen? Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.
Im Mai 1897 arbeiten zwei Torfstecher im Moor in der Nähe des niederländischen Ortes Yde, als sie auf die Überreste einer Moorleiche stoßen. Neun Tage nach dem Fund informiert der Bürgermeister das Provinzialmuseum in Assen. Die folgenden Untersuchungen ergeben, dass es sich um die Leiche eines etwa 15- bis 16-jährigen Mädchens handelt. Sie wird bis heute das "Mädchen von Yde" genannt. Fast ein Jahrhundert nach ihrer Entdeckung liefern moderne Untersuchungsmethoden neue Erkenntnisse über das Mädchen und seinen Tod. Warum hatte das Mädchen einen zur Hälfte kahlen Schädel? Warum wurde sie so brutal getötet? Und wie mag ihr kurzes Leben im Alltag ausgesehen haben? Dank Radiokarbonuntersuchungen lässt sich feststellen, dass sie zwischen 42 vor Christus und 59 nach Christus gelebt hat. Zu dieser Zeit fanden die römischen Feldzüge in Germanien statt. Einige niederländische Experten vermuten, dass ihr Tod im Zusammenhang mit der römischen Invasion stehen könnte und sie den Göttern geopfert wurde. Zu Beginn der 1990er-Jahre wird eine Gesichtsrekonstruktion für die Moorleiche angefertigt. Sie zeigt ein junges Mädchen im Teenageralter. Durch die Rekonstruktion wurde das "Mädchen von Yde" zu einer der berühmtesten Moorleichen Europas. Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.
1959 entdecken Torfstecher bei Dätgen in Schleswig-Holstein die kopflose Leiche eines Mannes. Sein Kopf wird erst Monate später im Moor gefunden - drei Meter vom Leichenfundort entfernt. Der Mann wurde nicht nur enthauptet, sondern auch erstochen und mit spitzen Holzpfählen fest im Moor verankert. Wer ist der Unbekannte aus der fernen Vergangenheit? Warum wurde er so grausam getötet? Und welche rituelle Bedeutung hatte seine Niederlegung im Moor? Als die Moorleiche entdeckt wird, halten die Torfstecher sie zunächst für einen Tierkörper, doch schnell wird klar, dass es sich bei dem Fund um einen Menschen handelt. Leider wird die Leiche unter anderem bei der Ausgrabung und anschließenden Konservierung beschädigt. Immerhin ergibt die Radiokarbondatierung, dass der Mann von Dätgen in der sogenannten Römischen Kaiserzeit gestorben ist, irgendwann zwischen den Jahren 135 und 385 nach Christus. Ein im Moor erhalten gebliebener Haarknoten könnte außerdem darauf hinweisen, dass er in seiner Gemeinschaft einen hohen Rang einnahm. Doch über die Hintergründe seiner brutalen Tötung lässt sich nur spekulieren: Hatte er sich unter seinen Leuten Feinde gemacht? Handelt es sich vielleicht sogar um ein Menschenopfer, um die Götter zu besänftigen? Und was haben seine Niederlegung im Moor, die Enthauptung und die spitzen Holzpfähle mit dem Glauben der damaligen Menschen und dem Mythos vom Wiedergänger zu tun? Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.
Hier werden die Nachrichten mit viel bissigem Witz beleuchtet. Aufs Korn genommen wird dabei das aktuelle Tagesgeschehen aus Nachrichtensendungen und Politik.
Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form. Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt. Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde. Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes. Die Größe des Platzes, die Form der Seitenmauern wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden. Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen".
Schrift ist eine der genialsten Erfindungen der Menschheit. Durch sie lebt die Vergangenheit fort. Harald Lesch begibt sich auf die Spur geheimnisvoller Schriften weltweit. Schrift wurde an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten immer wieder neu erfunden. Um sie entziffern zu können, muss man mehr über die Sprache und Kultur der Menschen wissen, die sie erfanden. Manche Schriften gelten bis auf weiteres als unentzifferbar. Bei der Entstehung von Schrift stehen am Anfang oft einzelne Zeichen, die sich erst im Laufe der Zeit zu komplexen Systemen entwickeln. Einige Zeichen sind eigentlich Bilder des Dargestellten, andere stehen für Silben oder einzelne Laute. Und selbst wenn man die Schrift lesen kann, heißt das noch lange nicht, dass man sie auch versteht. So etwa bei der Linear-A-Schrift aus Kreta. Sie wurde von den Minoern entwickelt, der ersten Hochkultur in Europa. Anhand von Parallelen in einer späteren Schrift konnten Wissenschaftler den Zeichen Laute zuordnen. Es fehlt ihnen aber die Kenntnis der zugrunde liegenden Sprache. Deshalb konnten die Zeichen ihre magische Fähigkeit, das in ihnen gespeicherte Wissen zu vermitteln, noch nicht ausüben. Anders beim Rongorongo, der Schrift der Rapa Nui auf Rapa Nui . Linguisten sind davon überzeugt, dass die zugrunde liegende Sprache nur die der Einwohner der Osterinsel sein kann, die diese bis heute sprechen, wenn auch in einer späteren Sprachstufe. Und dennoch haben die 600 bekannten Schriftzeichen ihr Geheimnis noch nicht preisgegeben. Nur so viel scheint sicher, dass die auf Holztafeln überlieferten Texte sehr wahrscheinlich in einer Art Wechselgesang vorgetragen wurden. Sie könnten wichtige Hinweise zur Kultur der Rapa Nui und ihrer geheimnisvollen Moai-Skulpturen enthalten. Mehr Erfolg hatte ein Team von Wissenschaftlern um die Sprachwissenschaftlerin Svenja Bonmann. Ihnen gelang der Durchbruch bei der Entzifferung der Kuschana-Schrift, einer Schrift und Sprache, die wohl nur von einer kleinen Minderheit in dem ehemaligen zentralasiatischen Großreich gesprochen wurde. Zuhilfe kam ihnen dabei eine sogenannte Bilingue, die auf einem Felsen in Tadschikistan in 3000 Meter Höhe eingemeißelt wurde. Hier wurde derselbe Text einmal in Baktrisch und einmal in Kuschana aufgeschrieben. Der Vergleich mit der lesbaren baktrischen Inschrift erlaubte es den Forschern anhand von Wortwiederholungen auch Zeichen und Wörter in der Kuschana-Inschrift zu identifizieren. So wie sie haben es sich Wissenschaftler weltweit zur Aufgabe gemacht, noch unbekannte Schriften zu entziffern und damit Türen in die Vergangenheit aufzustoßen, die bislang verschlossen blieben.
"Verschollenes" fasziniert die Menschen seit jeher. Harald Lesch macht sich auf die Suche nach Siedlungen, Flotten und ganzen Heeren, die im Laufe der Geschichte spurlos verschwanden. Im 16. Jahrhundert wird die erste englische Kolonie in Amerika gegründet. Doch nur wenige Jahre später fehlt von Roanoke und seinen Bewohnern jede Spur. Nun scheint das Rätsel gelöst. - Nur eine der Geschichten, die "Terra X" beleuchtet. Im Jahr 2016 gelingt einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Unterwasserarchäologen Graf Sandizell die Aufklärung eines jahrhundertalten Rätsels. Am 4. März 1650 verschwand eine Flotte von fünf Schiffen der niederländischen Ostindien-Kompanie scheinbar spurlos in den Gewässern vor Süd-Sulawesi. Die gesamte Besatzung, 581 Mann, überlebte. Auch ein Teil der Ladung konnte gerettet werden, aber die Schiffe verschwanden danach spurlos. Bis Taucher sie, nach akribischen Recherchen in Bibliotheken und Archiven, innerhalb von nur vier Tagen vor der Küste des heutigen Indonesien lokalisierten. Dagegen fehlt noch immer jede Spur vom Heer des persischen Königs Kambyses, das im Jahr 524 vor Christus nach einem Sandsturm in der ägyptischen Wüste umgekommen sein soll. Aber können 50.000 Soldaten tatsächlich spurlos verschwinden? Ausgangspunkt und Ziel des Feldzuges waren bekannt. Doch der Weg führte durch die unwirtliche Wüste Sahara. Sind die Überreste dieses riesigen Heeres unter meterhohen Sanddünen verborgen, oder gibt es vielleicht noch einen anderen Grund dafür, dass die Suche bis heute erfolglos blieb? Diese und weitere rätselhafte Geschehnisse stellt Harald Lesch in dieser Folge "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie: Verschollen" vor. Wie schon in den vorherigen Staffeln liegt das Hauptaugenmerk auf archäologischen Ausgrabungen und Forschungen. Neben der Präsentation von zum Teil scheinbar Unerklärlichem bleibt viel Raum für die Begleitung von Forschenden vor Ort.
Weltweit gibt es immer wieder rätselhafte Funde. Auch in dieser Staffel von "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Seit Jahrtausenden errichten Menschen verschiedenste Bauten. Sie dienen als Wohnungen, Gotteshäuser oder zu Zwecken, die bis heute unbekannt sind. Manche wurden bewusst versteckt errichtet, andere gerieten in Vergessenheit und wurden zufällig wiederentdeckt. Überall auf der Welt finden sich Bauwerke, die Rätsel aufgeben. Die Fragen reichen vom Sinn und Zweck der Monumente über ihre Erbauer bis hin zur Art und Weise ihrer Errichtung. Seit seiner Erbauung strahlen die hellen Mauern des Castel del Monte weithin über die Landschaft Apuliens im Süden Italiens. Errichtete Kaiser Friedrich II. hier eine steinerne Krone, oder verstecken sich in den Mauern Hinweise auf ganz andere Gebäude, wie die Cheopspyramide, die Kathedrale von Notre-Dame in Paris oder der Felsendom in Jerusalem? Mehr als 1000 Jahre in Vergessenheit geriet hingegen der größte buddhistische Tempel weltweit: Borobudur. Erbaut zwischen 750 und 850 nach Christus, wurde die Anlage bereits im 10. Jahrhundert verlassen und erst im frühen 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Noch sehr viel älter, aber nicht weniger geheimnisvoll, sind 170 regelmäßig angeordnete Steinhügel, die Wissenschaftler auf dem Grund des Bodensees fanden. Sie stammen wohl aus der Jungsteinzeit, ihr Verwendungszweck aber gibt Rätsel auf. Ein Objekt auf dem Boden der Ostsee datiert dagegen in die jüngste Vergangenheit und findet sich trotzdem in keiner einschlägigen Datenbank. Seine Spur führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als Deutschland noch ein geteiltes Land war.
In der vierten Staffel "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" begibt sich Harald Lesch auf die Spur längst vergessener Techniken und des sagenhaften Volkes der Amazonen. Vor 4500 Jahren wurden in Ägypten die Pyramiden gebaut und in Südamerika erdbebensichere Gebäude. 2000 Jahre später berechneten griechische Ingenieure den Vortrieb eines Tunnels so exakt, dass sich die Arbeitstrupps tatsächlich mitten im Berg trafen. Im Jahr 1882 machte ein Abt auf der Insel Samos eine spektakuläre Entdeckung. Mithilfe der Beschreibungen des antiken Geschichtsschreibers Herodot gelang ihm die Lokalisierung des Südeinganges des sogenannten Eupalinos-Tunnels, durch den eine Wasserleitung floss, die die Stadt Samos seit dem 6. Jahrhundert vor Christus mit Frischwasser versorgte. Benannt nach dem Architekten Eupalinos von Megara ist der Tunnel ein Wunderwerk antiker Ingenieurskunst. Während der 8 bis 15 Jahre währenden Bauzeit wurde der Tunnel von beiden Enden zugleich in den Berg getrieben; auch das überliefert Herodot. Der Bau des Tunnels markiert die erste Blütezeit der Geometrie im antiken Griechenland. Die Bandbreite dieser Folge "Ungelöste Fälle der Archäologie" reicht von der Frage, welche Berechnungen die antiken Mathematiker anstellten, über die Werkzeuge, mit denen die alten Ägypter anscheinend wie mit Zauberhand selbst härteste Gesteine bearbeiten konnten, bis hin zu den Hilfsmitteln, die mittelamerikanische Völker wahrscheinlich beim Errichten ihrer Großbauten nutzten. Viele Fragen lassen sich beantworten, aber manche Artefakte haben ihr Geheimnis bis heute bewahrt - wie etwa die gallo-römischen Dodekaeder, deren Verwendung bis heute Rätsel aufgibt.
Forscher weltweit stoßen immer wieder auf rätselhafte Funde. In dem Zweiteiler "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Es gibt Menschen, die glauben, dass es Spuren Außerirdischer auf unserem Planeten gibt. Als Beweis gelten ihnen Funde aus Ägypten, Felszeichnungen in Italien und Darstellungen mittelamerikanischer Völker, die angeblich Erinnerungen an diese Besuche sind. Anhänger der Prä-Astronautik sind davon überzeugt, dass intelligente außerirdische Wesen die Erde in der Frühzeit besuchten und die Entwicklung der Menschheit maßgeblich beeinflussten. Bestimmte Darstellungen oder Artefakte, für die es keine eindeutige Erklärung gibt oder deren Verwendung bis heute unbekannt ist, erklären sie als Erinnerung an den Besuch dieser Außerirdischen. So wurden etwa einige der sogenannten Nasca-Linien in Peru oder die prähistorischen Schleifrillen auf der Insel Malta als Relikte alter Landebahnen gedeutet und Darstellungen von Gestalten mit einer Art Helm bei den Maya oder auf Felszeichnungen in Italien als Astronauten. Eine Steinscheibe aus einem mehr als 4000 Jahre alten Grab in Ägypten wurde sogar als möglicher Raumschiffantrieb identifiziert. Für "Terra X" untersucht Harald Lesch diese angeblich brisanten Funde.
Unzählige Legenden ranken sich um das Volk der Amazonen. Ihre Spuren lassen sich überall auf der Welt finden, nicht nur in der antiken, sondern auch in der Neuen Welt. Antike Autoren berichten von kühnen Reiterinnen, die selbst die härtesten Krieger das Fürchten lehrten. Sie stammen angeblich aus den Steppen Eurasiens, doch bisher ist jeder Versuch gescheitert, ihre Heimat zu lokalisieren. Sie waren kämpfende, männermordende Frauen, die den Griechen Angst und Schrecken einjagten. Weit im Osten der antiken Welt sollen sie gelebt haben, so die Legende. Prof. Jochen Fornasier gräbt zusammen mit ukrainischen Kollegen in der alten griechischen Kolonie Olbia. Die Stadt am Schwarzen Meer, östlich von Odessa gelegen, gilt als Tor zur Welt der Skythen. Und in jenem legendären Reitervolk aus den Steppen des Ostens vermuten die Forscher um Fornasier die Ursprünge des Amazonen-Mythos. Die Grabungen zeigen, dass die Griechen in Olbia in regem Austausch mit den Steppenvölkern des Ostens standen und von dort nicht nur Waren, Sklaven und goldenen Schmuck bezogen, sondern auch Nachrichten und Geschichten. Gräberfunde von mit Waffen bestatteten Frauen sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass es unter den Steppenvölkern zumindest einige Kämpferinnen gegeben haben muss. Doch die Forschungen in Olbia zeigen auch, dass sich das Amazonen-Volk sehr schwer fassen lässt. Aber nicht nur in Asien soll es Frauen gegeben haben, die wie Männer kämpften. In der Neuen Welt verdankt ihnen angeblich einer der längsten Flüsse der Erde seinen Namen, und in Afrika ist die Erinnerung an sie bis heute lebendig. Die Spur der geheimnisvollen Kriegerinnen zieht sich von der Antike bis in die Gegenwart. Neue Ausgrabungen in der Neuen und der Alten Welt bringen Licht in das Dunkel um die rätselhaften Amazonen.
In dieser Staffel "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach legendären Stätten und untergegangenen Reichen. Die Landkarte der Geschichte hat noch weiße Flecken. So gibt das sagenumwobene Atlantis seit Jahrhunderten Rätsel auf, und das untergegangene Inselreich ist nur eine von unzähligen "verlorenen Welten", die Entdecker, Forscher und Archäologen in Atem halten. Seit der griechische Philosoph Platon Atlantis vor mehr als 2000 Jahren erstmals erwähnte, beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob es die Seemacht überhaupt je gab, die einst über große Teile Europas und Afrikas geherrscht haben soll. Real ist hingegen das "deutsche Atlantis". Im äußersten Norden Deutschlands suchen Archäologen mitten im Wattenmeer nach den Überresten der Handelsmetropole Rungholt, die, zusammen mit einem ganzen Landstrich, im 14. Jahrhundert bei einer verheerenden Sturmflut in den Fluten der Nordsee verschwand. Nur bei Ebbe können die Forscher das ehemalige Siedlungsgebiet vermessen und etwaige Funde bergen. Nur wenige Stunden später erobert die Flut das Land zurück. Seit ihrer Erbauung zugänglich und trotzdem für Jahrhunderte so gut wie vergessen war eine der spektakulärsten Stätten des Inkareiches: Machu Picchu, erbaut auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in 2430 Metern Höhe. Lange suchten Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, warum die Inka gerade dort eine Stadt errichteten. War die relative Unzugänglichkeit in luftiger Höhe der einzige Grund, oder gibt es vielleicht noch andere Erklärungsmöglichkeiten? In Kappadokien suchten die Bewohner nicht auf, sondern unter den Bergen Schutz vor ihren Feinden. Bereits seit vorgeschichtlicher Zeit trieben die Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Besonders ab dem 4. Jahrhundert entstanden so riesige Höhlensysteme, in denen zwischen 3000 und 30.000 Menschen lebten. Über 100 Meter dringen die Schächte zum Teil in das Erdinnere vor. Archäologen vermuten, dass es mancherorts bis zu 19 Stockwerke tief nach unten geht. Wer genau sie wann angelegt hat, ist noch nicht vollständig erforscht. Fragen wirft auch der Ursprung der sogenannten Baigong-Rohre in China auf. Der Öffentlichkeit erst seit 2002 bekannt, wird ihr Alter auf circa 150.000 Jahre geschätzt. Manche wollen in ihnen gar Artefakte von Außerirdischen sehen. Ebenso rätselhaft, aber sehr viel jünger ist die sogenannte Megalithkultur, die im frühen 5. Jahrtausend vor Christus begann, tonnenschwere Steinmonumente zu errichten. Ihr besonderes Markenzeichen sind Menhire, riesige Steine mit bis zu 150 Tonnen Gewicht. Etwas mehr als 1000 Jahre später entstand auf dem südamerikanischen Kontinent mit Caral die bisher älteste bekannte Stadt der Neuen Welt. Begrenzt durch sechs pyramidenförmige Anlagen, entwickelte sich die Stadt wahrscheinlich zu einem regen Handlungszentrum. Doch um 1600 vor Christus verließen die Bewohner ihre Stadt, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde.
Forscher weltweit stoßen immer wieder auf rätselhafte Funde. In dem Zweiteiler "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Menschen haben in der Vergangenheit Unglaubliches geschaffen. Mit einfachsten Mitteln schufen sie Bauwerke und Artefakte, die bis heute Fragen aufwerfen. Wie konnten solche Leistungen ohne das heutige technische Wissen gelingen? Vor allem Kunstwerke schriftloser Kulturen geben oft Rätsel auf. In Göbekli Tepe entstanden die ersten Tempelbauten bereits vor 12.000 Jahren. Am Indus verfügten ganze Städte bereits im 3. Jahrtausend vor Christus über eine aufwendige Wasserversorgung und Kanalisation. Zur gleichen Zeit bewegte man in England tonnenschwere Steine über Hunderte Kilometer, um den Steinkreis von Stonehenge zu errichten. Goldschmiede trieben das kostbare Metall vor 3000 Jahren zu fast einem Meter hohen Goldhüten, Steinmetze fertigten in Costa Rica riesige, fast perfekte Steinkugeln, und in Griechenland baute ein genialer Wissenschaftler lange vor der Zeitenwende eine Maschine, mit der die Bewegungen der Gestirne vorausberechnet werden konnten, und lieferte selbst eine Gebrauchsanweisung dazu.
Weltweit tauchen immer wieder rätselhafte Funde auf. Auch in dieser Staffel von "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie" sucht Harald Lesch nach neuen Antworten auf alte Fragen. Menschen nutzen seit Jahrtausenden unterschiedlichste Methoden, um sich zu verständigen. Vieles wurde bereits entziffert, doch so manche Nachricht aus der Vergangenheit entzieht sich bis heute hartnäckig der Entschlüsselung. Als der berüchtigte Seeräuber Olivier Le Vasseur 1730 auf der Insel La Réunion hingerichtet wird, hinterlässt er ein Vermächtnis, das Schatzsucher bis heute in Atem hält: ein Pergament mit einer verschlüsselten Nachricht, die angeblich zu dem von ihm versteckten Schatz führt. Fast 200 Jahre galt das Schriftstück als verschollen, doch 1923 tauchen plötzlich Hinweise darauf auf. Trotz scheinbar erfolgreicher Dechiffrierung wurde der Schatz bis heute nicht gefunden. Ein anderes Manuskript, das ein Büchersammler 1912 angeblich in einer alten Jesuiten-Bibliothek entdeckte, gibt Wissenschaftlern weltweit bis heute Rätsel auf. Das vollständig in einer bis heute unbekannten Schrift verfasste Buch ist nach seinem Entdecker benannt und als Voynich-Manuskript bekannt. Die heute noch erhaltenen 102 Seiten sind mit zahlreichen Abbildungen versehen, die eine Einteilung in sechs Kapitel nahelegen, die sich anscheinend unter anderem mit pharmazeutischen, astronomischen und astrologischen Themen beschäftigen. Viel mehr lässt sich nicht sagen. Noch nicht einmal schriftliche Nachrichten sind am Sonnentor in Bolivien oder zu den sogenannten Sajama-Linien überliefert, Tausenden geradlinig angelegten Pfaden, die eine Region des bolivianischen Altiplano in der Nähe des Vulkanes Sajama durchziehen. Wer sie warum gemacht hat, wirft bis heute Fragen auf. Anders sieht es aus bei dem Kalender der Maya oder den ägyptischen Hieroglyphen. Ihre Entzifferung hat der Wissenschaft untergegangene Welten neu erschlossen. Die von Harald Lesch präsentierte Sendung richtet das Hauptaugenmerk neben der Präsentation von scheinbar Unerklärlichem auf neuere Forschungen, die Lösungsansätze bieten.
Pyramiden zählen zu den ältesten Bauwerken der Menschheit. Die geometrische Form findet sich in vielen Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet die Geheimnisse hinter den Monumentalbauten. Weder die meisten noch die größten Pyramiden stehen in Ägypten. Allein in der peruanischen Region Lambayeque erheben sich 260 dieser ungewöhnlichen Bauten. Anders als in Ägypten dienten sie nicht ausschließlich als Gräber der Herrscher, sondern als Palasttempel. Im Westen von Kairo erhebt sich das einzige noch erhaltene Weltwunder der Antike, die Cheopspyramide. Sie und ihre etwas kleineren Nachbarn zählen zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Seit Jahrtausenden ziehen die monumentalen Grabbauten der Pharaonen die Menschen in ihren Bann. Aber die faszinierende geometrische Form ist kein ägyptisches Monopol. Auch der Kaiser im fernen China wählte sie für sein Grabmal - und baute dafür ganze Landschaften um. Pyramiden gibt es rund um die Welt. Von den Maya in Mittelamerika bis in den heutigen Iran. Angeblich soll es sogar in Bosnien 30.000 Jahre alte Pyramiden geben. Wieso findet sich diese Form fast überall - bei sowohl zeitlich als auch räumlich weit entfernten Kulturen, die nichts voneinander wissen konnten? Forschende weltweit fanden heraus, dass jede Kultur ihren eigenen Verwendungszweck für die Pyramide hatte - die Bandbreite reicht vom Grabmal zum Tempel, vom Multifunktionsbau zur Sternwarte bis hin zur blutigen Opferstätte. In Nordperu erheben sich die gigantischen Goldpyramiden von Sicán. Aus Millionen von Lehmziegeln errichtet, war ihr Bau eine enorme Gemeinschaftsleistung, vergleichbar mit den Arbeiten an den Pyramiden am Nil. Archäologen gehen davon aus, dass die Lehmziegel-Megabauten nicht nur für religiöse Zeremonien und als Grabstätte der Herrscher dienten. In der Blütezeit der Kultur nutzten die Herrschaftseliten die Pyramiden als repräsentative Wohngebäude. Und in Krisenzeiten waren sie wohl auch Schauplatz von Menschenopfern. Der erste Kaiser von China, Qin, ließ eine riesige Landschaft zu seiner Grabpyramide umformen. Chinesische Archäologen haben sie bisher nur zum Teil ausgegraben, denn angeblich droht im Inneren eine tödliche Gefahr. Flüsse aus Quecksilber sollen das Innere der Pyramide schützen, so steht es in alten Berichten. Und tatsächlich haben Forscher eine erhöhte Quecksilberkonzentration im Umfeld der Grabpyramide gemessen. Berühmt wurde das Grab bereits vor Jahrzehnten durch die Entdeckung der Terrakotta-Armee. Sie ist eine der wenigen ausgegrabenen Grabbeigaben auf dem riesigen Areal von 56 Quadratkilometern rund um die Pyramide. Welche unermesslichen Schätze mögen Kaiser Qin mit ins Grab gegeben worden sein und dort noch unberührt schlummern? In Mexiko und Guatemala bescheren neue Technologien den Maya-Forschern sensationelle Entdeckungen. Mit dem LiDAR-Scan-Verfahren lässt sich der Dschungel digital entlauben, und es zeigt, was der Boden unter dem Blätterdach verbirgt. Zigtausende bisher unbekannte Bauwerke, darunter etliche Pyramiden, wurden so enthüllt und geben Hinweise darauf, warum das große Maya-Reich kollabierte. In Bosnien stehen die zurzeit wohl umstrittensten "Pyramiden". Geologen sehen in einem pyramidenförmigen Berg nur eine Laune der Natur, andere ein 30.000 Jahre altes Bauwerk. Für viele Esoteriker ist die bosnische Sonnenpyramide mittlerweile zu einem Pilgerort geworden. Sie sind davon überzeugt, dass an dem Berg kosmische Energien wirken. Harald Lesch sortiert die Argumente, die für oder gegen ein uraltes Bauwerk sprechen. Diese und weitere rätselhafte Bauten stellt Harald Lesch in der neuen Folge "Terra X - Ungelöste Fälle der Archäologie: Pyramiden" vor.
Die legendäre Burg Azuchi galt einst als das spektakulärste Bauwerk Japans - bis es verschwindet und ein Rätsel hinterlässt, das bis heute fasziniert. Vier Jahrhunderte nach ihrer Zerstörung steht Azuchi im Zentrum einer außergewöhnlichen Untersuchung, bei der Forschende versuchen, ihr Aussehen und ihre Bedeutung zu rekonstruieren, und dabei tief in das konfliktreiche Japan des 16. Jahrhunderts eintauchen. Japan im späten 16. Jahrhundert: Das Land ist geprägt von blutigen Machtkämpfen rivalisierender Fürsten. Inmitten dieser Unruhen steigt Oda Nobunaga auf - ein ebenso visionärer wie rücksichtsloser Kriegsherr, der entschlossen ist, Japan zu vereinen. Als sichtbares Zeichen seines Machtanspruchs lässt er ein Bauwerk errichten, das alles bisher Dagewesene übertrifft: die Burg Azuchi. Mit ihrer außergewöhnlichen Größe, ihrer prachtvollen Gestaltung und ihrem innovativen architektonischen Konzept setzt sie neue Maßstäbe und wird zum Symbol einer neuen Zeit. Doch nur wenige Jahre nach seiner Vollendung wird die Burg durch ein Feuer zerstört. Was bleibt, sind Ruinen und eine offene Frage: Wie sah dieses legendäre Bauwerk tatsächlich aus? Die "Terra X"-Dokumentation "Die Burg des Samurai" nimmt sich dieses Rätsels an und folgt einer aufwendigen Spurensuche: Historiker, Archäologinnen und Architekten arbeiten gemeinsam daran, das Schloss zu rekonstruieren und seine Geheimnisse zu entschlüsseln. Mithilfe moderner Technologien und eindrucksvoller visueller Rekonstruktionen wird Azuchi Schritt für Schritt wieder sichtbar gemacht. So entsteht eine dichte und bildgewaltige Reise in das Japan der Samurai-Zeit.
Kurz vor dem Vulkanausbruch 79 nach Christus ist Pompeji eine Stadt sozialer Ungleichheit: Reichtum und Armut liegen dicht beieinander. Wie wirken sich die Gegensätze im Alltag aus? Neue archäologische Forschungen offenbaren die harte Realität hinter der glänzenden Fassade des antiken Pompeji. Funde belegen, dass einige wenige auf Kosten vieler Sklaven leben. Sie zeigen einen tiefen sozialen Riss in der Gesellschaft der römischen Stadt. Pompeji ist weit mehr als ein Ferienort der römischen Elite. Neue archäologische Funde und moderne Analyseverfahren zeichnen ein differenziertes Bild der antiken Stadt. Sichtbar wird dies in der städtischen Infrastruktur, der Wasserversorgung, der Verteilung von Wohnraum und den wirtschaftlichen Netzwerken Pompejis. Die Archäologie zeigt: Der Wohlstand der Oberschicht beruht auf Gewalt, Ausbeutung und sozialer Ungleichheit. Der Alltag der Menschen in Pompeji spielt sich zwischen extremen Gegensätzen ab - zwischen aristokratischem Luxus und großzügigen Wohnhäusern auf der einen Seite und engen Werkstätten und dem harten, fremdbestimmten Leben der Versklavten auf der anderen. Neue Ausgrabungen machen diese soziale Realität greifbar. Ein prunkvolles Marmorgrab offenbart das Selbstverständnis der städtischen Elite und ihre engen Verbindungen zur kaiserlichen Macht in Rom. Kinder-Graffitis mit Gladiatorenszenen zeigen, wie fest Gewalt im kulturellen Alltag der römischen Gesellschaft verankert ist. Funde aus einer Großbäckerei dokumentieren zudem die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen versklavter Menschen, die einen zentralen Teil der Wirtschaft Pompejis tragen. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt das antike Pompeji als eine Stadt großer sozialer Gegensätze. Die Ungleichheit schürt Spannungen und Gewalt - und der äußere Glanz kann diese Konflikte kaum verbergen.
Neue archäologische Funde in Pompeji zeichnen ein differenziertes Bild der antiken Stadt: Gewalt, soziale Spannungen und tiefgreifende Ungleichheit prägen den Alltag im Römischen Reich. Die Dokumentation beleuchtet die Schattenseiten Pompejis und verbindet aktuelle archäologische Erkenntnisse mit historischen Quellen. Im Zentrum stehen Aufstände, Unruhen und soziale Konflikte, die tief in der Stadtgesellschaft verankert sind. Archäologen und Historiker analysieren die verborgenen sozialen Strukturen Pompejis und zeigen, wie sich Kriminalität, Gewalt und Machtverschiebungen unter der scheinbar geordneten Oberfläche des römischen Alltags auswirken. Von den Nachwirkungen des Sklavenaufstandes unter Spartacus bis zu den Massenunruhen im Amphitheater von Pompeji im Jahr 59? nach Christus untersucht die Dokumentation, wie eine stark fragmentierte Gesellschaft versucht, Stabilität zu bewahren - und warum dieses Gleichgewicht dauerhaft gefährdet bleibt. Ein besonderer Fokus liegt auf neuen archäologischen Entdeckungen, die bislang wenig beachtete Lebensrealitäten sichtbar machen. Mit exklusivem Zugang zu zuvor gesperrten Arealen präsentieren Expertinnen und Experten spektakuläre Funde, darunter neu freigelegte Sklavenunterkünfte in einer Villa außerhalb der Stadtmauern. Ergänzt werden diese Befunde durch DNA-Analysen eines verstorbenen Freigelassenen, der sozialen Aufstieg bis in die Oberschicht erlangte - ein seltener, aber aufschlussreicher Ausnahmefall im sozialen Gefüge des antiken Pompeji. Die archäologischen Funde deuten darauf hin, dass Pompeji bereits lange vor dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79? nach Christus unter erheblichem gesellschaftlichem Druck steht. Wirtschaftliche Belastungen, tiefgreifende soziale Umbrüche und die schweren Erdbeben des 1. Jahrhunderts destabilisieren das urbane Gefüge nachhaltig. Archäologische Spuren von Unruhen, Alltagskriminalität und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Privathäusern verdeutlichen, wie brüchig die soziale Ordnung ist - und wie wenig es braucht, um sie ins Wanken zu bringen. Die Dokumentation von ZDFinfo zeigt das antike Pompeji als eine Stadt großer sozialer Gegensätze. Die Ungleichheit schürt Spannungen und Gewalt - und der äußere Glanz kann diese Konflikte kaum verbergen.