Tagesschau
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Nationalparks in Portugal
NATUR UND UMWELT Südwest Alentejo und Costa Vicentina (Folge: 4)
rbb
So. 13.09.
Doku
Nationalparks in Portugal
Madeira
- 3. Folge
- 45'
Natur und Umwelt
Madeira - Portugals autonome Insel im Atlantik, liegt näher an der afrikanischen Küste als am Mutterland Portugal, von dem es rund 900 Kilometer trennen. Madeira bedeutet Holz und das war stats im Überfluss vorhanden. Seit 1982 stehen zwei Drittel der Landschaft unter Naturschutz. Hier leben 260.000 Menschen auf einer Fläche, die kleiner ist, als Berlin oder Paris.
Inhalt
Entstanden ist der Archipel durch einen längst erloschenen Vulkan am Meeresboden. Im Osten und Norden der Insel zeigen sich noch deutliche Spuren dieser Herkunft. Der Name der Insel stammt von portugiesischen Seefahrern, die 1419 das unbewohnte Eiland für sich reklamierten. Madeira bedeutet Holz und das war im Überfluss vorhanden. Fast die gesamte Fläche war von dichtem Wald bedeckt. Seit 1982 stehen zwei Drittel der Landschaft unter Naturschutz. Hier leben rund 260.000 Menschen auf einer Fläche, die kleiner ist als Berlin oder Paris. Das ausgeglichene Klima erlaubt das ganze Jahr über Ernten, der Atlantik liefert den Fisch. Auf Madeira besteht die größte zusammenhängende und am besten erhaltene Fläche an Lorbeerwald weltweit. Zu seinen Pflanzen zählen unter anderem die Madeira-Mahagonie, der Barbusano, Wacholder, Baumheide, Stinklorbeer, Farn- und Lorbeerbaum. Der Wald gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das ist das einzige Naturerbe Portugals. Er wächst auf einer Höhe zwischen 300 und 1.300 Metern und seine Quellen versorgen die Bevölkerung und die Landwirtschaft. Das geschieht mit Hilfe künstlicher Wasserläufe, den Levadas. Ohne sie wäre eine Besiedlung Madeiras unmöglich gewesen. 3.100 Kilometer lang sind sie zusammengenommen. Sie transportieren das Wasser vom regenreichen Norden in den trockenen Süden. Diese technische Meisterleistung ist nun zum Weltkulturerbe angemeldet worden.
Sendungsinfos
Von: Mechtild Lehning
Untertitel, Stereo