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ZDF Di. 26.05.
Doku
Jochen Breyer will die Wahrheit über Social Media und die Macht der Algorithmen herausfinden. ZDF/Sebastian Klatt
Jochen Breyer in einer Realschule in München. Die Schüler und Schülerinnen erzählen, wie lange sie tatsächlich bei Social Media sind. Einige knacken locker die Marke von zehn Stunden am Tag. ZDF/Nikola Krivokuca
Jochen Breyer führt durch den Film. ZDF/Caroline Pitzke
Jochen Breyer führt durch die Dokumentation und reist für seine Recherchen bis in die USA. ZDF/Julia Friedrichs
Jochen Breyers Recherchereise führt ihn auch in die USA, dorthin wo viele der großen Tech-Konzerne ihren Sitz haben. ZDF/Sebastian Klatt
Smartphones und Social Media gehören für viele Menschen zu ihrem Alltag dazu. ZDF/Nikola Krivokuca
Jochen Breyer trifft bei seinen Recherchen auch auf junge Menschen, die im Auftrag der Plattformen arbeiten und Inhalte kontrollieren sollen. Sie berichten ihm von einer Reihe von Missständen hinter den Kulissen. ZDF/Sebastian Klatt

Die Wahrheit über Social Media - mit Jochen Breyer

Das ZDF Programm (Zweite Deutsche Fernsehen) bietet Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung.  Sendung verpasst? In der ZDFmediathek finden Sie viele Sendungen als Video Stream.

  • D 2026
  • 44'
Gesellschaft und Soziales

Inhalt

Jochen Breyer recherchiert, ob Social Media außer Kontrolle geraten ist - und was Plattformen und Algorithmen mit Kindern, Jugendlichen und unserer Gesellschaft machen. In einer Münchner Schule berichten Kinder schonungslos von Schlaflosigkeit, Gewaltvideos, Stress - verursacht durch Daueronlinezeit. Breyer spricht mit Ermittlern, Insidern und Betroffenen und recherchiert, wie Plattformen Inhalte steuern. Auf dem Schulhof erzählen die Schüler, dass sie zehn, elf, ja sogar 19 Stunden am Tag online sind. Ein Mädchen sagt: "Das Krasseste, was ich auf Social Media gesehen habe, sind Menschen, die sich das Leben nehmen." Digitaltrainer Daniel Wolff sagt: "Zehnjährige sehen Dinge, die Sie als erwachsener Mensch nicht ertragen. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft langsam erkennen: So kann es nicht weitergehen. Wir leben in einem Notstand." Breyer trifft bei seinen Recherchen auch Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts. Er berichtet ihm, dass es kaum eine Radikalisierung mehr gibt, bei der Social Media keine Rolle spielt. Wie funktioniert der vom Algorithmus getriebene Hass? Und wie kontrollieren die Plattformen selbst die Inhalte? Das Team recherchiert undercover. Breyers Fazit: "Die Content-Moderation, wie wir sie erlebt haben, ist eine Farce." In vielen Ländern gibt es inzwischen Gesetze, die die Social Media Nutzung für Kinder und Jugendliche einschränken. Er reist in die USA. US-Präsident Trump und Vizepräsident J. D. Vance haben deutlich gemacht, dass sie die amerikanischen Tech-Plattformen schützen wollen. Breyer diskutiert mit Kongressabgeordneten und MAGA-nahen Influencern, die sagen: Eine Regulierung der Plattformen käme aus ihrer Sicht einer Zensur gleich, die die Trump-Regierung nicht hinnehmen werde. In Los Angeles trifft Breyer Menschen, die sich den Tech-Plattformen entschieden in den Weg stellen. Er spricht mit Julianna Arnold, deren Tochter Coco gestorben ist. Aus Sicht der Mutter auch deshalb, weil die Algorithmen der Plattformen ihre Tochter süchtig gemacht hätten. Und er begleitet die Anwältin Laura Marquez-Garrett zum Gericht. Verklagt wurden unter anderem Google und Meta. Der Vorwurf: Sie hätten die Social Media Plattformen so gebaut, dass sie süchtig machen. Eine besondere erzählerische Ebene schafft Anke Engelke: Als personifizierter Algorithmus - kühl, berechnend, allgegenwärtig - führt sie durch die Mechanismen der digitalen Welt und macht sichtbar, wie sehr der Algorithmus unser Verhalten beeinflusst.

Sendungsinfos

Kamera: Sebastian Klatt, Nikola Krivokuca Von: Julia Friedrichs, Jochen Breyer VPS: 26.05.2026 20:15, Untertitel, Stereo
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