ZDF
ZDF So. 26.07.
Schlachten schlagen statt Alltagsprobleme - für die Teilnehmer dieses "Live Action Roleplays" ist das Entspannung pur. ZDF/Jan_Hinkes
Die Realität komplett hinter sich lassen: Eric Mayer macht unter Anleitung von Pia Bergmann einen Selbstversuch bei einem "Live Action Roleplay". ZDF/Jan Hinkes
Pia Bergmann nutzt "Live Action Roleplay", um sich eine Auszeit von der Realität zu nehmen. Im Gespräch mit Eric Mayer erklärt sie, dass es ihrer psychischen Gesundheit hilft, einem Hobby nachzugehen. ZDF/Jan_Hinkes
Pia Bergmann (4.v.l.) stellt im LARP eine Angestellte des Sultans dar, die in ihrem Teezelt mit Geheimnissen handelt. Mit Eric Mayer (3.v.r.) spricht sie darüber wie wichtig Eskapismus im Leben ist und was das mit ihrer Psyche macht. ZDF/Jan_Hinkes

Fantasiewelten: Gut für die Psyche?

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  • D 2026
  • 44'
Psychologie

Inhalt

Warum fliehen Menschen in Fantasie- und Digitalwelten? Eric Mayer erforscht, wie viel Realität unser Gehirn verkraftet, wann sie zu viel wird und wie Eskapismus entlasten oder belasten kann. Eric Mayer trifft Lars , der dem Alltagsdruck erlag und in digitale Welten flüchtete; begleitet LARP-Spielerin Pia Bergmann in eine Fantasiewelt und spricht mit Forschern darüber, wann Realitätsflucht krank macht - oder mental stärken kann. Warum ist für manche Menschen die Flucht in Fantasie- und Digitalwelten so reizvoll? Wie viel Realität verarbeitet unser Gehirn? Wissenschaftsjournalist Eric Mayer will wissen, wie das Gehirn unseren Alltag verarbeitet, wann es zu viel wird und ob Pausen von der realen Welt Kraft geben können. Zwischen Therapie, Live-Rollenspiel - kurz LARP - und Forschung zeigt Eric, wie Eskapismus belasten, aber auch entlasten kann. Eric Mayer trifft Lars , der vor einigen Jahren mit dem Druck in seinem Alltag nicht mehr klar kam und sich in digitale Welten flüchtete - so intensiv, dass er eine Mediensucht entwickelte. Für Pia Bergmann ist das Live-Rollenspiel wie ein Werkzeug: Es hilft ihr, mit den vielen Krisen unserer Zeit klarzukommen und der Wirklichkeit für kurze Zeit zu entfliehen. Mehrmals im Jahr taucht sie bei einem sogenannten "Live Action Role Play" in eine fiktive Welt ein und spielt dann für ein paar Tage sogar eine ganz andere Person. Unter ihrer Anleitung macht Wissenschaftsjournalist Eric Mayer den Selbstversuch: Was passiert, wenn man sich in eine solche fiktive Welt versetzt? Für den Eskapismusforscher Prof. Frode Stenseng, Psychologe an der Universität Trondheim, ist dabei eines klar: Realitätsflucht ist nicht gleich Realitätsflucht. Es gibt Eskapismusformen, die unseren Alltag stark in Mitleidenschaft ziehen und in psychologischer Überforderung enden, und andere, die uns helfen und neue Kraft geben. Warum das so ist, erfährt Eric bei Prof. Óscar Gonçalves, Neurowissenschaftler an der Universität Coimbra. Er sagt, dass das Verhältnis zwischen unserem Gehirn und der Realität ambivalent ist und "... dass das Gehirn während des Ruhezustands sehr aktiv ist. Ein Netzwerk aus Hirnregionen wird besonders aktiv, wenn unsere Gedanken wandern. Das sind vor allem Bereiche, in denen unsere Selbstreflexion stattfindet und die eng mit Erinnerungen verknüpft sind. Und das Interessante daran ist, dass wir das während unserer Wachzeit etwa 50 Prozent der Zeit tun!"

Sendungsinfos

Moderator: Eric Mayer VPS: 26.07.2026 17:15, Untertitel, Stereo
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