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ZDF Di. 25.08.
Doku
Joachim Stein, Leiter der Vollzugsbeamten, hier im Trakt für Sicherungsverwahrte: "Weil man bei diesen Menschen von einer Gefährlichkeit ausgeht, die nach wie vor noch so hoch ist, dass man sie halt nicht in die Freiheit entlassen kann. Zum Beispiel gibt es auch Untergebrachte, die bis ans Lebensend ZDF/Manfred Karremann
Der Haftraum von Jan in der Sicherungsverwahrung in der JVA Offenburg. Weil die Insassen dieser Abteilung ihre Strafe bereits abgesessen haben, aber trotzdem auf unbestimmte Zeit eingesperrt bleiben, sind die Hafträume hier etwas größer als im üblichen Vollzug. ZDF/Manfred Karremann
Jan war über zwanzig Jahre im Gefängnis. Er ist jetzt in der Sicherungsverwahrung in Offenburg untergebracht und hofft darauf, irgendwann entlassen zu werden. Er sagt: "Ich sitz' jetzt über zwanzig Jahre in Haft, 26 oder so, ich hab die Hälfte meines Lebens hier verplempert und ich würde schon gerne ZDF/Manfred Karremann
Der Haftraum von Berkman. Er wurde wegen Beihilfe zum Schmuggel von Cannabis über die Grenze von Holland nach Deutschland zu fünf Jahren verurteilt. ZDF/Manfred Karremann
Blick aus der Sicherungsverwahrung in die Freiheit. Ob und wann jemand von hier wieder entlassen wird, ist ungewiss. ZDF/Manfred Karremann
Der Haftraum von Jan in der Sicherungsverwahrung in der JVA Offenburg. Weil die Insassen dieser Abteilung ihre Strafe bereits abgesessen haben, aber trotzdem auf unbestimmte Zeit eingesperrt bleiben, sind die Hafträume hier etwas größer als im üblichen Vollzug. ZDF/Manfred Karremann
Berkman beim Hofgang in der JVA Lingen. Am meisten belastet ihn die Trennung von seiner Familie, vor allem von seinen Kindern: "Erst hat man gesagt, Papa ist arbeiten, aber Papa kann ja nicht Ewigkeiten arbeiten und wegbleiben. Irgendwann mal muss es auf den Tisch und gesagt werden: Papa ist eigentl ZDF/Manfred Karremann
Berkman beim Hofgang in der JVA Lingen. Am meisten belastet ihn die Trennung von seiner Familie, vor allem von seinen Kindern: "Erst hat man gesagt, Papa ist arbeiten, aber Papa kann ja nicht Ewigkeiten arbeiten und wegbleiben. Irgendwann mal muss es auf den Tisch und gesagt werden: Papa ist eigentl ZDF/Manfred Karremann
Berkman in seinem Haus, das Frau und Kinder vor vier Jahren direkt nach der Inhaftierung verlassen haben. Es ist still in Haus und Garten. Berkman: "Ich vermisse jetzt unheimlich meine Kinder, die waren normalerweise hier immer rundum am Rennen und am Schreien." ZDF/Manfred Karremann

Im Gefängnis: Das Prinzip Hoffnung

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  • D 2026
  • 29'
Gesellschaft und Soziales

Inhalt

Wie sieht der Alltag im Strafvollzug aus oder in der Sicherungsverwahrung? Der Film zeigt Häftlinge, die sich auseinandersetzen mit Fragen zu Schuld, Verantwortung, verlorener Lebenszeit. Jan sitzt seit mehr als zwanzig Jahren in Haft, wegen Gangschlägereien. Sergio lebt wegen Sexualdelikten in der Sicherungsverwahrung. Berkman wurde wegen Beihilfe zum Cannabis-Schmuggel zu fünf Jahren Haft verurteilt und aufgrund guter Führung früher entlassen. Sergio setzt sich in einer Therapie mit seiner Vergangenheit auseinander. "Man denkt immer: Man hat die Tat begangen und dann ist gut. Aber wenn man sich damit auseinandersetzt, dann tut es halt auch weh. Wenn man erkennt, was man den Leuten angetan hat." Er hofft auf seine Entlassung, doch die jährliche Begutachtung kommt erneut zu dem Ergebnis, dass er vorerst in der Sicherungsverwahrung bleiben muss. Warum Menschen nach Verbüßung ihrer Strafe dennoch untergebracht bleiben, erklärt Joachim Stein, Leiter des Vollzugsdienstes: "Man geht bei diesen Menschen von einer Gefährlichkeit aus, die nach wie vor noch so hoch ist, dass man sie nicht in die Freiheit entlassen kann." Manche Untergebrachte, so Stein, müssten bis nahe an ihr Lebensende in Sicherungsverwahrung bleiben. Einen anderen Weg geht Berkman. Wegen Beihilfe zum Cannabis-Schmuggel zu fünf Jahren Haft verurteilt, begleitet ihn der Film über zwei Jahre - vom geschlossenen Vollzug bis zu seiner vorzeitigen Entlassung nach vier Jahren. Durch konsequent gute Führung erhält er die Chance auf einen früheren Neuanfang. Doch die Folgen seiner Haft begleiten ihn weiter: Bereits zwei Wochen nach seiner Inhaftierung hatte sich seine Frau von ihm getrennt. Seit vier Jahren hat er keinen Kontakt zu seinen Kindern, seine jüngste Tochter kennt er nur von Fotos. "Papa ist arbeiten", erzählt die Familie den Kindern zunächst. Doch Berkman weiß: "Irgendwann musste man sagen: Papa ist im Gefängnis." Der Film begleitet die Männer über einen langen Zeitraum und zeigt zwei grundlegend unterschiedliche Formen des Freiheitsentzugs. Berkman arbeitet auf einen konkreten Tag der Entlassung hin. Für Jan und Sergio dagegen gilt das Prinzip Hoffnung: Einmal im Jahr entscheidet ein Gutachten darüber, ob sie eine Chance auf Freiheit erhalten.

Sendungsinfos

Von: Manfred Karremann VPS: 25.08.2026 22:15, Untertitel, Hörfilm, Stereo
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