ZDF
ZDF Do. 06.08.
Doku
Insekten können wichtige Hinweise zum Todeszeitpunkt geben. Dr. Lena Lutz, forensische Entomologin an der Uni Frankfurt, erstellt Gutachten und unterstützt die Polizei. ZDF/Daniel Assmann, ZDF
Noch nach Monaten finden sich Insektenhüllen, so genannte "Puparien", die den Ermittlerinnen und Ermittlern wichtige Hinweise zur Aufklärung von Verbrechen geben können. ZDF/Daniel Assmann, ZDF
Professor Felix Büsching von der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel will smarte Haushaltshelfer nutzen, um Polizeiermittlungen zu unterstützen. Wie können Haushaltsgerät helfen, Einbrüche aufzuklären? ZDF/Daniel Assmann, ZDF
Polizisten und Insektenforscherin auf Spurensuche am Fundort einer Leiche im Frankfurter Stadtwald. ZDF/Daniel Assmann, ZDF
Zwei Ermittler des Kommissariats 11 in Frankfurt dokumentieren zusammen mit der forensischen Entomologin Dr. Lena Lutz die gefundenen Insektenspuren. ZDF/Daniel Assmann, ZDF
Der private Ausritt wird zur polizeilichen Patrouille - Freiwillige unterstützen die Polizei in Wiltshire, UK. ZDF/Stefan Spoo, ZDF
Jerry und Emma Watkins in Bradford-on-Avon nutzen ihre Ausritte, um für die Polizei in Wiltshire Augen und Ohren offen zu halten. ZDF/Stefan Spoo, ZDF
Der Niederländer Peter de Kock hatte eine revolutionäre Idee: die Schwarmintelligenz für Polizeiermittlungen nutzen. So entstand sein "Bureau Dupin", ein Netzwerk von Laien, die in ihrer Freizeit einen Mordfall aufklären. ZDF/Stefan Spoo, ZDF
Freiwillige wie Michiel Hensema investieren hunderte oder tausende von Stunden am Rechner, um in einem alten Mordfall zu ermitteln. Ganz ohne jede Polizeierfahrung stoßen sie auf wertvolle Spuren, die sie der Polizei weitergeben. ZDF/Stefan Spoo, ZDF

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Verstärkung für die Polizei - Die neuen Fahnder

  • D, NL, GB 2026
  • 44'
Doku-Reihe

Inhalt

Ungelöste Fälle, Personalmangel, neue Maschen von Kriminellen: Die Polizei steht vor großen Herausforderungen und holt sich deshalb Hilfe von unerwarteter Seite. Hobbydetektive schließen sich zusammen. Insekten sind Indizien. Pferde helfen Freizeit-Cops und Staubsaugroboter werden zu Zeugen. Um Verbrechen aufzuklären, geht die Polizei neue Wege - dank Helfenden und Hightech mit oft erstaunlichem Erfolg. Seit 13 Jahren beschäftigt ein unaufgeklärter Mordfall die niederländische Polizei. Am Neujahrsmorgen wird in Oss eine junge Frau tot aufgefunden, doch die Ermittlungen verlaufen im Sande. Peter de Kock hat sich des Falls angenommen und das Recherchekollektiv Bureau Dupin gegründet. Mit anderen Freiwilligen arbeitet der Ex-Polizist in seiner Freizeit an der Aufklärung des Cold Cases. Das Netzwerk von Hunderten Laien findet neue Spuren, wo die Polizei im Dunkeln tappt. "Die Polizei ist stark beschränkt, was ihre zeitlichen und personellen Kapazitäten angeht", weiß de Kock aus eigener Erfahrung. "Aber die Öffentlichkeit wird immer weiter ermitteln, Hunderte und Tausende Stunden lang. Das Vorgehen kann die Methoden, wie man an Cold Cases herangeht, wirklich verändern." Sie glauben, eine Person gefunden zu haben, die weiß, was geschehen ist. Werden die Hinweise vom Bureau Dupin die Polizeiprofis weiterbringen? An ihren Indizien gibt es nichts zu zweifeln: Dr. Lena Lutz vom Rechtsmedizinischen Institut der Uni Frankfurt ist Fachfrau für Fliegen und Larven. Die können noch nach Jahren entscheidende Hinweise für die Ermittlungen liefern. "Die Spur Insekt hat ein supergroßes Potenzial, in verschiedenen Fragestellungen hilfreich zu sein, aber sie wird sehr, sehr selten beachtet", sagt die forensische Entomologin. Genau das will sie mit ihrem Projekt MaDE in Deutschland ändern. An einem Leichenfundort im Frankfurter Stadtwald sammelt die Forscherin mit Polizisten des zuständigen Kommissariats die stummen Zeugen, um den Todeszeitpunkt genauer einzugrenzen. Personalmangel ist bei der britischen Polizei ein großes Thema, wie in Deutschland auch. Deshalb haben sie in der Grafschaft Wiltshire das Horse Rider Volunteer Scheme ins Leben gerufen und ehrenamtliche Helfer mit Pferden gesucht. Denn die ländliche Gegend ist zu weitläufig, als dass die dünn besetzten Polizeistationen überall die gewünschte Präsenz zeigen könnten. Im Städtchen Bradford-on-Avon sind Jerry und Emma Watkins dem Aufruf gefolgt. Seither satteln die beiden einmal wöchentlich ihre Pferde, um ehrenamtlich zu patrouillieren. "Wir nutzen einfach unsere privaten Ausritte, um etwas für die Allgemeinheit zu tun", sagt das Vater-Tochter-Gespann. Wilderei, Diebstahl, die illegale Entsorgung von Müll oder Vandalismus sind Delikte, die ihnen immer wieder begegnen. Per App melden die Freiwilligen der Reiterstaffel die Vergehen an die Polizei, die dann zielgerichtet ausrückt. Nur rund 14 Prozent aller Wohnungseinbrüche mit Diebstahl werden in Deutschland aufgeklärt. Das will Professor Felix Büsching von der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel ändern - und Haushaltsgeräte zu Ermittlern machen. Smarthome-Stromzähler, Staubsaugerroboter, Luftqualitätsmesser oder Thermostate können digitale Daten liefern, die Aufschluss über den Tathergang liefern: Wann genau hat sich jemand in der Wohnung bewegt? Wie viele Leute waren in welchem Raum anwesend und wann wurde ein Fenster geöffnet? Büsching untersucht mit seinem Team in einem Forschungsprojekt, das vom Innovationhub der Polizei Niedersachsen unterstützt wird, welche zusätzlichen Hinweise Hightech zum Tathergang liefern kann.

Sendungsinfos

Von: Saskia Weinert, Lisa-Marie Riedmiller VPS: 06.08.2026 04:10, Untertitel, S/W, Stereo
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