ZDFinfo
ZDFinfo Sa. 23.05.
Doku
In La Ternera sind etwa 2100 Häftlinge untergebracht. ZDF/Jan-Cedric Sawatzky
In diesem Gefängnisflur befindet sich die Zelle von Josef aus Wien. ZDF/Cesar Perez
Bis zu acht Beamte kontrollieren 24/7 die Livebilder von 800 Gefängniskameras aus ganz Kolumbien. ZDF/Cesar Perez
Der Gefängnisdirektor von La Modelo, Oberst Élmer Fernández, wurde im Mai 2024 ermordet. ZDF/Cesar Perez
Bis zu 200 Kameras werden gleichzeitig angezeigt. ZDF/Cesar Perez
Der Hafen in Cartagena ist ein Hauptumschlagplatz für Kokain. ZDF/Cesar Perez
Die Gefängnisse sind mit Bandenmitgliedern überfüllt. ZDF/Cesar Perez
Im Gefängnis von Cartagena sitzt der Österreicher Roman Garber. ZDF/Cesar Perez
Selbst Beamte werden beim Eintritt in das Gefängnis kontrolliert. ZDF/Cesar Perez
Sämtliche Gefängnisse werden mit Kameras überwacht. ZDF/Cesar Perez

Deutsche im Knast

Kolumbien und das Kokain

  • D 2026
  • 45'
Dokumentation

Inhalt

Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Das lockt Menschen an, die vom schnellen Geld durch Drogenschmuggel träumen. Diese Träume füllen Kolumbiens Gefängnisse mit Ausländern. Drogenhandel ist das Hauptverbrechen, weswegen Ausländer in Kolumbien verurteilt werden. Josef aus Wien wollte das Land mit zwei Kilogramm Kokain verlassen und hat dafür fünfeinhalb Jahre Haft bekommen. Sein Zellenblock beherbergt nur ausländische Schmuggler. Europäer werden häufig, wenn auch nicht immer, von kolumbianischen Häftlingen getrennt - zu ihrem eigenen Schutz. Denn die Knäste Kolumbiens sind lebensgefährlich. Das südamerikanische Land verzeichnet jedes Jahr neue Rekordzahlen bei der Kokainproduktion. Um den Kampf gegen Drogen nicht zu verlieren, reagiert das Land mit immer mehr Verhaftungen und langen Haftstrafen. Dadurch sind die Gefängnisse zu 28 Prozent überbelegt. Rund 22.000 Strafgefangene zu viel für die Kapazitäten der Haftanstalten. Die Gefängnisse sind überfüllt von Insassen, die Teil des Drogenkartells sind und ihr Geschäft vom Knast aus weiterführen. Dabei kommt es oft zu tödlichen Reibereien zwischen Insassen rivalisierender Banden. Wenn JVA-Beamte gegen Erpressung, Drogenhandel und Korruption im Gefängnis vorgehen, werden sie damit selbst zum Ziel. In diesem Jahr gab es etwa 390 Drohungen gegen INPEC-Beamte, doch bei Drohungen bleibt es nicht. Kartelle engagieren Auftragsmörder, die gezielt Beamte ausschalten. Die Gewalt, insbesondere gegen Beamte, war in den letzten Jahren so hoch, dass Kolumbien mehrmals den Gefängnisnotstand ausrufen musste. Das Land droht im Kampf gegen Drogen die Kontrolle über seine Gefängnisse zu verlieren.

Sendungsinfos

Untertitel, Stereo
Sender auswählen

Jetzt in der Senderleiste auf klicken.

Gelesen
Seite merken

Lesezeichen für tvheute.at erstellen:
Jetzt in der Symbolleiste auf klicken.

Gelesen
Sender navigieren
links | rechts
WISCHEN