Mit Teleskopen und Kameras im Rucksack fliegen der Amateur-Astronom Stephen Rater und der Filmemacher Boris Wilmart nach Südamerika, um den Sternenhimmel zu beobachten. Die Sternenreise beginnt hoch oben in der chilenischen Atacama-Wüste am Fuße des leistungsfähigsten Radioteleskops der Welt, ALMA, und führt die beiden bis zum Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana, wo sie den Start der "Juice"-Mission miterleben wollen. Unterwegs laden Stephen und Boris immer wieder die lokale Bevölkerung ein, mit ihnen über ihre Beziehung zum Universum zu sprechen und die Sterne zu beobachten.
Können wir bald Menschen klonen? Vor 30 Jahren wurde das Schaf Dolly geboren, das weltweit erste geklonte Säugetier: eine wissenschaftliche Sensation. Die Dokumentation zeigt, wie das Klonen Medizin und Forschung seitdem verändert - von der Zellforschung über tierische Organe für den Menschen bis hin zum Klonen von Haustieren.
Staaten zahlen ihre Schulden selten vollständig zurück - und gehen trotzdem nicht bankrott. Wie das funktioniert, hängt nicht nur von Zahlen ab, sondern auch von Wachstum, Zinsen, Politik und vor allem Vertrauen. "42 - die Antwort auf fast alles" erklärt, wann Schulden nützlich sind und wann sie zur Gefahr werden.
Bernard wird von seiner Frau aus dem gemeinsamen Alltag gerissen: Nach fünf Jahren Beziehung macht sie Schluss und lässt ihn in einem Zustand zwischen Wut, Verzweiflung und Leere zurück. Um der Einsamkeit zu entkommen, zieht er in einen modernen Wohnkomplex, der ausschließlich Singles vorbehalten ist. Zusätzlich übernimmt er Nachtdienste bei SOS Médecins - Arbeit als Betäubung gegen die schlaflosen Stunden, in denen die Trennung am lautesten nachhallt. Nach einer seiner Touren kommt er spätabends nach Hause und entdeckt im Aufzug eine Frau kurz vor dem Zusammenbruch: Nadine, seine Nachbarin. Sie wurde von ihrem Partner Terry, einem selbstverliebten Musiker, verlassen und pendelt seitdem zwischen Depression und unkontrollierbaren Essanfällen. Bernard bringt sie in ihre Wohnung, hört zu, tröstet und erkennt im Kummer der anderen den eigenen. Aus den zufälligen Begegnungen im Flur und den nächtlichen Gesprächen wird Komplizenschaft. Beide klammern sich an das, was ihnen gerade möglich ist: Verständnis, Nähe, ein Moment der Ruhe. Doch je stärker die Bindung wird, desto deutlicher zeigt sich, wie fragil Trost sein kann und wie schnell aus Freundschaft Erwartungen entstehen, die beide überfordern. Patrice Leconte inszeniert die Geschichte als fein beobachtete, sanft ironische Sittenkomödie, die zwischen Melancholie und Leichtigkeit balanciert. Getragen von präzisem Timing und einem zurückgenommenen Spiel der Hauptdarstellenden entfaltet der Film eine Atmosphäre, in der Verletzlichkeit und Komik eng beieinanderliegen.
Mit Michel Blanc, Anémone, Catherine Gandois, Pascale Rocard, Christophe Malavoy, Patrick Bruel
Nördlich von Barcelonas Altstadt, im Stadtteil Eixample, ragen die organisch geformten Türme der Sagrada Família in den Himmel. Im Inneren taucht man in eine floral-botanische, wie in Stein gemeißelte Pflanzenwelt ein. Im Februar 2026 wurde das Kreuz auf den zuletzt fertiggestellten Hauptturm gesetzt - seitdem ist die Sagrada Família die höchste Kirche der Welt.
Warum braucht es über ein Jahrhundert, um Gaudís Lebenswerk zu vollenden? Was inspirierte ihn bei der Entwurfsanfertigung und vor allem: Wie beendet man ein Werk ohne seinen Schöpfer?
Um diesen Fragen nachzugehen, taucht der Film in die älteste aktive Baustelle der Welt ein und zeichnet ihre Entstehungsgeschichte sowie die jüngsten architektonischen Entscheidungen nach. Fachleute aus Geschichtswissenschaft und Architektur gehen auf Gaudí und sein Schaffen ein. Beleuchtet werden zudem die Herausforderungen, die mit dem Weiterbau einhergingen, und wie die die Nachfolger des katalanischen Meisters das visionäre Projekt auslegten und umsetzten.
Als Gaudí 1926 verstarb, war lediglich die Geburtsfassade fertiggestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass Gaudís Atelier 1936 niederbrannte und zahlreiche Entwürfe zerstört wurden. Der Weiterbau forderte daher aufwändige Deutungsarbeit, die auf den wenigen Überresten der Bauhütte beruhte, sowie auf privaten Schriften Gaudís, in denen er seine Ideen, Obsessionen und Leiden festhielt.
Murano war über tausend Jahre lang ein Synonym für höchste Glaskunst. In den 1960er Jahren begann der Niedergang für die Inseln in der Bucht von Venedig. Muranoglas wurde als Kitsch etikettiert. Der Kurator Adriano Berengo versucht, dem etwas entgegenzusetzen und überzeugte bekannte Künstler und Künstlerinnen, in Murano Werke aus Glas herzustellen. Heute arbeiten hier Künstler wie Ai Weiwei, Koen Vanmechelen oder Laure Prouvost. Der Film begleitet sie bei ihrer ungewöhnlichen Arbeit, die Tradition und Moderne zusammenzubringt. Und dabei ein wunderbares altes Handwerk rettet.
Ab dem 14. Jahrhundert und die gesamte Renaissance hindurch war der Palazzo Ducale in Mantua eine Hochburg der Kultur, die zahlreiche Künstler, vor allem Musiker, anzog. Die Herzöge wechselten, aber die Musiktradition blieb bestehen. Ein musikalischer Streifzug durch die Räume dieses prunkvollen Palasts mit der Mezzosopranistin Lea Desandre und dem Lautenisten Thomas Dunford macht die Geschichte von Mantua mit ihren verschiedenen künstlerischen Strömungen greifbar und verleiht den Melodien, die einst hier erklangen, neues Leben.
Auf der sizilianischen Vulkaninsel Ustica wächst eine besondere Linsensorte. Lavaboden verleiht der Ustica-Linse einen mineralischen Geschmack. Biolandwirt Giuseppe Mancuso erntet und verarbeitet die Linsen noch weitgehend von Hand. Auf den Tisch kommen bei den Mancusos eine mediterrane Linsensuppe, gefüllter Tintenfisch auf Saubohnen-Wildfenchel-Creme und süße Ciambelline.
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
Madagaskar ist Wildnis und Sehnsuchtsziel. Es ist die Heimat von knapp 30 Millionen Menschen und es ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die vielfältige und facettenreiche Insel gilt nicht umsonst als der achte Kontinent. Diese Dokumentation führt in den Urwald und an den Strand, in die staubige Steppe und auf die belebten Straßen der Hauptstadt Antananarivo. Die Dokumentation ist ein Streifzug durch das ursprüngliche, raue Madagaskar - die Heimat von faszinierenden Tieren und von wunderbaren Menschen, die voller Zuversicht für eine gute Zukunft kämpfen.
New York, 1975: Drogenboss Carlito Brigante wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Er will ein neues Leben beginnen, sein Geld ehrlich verdienen und mit Freundin Gail auf die Bahamas ziehen. Doch schnell wird Carlito von seiner Vergangenheit eingeholt - und wieder geht es um Leben und Tod. Brian De Palmas zugleich spannender und bewegender Gangsterfilm (1993) mit Kultstatus.
New York, 1975: Der puerto-ricanische Gangsterboss Carlito Brigante wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. Doch er hat Glück, sein Anwalt David Kleinfeld entdeckt einen Verfahrensfehler und holt ihn schon nach fünf Jahren aus dem Gefängnis. Als freier Mann fasst Carlito den Entschluss, mit seiner kriminellen Vergangenheit abzuschließen und ein bürgerliches Leben zu führen. Sein Traum ist es, sich auf den Bahamas zur Ruhe zu setzen - doch dafür muss er zunächst auf legale Weise Geld verdienen ...
Auch privat will Carlito einen Neuanfang wagen. Mit seiner früheren Geliebten, der Tänzerin Gail, beginnt er eine ernsthafte Liebesbeziehung. Gail bestärkt Carlito in seinen guten Vorsätzen und plant mit ihm eine gemeinsame Zukunft. Doch der Ausstieg aus dem Drogenmilieu fällt dem Ex-Mafioso schwerer als gedacht - und ausgerechnet sein Anwalt David Kleinfeld verwickelt ihn wieder in zwielichtige Geschäfte. Wird Carlito sein altes Leben wirklich hinter sich lassen können?
Brian De Palmas fesselnder Gangsterfilm mit den beiden Oscar-Preisträgern Al Pacino und Sean Penn bietet neben großer Spannung und Nervenkitzel mitreißend melancholische Szenen.
Mit Al Pacino, Sean Penn, Penelope Ann Miller, Luis Guzmán, James Rebhorn, Viggo Mortensen, John Leguizamo
120 Beats pro Minute - mit diesem Tempo, doppelt so schnell wie der menschliche Herzschlag, bringt Discomusik das Blut in Wallung und die Triebe auf Hochtouren. In den 70er Jahren, als die Erotik den Film eroberte und Sex aufhörte, reine Privatsache zu sein, wurde Disco zum Soundtrack der sexuellen Revolution. Ein Film über die erstaunlichen Verbindungen zwischen Disco und Pornografie - und wie erotische Inhalte verstärkt in die Popkultur gelangten.
Die Dorfdisco: Sehnsuchtsort, Freiraum, Mythos. Hier wurden erste Küsse erlebt, Grenzen getestet und andere Leben erträumt. Die Dokumentation erzählt von einem prägenden Mikrokosmos der Provinz - und von seinem Verschwinden.
Zunächst als empowernder Trennungssong geschrieben, wurde die feministische Hymne "I Will Survive" von Gloria Gaynor insbesondere in den Aids-Jahren von der Gay-Community übernommen.
Mit nur wenigen Filmen avancierte Nastassja Kinski in den 1970er Jahren zu einer der vielversprechendsten Schauspielerinnen ihrer Generation. In den 1980er Jahren war sie bereits ein internationaler Star mit Kultstatus - spätestens seit Wim Wenders' Film "Paris, Texas". Wim Wenders entdeckte Nastassja Kinski im Alter von 13 Jahren. Mit 18 Jahren wurde sie als Hauptdarstellerin in Roman Polanskis Film "Tess" international bekannt. Früh haftet das Image der Kindfrau an ihr, Projektionsfläche für zahlreiche Regisseure. Gleichzeitig versuchte sie immer wieder, diese einengenden Rollenklischees zu durchbrechen. Nach einer zehn Jahre dauernden Karriere gab Nastassja Kinski zum ersten Mal das Filmbusiness auf, um sich ihrem Privatleben zu widmen. Es folgen mehrere Comebacks, begleitet von privaten Turbulenzen.
Berlin, 1931: Die Stadt leidet unter der Wirtschaftskrise und politischer Unsicherheit. Der 32-jährige Germanist Jakob Fabian geht tagsüber seiner Arbeit als Werbetexter nach, während er nachts als hoffnungsloser Pessimist Zuflucht in der Berliner Unterwelt sucht. Sein ständiger Begleiter ist Stefan Labude, der kurz vor seiner Habilitation steht.
Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann
Die Krise hält an und die Zahl der Arbeitslosenzahl steigt. Auch Fabian bleibt nicht verschont und wird entlassen. Doch Cornelia hat sich zum Hoffnungsschimmer an seinem Horizont entwickelt. Labude träumt voller Tatendrang von der Revolution und einer klassenlosen Gesellschaft. Als Cornelia als Schauspieltalent entdeckt wird, erhofft sie sich den sozialen Aufstieg.
Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann
Im Kampf für die Arbeiterbewegung verliert Labude die Selbstkontrolle und wird in einem zwielichtigen Bordell zwischen Drogen und Gewalt aufgefunden. Während sich Cornelia zu einem Stern am Schauspielhimmel entwickelt, gerät Fabians Leben aus den Fugen. In seinen Augen hat sich Cornelia würdelos dem Geld hingegeben.
Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann
Nachdem seine Habilitationsschrift aus Qualitätsgründen abgelehnt und verunglimpft wurde, beschließt Labude, seinem Leben ein Ende zu setzen. Als Fabian erfährt, dass es sich dabei um einen Racheakt des wissenschaftlichen Assistenten Weckherlin handelte, bricht sein Leben endgültig auseinander.
Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Meret Becker, Aljoscha Stadelmann, Lukas Rüppel
Sie ereignen sich immer häufiger, sie dauern länger und werden stetig intensiver: Hitzewellen. In Europa jagt ein Temperaturrekord den nächsten. Eine Frage treibt die Wissenschaft angesichts dieser Entwicklung ganz besonders um: Wie heiß wird es in Zukunft werden? Die Dokumentation reist zu westeuropäischen Hotspots, beleuchtet die vielfältigen Auswirkungen von Hitzewellen auf unser Leben und stellt mögliche Adaptionsstrategien vor.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.