Wissenschaft extrem - Forschende, die an Grenzen gehen
Vergessene Welten
D 2023
45'
Cuiabá, Brasilien, 20. April 1925: Drei Männer machen sich auf den Weg in die "Grüne Hölle" des Amazonas - auf der Suche nach der versunkenen Stadt "Z". Percy Fawcett leitet die Expedition - ohne GPS oder nähere Kenntnis über die Gefahren des Dschungels. Die Paläontologen Edward Drinker Cope und Othniel Charles Marsh bekämpfen sich 20 Jahre lang. Und Nikolai Wawilow setzt mit seiner Samen-Sammlung Weichen. Wie man heute vermutet, kamen Fawcett und seine Begleiter nie an ihrem Ziel an. Die Letzten, die den Abenteurer und seine Gefolgschaft noch einmal zu Gesicht bekamen, waren ein paar Menschen aus der indigenen Bevölkerung. Im Jahr 1927 erklärte die Royal Geographical Society die Männer schließlich für verschollen. Doch die Welt wollte nicht wahrhaben, dass die wagemutigen Forscher einfach spurlos verschwunden sein sollen. Fawcett war seiner Zeit voraus. Die damalige Wissenschaft sah in den Regenwäldern Zentral- und Südamerikas nichts als unberührte und menschenleere Natur. Er aber glaubte an die Existenz von Hochkulturen in diesen Gebieten. Heute ist klar und sichtbar, wie recht er hatte. Ab Ende des 18. Jahrhunderts boomte in Amerika die Paläontologie. In der Zeit des Aufbruchs Mitte des 19. Jahrhunderts machten zwei Männer auf sich aufmerksam. Einer von ihnen war Bauernsohn Edward Drinker Cope, der andere Othniel Charles Marsh. Er hatte an der Universität von Yale unter anderem Paläontologie und Chemie studiert. Anfangs verstanden sich die beiden Männer gut - bis es zum Krieg um Ehre und Ruhm kam, trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere und Forschungsansätze. Die zwei Paläontologen bekriegten sich 20 Jahre lang. Am Ende standen sie mit leeren Händen da - zwei gebrochene und einsame Männer. Dabei haben sie über 130 neue Dinosaurierarten entdeckt. Nikolai Wawilow - der Forscher hatte sich Anfang des 20. Jahrhunderts den Pflanzen und Samen verschrieben. Er reiste dafür in die entlegensten Regionen der Welt. Longyearbyen liegt auf dem 78. Breitengrad und ist die nördlichste Siedlung der Welt. In dem Ort führt ein geheimnisvoller Gang über 100 Meter tief in den Permafrostboden. Dort befindet sich der "Weltweite Saatgut-Tresor". In der weltgrößten Saatgutbank lagern heute weit über 1,1 Millionen Samenproben. Darunter befinden sich auch 60 Kisten mit der Spendernummer 17-39-36-5 und der Aufschrift "N. I. Wawilow". Der Russe war einer von denjenigen, die mit ihren Samen-Sammlungen ein solches Projekt erst ermöglicht haben. Die erste Mondlandung, die Röntgentechnik, gefährliche Expeditionen oder auch Durchbrüche in der Medizin: Für viele große Fortschritte der Menschheit haben Forscherinnen und Forscher ihr Leben riskiert.
Überwachungssysteme lauern überall und beobachten uns. Großstadtbewohner tauchen täglich auf Hunderten Überwachungsbändern auf. Wie weit ist es da noch bis zur totalen Überwachung? Bei einer Rundumüberwachung hätten Verbrecher keine Chance mehr. Doch wäre eine Welt ohne Privatsphäre wünschenswert? Wie würde sie den Alltag beeinflussen? Wissenschaftler untersuchen, warum heute viele so freizügig mit ihren Daten umgehen. Gerade in den sozialen Medien werfen die User freiwillig mit persönlichen Informationen um sich. Unternehmen nutzen diese für ihre Zwecke, um zum Beispiel Persönlichkeitsprofile zu erstellen. Das Recht auf Privatsphäre gerät dabei scheinbar in Vergessenheit.
Der Sinn des Lebens? Morgan Freeman fragt nach Geburt, Fortpflanzung und Tod. Führt dies - unendlich oft wiederholt - von den allerersten primitiven Lebensformen zu uns heute? Die theoretische Physikerin Sara Walker definiert die Funktion der Evolution anders: Immer noch mehr gesammelte und verarbeitete Daten führen durch immer schärfere Sinne und immer geschicktere Jagdwerkzeuge zu auch immer effektiverer Nahrungsverwertung.
Kinder können erst ab einer bestimmten Hirnentwicklung lügen. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt: Gehört das Schwindeln zum Menschen? Wäre es nicht besser, immer die Wahrheit zu sagen? Lügen ist viel schwieriger, als ehrlich zu sein, weil das Gehirn beim Lügen mehr Informationen verknüpfen muss. Und tatsächlich: Psychologin Yaling Yang fand in Hirnscans von pathologischen Lügnern mehr Weiße-Substanz-Leitungsbahnen als bei anderen Menschen.
Seit der Mensch denkt, so scheint es, glaubt er auch. Werden auch anderswo im Weltall Götter verehrt? Oscarpreisträger Morgan Freeman sucht bei ganz irdischen Phänomenen nach Antworten. Glauben Aliens an Gott? Beispiele auf der Erde können bei der Beantwortung helfen: Tiere, die ihre Toten betrauern. Oder Roboter mit spirituellen Neigungen. Oder eine mathematische Gleichung, die der göttlichen Idee den Garaus macht.
Das Weltall ist unbegreiflich groß. Schwer zu glauben, dass sich das Leben auf die Erde beschränkt. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt: Sind wir die einzigen intelligenten Lebewesen? In diesem Mann leben Eindringlinge: Der Molekularbiologe Cedric Feschotte ist Spezialist für Genetik. Dass Viren und Bakterien seinen Körper bewohnen, ist für ihn eine triviale Erkenntnis. Aber es gibt da durchaus Fremdlinge, die auch ihm nicht geheuer sind.
Unser Leben ist unmittelbar geprägt von dieser Kraft. Und doch bekommt die Physik sie einfach nicht in den Griff. Was ist eigentlich Schwerkraft? Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt nach. Kann eine so handfeste Kraft wie die Schwerkraft eine Täuschung sein? Nach der Theorie des Physikers Erik Verlinde steckt hinter der Wirkung der Schwerkraft in Wahrheit der thermodynamische Prozess, der auch in den Massen zum Energieausgleich hinstrebt.
Wissenschaftler sind sich sicher, dass im Universum viel mehr Materie existiert, als wir sehen. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt: Bedroht das verborgene Schattenuniversum unsere Welt? Die Beschaffenheit dieser unbekannten Materie zu erforschen, ist eine der spannendsten Fragen der Kosmologie. Es ist, als wolle man einen Fisch mit bloßen Händen fangen. Nur die Anziehungskraft der Dunklen Materie ist messbar, völlig unklar, woraus sie besteht.
Wurden die Reichen nur am rechten Ort zur rechten Zeit geboren? Unterscheiden sich Arme und Reiche in ihrer DNA? Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt Wissenschaftler nach ihrer Erkenntnis. Sind die Armen Opfer eines Systems, das sie kleinhält? Oder lässt sich die Einkommensverteilung mithilfe physikalischer Gesetze erklären? Victor Yakovenko, der physikalische Methoden auf die Wirtschaft anwendet, hat überraschende Übereinstimmungen gefunden.
Voller Kleiderschrank und trotzdem im Kaufrausch! Warum? Pia Osterhaus wagt ein Experiment, checkt Schnäppchenpreise, geht auf Verfolgungsjagd und enthüllt Tricks der Textilindustrie. "Kaufe jetzt, bezahle später!" Ein unwiderstehliches Angebot für alle, die beim Hype um Luxusmode dabei sein wollen. Mit Folgen für die Käufer. Denn von der Sehnsucht nach teuren Marken und coolen Outfits profitieren vor allem die Bezahldienste. Über 65 Milliarden Euro gaben deutsche Haushalte im Jahr 2023 für Kleidung aus - damit ist die Textilindustrie der umsatzstärkste Nonfood-Bereich. Auch auf Social Media dominiert Fashion die Timelines. In einem Experiment wird Pia Osterhaus zur Store-Managerin eines Taschenladens und zeigt zusammen mit Influencerin Josephine Lueck, wie Mikro-Influencer gezielt im Marketing eingesetzt werden. Im Onlinehandel locken kostenlose Retouren, doch was passiert mit den zurückgesendeten Kleidungsstücken? Mit GPS-Trackern verfolgt Pia ihren Weg und untersucht die Umweltfreundlichkeit dieses Service. Die großen, roten "Sale"-Schilder dominieren das Bild der Fast-Fashion-Läden. Echte Schnäppchen oder doch nur Teil einer ausgeklügelten Preisstrategie? Auch im Outlet checkt Pia das Verhältnis von Preisgestaltung und Qualität bekannter und weniger bekannter Marken. Jahr für Jahr erzielt die Textilindustrie Rekordumsätze und schafft es immer wieder, unsere Kaufentscheidungen zu manipulieren - oft ohne dass wir es merken. In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Textilindustrie" enthüllt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Branchen-Insidern und Betroffenen die geheimen Strategien einer gehypten Branche.
Outdoor ist das Trendthema im Netz. Pia Osterhaus will herausfinden, wie die Industrie dafür sorgt, dass wir Geld ausgeben, um an einem Ort zu sein, der eigentlich kostenlos ist: die Natur. Auf Social Media wirkt Outdoor wie pure Wellness. Doch die Bilder zeigen nur die halbe Wahrheit. Um zu sehen, was dahintersteckt, begibt sich Pia auf eine dreitägige Wanderung, trifft Experten und deckt in packenden Experimenten die Tricks der Branche auf. Mit einem Jahresumsatz von fast fünf Milliarden Euro ist die Outdoorbranche in Europa längst kein Nischensegment mehr. Auch auf Social Media ist der Trend allgegenwärtig. Der Hashtag #Outdoors zählt über 84 Millionen Beiträge, mehr als Gaming oder Hip-Hop. Begriffe wie "OSMO-Gewebe", "DryVent-Technologie" oder "Hydroshell" lassen Produktbeschreibungen von Outdoorartikeln mittlerweile wie Raumfahrtprojekte wirken. Pia baut eine eigene Regendusche, um zwei moderne Hightechzelte auf ihre Dichtheit zu testen. Im Textillabor will sie wissen, wie viel echte Innovation hinter den klangvollen Begriffen tatsächlich steckt, und testet fünf Multifunktionsjacken. Selbst bei der Verpflegung wird zur Kasse gebeten. Outdoornahrung wird als unverzichtbarer Kalorienlieferant verkauft und das zu stolzen Preisen. Ein Outdoorexperte zeigt, wie ein einfacher Trick auf dem Verpackungsdesign für große Verwirrung sorgt. Pia stellt die Frage: Geht Essen für unterwegs auch zum Drittel des Preises? In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Outdoor-Industrie" deckt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Brancheninsidern und Konsumenten auf, mit welchen psychologischen und verkaufsstrategischen Methoden die Outdoorbranche ihren Hype in bare Münze verwandelt.
Liefer-Apps sind heutzutage wie eine Fernbedienung für Essen - schnell, bequem und einfach. Pia Osterhaus will herausfinden, wie die Plattformen an unserer Bequemlichkeit Geld verdienen. Provisionen und Rabatte machen das Liefergeschäft für Gastronomen hart. Um trotzdem noch Gewinn zu machen, wird unauffällig gespart - beispielsweise bei den Portionsgrößen. Bekommen wir also tatsächlich weniger für unser Geld? Pia Osterhaus überprüft das. Liefer-Apps sind längst ein fester Bestandteil unseres Alltags. Kein Wunder: Weltweit werden jährlich rund 420 Milliarden Euro mit Essenslieferungen umgesetzt. Allein auf Lieferando sind über 32.000 Restaurants gelistet, und auch Wolt sowie Uber Eats erweitern ihr Angebot Jahr für Jahr. Die Sternebewertung ist eine beliebte Vergleichsskala, um die Qualität von Lieferrestaurants zu überprüfen. Doch kann man den Bewertungen vertrauen? Gemeinsam mit einer Frauenfußballmannschaft testet Pia Ein- und Fünf-Sterne-Gerichte im direkten Vergleich. Mit einem erschreckenden Ergebnis. Ein weiteres Phänomen: die sogenannten Ghost Kitchens. So nennen sich virtuelle Restaurants ohne eigenen Gastraum, oft nur mit einer anonymen Zubereitungsküche. Auf der Suche nach einem solchen Anbieter landet Pia vor einem ganz normalen Privathaus - angeblich die Quelle einer bestellten Lieferpizza. Auch beim Thema Geschwindigkeit locken die Plattformen: mit dem Zusatzangebot der Expresslieferung. Wer bei Wolt oder Uber Eats extra zahlt, soll schneller beliefert werden. Doch sind wir wirklich bereit, einen Aufpreis zu zahlen, wenn es am Ende nur um wenige Minuten geht? Um das herauszufinden, wird Pia kurzerhand zur Currywurstverkäuferin und bietet eine "Expresskasse" gegen Aufpreis an. In der Dokumentation "Nice Price - Die Tricks der Lieferdienste" deckt Pia Osterhaus gemeinsam mit Experten, Brancheninsidern und Kunden auf, mit welchen psychologischen Verkaufsmethoden die Lieferplattformen an unserer Bequemlichkeit verdienen.
Chicken, Gemüse oder Chili - Nudelsuppen in Cups und Tüten sind der Food-Hype. Schnell gekocht, halal, vegan und in allen Geschmacksrichtungen. Was ist das Geheimnis des aktuellen Trends? Und wer schmeckt den Unterschied zwischen Duck Taste und Chili? Pia Osterhaus experimentiert mit einer Profiköchin, schickt die Suppen ins Labor und untersucht auch die Verpackungen der Convenience-Suppen. Mehr als heißes Wasser braucht es nicht für die schnelle Küche mit Instantnudelsuppen und Ramen. Dahinter steckt mehr als der schnelle Snack aus der Vergangenheit. Aktuell ein Massenprodukt, das enorme Umsätze generiert: Allein in Deutschland wurden 2024 rund 400 Millionen Packungen konsumiert. Der Markt ist global organisiert: Vom europäischen Anbieter Maggi bis zum asiatischen Branchenriesen Nissin konkurrieren zahlreiche Hersteller um die Gunst der Kundinnen und Kunden. Ein zentrales Verkaufsargument: die Geschwindigkeit. Schnell und bequem wird in wenigen Minuten aus trockenen Nudeln eine warme Mahlzeit. Köchin und Influencerin Sarah Mühlberg stellt sich in einem Experiment der Herausforderung Convenience gegen Handmade, Wasserkocher gegen Kochtopf. Auch Pia tritt gegen den Wasserkocher an. Auch beim Preis scheinen Instantnudeln unschlagbar: Meistens kosten sie weniger als zwei Euro. Eine warme Mahlzeit zum Minimalpreis: Nice Price. Wie funktioniert das? Und was sagt der Preis über den tatsächlichen Wert des Produktes aus? Psychologe Riccardo Frink hat die Erklärung: Entscheidend ist nicht, was etwas kostet - sondern wie günstig der Preis im Vergleich mit anderen Produkten wirkt. Die Auswahl scheint grenzenlos. Auf den Verpackungen zeigen bunte Bilder üppige Zutaten und intensive Geschmacksrichtungen: "Creamy Carbonara", "Chicken" und "Duck Taste" - das klingt lecker und hochwertig. Aber was steckt drin in den Tüten und Cups? Pia Osterhaus schickt die Suppen ins Labor und lüftet damit auch das besondere Geheimnis von "Yum Yum Duck Flavour". In der Verbraucher-Dokumentation "Nice Price - Das Geheimnis der Instantnudeln" testet Pia Osterhaus Grenzen des Geschmacks, lässt Verbraucherinnen und Verbraucher experimentieren und geht gemeinsam mit Experten und Brancheninsidern der Frage nach, mit welchen Strategien ein einfaches Produkt so erfolgreich werden konnte - und was wir als Konsumenten darüber wissen sollten.
Sternekoch Nelson Müller kümmert sich um unsere gute Ernährung. Zucker brauchen wir alle - aber welchen und wie viel? "Der Zucker-Kompass" gibt Orientierung im Lebensmittel-Dschungel. Unser Körper braucht Zucker, ohne ihn könnten wir nicht leben. Allerdings essen wir zu viel davon, denn Zucker steckt in fast allen Lebensmitteln. Für die Industrie ist er eine äußerst lukrative Zutat, denn er ist billig. Das hat weitreichende Konsequenzen. Nelson Müller reist in die Stadt der Schokolade, nach Brüssel. Er will zeigen, was Zucker in Lebensmitteln bewirkt und warum wir ihn so lieben. Bei einem der besten Pralinen-Hersteller der Stadt erfährt er, wie kunstvoll Zucker verführen kann. Nelson Müller besucht einen der größten Zucker-Hersteller. Der steht unter dem Druck, seinen Zucker dauerhaft möglichst günstig produzieren zu müssen. Dazu braucht es große Mengen an Zuckerrüben - auch wenn die Ernte mal schwankt. Was das für die Herstellenden und die Umwelt bedeutet, erfährt Nelson Müller auf einem Zuckerrübenfeld in Deutschland. Manche Lebensmittel enthalten viel mehr Zucker, als wir denken. Das gilt vor allem auch für Säfte - denn Fruchtzucker ist auch Zucker. Ein Experiment soll zeigen, wie gesund Fruchtzucker wirklich ist, und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Obst zu essen ist gesünder, als Obst in Form von Saft oder als Smoothie zu trinken. Wenn Zucker doch so ungesund ist, wäre es dann nicht logisch, ihn durch andere Süßungsarten zu ersetzen? Viele Hersteller bedienen diesen Wunsch, Lebensmittel wie Light-Limos und kalorienarmes Eis boomen. Doch was steckt stattdessen drin, und ist es wirklich besser als der klassische Haushaltszucker? In den Niederlanden besucht Nelson Müller ein Eis-Start-up, das unter anderem auf Erythrit und Maltodextrin setzt. Vom Feld bis auf den Teller: Im "Zucker-Kompass" beleuchtet Nelson Müller Themen rund um Gesundheit, Preis und Qualität und räumt mit Vorurteilen auf.
Groß, größer, gigantisch - Mars ist der größte Süßwarenhersteller der Welt und ein Gigant der Lebensmittelindustrie. Die Mars-Story zeigt, wie der Konzern tickt, trickst und blendet. Mars Inc. - in über 80 Ländern arbeiten 133.000 Menschen für das Familienunternehmen. Die Produktpalette reicht von Süßigkeiten und Kaugummi bis hin zu Tiernahrung. Wie konnte aus einem Schokoriegel-Hersteller ein Lebensmittel-Imperium werden? Der Film wirft einen Blick zurück in die Vergangenheit und schaut, wie das Weltunternehmen Mars entstanden ist - von den Anfängen, geführt vom Vater-Sohn-Duo, hin zum globalen Konzern mit einem Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar. Außerdem lassen die Autoren des Films den Mars-Riegel von einer Schokoladen-Sommelière auf Herz und Nieren prüfen. Wie gut ist der namengebende Verkaufsklassiker wirklich? Jährlich werden auch sieben Milliarden Snickers hergestellt. Das entspricht in etwa einem Riegel für jeden Menschen auf der Welt. Die wichtigste Zutat des Snickers-Riegels ist die Erdnuss. Doch woher kommen eigentlich die ganzen Nüsse? Und können überhaupt solche gigantischen Mengen angebaut werden, ohne die Umwelt nachhaltig zu belasten? Der Film blickt hinter die Produktion der Erdnüsse. M&M'S sind die wohl berühmtesten Schokolinsen der Welt - und gleichzeitig auch die kultigsten Vertreter des Food-Giganten. Gemeinsam mit Produktentwickler Sebastian Lege finden die Autoren heraus, warum die Linsen nicht in der Hand schmelzen, und lüften ihr Erfolgsgeheimnis. Auch die beliebteste Kaugummi-Marke der Welt, Wrigley, gehört zum Mars-Imperium. Aber: Woraus bestehen eigentlich Kaugummis? Die wenigsten wissen: Wir kauen auf Plastik herum, das aus Erdöl gewonnen wird und zum echten Umweltproblem geworden ist. Dass es auch anders und vor allem besser geht, beweist die junge innovative Konkurrenz. Mars, McDonald's und Kraft Heinz - drei Aushängeschilder der US-amerikanischen Food-Industrie. Die "Food Stories" erzählen, wie aus drei einfachen Ideen drei milliardenschwere Global Player wurden.
Kraft Heinz - zwei Namen mit langer Geschichte, die zusammen einen der größten Food-Konzerne der Welt bilden. Doch wie kam es zu ihrer gigantischen Macht auf dem Lebensmittelmarkt? Anhand von vier Produkten entschlüsselt der Film das Erfolgsgeheimnis von Kraft Heinz. Wie gut sind diese Lebensmittel wirklich? Heinz Ketchup, Miracel Whip, Heinz Beanz und Capri-Sun: Diese Produkte sind weltberühmt und allein die Verpackungen ikonische Klassiker. Heinz Ketchup war das erste Tomatenketchup auf dem internationalen Markt - und legte den Grundstein für ein Lebensmittelimperium. Bis heute ist Ketchup von Heinz Marktführer in Deutschland und den USA. Die Autoren des Films finden heraus, wie es zu diesem Welterfolg kam, und zeigen, was wirklich im Heinz Ketchup steckt und warum der Geschmack angeblich so unverkennbar ist. Mit Kraft und Heinz haben sich zwei Unternehmen zusammengetan, die für ihre erfolgreichen Eigenkreationen bekannt sind. Was das Tomatenketchup für Heinz ist, ist die Mayonnaise für Kraft: eines der ältesten und zugleich erfolgreichsten Produkte. Die Eigenkreation vermarktet der Konzern als "lockere und würzige" Alternative zur "schweren" Mayonnaise - und als Wunderwaffe in der Küche, die jedes fade Gericht in ein Geschmackserlebnis verwandelt. Produktentwickler Sebastian Lege entlarvt, welche künstlichen Zusatzstoffe in Miracel Whip stecken. Mit dem Slogan "Beanz Meanz Heinz" hat das Unternehmen seinen Dosen-Bohnen Kultstatus verliehen und erwirtschaftet damit bis heute Rekordumsätze. Auch die Deutschen haben mittlerweile das Bohnengericht für sich entdeckt. Die Heinz Beanz sind die Nummer eins im deutschen Supermarkt. Was ist das Besondere an den Bohnen aus dem Hause Kraft Heinz? Capri-Sun ist ein Klassiker, der immer noch hoch in der Gunst der Kunden steht: Bis heute gehört Capri-Sun zu den Marktführern bei den "fruchthaltigen Getränken" in Europa und den USA. Zielgruppe sind von Anfang an Kinder, Werbung und Marketing sind ganz klar auf die Kleinen ausgerichtet. Liegt der Erfolg nur am geschickten Marketing? Außerdem wollen die Autoren wissen, warum die Ökobilanz von Capri-Sun so katastrophal ist - und welche Lösungen aktuell dafür gesucht werden. Anhand der vier Produkte entschlüsselt der Film das Erfolgsgeheimnis von Kraft Heinz: ikonische Eigenkreationen, geschickte Werbestrategien, internationale Vermarktung und erfolgreiche Zukäufe von Fremdmarken. Mars, McDonald's und Kraft Heinz - drei Aushängeschilder der US-amerikanischen Food-Industrie. Die "Food Stories" erzählen, wie aus drei einfachen Ideen drei milliardenschwere Global Player wurden.
McDonald's repräsentiert für Millionen Menschen in der ganzen Welt den American Way of Life. Die McDonald's-Story wirft einen Blick hinter die Kulissen der goldenen Bögen des Weltkonzerns. Burger, Pommes, Softeis - welche Anstrengungen unternimmt der Lebensmittelriese, um die weltweit standardisierte Maschine am Laufen zu halten? Mithilfe von vier ikonischen Produkten zeigt der Film Probleme, aber auch Qualitäten des Unternehmens. Was als Burger-Grill zweier Brüder begann, ist heute die wertvollste Lebensmittelmarke der Welt. Mit Millionen Fans auf der ganzen Welt - und ebenso vielen Kritikern. Welches Erfolgsrezept steckt hinter dem Aufstieg des Food-Giganten? Die Antwort liegt in der bewegten Geschichte des Unternehmens und dem akribisch ausgeklügelten System, das nur ein Ziel hat: Effizienz! Doch wie sehr bleibt da die Qualität in Fleisch, Gemüse und Brot auf der Strecke? Seit der Gründung dreht sich bei McDonald's alles um den Burger. Doch der Markt ist umkämpft. Die Konkurrenz setzt immer mehr auf Qualität. In Deutschland locken Anbieter wie Hans im Glück, Peter Pane oder Burgermeister die Kunden mit frischem Fleisch - und so manche kleine Burgerbude punktet mit Regionalität und Bio-Angeboten. Haben diese Anbieter McDonald's bei Qualitätsburgern nicht längst den Rang abgelaufen? Pommes frites bilden die zweite große Säule, die den Konzern so erfolgreich macht. McDonald's frittiert aber nicht irgendwelche Kartoffeln, sondern nur eigens für den Food-Giganten gezüchtete Knollen. In der Heimat dieser Kartoffeln, im Bundesstaat Idaho im Nordwesten der USA, wollen die Autoren des Films wissen: Was ist das Besondere an den Kartoffeln, und wie viel Pestizide kommen zum Einsatz? Ein anderes Problem sind krebserregende Acrylamide in frittierten Pommes. Doch wie viel steckt drin in dem roten Pappbehälter von McDonald's? Der Labortest überrascht. Einen Meilenstein in der erfolgreichen Entwicklung hat McDonald's mit der Einführung des "Happy Meal" geschaffen - in Deutschland war die Kombination aus Spielzeug und Burger-Menü zeitweise als sogenannte Juniortüte populär. Und auch die süßen Angebote wie Milkshakes oder das Softeis "McFlurry" folgen der Strategie, nicht nur die großen Fleischesser, sondern vor allem die Kleinsten in die Filialen mit dem goldenen "M" zu locken. Die Strategie dahinter: Wer sich früh an Produkte von McDonald's gewöhnt, mag sie ein Leben lang. Was den Kindern im Milkshake angeboten wird, das nimmt Produktentwickler Sebastian Lege ganz genau unter die Lupe und zeigt: Mit echter Milch, frischen Erdbeeren und hochwertiger Schokolade haben die Milkshakes von McDonald's nur wenig zu tun. Mithilfe von vier repräsentativen Produkten zeigt die McDonald's-Story die Probleme, aber auch Qualitäten des Weltkonzerns. Mars, McDonald's und Kraft Heinz - drei Aushängeschilder der US-amerikanischen Food-Industrie. Die "Food Stories" erzählen, wie aus drei einfachen Ideen drei milliardenschwere Global Player wurden.
Die 90er - ein Jahrzehnt voller Kultduelle. Popikonen, Sammeltrends und sportliche Highlights treten im "Retro Battle" gegeneinander an. Wer setzt sich durch und bleibt unvergessen? Backstreet Boys oder Kelly Family? Pokémon oder Diddl? Formel 1 oder Wrestling? Romantik oder Actionkino? Die 90er liefern ikonische Battles um Musik, Sammeltrends, Sport und Kinohits. Doch welche Phänomene prägen unsere Popkultur bis heute? Im Musik-Battle treffen zwei Welten aufeinander: die Backstreet Boys, perfekt gecastet für Teenie-Fans, gegen die bodenständige Kelly Family mit handgemachtem Folk-Pop. Während die Boyband mit Charterfolgen und Choreografien weltweit dominiert, schafft sich die Kelly Family mit Straßenmusiker-Charme eine treue Fanbase. Doch wer hat langfristig den größeren Einfluss? Während sich Millionen Fans zwischen Pop-Hits und Folk-Hymnen entscheiden, entbrennt auf den Schulhöfen ein völlig anderes Duell. Dort dreht sich alles ums Sammeln - doch nicht von CDs, sondern von Papier und Karten. Zunächst sind Diddl-Blätter das Must-have für Kinderzimmer und Schulranzen, doch Ende der 90er bekommen sie ernsthafte Konkurrenz. Pokémon-Karten, Game-Boy-Spiele und eine Anime-Serie machen Pikachu & Co. zu einem weltweiten Phänomen. Doch welche Sammelleidenschaft hinterlässt den größeren Kultstatus? Auch in der Sportwelt sorgen Gegensätze für Begeisterung - diesmal mit ordentlich Action. Während Michael Schumacher die Formel 1 in Deutschland zum Massenereignis macht, zieht Wrestling mit inszenierten Kämpfen und ikonischen Helden die Zuschauer in den Bann. Millionen Fans fiebern mit, Merchandise boomt. Doch welche Sportart prägt die 90er stärker? Spektakuläre Duelle gibt es nicht nur auf der Rennstrecke oder im Ring, sondern auch auf der Kinoleinwand. Blockbuster liefern sich einen Kampf der Genres: Bombastische Actionfilme wie "Jurassic Park" und "Matrix" setzen neue Maßstäbe, während "Titanic" und "Pretty Woman" mit großen Emotionen das Publikum verzaubern. Heute dominiert Action das Kino, während romantische Komödien zunehmend ins Streaming abwandern. Doch welches Genre hinterlässt den nachhaltigeren Eindruck? Ob Musik, Sammelwahn, Sport oder Kino - die 90er liefern ikonische Duelle, die Fans spalten und Trends prägen. Doch welche Phänomene hinterlassen bleibenden Eindruck? "Retro Battles - Die Trends der 90er" blickt zurück auf die größten Popkultur-Highlights und entscheidet: Wer gewinnt das Rennen um den Kultstatus?
Die 90er - ein Jahrzehnt voller Gegensätze. Digitale Revolution trifft auf analoge Kultobjekte, Popstars konkurrieren mit Subkulturen. Welche Trends prägen eine ganze Generation? Grunge oder Eurodance? Tamagotchi oder Furby? Skateboard oder Inliner? Nintendo oder SEGA? Die 90er liefern unvergessliche Battles um Musikstile, Spielzeughypes, Trendsportarten und Gaming-Giganten. Doch welche Trends prägen unsere Popkultur bis heute? Während Grunge mit verzerrten Gitarren, melancholischen Texten und einem Gefühl der Rebellion eine ganze Generation aufrüttelt, bringt Eurodance mit schnellen Beats und eingängigen Melodien die Tanzflächen zum Beben. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: auf der einen Seite die düstere, kritische Musik der Außenseiter, auf der anderen die fröhliche, massentaugliche Partykultur. Beide Stile hinterlassen Spuren, doch welcher hat bis heute den größeren Einfluss? Auch in den Kinderzimmern sorgt ein Wettstreit für Aufsehen. Das Tamagotchi lehrt seine Besitzer Verantwortung - wer es nicht rechtzeitig füttert oder pflegt, muss zusehen, wie das virtuelle Haustier "stirbt". Der Furby hingegen spricht, reagiert und scheint fast ein Eigenleben zu entwickeln. Während das Tamagotchi für die Digitalisierung von Spielzeug steht, begeistert der Furby mit seinen interaktiven Fähigkeiten. Doch welches elektronische Haustier erlangt den größeren Kultstatus? Nicht nur Musik und Spielzeug sorgen für Trends, auch auf den Straßen liefern sich zwei Gruppen ein Duell: Inlineskaten ist leicht zu erlernen, rasant und modern, während das Skateboarden eine Subkultur voller Freiheit und Rebellion verkörpert. Während die einen Geschwindigkeit und Kontrolle schätzen, entwickeln die anderen neue Tricks und prägen mit ihrem Stil ganze Stadtbilder. Auch die Gaming-Welt ist gespalten: Nintendo begeistert mit ikonischen Figuren wie Mario und familienfreundlichen Spielen, während SEGA mit Sonic und seinem Mega Drive eine neue, schnellere Spielerfahrung bietet. Zwei Konzepte, die Millionen Fans auf der ganzen Welt begeistern und die Weichen für die Zukunft der Videospiele stellen. Ob Musik, Sammelwahn, Sport oder Kino - die 90er liefern ikonische Duelle, die Fans spalten und Trends prägen. Doch welche Phänomene hinterlassen bleibenden Eindruck? "Retro Battles - Die Trends der 90er" blickt zurück auf die größten Popkultur-Highlights und entscheidet: Wer gewinnt das Rennen um den Kultstatus?
In Kellern und auf Dachböden schlummert ein ganz besonderes Archiv. Oftmals wenig beachtet und manchmal sogar vergessen - Super-8-Filme. Dabei handelt es sich um ganz besondere Filmschätze. Sie zeigen die 60er-, 70er- und 80er-Jahre - wie sie sonst nirgends zu sehen sind. Die Welt von damals - aus ganz persönlicher Sicht. "Das war dann mal weg" - diesmal geht es rund um Reise und Freizeit. Dazu gehören auch der Stadtplan oder die Parkuhr. Es ist nicht allzu lange her, da waren sie nicht aus unserem Leben wegzudenken - geniale Erfindungen, die unseren Alltag aufregender machten: Musikkassetten, Schallplatten, der Walkman und die flimmernde Bildröhre. Manche dieser Erfindungen haben jahrzehntelang durchgehalten und wecken bis heute nostalgische Erinnerungen, andere gerieten schnell in Vergessenheit. BTX, was war das noch gleich? "Das war dann mal weg" widmet sich auf unterhaltsame und informative Weise ausgestorbenen Dingen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie funktionierte ein Fernschreiber? Und was hat ein Bleistift mit einer Musikkassette zu tun? Die Dokumentationsreihe nimmt die Zuschauer mit auf eine wahre Zeitreise. Die Älteren haben vielleicht nie gemerkt, dass Telegramme und Telefonzellen irgendwann mal verschwunden waren. Und die Jüngeren vielleicht nie gewusst, dass es sie überhaupt gab. Prominente steuern ihre persönlichen Anekdoten zu den Kultgegenständen der Vergangenheit bei, Animationen sorgen für so manchen Aha-Effekt.
Die Zeitreise bei "Das war dann mal weg" geht weiter. Diesmal ist die Nasszelle Thema. Von der Trockenhaube über den Allibert-Schrank bis zur Bademütze. Wer kennt das noch? Als sie unseren Alltag eroberten, waren sie schon bald nicht mehr aus ihm wegzudenken. Und doch waren sie plötzlich wieder verschwunden. Was machte sie so besonders? Was haben wir an ihnen geliebt? Und was hat sie ersetzt? Kommen Sie mit auf eine Zeitreise. Zurück in die Welt der verschwundenen Dinge des Alltags: Nichts ist so alt wie die Zukunft von gestern. Was heute als Hightech gilt, ist der Trödel von morgen. Und doch waren all diese Dinge einmal neu, ja geradezu futuristisch. Schienen aus der Welt von übermorgen zu kommen, machten unser Leben einfacher oder aufregender. "Das war dann mal weg" widmet sich auf unterhaltsame und informative Weise ausgestorbenen Dingen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Wie funktionierte ein Fernschreiber? Und was hat ein Bleistift mit einer Musikkassette zu tun? Die Dokumentationsreihe nimmt die Zuschauer mit auf eine wahre Zeitreise. Die Älteren haben vielleicht nie gemerkt, dass Telegramme und Telefonzellen irgendwann verschwunden waren. Und die Jüngeren vielleicht nie gewusst, dass es sie überhaupt mal gab. Prominente steuern ihre persönlichen Anekdoten zu den Kultgegenständen der Vergangenheit bei, Kinder versuchen zu ergründen, wie sie damals funktioniert haben, Animationen sorgen für so manchen Aha-Effekt.
Diese Folge der Reihe "Das war dann mal weg" weckt die Feierlaune und erinnert an kulinarische wie kulturelle Sünden - vom Mettigel bis zum Lipsi-Tanz, vom Kegelabend bis zum Käsepilz. Partytime! So manches rund um den Partykeller war schön und schrecklich zugleich - trotzdem wecken einst kultige Requisiten und Rituale heute noch nostalgische Gefühle bei den Promi-Gästen Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey und Rhea Harder-Vennewald. "Das war dann mal weg" spürt dem Guten von gestern nach. Und auch dem nicht ganz so Guten. Jahrzehntelang schoben die Deutschen landauf, landab eine ruhige Kugel. Kegeln war eine höchst beliebte Freizeitbeschäftigung, die praktischerweise Sport mit Geselligkeit verband. Jedenfalls bis vor etwa 30 Jahren. Inzwischen sind die Kegelbahnen in den Hinterzimmern der Gaststätten mit ihren Fans alt geworden, der Nachwuchs fehlt. "Das war dann mal weg" trifft einen der letzten Kegelklubs, die "Seltene Neun" aus Ottenbüttel bei Hamburg. Außerdem wird in der Sendung eine Institution deutscher Feierkultur wiederbelebt: der Partykeller. Selbst eingerichtete Kellerräume mit Flipper, Musikbox, bunten Glühlampen und einem weiteren Phänomen privater Dancefloors: der Lichtorgel. Grün, blau, rot, rot, blau, grün - Lichteffekte im Takt der Musik. Yeah! Übrigens, "yeah, yeah, yeah" war ein Dorn im Auge der DDR-Oberen. Die wollten der zügellosen Mode des Rock 'n' Roll etwas entgegensetzen und erfanden kurzerhand den Lipsi. Wie der sozialistische Tanz rockt, das gibt's bei "Das war dann mal weg". Außerdem: Was ist eigentlich aus Büfett-Hits wie dem Mettigel, dem Käsepilz oder Fliegenpilzeiern geworden?
Luxus wird oft mit dem Exotischen, Unerreichbaren und Seltenen assoziiert. Doch was gestern noch Luxus war, kann heute schon wertlos sein. Oder als Retrotrend eine zweite Chance bekommen. Tiere schmücken sich mit bunten Federn, Menschen mit Luxusgütern, um ihre Umwelt zu beeindrucken. Elfenbein, Seidenstrümpfe oder sogar Besteck aus Aluminium: Einst war manches so wertvoll wie Gold. Heute ist es aus unserem Alltag verschwunden. Die Reihe "Das war dann mal weg" nimmt sich der Luxusobjekte an und erzählt ihre Geschichte. Seit Jahrtausenden ist der Mensch von Elfenbein fasziniert und stellt vor allem aus den Stoßzähnen von Elefanten Gegenstände her. Das Material - weiß, zart und doch stabil - ist so edel wie umstritten. Denn als die Kolonialmächte Ende des 19. Jahrhunderts in den Handel einsteigen, werden Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Heute ist der Elfenbeinhandel verboten. An einen anderen Luxus erinnert sich kaum noch jemand: Seidenstrümpfe. Anfang des 20. Jahrhunderts eine Revolution in der Damenmode, tragen wir heute Nylon, Perlon oder andere Kunstfasern am Bein. Und die Strumpfhose hat die aufwendigeren Damenstrümpfe abgelöst. Der Siegelring ist etwas für reiche, wichtige und vor allem adelige Leute. Zumindest im Mittelalter. Da hatte der Siegelring eine Funktion, nämlich das Versiegeln von wichtigen Schriftstücken. Diese Funktion ist längst verschwunden, der Ring ist nur noch ein Schmuckstück, das immer wieder als Retrotrend zurückkehrt. Ein ganz erstaunlicher Gegenstand, dem man den Luxus nicht auf den ersten Blick ansieht, ist das Aluminiumbesteck. Bei DDR-Bürgerinnen und -Bürgern löst es alle möglichen Gefühle aus, aber sicher nicht, privilegiert zu sein. Tatsächlich ist das leichte, biegsame Besteck kurz nach seinem Auftauchen im 19. Jahrhundert wertvoller als Goldbesteck. "Das war dann mal weg" erzählt die ganze Geschichte. Das Monokel hat eine unmittelbare Wirkung auf die Persönlichkeit seines Trägers. Die ins Auge geklemmte Lesehilfe sorgt bei den prominenten Kommentatoren für Erheiterung: Anneke-Kim Sarnau, Rhea Harder-Vennewald, Michael Kessler und Florian Martens. Die Reihe "Das war dann mal weg" spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag schöner machten, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie verschwunden. Was ist daraus geworden?
Heute sind sie vielerorts verschwunden - doch lange galten Kaufhäuser als Kathedralen von Freiheit und Wohlstand. "ZDF-History" begibt sich auf eine Zeitreise in die Welt des Konsums. Aufwendig dekorierte Schaufenster und ein breites Warenangebot locken Kunden in Scharen - und das nicht nur in der Bundesrepublik. "Centrum" und "Konsument" heißen die Vorzeige-Kaufhäuser in der DDR. Die ersten Konsumtempel Deutschlands entstehen bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert. Sie gelten als die prächtigsten Warenhäuser der Welt. Die Namen ihrer einstigen Gründer - wie Georg Wertheim, Hermann und Leonhard Tietz - kennt heute kaum noch jemand. Skrupellos treiben die Nationalsozialisten die jüdischen Kaufmänner außer Landes und nehmen ihnen den Besitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkt die schöne bunte Warenwelt der Kaufhäuser wie ein Versprechen, dass die Mühen des Wiederaufbaus sich lohnen. Mit markanter Architektur und Wohlfühlverheißungen ziehen Karstadt, Hertie & Co. Kaufwillige in die Innenstädte. Hohe Wachstumsraten lassen auch die Löhne steigen im sogenannten Wirtschaftswunder-Land. Doch das Versprechen von unbeschwertem Konsum lässt sie auch ins Visier der Staatsfeinde rücken. Im April 1968 brennen zwei Kaufhäuser in Frankfurt. Als "politischen Racheakt" begründen die späteren RAF-Gründer ihre Tat. Spätestens in den 80er-Jahren bekommt die schöne Fassade der Konsumtempel erste Risse. Der Discounter-Boom im Westen und die Mangelwirtschaft im Osten stürzen die Kaufhausketten in eine Krise. Der Schauspieler Jörg Schüttauf, der als Teenager in einem "Centrum"-Warenhaus jobbt, erinnert sich an leere Verkaufstische und unzufriedene Kunden. Andere Prominente sowie Historiker und Experten blicken in "ZDF-History - Mythos Kaufhaus" auf die Geschichte der deutschen Konsumtempel und erklären, warum es sie auch in Zukunft geben wird.
Fusel, Flipper, Familienersatz - die Kneipe ist eine Institution. "ZDF-History" zeigt eine Ära, in der das Treiben rund um den Tresen mehr war als nur bloßes Ausgehen. "Die kleine Kneipe in unserer Straße" - sie ist den Deutschen ans Herz gewachsen. Dort trafen sich unterschiedliche Generationen und soziale Schichten. Noch heute fürchtet die Politik den Stammtisch, an dem sich Volkes Stimme artikuliert. Am Anfang steht schiere Notwendigkeit: Im 19. Jahrhundert zieht es immer mehr Menschen in die großen Städte. In ihren Elendsquartieren haben die meisten Arbeiter kein eigenes Wohnzimmer. Also suchen sie sich ein anderes in den Kneipen, die nun wie Pilze aus dem Boden schießen. Bei Bier und Korn wird über die Härte des Lebens diskutiert - und nach Abhilfe gesucht. Die Kneipe wird zur Keimzelle des Protests, wenn nicht sogar des Umsturzes. Einer dieser konspirativen Treffpunkte eröffnet 1894 in Bremen. Betreiber: ein gewisser Friedrich Ebert. Als der SPD-Politiker in der Weimarer Republik Reichspräsident wird, mokieren sich die Rechten über sein Vorleben als Kneipenwirt. Auch die Ursprünge der Nazis liegen im Wirtshaus - im Sumpf der Münchner Bierkeller. Nach dem Krieg erweitern die Kneipen ihre Möglichkeiten. Neue technische Geräte halten Einzug und verstärken das Gemeinschaftsgefühl. Mit dem Fernsehen kommen viele Deutsche erstmals beim Kneipen-Besuch in Berührung - beim kollektiven Fußballschauen. Die Jukebox befördert den Siegeszug des Rock 'n' Roll. Der Flipper-Automat zieht vor allem die Jugend an. Wenn das Spiel zu Ende ist, heißt es: ausgeflippt. Nach 1968 bekommt der Begriff der Studentenkneipe einen neuen Inhalt. Die Trink-Rituale der Burschenschaftler werden nun endgültig zum Anachronismus. Der Student neuen Typs ist eher links und trifft sich mit seinesgleichen in verräucherten Szene-Kneipen. Einer der Hotspots ist Berlin-Kreuzberg. Die Gebrüder Blattschuss besingen im Song "Kreuzberger Nächte sind lang" ironisch die Szene - und landen damit einen überraschenden Mainstream-Erfolg. Inzwischen hat der häusliche Medienkonsum vielen Kneipen den Garaus gemacht. Gab es im Jahr 1994 noch 70.000, sind es derzeit nur rund 22.000. Den verbliebenen macht die Coronakrise zu schaffen. Was fehlt also, wenn die Kneipe stirbt? "Der gesellschaftliche Zusammenhalt", davon sind TV-Legende Frank Zander und Comedian Markus Krebs überzeugt. Sie setzen sich für die Rettung der Kiez-Kneipe ein und kommen in dieser Folge von "ZDF-History" als prominente Zeitzeugen zu Wort.
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Unglaublich: Acht der zehn erfolgreichsten Spielfilme aller Zeiten handeln vom Fantastischen. Der Filmpionier George Me?lie`s bringt als Erster fantastische Geschichten auf die Leinwand. Und geht damit pleite. In den 1950ern werden Fantasyromane als Trivialliteratur für Kinder und Träumer abgetan. Und in den 1980ern fristen Rollenspieler, die sich auf deutschen Schulhöfen gebannt über "Das Schwarze Auge" beugen, meist ein Dasein im Abseits. Doch bald wird aus der Nischen-Industrie für B-Movies und Jugendliteratur innerhalb weniger Jahre ein milliardenschweres Geschäft. Das Fantasy-Epos "Game of Thrones" zum Beispiel ist die teuerste Serie aller Zeiten. Wo liegen die Ursprünge der Fantasy? Und was fasziniert uns daran so sehr? Der erste Teil der Dokumentationsreihe "Die Geschichte der Fantasy" untersucht den Helden und wie sich sein Bild im Laufe der Zeit verändert. Steht die Heldenfigur auch für die Gesellschaft, in der wir leben? Die archetypischen Fantasy-Charaktere durchleben oft dieselbe Reise. Heldengeschichten aus aller Welt folgen mehr oder weniger dem gleichen Erzählmuster. Doch gibt es auch den Gegenentwurf: Die Regisseurin Vicky Jenson hat zusammen mit Andrew Adamson den wohl liebenswertesten Antihelden für die Leinwand adaptiert. Der einzelgängerische Oger Shrek ist all das, was ein klassischer Fantasy-Held nicht ist. Die Welt von "Shrek" ist der düstere Gegenentwurf zu den zuckersüßen Märchenfilmen à la Disney - ein Königreich voller Selbstreflexion und Sarkasmus.
Diese Folge der Dokumentationsreihe "Die Geschichte der Fantasy" zeigt und analysiert die Welten des Fantasy-Genres. Die Handlungen der Filme und Serien entführen in zauberhafte Reiche. Der Film trifft rätselhafte Wesen und lässt sich von magischen Gegenständen verzaubern. Viele der Geschöpfe gehen zurück auf uralte Legenden und Mythen. Um attraktiv zu bleiben, müssen sie sich den aktuellen gesellschaftlichen Begebenheiten anpassen. So spiegeln die fantastischen Welten auch unsere reale Welt wider, sind Metaphern für unsere Gesellschaft. Ein Beispiel bietet J. R. R. Tolkien, Autor von "Der Herr der Ringe". Er hat die Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts am eigenen Leib erlebt. Dass Hobbingen und Mordor so gegensätzlich gezeichnet sind, steht für die sozialen und ökologischen Umwälzungen dieser Zeit. Einer der erfolgreichsten Fantasyautoren Deutschlands, Wolfgang Hohlbein, erzählt anhand einer neu entworfenen Geschichte mehr über die Zauberwelten des Genres. Im Reich der Fantasy herrschen keine Regeln, wie wir sie kennen. Fantasyautoren verwenden viel Zeit darauf, neue Gesetze zu entwickeln. Sie erfinden zum Beispiel Sprachen mit eigener Grammatik, um die magischen Welten glaubwürdig wirken zu lassen. Fantasy-Welten sind von den sonderbarsten Wesen bevölkert: Zwergen, Orks, Feen, Trollen und Drachen. Die Liste scheint endlos. Woher nehmen Macher des Genres wie George R. R. Martin ihre Inspiration, und wie erwecken sie diese zum Leben?
Eine warnende Grabinschrift, eine verhängnisvolle Zahl, die Unglück bringen soll, und eine Heilerin mit magischen Kräften - Legenden, die davor warnen, das Schicksal nicht herauszufordern. Auf Befehl Stalins wird ein Grabmal geöffnet. Kurz darauf folgt einer der größten Angriffskriege der Geschichte. Die Zahl Neun scheint einer Reihe von Komponisten zum Verhängnis zu werden. Und eine Voodoo-Priesterin in Louisiana soll schuld an einem Hurrikan sein. Viele Schauergeschichten und Legenden handeln von rätselhaften Phänomenen, die die Fantasie beflügeln. Die Dokumentation von ZDFinfo zeichnet die Geschichte dreier Mythen nach, welche viele Menschen staunen lassen. Warnende Grabinschriften halten den sowjetischen Diktator Josef Stalin 1941 nicht von dem Befehl ab, das Grab des brutalen Despoten Timur in Usbekistan zu öffnen. Zunächst glaubt niemand an die dunkle Prophezeiung der Schrift. Doch nur drei Tage später startet Hitler den Angriffskrieg gegen die Sowjetunion. Hat Stalin das Schicksal herausgefordert? Ist es Aberglaube, an die Macht der Zahlen zu glauben? Viele Menschen befassen sich mit Numerologie und sind überzeugt davon, dass Zahlen Einfluss auf ihr Leben haben. In Österreich glaubt Gustav Mahler, einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit, er könne dem angeblichen "Fluch der 9. Sinfonie" entgehen, indem er seine neunte Sinfonie einfach in "Das Lied von der Erde" umbenennt. Kann er das Schicksal austricksen? In den Sümpfen Louisianas ist ein ganzes Dorf davon überzeugt, dass eine angebliche Wunderheilerin 1915 aus Rache einen verheerenden Hurrikan heraufbeschworen hat. Diese drei kuriosen Geschichten werfen die Frage auf, ob es sich nur um moderne Sagen handelt oder ob vielleicht doch ein Fluch dahintersteckt. Die großen Flüche der Geschichte verbreiten Angst und Schrecken. Ob Gräber, Mumien, Bestien oder kostbare Schätze - den Legenden nach bringen sie Tod und Verderben.
Bringt ein legendärer Diamant Unglück? Ist das Grab William Shakespeares mit einem Fluch belegt? Und bringen Kiesel einer Tropeninsel den Menschen großes Unheil? Der Hope-Diamant besticht durch sein tiefes Blau. Doch liegt darin etwas Böses verborgen? William Shakespeare ist in Stratford-upon-Avon begraben. Wurde sein Grab geplündert? Und warum schicken immer wieder Touristen ihre Souvenirs zurück nach Thailand? Viele Schauergeschichten und Legenden handeln von rätselhaften Phänomenen, die die Fantasie beflügeln. Die Dokumentation von ZDFinfo zeichnet die Geschichte dreier Mythen nach, welche viele Menschen staunen lassen. Mythen ranken sich um den wertvollen Hope-Diamanten. Der ganz besondere Diamant findet im 17. Jahrhundert seinen Weg von Indien nach Europa: Er ist tief-blau und von beeindruckender Größe. Bald kommt er in den Besitz der Könige Frankreichs. Nach der Französischen Revolution geht der kostbare Edelstein zunächst verloren, wahrscheinlich taucht er 1830 wieder auf und gelangt zum Juwelensammler Henry Philip Hope, dem der Stein schließlich seinen Namen verdankt. Bis heute hält sich die Legende, dass der Hope-Diamant seinen Besitzern schreckliches Unheil bringe. Das Grab des Dichters William Shakespeare in Stratford-upon-Avon ist ein Publikumsmagnet - nicht zuletzt, weil ein Fluch auf ihm liegen soll. Eine grimmige Inschrift warnt, dass jeder verflucht sei, der die Totenruhe des Genies störe. Nicht jeder soll von dieser Warnung abgeschreckt worden sein. Es heißt, Grabräuber hätten Shakespeares Schädel an sich genommen. Ist seine Totenruhe tatsächlich gestört worden? Die winzige thailändische Insel Koh Hin Ngam liegt idyllisch im türkisenen Meerwasser. Doch ihre Strände ziert nicht weißer Sand, sondern schwarze Steine. Schon einige Touristen haben sich Kiesel als Andenken mit nach Hause genommen. Doch nach einer Legende ist dies ein schwerer Fehler. Denn wer nur einen Stein von der Insel entfernt, so heißt es, den trifft das Unglück. Die großen Flüche der Geschichte verbreiten Angst und Schrecken. Ob Gräber, Mumien, Bestien oder kostbare Schätze - den Legenden nach bringen sie Tod und Verderben.
Ein indisches Juwel, gestohlen aus einem Tempel, eine teuflische Gestalt in New Jersey und der Fluch eines Abtes lehren spätere Generationen das Fürchten. 1972 findet sich in einem Museumsarchiv ein großer Amethyst samt Warnung vor dessen Fluch. In New Jersey versetzt eine unheimliche Kreatur die Menschen in Angst und Schrecken. Und ein verfluchter Prachtbau stürzt eine Adelsfamilie ins Unglück. Viele Schauergeschichten und Legenden handeln von rätselhaften Phänomenen, die die Fantasie beflügeln. Die Dokumentation von ZDFinfo zeichnet die Geschichte dreier Mythen nach, welche viele Menschen staunen lassen. Edward Heron-Allen ist ein viktorianischer Universalgelehrter. 1921 verfasst er das Schauermärchen "Der violette Saphir". Denn solch einen Edelstein hat er einige Jahre zuvor von einem britischen Offizier erworben. Jener soll ihn in Indien aus einem Tempel gestohlen haben, woraufhin es mit seiner Familie gesundheitlich und finanziell abwärts ging. Um dessen Fluch entgegenzuwirken, lässt Edward Heron-Allen den Stein in eine Fassung mit glücksbringenden Symbolen setzen. Als auch das nicht zu wirken scheint, landet das Juwel zunächst im Banktresor und dann im Museumsarchiv. Im US-Bundesstaat New Jersey berichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche Menschen von unheimlichen Hufspuren im Schnee. Tötet eine unheilvolle Kreatur mit Fledermausflügeln das Vieh und vernichtet die Ernten? Die Presse verstärkt die Hysterie noch dazu. Handelt es sich beim sogenannten Jersey Devil um das verfluchte Kind einer Mutter? Oder wurde die Legende erfunden, damit die Bewohner eines abgelegenen Waldes ihre Ruhe vor dem Gesetz haben? Ein schottischer Abt verflucht im 16. Jahrhundert nicht nur den ersten Earl of Mar, sondern auch dessen Nachfahren. Denn der Earl hatte sich aus den Steinen eines vor langer Zeit erbauten Klosters ein neues, prachtvolles Anwesen errichtet. Die unheilvollen Weissagungen des erbosten Abtes - politisches Unglück, der tragische Flammentod einer Gattin, die Blindheit dreier Töchter - scheinen sich zu bewahrheiten. Oder ist die Geschichte des sogenannten Doom of Mar in den Jahren nach der Reformation von den Gegnern der katholischen Kirche schlicht erfunden worden? Die großen Flüche der Geschichte verbreiten Angst und Schrecken. Ob Gräber, Mumien, Bestien oder kostbare Schätze - den Legenden nach bringen sie Tod und Verderben.
Gibt es den Fluch des Pharao wirklich? Schließt ein Musiker einen Pakt mit dem Teufel? Kann man seine Widersacher mithilfe der Götter bestrafen? Faszinierende Legenden beflügeln die Fantasie. Nach der Öffnung eines ägyptischen Grabmals kommt es unter den Beteiligten zu mysteriösen Todesfällen. Niemand kann sich erklären, wie ein talentloser Gitarrist zur Blues-Legende wird. Und im Römischen Reich setzt man auf göttlichen Beistand, um Gegner abzustrafen. Viele Schauergeschichten und Legenden handeln von rätselhaften Phänomenen, die die Fantasie beflügeln. Die Dokumentation von ZDFinfo zeichnet die Geschichte dreier Mythen nach, welche viele Menschen staunen lassen. Nach der Öffnung der Grabstätte des Tutanchamun im Jahr 1922 kommt es zu einer Reihe von Todesfällen unter den beteiligten Arbeitern und Besuchern des Grabes. Schnell macht die Legende vom Fluch des Pharao die Runde. Rächt sich der verstorbene Herrscher, oder wittert die damalige Sensationspresse ein gutes Geschäft? Als der bislang erfolglose Blues-Gitarrist Robert Johnson plötzlich nicht nur sein Instrument virtuos beherrscht, sondern auch noch einen völlig neuen Musikstil prägt, kann sich so mancher diese Wandlung nur durch einen Pakt mit dem Teufel erklären. Hat der Teufel seine Finger im Spiel - oder hatte Johnson einfach einen guten Lehrmeister? Im Römischen Reich bedienen sich die Menschen gern göttlicher Hilfe, um ihre ganz persönlichen Verwünschungen wahr werden zu lassen. Alte Bleitafeln mit fein säuberlich eingeritzten Flüchen zeugen heute noch von diesem Ritual. Ob es je von Erfolg gekrönt war oder den Verfassern nur dabei half, ihrem Ärger Luft zu machen, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Die großen Flüche der Geschichte verbreiten Angst und Schrecken. Ob Gräber, Mumien, Bestien oder kostbare Schätze - den Legenden nach bringen sie Tod und Verderben.
Eine Mumie bringt Menschen tödliches Unglück. Über einem afghanischen Tal liegt ein dunkler Schatten. Und eine Schriftrolle aus dem 18. Jahrhundert lässt viele noch heute erschaudern. 1991 wird die Mumie Ötzi, der Mann aus dem Eis, entdeckt - und schon bald mit mysteriösen Todesfällen in Verbindung gebracht. In der Ruinenstadt Schahr-e Gholghola sollen die Todesschreie einer Schlacht widerhallen. Ein Manuskript gilt noch heute als verflucht. Viele Schauergeschichten und Legenden handeln von rätselhaften Phänomenen, die die Fantasie beflügeln. Die Dokumentation von ZDFinfo zeichnet die Geschichte dreier Mythen nach, welche viele Menschen staunen lassen. Im September 1991 wandert ein Ehepaar aus Nürnberg in den Alpen nahe der österreichisch-italienischen Grenze. Unverhofft machen sie eine Jahrhundertentdeckung. Aus dem Gletschereis ragt eine mumifizierte Leiche: Ötzi, ein rund 5300 Jahre alter Steinzeitjäger. Schon bald wird der Fund mit mehreren Todesfällen in Verbindung gebracht: Einige, die mit der Mumie zu tun haben, sterben eines frühen Todes. Zufall? Oder gibt es einen Zusammenhang? Mysteriös ist auch eine andere Geschichte: Wer die afghanische Ruinenstadt Schahr-e Gholghola in der Dämmerung besucht, könne Schreie hören, so heißt es. Der Legende nach rühren diese von einem Massaker vor mehr als 800 Jahren. Im Jahr 1221 führen Eroberungszüge den Mongolenherrscher Dschingis Khan ins afghanische Bamiyan-Tal. Er lässt Schahr-e Gholghola zerstören und sämtliche Bewohner töten. Lässt der Schrecken diesen Ort nicht los? Ein berühmtes Manuskript des Marquis de Sade hat den Ruf, Unglück heraufzubeschwören. Im Gefängnis schreibt de Sade seinen berüchtigten Roman "Die 120 Tage von Sodom": 157.000 Buchstaben, gebannt in winziger Schrift auf eine zwölf Meter lange Papierrolle, deren Geschichte Legende ist. Seit der Marquis sie einst verlor, geht sie durch die Hände von Sammlern, Forschern und Bewunderern - und hinterlässt eine Spur des Unheils. Wann endet der Fluch der Schriftrolle? Die großen Flüche der Geschichte verbreiten Angst und Schrecken. Ob Gräber, Mumien, Bestien oder kostbare Schätze - den Legenden nach bringen sie Tod und Verderben.