Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
Der Traum vom Fliegen ist alt. Und es gab viele Versuche, ihn zu verwirklichen - oft mit unglücklichem Ausgang. Bis zwei Brüder aus Ohio das Geheimnis des stabilen Fluges entdecken. Wilbur und Orville Wright führen die Erkenntnisse vieler Flugpioniere zusammen und konstruieren ein Flugzeug, das 1903 den ersten stabilen Motorflug ermöglicht. Seither erobern die Menschen den Himmel. Heute ist die ganze Welt nur eine Tagesreise entfernt.
Boeing ist einer der größten Flugzeughersteller der Welt. Nach schweren Unfällen kommen Zweifel an der Sicherheit der Flugzeuge auf. Ist es gefährlich, mit einer Boeing zu fliegen? Mitarbeiter und Whistleblower berichten exklusiv von systematischen Qualitätsmängeln, mangelhafter Kontrolle und einer Unternehmenskultur, die wirtschaftliche Interessen über die Sicherheit stellt. Besonders die Produktion der "737 MAX" ist davon betroffen. In den US-Werken in Seattle wissen viele Mitarbeiter von den Problemen. Insider äußern sich nur unter der Bedingung der Anonymität: Erfahrene Mitarbeiter werden entlassen, die Schulung von neuen Mitarbeitenden und Piloten ist auf ein Minimum reduziert. Verschärfter Produktionsdruck und defekte, ausgemusterte Teile, die trotzdem wieder in die Produktion gelangen - noch heute könnten die 1600 ausgelieferten Flugzeuge der "737 MAX" weiterhin Mängel aufweisen. Nach zwei verheerenden Abstürzen mit 346 Toten wird 2019 ein nahezu weltweites Flugverbot gegen Maschinen der "737 MAX"-Serie verhängt. Doch auch bei anderen Modellen des Konzerns kommt es zu Zwischenfällen: Sie verlieren Teile der Kabinenwand, fangen Feuer oder stürzen ab. Angehörige von Absturzopfern und Verbände kämpfen bis heute für Transparenz und Konsequenzen. Die Dokumentation beleuchtet auch das Versagen staatlicher Aufsichtsbehörden und den Einfluss politischer Lobbyarbeit in Washington. Wie wurde der einstige Marktführer zu einem schwarzen Schaf der Luftfahrtbranche?
Big Tech weiß mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon und Co. dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden. Der Aufstieg der großen Tech-Konzerne beruhte nicht nur auf innovativer Computertechnik. Denn schon früh setzten sie auf Psychologie, um Nutzungsverhalten zu manipulieren. So wurde die Nutzung der Daten zum Geschäftsmodell. Die Geschichte ist faszinierend: Aus der Hippie-Ära entstehen viele der digitalen Großkonzerne. Es beginnt im Silicon Valley der 1970er-Jahre und führt zu den heutigen Monopolen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Der Film zeigt, wie aus idealistischen Visionen ein milliardenschweres Geschäftsmodell mit Überwachung, Datenhandel und Manipulation geworden ist - und warum viele Menschen heute kaum noch ohne diese Konzerne leben können. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld - sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen. Wie sind Daten zur politischen Waffe geworden? Es begann spätestens mit Obamas Wahlkampf bis hin zum Skandal um Cambridge Analytica und Donald Trump. Insider und Whistleblower enthüllen, wie Profile, Emotionen und Ängste gezielt gesteuert werden. Die zweite Folge beleuchtet die politische Dimension der Datenmacht. Sie zeigt, wie Facebook und andere Plattformen psychologische Profile erstellen, wie Algorithmen Emotionen manipulieren und politische Kampagnen steuern. Anhand von Fällen wie Cambridge Analytica, Facebook-Experimenten und internationalen Beispielen wird deutlich, wie fragil Demokratie und Öffentlichkeit im Zeitalter der exzessiven Datensammlung geworden sind. "Die gefährlichsten Firmen der Welt - Big Tech" untersucht die Macht globaler Digitalkonzerne. Sie zeigt, wie Daten, Algorithmen und Plattformen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändern - und wie schwer sie noch zu kontrollieren sind.
Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft
Crypto-Pleite, "WeCrashed" und der Fall Wirecard
D 2023
45'
Eine Handtasche klauen kann jeder, für einen Wirtschaftscoup braucht es mehr: Ausstrahlung, Überzeugungskraft, gute Manieren, ein perfektes Sozialverhalten und Durchhaltevermögen. Die "White Collar"-Täter, Hochstapler mit dem weißen Kragen, sind schwer zu durchschauen und noch schwerer vor Gericht zu stellen. Denn nicht alles ist illegal, manche Masche einfach nur genial. Selbst absolute Finanzprofis werden zuweilen geblendet. Ihre Tricks verbergen sie gern hinter Zahlenkolonnen und Briefkastenadressen, hinter Firmennetzwerken und Scheinunternehmen. Sam Bankman-Fried gilt als "König der Krypto-Welt", sein Unternehmen FTX zählt zu den größten Krypto-Börsen der Welt. Dann bricht alles zusammen, und der Unternehmer muss sich wegen Geldwäsche und Finanzmanipulationen vor Gericht verantworten. Einst war der Unternehmer Adam Neumann 14 Milliarden Dollar schwer. Er hat den Büroraum-Riesen WeWork geschaffen. Doch sein ausschweifender Lebensstil bringt den Manager zu Fall; ein geplanter Börsengang muss abgesagt werden. Jan Marsalek gilt als Mastermind des Wirecard-Skandals. Während sich seine ehemaligen Vorstandskollegen vor Gericht verantworten müssen, ist Marsalek auf der Flucht. Hat er frühzeitig Millionen zur Seite geschafft für ein Leben nach dem Wirecard-Zusammenbruch? Die zweiteilige Dokumentation "Die smarten Verführer - Hochstapler in der Wirtschaft" beschreibt die spektakulärsten Fälle der letzten Jahre. Drei Experten entlarven die Strategien der Hochstapler.
Multinationale Lebensmittelkonzerne bestimmen unseren Alltag. Sie liefern Produkte für Milliarden Menschen und dominieren globale Märkte. Doch ihre Macht ist meist unkontrolliert. Die heimlichen Herrscher der Konsumgüterindustrie agieren oftmals im Hintergrund. Sie entziehen sich zunehmend der demokratischen Kontrolle, um ihre Profite zu steigern. Dabei werden ökologische, gesundheitliche und soziale Krisen weltweit massiv verschärft. Die ZDFinfo-Dokumentation zeigt die Geschäftspraktiken dieser Giganten und erklärt an konkreten Beispielen, wie rücksichtslos die Jagd nach Profiten auf Kosten von Mensch, Natur und demokratischen Institutionen vorangetrieben wird. Ein prominentes Beispiel ist der US-Getränkeriese Coca-Cola. Der Konzern produziert jährlich etwa drei Millionen Tonnen Plastik. Das sind etwa 200.000 Flaschen pro Minute, die überwiegend aus Erdöl hergestellt werden. Anstatt flächendeckend auf umweltfreundliche Mehrwegsysteme umzustellen, bekämpfte die Einweglobby politische Regulierungen mit viel Aufwand. Denn Einwegsysteme sind billiger: Rücknahme und Reinigung kosten viel Geld. Die Doku zeigt auf, dass auch beim Recycling von Einwegverpackungen von der versprochenen Kreislaufwirtschaft oft keine Rede sein kann. Beim mechanischen Recycling wird Plastik zuerst aussortiert, und außerdem sinkt die Qualität des Kunststoffes mit jeder Weiterverwertung. Also müssen wieder neue Flaschen produziert werden, was den Plastikmüllberg wieder vergrößert. Noch umfassender, aber für den Endverbraucher fast unsichtbar, agiert das US-Unternehmen Cargill. Mit einem Jahresumsatz von rund 165 Milliarden US-Dollar ist es das größte private Unternehmen der Vereinigten Staaten und dominiert als Teil eines mächtigen Oligopols den globalen Agrarhandel. Für die Produktion von billigem Fleisch und Soja, das massenhaft in den Produkten weltweiter Fast-Food-Ketten und Supermärkte landet, nimmt Cargill auch Umweltzerstörungen in Kauf. Die NGO "Mighty Earth" bezeichnete Cargill aufgrund seiner Naturzerstörung gar als das "schlimmste Unternehmen der Welt". Der Konzern ist in die illegale Abholzung und Brandrodung im brasilianischen Amazonas-Regenwald und in der artenreichen Cerrado-Savanne verwickelt. Dabei werden nicht nur Ökosysteme für riesige Soja-Monokulturen vernichtet, sondern auch lokale Bauerngemeinschaften von ihrem Land vertrieben. Wie weit die Verflechtung von staatlicher Macht und Großkonzernen gehen kann, illustriert das Beispiel der China National Tobacco Corporation . Der chinesische Staatskonzern kontrolliert rund 44 Prozent des globalen Zigarettenmarktes und produziert jede Minute fünf Millionen Zigaretten. CNTC ist nicht nur für Gesundheitskrisen verantwortlich, sondern unterwanderte auch internationale Gesundheitsgesetze. Als die Weltgesundheitsorganisation ihr globales Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs verabschiedete, nahm die chinesische Delegation Einfluss auf den Vertragstext: Die offizielle Übersetzung ins Chinesische wurde gezielt manipuliert. An insgesamt 68 Stellen wurde das bindende Wort "shall" in das weichere "should" abgeändert. Durch unscheinbare, aber juristisch hochwirksame redaktionelle Eingriffe wurden umfassende Werbeverbote und strenge Gesundheitsvorgaben abgeschwächt, um die Expansion des Tabakriesen auf dem asiatischen und globalen Markt nicht zu gefährden. Wissenschaftler, Experten, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Multinationale Transportunternehmen kontrollieren die Warenströme der Weltwirtschaft. Sie beherrschen die Wege auf See und Land oder die Reisen von Millionen Flugpassagieren. Die Big Player liefern sich einen globalen Verdrängungswettbewerb und agieren im Hintergrund. Dabei tragen sie zur Klimaerwärmung bei, lassen Menschen unter problematischen Bedingungen arbeiten und vernetzen sich mit der Politik, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Folge "Giganten des Transports" beleuchtet die Geschäftspraktiken der Branche und zeigt, mit welchen Mitteln die Großen der Transportwelt ihre Macht verteidigen und ausbauen. Beispiel Amazon: Der Onlinehändler wälzt das unternehmerische Risiko auf der sogenannten "letzten Meile" an Subunternehmen ab und steht immer wieder unter Verdacht, Kurierfahrer und Lagerarbeiter durch algorithmische Überwachungssysteme in die physische und psychische Erschöpfung zu drängen. Die dänische Großreederei Maersk inszeniert sich zwar medienwirksam als klimafreundlicher Vorreiter, steht trotzdem bei Umweltverbänden wegen ihres CO2-Ausstoßes in der Kritik. In der Luftfahrt hat der irische Billigflieger Ryanair den Markt revolutioniert, wälzt den ständigen Preisdruck jedoch durch fragwürdige Arbeitsbedingungen und Lohndumping auf sein Personal ab und befeuert gleichzeitig den klimaschädlichen Massentourismus in europäischen Metropolen. Dass das Prinzip "Profit über Sicherheit" sogar tödlich enden kann, zeigt das Beispiel des Flugzeugherstellers Boeing. Aus immensem Kostendruck und im Wettlauf mit der Konkurrenz verschwieg der Konzern fatale Konstruktionsmängel bei der 737 MAX, was zu zwei Abstürzen mit 346 Toten führte, während warnende Whistleblower verfolgt und schikaniert wurden. Wissenschaftler, Arbeitnehmervertreter, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Luxuskonzerne verkaufen mehr als nur ihre Produkte. Es geht um Status und Exklusivität. Hinter den Kulissen dreht sich aber viel um Gewinnmargen, Billigarbeit und fragwürdige Rohstoffe. Ob Diamanten, Smartphones oder Krokodilledertaschen: Oft kauft der Kunde Produkte, deren realer Warenwert nur wenige Prozent des Verkaufspreises ausmachen. Und obendrein umgehen die Luxushersteller Arbeitnehmerrechte und Umweltvorgaben. Die Folge "Giganten des Luxus" zeigt, mit welchen Mitteln Konzerne ihre Macht verteidigen und ausbauen. iPhone-Hersteller Apple stilisiert sich gerne als Vorreiter für saubere Technologie, steht jedoch wegen der Ausbeutung von Konfliktmineralien in der Demokratischen Republik Kongo und dessen illegalem Schmuggel massiv in der Kritik. Erstmals verklagt ein Staat den Konzern: Die demokratische Republik Kongo möchte Apple für den Umgang mit Konfliktmineralien in Haftung nehmen. Der Diamanten-Riese De Beers inszeniert seine Steine als ewiges Symbol der Liebe, hinterlässt jedoch durch industriellen Bergbau im südlichen Afrika Mondlandschaften und profitierte offenbar von einem lückenhaften Zertifizierungssystem für Diamanten aus problematischen Herkunftsgebieten. Der französische Traditionskonzern Hermès hält für seine extrem teuren Statussymbole wie die "Birkin Bag" unbeirrt an der Massenzucht und grausamen Tötung von Krokodilen auf riesigen Farmen in Australien fest und ignoriert Tierschutzbedenken weitgehend. Wie die Branche zudem Arbeitsrechte umgeht, offenbart der weltgrößte Luxuskonzern LVMH: Während der Riese nach außen makellose Handwerkskunst bewirbt, ließen Subunternehmer in Italien für Konzerntöchter Migranten ohne Papiere unter prekären Bedingungen an den Luxustaschen arbeiten. Wissenschaftler, Buchautoren, Journalisten und globale Vordenker wie der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigen in exklusiven Interviews, wie schwierig es für Politik und Gesellschaft ist, scheinbar übermächtige Konzerne zu kontrollieren.
Vom Spross der einflussreichen Kennedy-Dynastie zum politischen Außenseiter: Robert F. Kennedy Jr. ist das schwarze Schaf des demokratischen Clans. Heute steht er an der Seite von Donald Trump. RFK Jr. wächst privilegiert auf. Doch sein Leben ist bereits in jungen Jahren von Tragödien und Skandalen geprägt: die Attentate auf seinen Onkel JFK und seinen Vater Robert, Drogensucht, der Tod seines Bruders David durch eine Überdosis und der Suizid seiner Frau. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation beleuchtet die ersten Jahrzehnte des Lebens von Robert F. Kennedy Jr., das in einem ständigen Spannungsverhältnis steht: zwischen Privilegien und Erwartungen, Rampenlicht und Einsamkeit, Vorbild und Außenseiter. RFK Jr. wächst als eines von elf Kindern in einer der berühmtesten Familien der westlichen Welt auf. Schon früh ist sein Leben geprägt von öffentlicher Aufmerksamkeit, Erwartungen und Privilegien einerseits - und Tragödien andererseits. Nach der Ermordung seines Vaters 1968 durchläuft der junge Robert mehrere Privatschulen - doch er entwickelt eine schwere Drogensucht. Heroin, Kokain, LSD und Marihuana - RFK Jr. nimmt es über viele Jahre nicht nur selbst, sondern stellt es nach Angaben seiner Cousine Caroline Kennedy auch seinen Familienmitgliedern ständig zur Verfügung. Trotz allem stürzt er nicht ab und studiert schließlich an der renommierten Harvard-Universität. Sein Familienname ist nicht nur die Eintrittskarte zur Eliteuniversität, er wird später auch zum Freischein, als sein Kokainkonsum öffentlich wird. RFK Jr. muss nicht ins Gefängnis, sondern wird zu Bewährung, Sozialarbeit und Therapie verurteilt. Mit Ende 20 - nach Erfüllung der Auflagen - wird er zum angesehenen Umweltschützer, heiratet erneut und bekommt mit Mary Richardson vier Kinder. Als Anwalt geht er gegen große Chemiekonzerne vor. Doch erneut gerät er auf Abwege. Das Bild vom perfekten Kennedy-Erben wird zerstört, als seine Sexsucht und seine vielen Affären ans Licht kommen. Seine Frau nimmt sich nach der Trennung von Robert das Leben. RFK Jr. zieht schließlich von der Ostküste der USA nach Kalifornien, bricht mit seiner Familie, verstrickt sich zunehmend in Verschwörungserzählungen und positioniert sich als politischen Außenseiter. Als neue Galionsfigur der Impfgegner nutzt er das populistische Momentum der Covid-Pandemie. Die zweiteilige Dokumentation erzählt die Geschichte des Aufstiegs von Robert F. Kennedy Jr. - wie ein Spross der Kennedy-Dynastie zum umstrittenen politischen Außenseiter wurde.
Robert F. Kennedy Jr. wird zu einer polarisierenden Figur in der amerikanischen Öffentlichkeit. Er verbreitet Verschwörungstheorien und wird zum schwarzen Schaf der Kennedys. Dabei bricht er mit seiner Familie und der Demokratischen Partei, wird zum Gesicht der sogenannten MAHA-Bewegung und 2025 schließlich zum US-Gesundheitsminister in der neuen Trump-Regierung. In den Augen seiner Kritiker für die Gesundheitspolitik eine Katastrophe. Nach einer Jugend voller Verluste, Skandale und persönlicher Krisen schlägt Robert F. Kennedy Jr. seinen eigenen Weg ein. Als Anwalt engagiert er sich für Umwelt- und Gesundheitsthemen. Er nutzt seinen bekannten Namen, um auf Missstände aufmerksam zu machen, und wird zugleich zu einer polarisierenden Figur in der amerikanischen Öffentlichkeit. Immer wieder vertritt er wissenschaftlich umstrittene oder längst widerlegte Behauptungen und kritisiert staatliche Institutionen. Statt in die Fußstapfen der traditionell demokratischen Kennedys zu treten, gibt RFK Jr. 2023 auf einer Kundgebung in Philadelphia offiziell bekannt, dass er seine Kandidatur für die Demokratische Partei beendet. Bei den US-Wahlen 2024 tritt er zunächst als unabhängiger Kandidat an. Ohne realistische Chancen auf einen Wahlsieg erklärt er schließlich seinen Rückzug aus dem Wahlkampf und seine Unterstützung für Donald Trump im Rennen gegen Kamala Harris. Der zweite Teil der Dokumentation beleuchtet den politischen Aufstieg von Robert F. Kennedy - vom Verschwörungstheoretiker und Impfskeptiker zum Gesicht der "Make America Healthy Again"-Bewegung und schließlich zum US-Gesundheitsminister. Seine Unterstützer sehen in ihm einen unbequemen Wahrheitsfinder, der sich um die Gesundheit der Amerikaner sorgt. Für seine Kritiker ist RFK Jr. weniger ein engagierter Aktivist, sondern vielmehr ein umstrittener Akteur, der vor allem in seiner Rolle als US-Gesundheitsminister großen Schaden anrichtet. Die zweiteilige Dokumentation erzählt die Geschichte des kontroversen Aufstiegs von Robert F. Kennedy Jr. - wie ein Spross der Kennedy-Dynastie zum umstrittenen politischen Außenseiter wurde.
First Lady Melania Trump arbeitet seit mehr als 30 Jahren an ihrem Image. Das ehemalige Model weiß von klein auf, wo ihr Weg hingehen soll: nach ganz oben. Wer steckt hinter der Fassade dieser Melania Trump, die nur selten aus dem Schatten ihres mächtigen Mannes hinaustritt? Eine Geschichte, die weit weg vom Glamour des Weißen Hauses beginnt, erzählt von Insidern und engen Wegbegleitern. Autorin Minju Song folgt in zwei Teilen den Spuren der heutigen First Lady, beginnend als Melanija Knavs in einem kleinen Dorf in Osteuropa: Sevnica im ehemaligen Jugoslawien. Aus einfachen Verhältnissen stammend, träumt sie schon früh von Fashion und Laufsteg und verfolgt ihre Ziele mit eiserner Disziplin. Der Zusammenbruch Jugoslawiens Anfang der 1990er-Jahre öffnet ihr die Türen gen Westen und in die Modewelt, von der sie schon immer geträumt hat. Sie kommt in Mailand unter Vertrag, reist quer durch Europa zu Castings und Shootings. Mit 25 Jahren hat sie viel erreicht, aber sie ist noch nicht am Ziel: Sie will nun die New Yorker Laufstege erobern. Dass ihr Leben dabei einen ganz anderen Lauf nehmen wird, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
Sie ist die meistbeobachtete Frau der Welt, und doch weiß niemand wirklich, wer sie ist: First Lady Melania Trump. Was steckt hinter ihrer Fassade im Schatten des mächtigen Ehemannes? Aus einfachen Verhältnissen im ehemaligen Jugoslawien stammend, ist Melania Trumps Aufstieg bis ins Weiße Haus beispiellos. Wie viel Einfluss hat sie auf ihren omnipräsenten Ehemann, und welche Rolle spielt sie in seinem Schatten? New York, 1996. Das 25-jährige slowenisch-stämmige Model Melanija Knavs will die berühmtesten Laufstege der Welt erobern. Federico Pignatelli soll ihr dabei helfen: Er ist zu dieser Zeit Besitzer eines der größten Fotostudios in New York. Und nicht nur das: Er ist auch ein enger Bekannter des erfolgreichen Geschäftsmannes Donald Trump. Im zweiten Teil der Doku-Serie erzählt Autorin Minju Song, wie aus dem ambitionierten Model aus Osteuropa schließlich Amerikas First Lady Melania Trump wird. Insider und Wegbereiter erklären, warum sie sich in diese Rolle nur schwer einfindet und das Schweigen zu ihrem Markenzeichen wird. Ein Schweigen allerdings, das keineswegs unbeteiligt ist, sondern hinter dem sie ihre eigenen Fäden zieht: an der Seite ihres Ehemannes, als Mutter des Sohnes Barron, als Fürsprecherin für Themen, die ihr wichtig sind, und als Geschäftsfrau mit eigenem Memecoin und einem millionenschweren Kino-Dokumentarfilm Anfang 2026. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.
Das Gesicht der extremen Rechten in den USA ändert sich - zumindest in den sozialen Medien. Influencerinnen verbreiten auf Plattformen wie Instagram und YouTube vermehrt extreme Ideologien. Der Film begleitet drei junge US-Amerikanerinnen, die in den sozialen Medien eine große Fangemeinde haben. Alle drei bezeichnen sich selbst als Christinnen und Patriotinnen und posten auf ihren Kanälen vor allem konservative, antifeministische und rechte Inhalte. Die britische Journalistin Layla Wright trifft bei einer Großveranstaltung der rechtspopulistischen Organisation "Turning Point USA" deren mittlerweile ehemalige stellvertretende Vorsitzende, Morgonn McMichael. Die 24-jährige Influencerin hat bei Instagram über 40.000 Follower. Sie nutzt ihre Reichweite für das Voranbringen von konservativen Werten und Ideologien - vor allem bei jungem Publikum. Ihre Hauptthemen sind die ihrer Meinung nach fatalen Folgen des Feminismus, Cancel-Culture und Meinungsfreiheit. In Tennessee besucht Layla Wright die 16-jährige Hannah Faulkner, eine der jüngsten rechtsgerichteten Influencerinnen in den USA. Sie hat ihren eigenen YouTube-Kanal "The Hannah Faulkner Show" und reist als Rednerin mit namhaften christlichen Nationalisten bei konservativ-religiösen Events wie "ReAwaken America" durch das Land. Das für sie wichtigste Thema ist der Zusammenbruch der klassischen Familie in Amerika. Schuld daran seien ihrer Meinung nach die "globalistische Elite" und der Feminismus. Mit Influencerin Christie Hutcherson ist Layla Wright an der südlichen US-Grenze unterwegs. Ihr Hauptthema: Einwanderung. Die selbst ernannte Grenz-Expertin und Gründerin der Organisation "Women Fighting for America" hat bei Instagram über 20.000 Follower, für die sie regelmäßig live von der Grenze berichtet. Nicht selten sind ihre Berichte gespickt mit Verschwörungstheorien. Der Film gibt Einblick in die Welt der konservativen Influencerinnen, die mittlerweile eine Schlüsselrolle bei der Rekrutierung und Legitimierung von rechtsextremen Bewegungen spielen.
Persönliche Freiheit, freie Märkte, keine Steuern und möglichst wenig staatliche Eingriffe - das sind die Grundprinzipien der libertären Bewegung in den USA. Kann das funktionieren? An manchen Orten ist der libertäre Traum bereits Realität: in Elon Musks Privatstadt Starbase im Süden von Texas, in der Sonderwirtschaftszone Próspera in Honduras und im US-Bundesstaat New Hampshire, wo Libertäre zunehmend politischen Einfluss nehmen. Die Initiative "Free State Project" hat es sich zum Ziel gemacht, möglichst viele Libertäre nach New Hampshire zu bringen. Der US-Bundesstaat ist wegen seiner günstigen Steuerpolitik in libertären Kreisen beliebt. Auch das offizielle Staatsmotto "Live Free or Die - Lebe frei oder stirb" passt zur Ideologie. Im Repräsentantenhaus des Bundesstaates sitzen in den Rängen der Republikaner bereits etliche Libertäre, die versuchen, öffentliche Ausgaben etwa für Schulen, Krankenhäuser und Bibliotheken zu kürzen. In Texas stellt Unternehmer Cody Wilson Schusswaffen im 3D-Drucker her und verkauft sie als Bausatz. Seine Waffen haben keine Seriennummer, und die in seinen Augen umständliche Überprüfung der Personalien durch das FBI beim Waffenkauf entfällt. Für ihn ist sein Vorgehen Ausdruck von Freiheit und Souveränität. An der Grenze zu Mexiko hat Elon Musk rund um das Firmengelände seines Raumfahrtunternehmens SpaceX eine eigene Stadt errichtet: Starbase. Die Einwohner sind seine Angestellten und fahren seine Autos. Wasserversorgung, Straßenbau, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen - SpaceX verwaltet seine Infrastruktur selbst. Das Areal liegt auf einem Stück Land, das dem Stamm der Carrizo/Comecrudo heilig ist. Den Angehörigen des indigenen Volkes wird nun der Zugang verwehrt, sodass sie auf dem Land ihrer Vorfahren nicht mehr beten oder meditieren können. Auf der Insel Roatán vor der Küste von Honduras wird 2017 die Privatstadt Próspera gegründet. Die Enklave zieht vor allem medizinische Start-ups an, die dort ohne Zulassungsbehörden und Ethikkommissionen experimentieren und wirtschaften können. Biohacking, die Optimierung des Körpers mit technischen Mitteln, steht hoch im Kurs. Hier kann man sich experimentellen Gentherapien zur Verjüngung unterziehen oder sich eine Kreditkarte in die Hand implantieren lassen. Einblicke in die Welt der Libertären zwischen Freiheit der einen und Unterdrückung der anderen.
Las Vegas - die Glitzerstadt in der Wüste Nevadas ist Sinnbild für den American Dream von Aufstieg und Erfolg. Ein staubiges Wüstennest wurde zur Welthauptstadt ikonischer Casinos. Von einer Oase mit natürlichen Quellen zu einer Eisenbahnstation, zum Gangsterparadies, zur "Atomic City" und schließlich zu einer Hotelmetropole. Ein Magnet für Zocker und Glücksritter, Abenteurer und Romantiker. Las Vegas entwickelte sich seit Gründung im Jahr 1905 zu einem globalen Entertainment-Zentrum, das Millionen anzieht und Milliarden bewegt. Wer die Stadt heute besucht, ist überwältigt von der schieren Größe, Masse und Opulenz. Doch wofür steht Las Vegas - für grenzenlose Freiheit und Aufstiegschancen oder für die Kehrseite des amerikanischen Traums? Selbst eingefleischte Fans können diese Frage nicht eindeutig beantworten. In Las Vegas zeigt sich wie unter einem Brennglas der American Way of Life mit all seinen Extremen und Widersprüchen. "Las Vegas und der amerikanische Traum" blickt hinter das Narrativ der glitzernden Zockermetropole in die weniger bekannten Kapitel der Stadt. Zu Wort kommen die Menschen, die die Stadt zu ihrer Heimat gemacht haben: Historiker, Journalisten, Sozialarbeiter, Obdachlose, Croupiers, Glücksspieler, Immobilienprofis, Artisten und Extremsportler. "If you make it here, you'll make it anywhere." Vielleicht gilt der berühmte Satz in seiner Abwandlung in Las Vegas noch mehr als in New York oder irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Geschütztürme in der Nordsee, eine Festung in der Karibik und eine Stadt unter der Erde: militärische Bauwerke - entworfen für den Ernstfall. Wie sind sie gebaut, und wie funktionieren sie? In der Themsemündung ragen rostige Stahlbauten aus der See, in Cartagena umschließen gewaltige Mauern den Hafen, in Kappadokien führen Schächte in ein unterirdisches Labyrinth: drei Orte, an denen sich technische Kreativität und Ingenieurskunst eindrucksvoll zeigen. An der Küste Englands werden im Zweiten Weltkrieg stählerne Geschütztürme im Meer verankert. Die Forts gleichen einer kleinen Stadt auf Stelzen: ausgestattet mit Unterkünften, Scheinwerfern und Flakgeschützen. Sie sollen eine gefährliche Lücke in der britischen Luftabwehr schließen und Angriffe deutscher Bomber und Marschflugkörper abwehren. Die Karibik im Zeitalter der Entdeckungen: Wertvolle Güter aus der Neuen Welt werden dort umgeschlagen und nach Europa verschifft. Im 16. Jahrhundert gewinnt der Hafen von Cartagena an der Küste des heutigen Kolumbiens enorme strategische Bedeutung. Gold und vor allem Silber lagern in der Stadt. Zu ihrem Schutz errichtet die spanische Kolonialmacht ein weitreichendes System aus Mauern und Bastionen - ergänzt durch Sperranlagen im Meer, um die gesamte Bucht vor der Stadt abzuriegeln. Ziel der Baumeister ist, die Stadt uneinnehmbar zu machen. Auch in Kappadokien ist der Untergrund ein Teil der Verteidigung. In den weichen Tuffstein graben die Menschen einst ganze Städte: verzweigte Labyrinthe aus unterirdischen Kammern, Gängen und Lüftungsschächten, Dutzende Meter tief. Verschließbare Zugänge, eine eigene Wasserversorgung und Vorratsräume ermöglichen es, im Kriegsfall Zuflucht zu finden und längere Zeit zu überleben. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Weltweit errichten Menschen Monumente des Glaubens: Bauten, für die kein Aufwand zu groß scheint. Viele Sakralbauten setzen neue Maßstäbe in Stil und Größe. Meisterwerke für die Götter. Auf Java bildet der Tempel Borobudur ein steinernes Mandala, in Barcelona wächst die Sagrada Família in die Höhe, und im Norden Chinas klammert sich ein Kloster an eine Felswand. Drei heilige Orte, an denen die kreative Kraft des Glaubens greifbar ist. Im Herzen der indonesischen Insel Java liegt Borobudur, der größte buddhistische Tempel der Welt. Der mehr als tausend Jahre alte Bau ist als dreidimensionales Mandala angelegt. Ebene für Ebene steigen Pilger nach oben, umrunden den Bau auf festgelegten Wegen und durchqueren so symbolisch die verschiedenen Sphären der buddhistischen Kosmologie. Dass die Tempelanlage Borobudur seit über tausend Jahren Vulkanausbrüchen, Monsunregen und Erdbeben standhält, verdankt sie ihrer raffinierten Konstruktion: Passgenau verzahnte Steinblöcke, Kragbögen und ein System aus Wasserspeiern leiten Kräfte und Regen ab. In Barcelona entwirft Antoni Gaudí Ende des 19. Jahrhunderts mit der Sagrada Família ein Gotteshaus, das mit traditionellen Formen radikal bricht. Verzweigte Säulen tragen das Gebäude wie Baumstämme, ihre Gestaltung basiert auf präzisen Naturstudien. Gaudí experimentiert mit neuartigen Tragstrukturen, die in bislang unerreichte Höhen wachsen sollen. Heute führen Architekten und Ingenieure seine Vision fort. Sie verstärken die Türme mit innovativen Steinelementen, damit der Bau modernen statischen Anforderungen genügt. Am Fuß des chinesischen Hengshan-Gebirges scheint ein Tempel hoch über dem Talboden an einer Felswand zu hängen. Tatsächlich ruht der Klosterkomplex auf tief in den Berg getriebenen Kragbalken. Hölzerne Zapfenverbindungen verleihen der Konstruktion Elastizität und machen sie widerstandsfähig gegen Erdbeben. Auf diese Weise gebaut, hat der Tempel die Jahrhunderte überdauert. Geschützt von einer überhängenden Felswand vereint der Tempel daoistische, buddhistische und konfuzianische Elemente. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Seit Jahrtausenden errichten Menschen Gebäude in gewaltigen Dimensionen. Von den Prachtbauten des alten Rom bis zu künstlichen Wasserstraßen, die ganze Gebirge überwinden. Über dem Pantheon in Rom spannt sich seit fast 2000 Jahren eine monumentale Betonkuppel, ein gigantisches Kanalbauwerk durchschneidet die Landenge von Panama, und nördlich von Madrid ragt das größte Kreuz der Welt: Monumente des Willens und der Macht. Im Herzen Roms wagen Baumeister vor fast 2000 Jahren ein Experiment: einen Bau mit einer riesigen Kuppel aus römischem Beton. Das Pantheon wird zum Meilenstein der Architektur. Seine ausgeklügelte Konstruktion, spezielle Mörtelrezepturen und der Oculus - die Öffnung am Scheitel der Kuppel - sorgen dafür, dass das Bauwerk bis heute erhalten ist. In der Moderne entstehen Projekte in noch größeren Dimensionen: Mit der Eröffnung des Panamakanals im Jahr 1914 verkürzt sich der Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik um ein Vielfaches. Der Bau ist ein gewaltiger Kraftakt, der Tausende Menschenleben fordert. Der Panamakanal durchschneidet die kontinentale Wasserscheide, sodass Schiffe von einem Ozean in den anderen gelangen können. Riesige Schleusen werden errichtet, die Schiffe bis auf Höhe des Kanals bringen - und wieder hinunter auf Seehöhe. Heute kämpfen die Kanalbetreiber mit technischen Mitteln gegen eine neue Herausforderung: Der Klimawandel lässt das Süßwasser knapp werden. In den Bergen der spanischen Sierra de Guadarrama lässt der Diktator Francisco Franco ab 1940 ein Monument errichten, das Politik und Religion in Stein fasst. Auf einem Felsmassiv entsteht ein gigantisches Kreuz, darunter wird eine Basilika tief in den Berg getrieben. Tausende Zwangsarbeiter müssen den Bau errichten. Bis heute ist das Monument politisch umstritten - ein Beispiel für Bauwerke, die technisch anspruchsvoll sind und zugleich die Weltanschauungen ihrer Entstehungszeit widerspiegeln. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Rund um den Globus entstehen Bauwerke der Superlative - höher, länger, tiefer als alles zuvor. Sie überwinden Tiefen, durchstoßen Berge und verschieben die Grenzen des technisch Machbaren. In Frankreich spannt sich das Viadukt von Millau Hunderte Meter über dem Boden einer Schlucht, in China erklimmt der höchste Außenaufzug der Welt eine Felswand, und tief unter den Alpen verläuft der Gotthard-Basistunnel nahezu schnurgerade durch das Gebirge. Im Süden Frankreichs löst das Viadukt von Millau ein chronisches Verkehrsproblem: Statt sich durch die engen Straßen der Stadt zu quälen, gleitet der Verkehr heute in wenigen Minuten über die Tarn-Schlucht. Möglich macht das eine elegante Schrägseilbrücke, deren Pylone bis zu 343 Meter hoch aufragen. Damit ist das Viadukt die höchste Brücke der Welt, gemessen an der Bauwerkshöhe. Ein Meilenstein moderner Ingenieurskunst. In den Quarzsandsteinfelsen von Wulingyuan in Zentralchina erschließt der Bailong-Aufzug - der "Aufzug der hundert Drachen" - eine ganz andere Dimension: Es geht steil bergauf. Während sich der untere Teil des Aufzugschachts im Fels befindet, fahren die doppelstöckigen Kabinen im oberen Abschnitt an einem Stahlfachwerkturm, der im Gestein verankert ist. Der höchste Außenaufzug der Welt befördert Besucher 326 Meter in die Höhe und eröffnet spektakuläre Blicke auf den Nationalpark. Tief im Inneren der Alpen durchstößt der Gotthard-Basistunnel das Gebirge über eine Länge von 57 Kilometern. Riesige Tunnelbohrmaschinen haben sich über Jahre durch den Fels gearbeitet, um eine nahezu ebene, schnelle Verbindung zu schaffen. Heute bildet der Tunnel das Herzstück des alpenquerenden Schienenverkehrs. Täglich passieren rund 250 Güterzüge die Röhre. Ein Infrastrukturprojekt, das europäische Handelsrouten neu ordnet und Distanzen im Fernverkehr schrumpfen lässt. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Weltweit entstehen Bauwerke nach dem Vorbild der Natur. Moderne Ingenieurskunst verbindet Ästhetik, Funktion und Nachhaltigkeit - neue Wege für eine Architektur der Zukunft. Innovative Gebäude in London, Singapur und Cornwall zeigen, wie sich Prinzipien aus der Natur auf moderne Architektur übertragen lassen. Die Baukomplexe schonen Ressourcen und schaffen neue urbane Räume. Ein neuer Blick auf das Bauen im 21. Jahrhundert. Im Londoner Finanzdistrikt entsteht zu Beginn der 2000er-Jahre mit "30 St Mary Axe" ein Hochhaus, das rasch ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt wird. Besser bekannt als "The Gherkin", orientiert sich die markante Form an biologischen Strukturen, unter anderem an Tiefseeschwämmen. Seine besondere Trag- und Fassadenstruktur ermöglicht flexible Raumkonzepte und trägt zu einem möglichst energieeffizienten Betrieb bei. In Singapur wächst im Stadtzentrum ein futuristischer Garten: die "Supertrees". Die bis zu 50 Meter hohen Stahlkonstruktionen tragen vertikale Gärten, sammeln Regenwasser und sind in das Energiekonzept des Parks eingebunden. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln sie sich in eine Licht- und Klanglandschaft - ein eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Technik, Natur und urbanem Grünraum. Ein stillgelegter Steinbruch in Cornwall beherbergt das "Eden Project", einen einzigartigen Naturpark. Unter riesigen, lichtdurchlässigen Kuppeln gedeihen tropische und subtropische Pflanzenarten. Die neuartigen Gewächshäuser ziehen jährlich Hunderttausende Besucher an. Sie stehen exemplarisch für nachhaltige Architektur und innovative Nutzungskonzepte im Umgang mit Landschaft und Ressourcen. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Seit Jahrtausenden baut der Mensch für die Ewigkeit. Doch was, wenn technische Fehler gemacht werden und gewagte Konstruktionen versagen? Immer wieder kommt es zu verheerenden Unglücken. Drei dramatische Ereignisse in Italien, Brasilien und der Türkei zeigen, wie anfällig monumentale Bauwerke sein können - und welche Folgen Konstruktionsfehler, Materialermüdung und äußere Einflüsse haben. Am 14. August 2018 geschieht in Genua das Undenkbare: Mitten in der Stadt stürzt ein Teil der Morandi-Brücke ein. Die Schrägseilbrücke aus Spannbeton gilt lange als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Doch gravierende Probleme in der Konstruktion haben fatale Folgen. Der Einsturz fordert 43 Menschenleben. Experten rekonstruieren die Ursachen der Katastrophe. Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais bricht 2019 der Damm der Erzmine Córrego do Feijão. Jahrzehntelang hatte er Abfälle aus dem Bergbau zurückgehalten. Nach dem Dammbruch wälzen sich Millionen Kubikmeter durch die Landschaft und töten 272 Menschen. Die Doku fragt, warum der Damm den Belastungen nicht standhielt. Auch im türkischen Gaziantep gibt es schwere Schäden an einem jahrtausendealten Bauwerk. Nach schweren Erdbeben im Februar 2023 stürzen Teile der antiken Zitadelle ein. Andere Abschnitte überstehen das Beben unbeschadet. Warum versagen manche Strukturen und andere nicht? Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Auf Gipfeln, in Wüsten und im ewigen Eis bauen Menschen an der Grenze des Möglichen. Die Doku zeigt, wie Technik Leben dort ermöglicht, wo die Natur extreme Bedingungen setzt. Drei Orte zeigen, wie Menschen mithilfe ingenieurtechnischen Wissens extreme Landschaften bewohnbar machen. Bauwerke in Peru, in Iran und in Sibirien zeugen von Anpassungsfähigkeit, Erfahrung und technischem Einfallsreichtum. Hoch in den peruanischen Anden errichten die Inka Machu Picchu auf rund 2400 Metern Höhe. Ohne Eisenwerkzeuge, Räder oder Schrift schaffen sie eine Stadt mit Hunderten Terrassen, die Nahrung liefern und Regenwasser kontrolliert ableiten. Ein ausgeklügeltes Drainagesystem schützt die Anlage vor Erosion und Starkregen. Präzise behauene Granitblöcke verleihen der Anlage Stabilität - bis heute trotzt Machu Picchu Wind, Wasser und Erdbeben. Mitten in der iranischen Wüste liegt die Stadt Yazd. Trotz extremer Hitze und Trockenheit ist sie seit Jahrhunderten die Heimat für Hunderttausende. Unterirdische Kanäle - sogenannte Qanate - leiten Wasser aus den umliegenden Bergen über viele Kilometer in die Stadt. Windtürme sorgen für Kühlung, dicke Lehmwände speichern Kälte. Selbst die Lagerung von Eis gelingt unter diesen Bedingungen - ein Beispiel für nachhaltige Klimaanpassung ohne moderne Technik. Im Osten Sibiriens steht Jakutsk vor der gegenteiligen Herausforderung: Extreme Kälte bis zu minus 60 Grad bestimmt das Leben in den meisten Monaten des Jahres. Die Großstadt ist auf dauerhaft gefrorenem Boden, dem Permafrost, gebaut. Doch die steigenden Temperaturen lassen den Untergrund tauen. Gebäude verlieren an Stabilität, Risse entstehen. Wie geht die Stadt mit den extremen Bedingungen um? Und was unternehmen Ingenieurinnen und Ingenieure, um die Bebauung an das veränderte Klima anzupassen? Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Kugelförmige Häuser, ungewöhnliche Festungen, steile Bahnstrecken. Manche Bauwerke wirken bizarr. Welche technischen Ideen stecken hinter den außergewöhnlichen Konstruktionen? Diese Folge führt zu drei Orten, an denen Architektur besonders auffällt - und sich bei genauerem Hinsehen als präzise durchdachte Ingenieursleistung erweist: in die Niederlande, nach Kolumbien und in die Schweiz. In 's-Hertogenbosch in den Niederlanden wirken die sogenannten Bolwoningen, kugelförmige Wohnhäuser, als seien sie ihrer Zeit voraus und plötzlich in einer ganz normalen Vorstadt gelandet. Tatsächlich folgt ihre Form einem klaren statischen Prinzip: Die Kugel verteilt Lasten gleichmäßig und lässt sich aus vorgefertigten Elementen effizient montieren. Das Ergebnis sind experimentelle Wohnbauten, die funktional gedacht sind, aber radikal mit gewohnten Raumkonzepten brechen. Aber ist ein Haus alltagstauglich, das so gut wie keine geraden Wände hat? Über der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena de Indias erhebt sich eine massive Festungsanlage, über mehrere Jahrzehnte errichtet von den spanischen Kolonialherren. Ihre ungewöhnliche Formgebung ist kein Zufall: Abgewinkelte Mauern, unterirdische Gänge und Vorrichtungen zur Selbstzerstörung sollten die Anlage gegen Angriffe widerstandsfähig machen - angepasst an die Waffen und Belagerungstechniken ihrer Zeit. In der Zentralschweiz steht das Bergdorf Stoos vor der Herausforderung, eine sichere Verbindung ins Tal zu schaffen. Die Lösung ist eine außergewöhnlich steile Standseilbahn. Mit Neigungen bis zu 110 Prozent führt die Trasse geradlinig den Hang hinauf - auch ein Schutz vor Lawinen. Speziell konstruierte, drehbare Kabinen sorgen dafür, dass der Fahrgastraum trotz extremer Steigung stets waagerecht bleibt. Die Reihe "Geniale Bauwerke der Geschichte" von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer - und ihre Zeit?
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Ramses der Große - legendärer Pharao. Er ist der Spross einer neuen Dynastie, die weder dem ehemaligen Königshaus noch dem Adel angehört. Sein Mythos überdauert bis heute. Als Tutanchamun im Jahr 1323 vor Christus stirbt, endet die 18. Dynastie mangels Thronfolger. Zwei hohe Würdenträger nehmen daraufhin die Geschicke des Landes in die Hand. Doch der erste stirbt kinderlos, und auch der zweite, Pharao Haremhab, hat keinen Erben. Pharao Haremhab, unter Tutanchamun Oberbefehlshaber des Heeres, gelingt es, nach den radikalen religiösen und kulturellen Umwälzungen durch Tutanchamuns Vater Echnaton wieder Ruhe ins Land zu bringen. Er geht hart gegen Chaos und Korruption im Inneren des Reiches vor und sichert Ägyptens Territorien und Handelsrouten. Als deutlich wird, dass er kinderlos bleibt, erwählt er seinen erfahrenen Wesir Paramses zum Nachfolger. Paramses, der als Ramses I. den Thron besteigt, ist zwar fast genau so alt wie Haremhab selbst, arbeitet aber als hochrangiger Offizier schon seit Jahren mit dem Pharao zusammen und steht für dieselbe Politik wie dieser. Doch anders als sein Vorgänger hat Ramses I. sowohl einen Sohn als auch einen Enkel: Die Zukunft der 19. Dynastie scheint damit von Anfang an über drei Generationen gesichert. Wie prägen die Ursprünge seiner Familie den jungen Ramses und den zukünftigen Ramses den Großen? Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Als Ramses I. stirbt, wird Sethos I. sein Nachfolger. Gelingt es dem neuen Pharao, die Herrschaft auf ein stabiles Fundament zu stellen und seinem Sohn den Weg zur Macht zu ebnen? Als Sethos I. den Thron besteigt, ist Ramses II. noch ein Kind. Sethos setzt alles daran, seine Herkunft abzuschütteln, seine Macht auszubauen und seinen Sohn, den künftigen Pharao, auf seine Aufgaben vorzubereiten. Mit groß angelegten Bauprojekten macht Sethos die 19. Dynastie in ganz Ägypten bekannt. Durch die Instandsetzung der unter Echnaton entweihten und beschädigten Kultstätten sichert er sich die Loyalität seiner Untertanen, die Gunst der Priesterschaft und das Wohlwollen des Reichsgottes Amun-Re. Ansehen verschafft er sich auch durch Feldzüge und die Unterwerfung von Feinden an der Nord- und Südgrenze des Reiches. Durch den Bau eines Tempels in Abydos und das Anlegen einer Königsliste, die den Ketzerkönig Echnaton sowie dessen Nachfolger Tutanchamun und Eje bewusst auslässt, reiht er sich geschickt in die Linie der legitimen Könige Ägyptens ein. So festigt er seine Herrschaft und sorgt dafür, dass sein Sohn Ramses als künftiger Pharao akzeptiert wird. Gleichzeitig macht er sich dessen militärische und politische Ausbildung zur Aufgabe. Er führt ihn in die Kunst der Diplomatie ein, lässt ihn aber auch an militärischen Kampagnen teilnehmen. Und um den Fortbestand der neuen Herrscherlinie zu sichern, sucht er nach Heiratskandidatinnen für den jungen Prinzen. Wird der Kronprinz den Bestrebungen seines Vaters gerecht werden und die Dynastie weiterführen können? Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Nach dem unerwarteten Tod von Pharao Sethos I. im Jahr 1279 vor Christus folgt ihm sein Sohn Ramses II. auf den Thron. Was damals niemand ahnt: Er wird Ägypten für nahezu 67 Jahre regieren. Ramses der Große führt das Land in ein goldenes Zeitalter und wird zu einem der berühmtesten Pharaonen Ägyptens. Er lässt monumentale Bauwerke errichten, darunter den beeindruckenden Hathor-Tempel für seine Große königliche Gemahlin Nefertari in Abu Simbel. Ramses II. ist in nahezu jeder Hinsicht unübertroffen. Er ist der dritte Pharao einer neuen Dynastie, die die alte Ordnung wieder herstellen soll. Von seinem früh verstorbenen Vater erbt er ein blühendes Königreich. Der junge Pharao ist fest entschlossen, Ägypten in eine noch glanzvollere Zukunft zu führen. Sein Volk gewinnt er mit imposanten Feierlichkeiten, wie dem alljährlichen Opet-Fest, bei dem die Teilnehmer mit feinsten Speisen aus den königlichen Kornkammern und Tempeln bewirtet werden. Besonders am Herzen liegt ihm der Bau von Pi-Ramesse, einer neuen und prächtigen Hauptstadt im nordöstlichen Nildelta, der Heimat seiner Familie. Als er im fünften Jahr seiner Regierung gegen die Hethiter in die Schlacht zieht, kann er zwar keinen eindeutigen Sieg erringen, aber er schließt den ersten schriftlich dokumentierten Friedensvertrag der Geschichte und sichert durch seine zahlreichen Kinder den Fortbestand der Dynastie. Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Als junger Pharao zieht Ramses der Große in den Kampf, um die wichtige Festung Kadesch im heutigen Syrien zu erobern. Er scheitert - und dennoch wird der Feldzug zum Triumph. Die verfeindeten Hethiter bieten ihm einen Waffenstillstand an, und Ramses lässt sich im Anschluss als Sieger darstellen. Reliefs mit seinen Heldentaten zieren Tempelwände, und Boten verbreiten die Geschichte vom gefürchteten Kriegerpharao in ganz Ägypten. Der Bericht über die Ereignisse ist für Ramses fast bedeutender als die eigentliche Schlacht, und er beginnt, an seiner eigenen Legende zu arbeiten. Deswegen existieren noch heute so viele monumentale Bauwerke, Statuen sowie Texte über ihn. Anders als seine Vorgänger lässt er sich sogar schon zu Lebzeiten als gottgleich darstellen. Große Berühmtheit erlangt auch sein Friedensschluss mit dem verfeindeten und mächtigen Hethiterreich. Der Text des Abkommens zwischen Ramses und dem hethitischen König ?attusili III. ist überliefert. Er gilt als erster Friedensvertrag der Welt, und eine Kopie davon befindet sich heute im UN-Hauptquartier in New York. Aus den Feinden werden in der Folge Verbündete, wie Tontafeln aus der einstigen hethitischen Hauptstadt zeigen. Nicht nur Pharao und König pflegen einen regen Briefverkehr, sondern auch ihre beiden Gemahlinnen. Sowohl die Große königliche Gemahlin Nefertari als auch die hethitische Königin Puduhepa sind kluge, erfolgreiche und selbstbewusste Herrscherinnen. Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Nach 30 Jahren Herrschaft ist Ramses der Große auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die Nachbarländer zollen dem Pharao Respekt und Tribut, während sein Volk ihn als Gott verehrt. Ramses feiert zum 30-jährigen Regierungsjubiläum das Sed-Fest. Dabei vollzieht der über 50-jährige Pharao magische und sportliche Rituale, um sich zu verjüngen, seine Macht zu erneuern und dem Land seine geistige wie körperliche Leistungsfähigkeit zu beweisen. Seinen größten Erfolg, den Abschluss des Friedensvertrages mit den Hethitern, festigt er durch die Vermählung mit einer Tochter des ehemals verfeindeten hethitischen Großkönigs. Doch all seine Errungenschaften als Krieger, Diplomat und Bauherr bewahren Ramses nicht vor Schicksalsschlägen. In seinem langen Leben verliert er viele, die ihm nahestehen. Er muss seine Großen königlichen Gemahlinnen Nefertari und Isisnofret zu Grabe tragen sowie zahlreiche seiner Söhne. Darunter auch vier Thronfolger, die er zu künftigen Herrschern ausgebildet hatte. Gegen Ende seiner langen Herrschaft überträgt er die Regierungsgeschäfte mehr und mehr seinem 13. Sohn Merenptah. Wird der unerfahrene, erst spät zum Thronfolger ernannte Prinz dem Erbe seines Vaters und der großen Verantwortung gerecht? Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Als Ramses der Große mit 90 Jahren stirbt, folgt ihm Kronprinz Merenptah auf den Pharaonenthron. Der knapp 60-Jährige ist Ramses' 13. Sohn und hat seine älteren Brüder überlebt. In Merenptahs nur rund zehnjähriger Regierungszeit endet die friedliche Blütephase des ägyptischen Königreichs. Der neue Pharao muss Rebellionen im Norden und Süden des Reiches niederschlagen und eine Allianz aus Libyern und Seevölkern im Westen abwehren. Insbesondere der Angriff der Libyer in der Mitte seiner Regentschaft wird zur Gefahr für das ganze Land. Die Feinde im Westen schließen sich mit Migranten aus dem Norden zusammen, die gegen Ende der Bronzezeit in großen Scharen nach Ägypten strömen. Doch Merenptah kann die Feinde siegreich abwehren. Seine militärischen Erfolge lässt er in Karnak mit hymnischen Texten in Stein meißeln. Auf der sogenannten Merenptah- oder Israel-Stele wird zum ersten Mal das Wort Israel erwähnt. Dies und Auffälligkeiten an der Mumie des Pharaos führen zu der Theorie, Merenptah könne der in der Bibel erwähnte Pharao sein, der beim Auszug der Israeliten aus Ägypten vom Roten Meer verschluckt wurde. Nach dem Tod des Pharaos Merenptah versinkt das Land im Bürgerkrieg, als sich zwei Thronanwärter die Krone streitig machen. Auch nach ihrem Tod erreicht die 19. Dynastie nie wieder die einstige Blüte. Auf den kranken Kindkönig Siptah folgt dessen Mutter Tausret als letzte Pharaonin der glanzvollen Familie Ramses des Großen. Ramses der Große regiert 67 Jahre und gehört zu den mächtigsten Pharaonen des alten Ägypten. Seine monumentalen Bauwerke und seine zahlreichen Erfolge lassen ihn zur unsterblichen Legende werden.
Wie viel Wahrheit steckt in Homers weltberühmter Dichtung "Odyssee"? Archäologen und Historiker gehen auf Spurensuche und erforschen antike Quellen und Artefakte. Homers Epos "Odyssee" erzählt von der Irrfahrt des griechischen Helden Odysseus. Nach dem Trojanischen Krieg will er in seine Heimat Ithaka zurückkehren. Doch zuvor muss er zahlreiche Abenteuer bestehen. Basiert die Erzählung auf echten historischen Ereignissen? Homers Werk soll im 8. Jahrhundert vor Christus entstanden sein und schöpft seine Geschichten aus jahrhundertealten Überlieferungen. Die Wissenschaft vermutet die Ursprünge des Mythos gegen Ende der Bronzezeit. Das Epos enthält erstaunlich genaue geografische und kulturelle Hinweise. Gibt es real existierende Schauplätze und Ereignisse? Archäologische Funde zeigen: Die Kulturen rund ums Mittelmeer waren schon damals durch Handel und Seefahrt eng miteinander verbunden. Historiker, Geologen und Archäologen gehen der Frage nach, ob historische Ereignisse die Grundlage für Homers Dichtung sind. Die Dokumentation zeigt, wie Forschende den Beschreibungen in Homers Text folgen und die Reise des Odysseus nachzeichnen. Selbst Techniken des antiken Bootsbaus und Bestimmungshilfen für Heilkräuter lassen sich in der Heldensage finden. Die "Odyssee" von Homer zählt zu den berühmtesten Erzählungen der Antike. Doch wie viel Wahrheit steckt in der Geschichte des listenreichen Odysseus? Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo begleitet Archäologen und Historiker auf ihrer Spurensuche.